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Dienstag, 7. April 2020

Im Wald ist die Welt noch in Ordnung

Wenn ich merke, dass ich mich nicht mehr konzentrieren kann, die Motivation sich nicht einstellen mag oder einfach alles zu viel wird, dann zieht es mich nach draußen. Am liebsten würde ich in diesen Momenten alles stehen und liegen lassen. Einfach die Laufschuhe überstreifen, das Handy (meine Musik) schnappen und raus rennen. 

Gerade jetzt im Frühling ist es besonders intensiv. Nach der langen dunklen Jahreszeit beobachten, riechen und fühlen zu können wie das Leben in die Natur zurück kehrt, das ist überwältigend. Jedes Mal entdecke ich mehr Grün. Die Sonne scheint auf mich herab und im Wechsel mit dem Schattenspiel kommt es mir vor als wäre ich in einer ganz anderen Welt. Unter meinen Füßen abwechselnd weiches Moos, staubiger Sand, fest getretene Erde, harte Stöcke und Steine, Kuhlen und Hügel. Dann fühle ich mich selbst lebendig.


Wer mit offenen Augen durch Wald und Wiesen streift, der wird viel entdecken und mitnehmen dürfen. Neuerdings begleiten mich Schmetterlinge auf meinem Weg, schweben mir voraus, flattern fröhlich bunt an mir vorüber. Gestern trudelten viele Hummeln herum. Auch Rehen begegne ich in der letzten Zeit häufiger. Vor Kurzem habe ich sogar das erste Mal überhaupt in freier Wildbahn einen Fuchs gesehen. Wie ein Kind habe ich gestaunt, es war so aufregend. Sicherlich war der alte Hühnerdieb auf der Suche nach Beute. Ein wunderschönes Erlebnis, von dem ich noch Stunden und Tage zehren konnte. Insbesondere weil die Füchsin seit einigen Jahren zu meinen persönlichen Krafttieren zählt. Sie ist schlau und anpassungsfähig, nimmt sich was  sie braucht.  Sie beobachtet, bevor sie handelt und verlässt sich auf ihr feines Gespür. Eine trickreiche Diva, verspielt und doch stets auf der Hut. Für ihre Jungen gibt sie alles. Ich liebe Füchse.


Mein Herz schlägt höher und richtig schnell in solchen Momenten. Abgesehen vom Puls, der ohnehin schon durch das Laufen beschleunigt ist, meine ich. Nach einigen Minuten komme ich in einen Flow, wird mein Kopf ganz leer - im positiven Sinne und ich fühle mich frei. Gereinigt, unbeschwert. Die körperliche Anstrengung, mein Atem, der Meter vor mir, die Welt um mich herum. Alles löst sich auf und verschmilzt gleichzeitig. Ich werde eins mit mir selbst und dem Leben, in dessen pulsierender Mitte ich unterwegs bin. Sorgen, Pflichten, Abgabetermine sind für eine Weile vollkommen vergessen. Dann kann ich endlich einmal wirklich loslassen. Die ganze Last fällt ab.

Nicht umsonst kam der Begriff des Waldbadens vor einer Weile auch hier zu Lande in Mode. Spazieren am Strand, Wandern in den Bergen, Gassigehen mit dem Hund in heimischen Feldern, Schwimmen im kalten See. Egal wo oder wie wir die Natur unmittelbar erleben; wenn wir tief darin eintauchen wird deutlich, wie stark wir in ihr verankert sind und wo unsere wahren Wurzeln liegen. Wir sagen, dass wir uns die Gedanken mal ordentlich durchpusten lassen müssen und da ist was dran. Nichts sortiert das Getümmel in meinem Kopf so gut, wie eine Stunde da draußen. Es ist die Kombination von Auspowern und Freiluft. Sechzig Minuten auf dem Laufband im Fitnessstudio tun mir auch gut. Aber es ist nicht dasselbe.

Vor mir im Regal in meinem Homeoffice steht ein Schwarz-Weiß-Foto. Meine Freundin D. hat es im Wald aufgenommen, gerahmt und mir zum letzen Geburtstag geschenkt. Es zeigt einfach nur wie die Sonne durch die Baumwipfel fällt und den schattigen, dicht bewachsenen Boden. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger. Wenn meine Augen dorthin wandern, dann verspüre ich einen Sog. Der Anblick fesselt mich sofort. Ein sehr ursprünglicher Teil in mir wird angesprochen, der auf die Wälder reagiert. D. meinte, dass es sie an jenes Bild erinnert hätte, das bei uns im Schlafzimmer über dem Bett hängt. Ebenfalls eine Schwarz-Weiß-Aufnahme. Ebenfalls vom Wald. Mich erinnert es auch daran.

Dazu gibt es eine Geschichte. Jahrelang blieb besagte Wand über unserem Bett kahl und leer. Was mich störte. Meinen Mann nicht. Ich wollte etwas Besonderes dort hängen haben. Allerdings wusste ich nicht wirklich was für ein Motiv es eigentlich sein sollte. Es passierte ewig nichts. Eines Tages, ich hatte den Gedanken an ein Bild für diese große Wand schon beinahe aufgegeben, waren wir in einem Möbelhaus unterwegs. Aus einem ganz anderen Grund. Als wir jedenfalls alles beisammen hatten und in Richtung Kasse wollten, sah ich diese lange, horizontale Leinwand in der Ausstellung hängen. Und es war sofort um mich geschehen. Ich stand da und war ganz gefesselt. Ich verspürte eben jenen Sog. Ein Gefühl, eine Erinnerung, ein leiser Ruf in meinem Herzen. Da wusste ich, dass ich gefunden hatte, worunter ich abends einschlafen wollte. Wir nahmen es mit, hängten es auf und ich sagte: Dieses Bild gibt mir Frieden. Ich nenne es meinen Märchenwald, Zauberwald, magischen Wald. Dort herrscht auf immer Nebel. In meinen Träumen bin ich nachts schon häufig hindurch gewandelt. Habe ihn als Vorlage für Meditationen genutzt. 

Wälder üben seit je her eine starke Faszination und Anziehung auf die Menschen aus. Sie sind wild und ursprünglich, man kann sich in ihnen verirren. Überall huschen vor den Blicken verborgene Tiere und es herrscht ein unverwechselbarer, charakteristischer Duft, wie sonst nirgends. In so gut wie jedem alt überlieferten Märchen spielt der Wald eine zentrale Rolle. Ein Ort für Initiationen und Heldenreisen, um den eigenen Schatten, lauernden Gefahren und Gespenstern zu begegnen. Als bedrohlich galten die Wälder, nur die Mutigsten trieben sich dort herum oder die Seltsamen, Unangepassten. Wer genau hinschaut, der sieht noch heute in die lächelnden Gesichter von Baumgeistern, entdeckt Feenkreise aus Pilzen, Steinen oder Blumen und dieses kräftige, ewig währende, ausdrucksstarke, übermächtige, heilkräftige Grün. 

Wir finden besondere Geschenke auf einer kleinen Pilgerreise durch den Wald. Kraftgegenstände, Talismane. Wer bittet, dem wird gegeben werden. In den ersten Wochen der Corona-Krise, als die Angst mich völlig schockstarr machte, hielt ich mich fest an diesem Mantra: Please guide me, please lead me, please show me the way. Ich ging mit so vielen Fragen da hinaus und kam mit einfachen, aber eindrücklichen Antworten zurück: Mit Signalen und Wegweisern der Hoffnung. So fand ich zu meinen Füßen ein Hölzchen in der Form der Rune Algiz, die mir persönlich sehr viel bedeutet. Was für ein ausführliches Statement das war! Ein überaus mächtiges Symbol, das seit Alters her mit Schutz in Verbindung gebracht wird. Sogar dafür einsteht, wie kaum ein anderes Schriftzeichen. Auch für mich bedeutet Algiz absoluten Schutz. Aber darüber hinaus noch so viel mehr. Algiz macht Mut. Es bedeutet ganz und gar im Augenblick präsent zu sein. Fest mit den Beinen auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und den Kopf hoch aufgerichtet zu den Wolken. Denn nur wenn man voll da ist und die Gesamtsituation klar überblicken kann, ist man wirklich handlungsfähig und in der Lage, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nur wer ganz in seiner Mitte ruht und versteht, was vor sich geht, kann sich schützen. Deshalb ist Algiz eine Rune der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Sie sagt: Du bist sicher und geschützt. Passe Du  gut auf Dich auf und gib auf Dich selber acht. Sieh genau hin, was vor sich geht. Algiz ist mächtig. Du hast Macht. Du kannst Einfluss nehmen. Du kannst einwirken. Steh aufrecht. Sei stark. Sieh den Tatsachen ins Gesicht. Schütze Dich selbst, dann schütze ich Dich. Dann bist Du geschützt.


Ich probierte von diesem Tag an bei jedem Lauf einen anderen Weg aus. Lief keine zweimal hintereinander dieselbe Strecke. Ich wollte etwas Neues entdecken. In der Bemühung um Orientierung, um mich nicht zu verirren, fand ich zu mir und gelangte immer wieder sicher ans Ziel. Ich sah noch unzählige Algiz aus Stöckchen und Rinde. Die meisten von ihnen waren viel detailgetreuer gewesen als mein erstes. Aber dieses eine, das habe ich behalten. Ich bückte mich und hob es auf. Seitdem steht es bei meiner Kraftkerze auf dem Hausaltar. Als Wegweiser. Als Erinnerung an mich, dass ich mich nicht verlaufen werde. Dass ich begleitet bin und geführt. Dass ich es schaffen werde. Vielleicht auf Umwegen und unvorhergesehenen Pfaden. Aber wenn ich den Mut nicht verliere, gut aufpasse und meinem Instinkt folge, dann werde ich nicht fehl gehen. Dann komme ich wieder an und am Ende wird es gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende, wie die Silberweide immer so schön sagt.

Seit her jedenfalls weiß ich, wenn ich da draußen unterwegs bin und einmal mehr eine neue Abzweigung wähle, da plötzlich irgendwo ein Algiz liegt oder auch mehrere hintereinander, dass ich dieser Strecke ruhig weiter folgen kann. Weil sie mich letztlich wieder sicher nach Hause führen wird. Darauf kann ich mich verlassen. So hat der Wald mich seine eigene Lektion in Vertrauen gelehrt.

Es gibt auch einen Weg heraus aus dieser Krise. Vielleicht habe ich das im Wald begriffen. Vielleicht auch als ich durchs Fenster oder vom Balkon aus das niedliche Eichhörnchen im Garten der Nachbarin beobachtete. Denn das erinnert  mich ebenfalls an etwas. Das possierliche Tierchen hat seine ganz eigene Weisheit. Wie es sich ungestüm und lebenslustig von einem Ast zum anderen wieselt, um in der Tanne neben der Hütte genüsslich irgendwelche Zapfen zu mampfen. Es sagt: Sei flink und sorge vor. Sorge gut für Dich. Aber sorge Dich nicht. Handle einfach vorausschauend. Springe von Gelegenheit zu Gelegenheit, von Tag zu Tag. Du wirst immer wieder Halt finden. Wirst Gaben und Geschenke entdecken. Vielleicht musst Du Dich ein wenig anstrengen, beweglich und flexibel bleiben. Aber Du kommst schon durch. Bleibe wendig, bleibe lebendig. Es mag seine Zeit brauchen und nur in kleinen Schritten voran gehen, aber es geht immer weiter.


Sonntag, 15. Mai 2016

Nachtrag zu den Energievampiren

Ich glaube ich muß mal noch ein paar Worte dazu sagen. Es möge bitte niemand dem Irrglauben verfallen wir wären hier bei Bibi Blocksberg oder gar Charmed. Denn SO funktioniert Hexerei natürlich nicht. Im echten Leben läuft das Alles etwas langsamer ab. Meistens jedenfalls. Dezenter würde ich nichtmal sagen. Es ist halt etwas anders. Diese Leute, von denen Ihr nicht möchtet dass sie Euch so nahe auf die Pelle rücken, werden selbstverständlich nicht von jetzt auf gleich Richtung einer einsamen Insel verschwinden. Das Neinsagen müßt Ihr "leider" trotzdem lernen, da führt kein Weg dran vorbei.

Häufig geht es aber auch genau darum. Ich habe die Erfahrung gemacht dass Neinsagen unter Einfluß des Schildes und somit auch meiner bewußten Hinwendung zum Thema und einer entsprechenden Entscheidung, sehr viel leichter fällt. Ihr werdet härter. Lasst Euch nicht mehr so einlullen oder beeinflussen. Und die Leute nehmen allerdings auch tatsächlich mehr Abstand. Als würden sie instinktiv etwas fühlen, was sie sich zurück ziehen ließe. Vielleicht nicht sofort und vielleicht nicht vollstänig. Je nach Umständen und Gegebenheiten begegnet Ihr ihnen ja womöglich weiterhin. Vielleicht am Arbeitsplatz oder so. Doch Euer Energiefeld wird anders ausstrahlen und sie Euch nicht mehr derart überrumpeln lassen. Bei anderen Menschen in Eurer Umgebung mag sich nichts oder nicht so viel verändern. Es geht aber ja auch um Euch höchst selbst und persönlich.

Das ist etwas, was Ihr Euch unbedingt klar machen müßt. Die Zeit Eures Lebens ist zu kostbar, um sie an Menschen zu verschwenden, mit denen Ihr Euch gar nicht wohl fühlt. Die Euch in gewisser (emotionaler oder geistiger) Hinsicht nichts geben, sondern eher ganz im Gegenteil belasten. Kommt Euch deshalb nicht vor wie ein A....loch, Ihr müßt nicht mit jedermann befreundet sein. Oder sucht Ihr eine neue Familie / neue beste Freunde / Kontakt? Dann mag das ja was anderes sein. Allerdings würden wir dann hier sicher auch grad nicht über Energievampirismuch sprechen, richtig? Im Freundeskreis ist es auch nochmal was anderes. Jede zwischenmenschliche Verbindung erlebt Phasen oder Momente, in denen man mal nicht einer Meinung ist oder sogar mal stänkert, sich nervt, keine Lust hat. Das ist völlig normal und in ordnung. Sollte sowas Überhand nehmen, dann solltet Ihr diese sog. Freundschaft überdenken. Denn womöglich ist sie nicht (mehr?) wie sie sein sollte. 

Was aber wenn jemand sich in Euer Leben schleicht / drängt / katapultiert, den Ihr dort eigentlich gar nicht so nahe haben möchtet? Und man mit freundlichem Nein sagen nicht weiter kommt? Oder mit anderen üblichen "Maßnahmen"? (von selber nicht melden, keinen Kontakt suchen, höflich Einladungen ausschlagen ect.) Dann kann dieser Schild eine echte Hilfe für Euch sein. Das macht man sicher nicht gegen echte Freunde oder Menschen, die einem wirklich am Herzen liegen. Es geht um die untergejubelten Verbindungen, die sich irgendwie verselbständigt haben, ohne dass man es eigentlich schnell genug gemerkt hat bzw. gar reagieren / gegensteuern konnte. 

Hinzu kommt noch Folgendes zu beachten: Es gibt sog. Energievampire, die unbewußt ein derartiges Verhalten an den Tag legen und solche, die es mit voller Absicht machen. Menschen mit schweren Depressionen oder anderen psychischen Krankheiten können Schwierigkeiten haben Kontakte zu schließen oder dauerhaft Freundschaften aufrecht zu halten. Das ist eine Sache. Sie verhalten sich manchmal vielleicht auf eine Art, die missfällt oder nicht gut ankommt. Auch hier gilt wieder die Unterscheidung: Wenn es sich um eine jahrelange Freundschaft handelt, dann wirst Du sicher damit umgehen können und es auch wollen. Wenn dieser Jemand aber gar nicht zu Deinem Inner Circle gehört, wieso solltest Du dann damit umgehen können oder wollen? Das solltest Du Dir klar machen und für Dich bewußt entscheiden, wie es weiter gehen soll. 

Dann gibt es die chronischen Jammerer, die auf Mitleid und Zuspruch von Außen bedacht sind. Du verkommst dabei zum 24h-Sunden-Kummerkasten. Aber egal was Du sagst oder empfiehlst, nichts wird "gut genug sein" oder helfen. Halte soetwas unbedingt von Dir fern, wenn es sich nicht um eine nahestende Person handelt. Denn das zieht soviel Energie ab, wie Du es Dir kaum vorstellen kannst. Am Ende bist Du nämlich selbst schlecht gelaunt, traurig, ausglaugt und chronisch unzufrieden. Ich kenne sowas sehr gut, nicht gesund. 

Ganz fies sind die von der Sorte, die auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Sie verfolgen irgendein Ziel, wollen irgendwo besser dastehen oder in einer Gemeinschaft Fuß fassen und meinen, dieses bzw. jenes mit Deiner Hilfe / über Dich besser, schneller usw. erreichen zu können. Die spannen Dich ein, schmeicheln, bequatschen und sprühen nur so vor Übereifer. Hab Acht, wenn Du merkst dass es an Deine Substanz geht. Nur Du allein entscheidest mit wem Du Deine Zeit verbringst und wen Du in Dein Leben läßt. Alles andere wäre fatal.

Kunstvoll gegen Energievampire

Ich hatte ja bereits mehrmals angekündigt dass ich Euch den schönen Malkoffer genauer zeigen möchte, den meine liebe Silberweide mir vor ein paar Monaten schon vom Aldi mitgebracht hatte. Man mag es kaum glauben. Wie das Schicksal es manchmal so möchte hatte sich bisher keine passende Gelegenheit ergeben, das Schätzechen mal zum Einsatz zu bringen. Ich oder auch die jeweiligen Umstände waren wohl einfach noch nicht reif dafür. Aber letztes Wochenende war es dann endlich soweit und ich bin durchgestartet. Mit dabei auch gleich das tolle Büchlein, welches die Gute mir geschenkt hatte. Insofern habe ich heute endlich mal die Chance beim Schopfe gepackt und werde Euch alles gleichzeitig vorstellen. Ich bin ganz sicher dass ich damit der ein oder anderen von Euch noch den Mund wässrig machen kann für eigene magisch-kreative Momente. Ich für meinen Teil bin überzeugt dass dies nicht mein letztes Malprojekt gewesen sein wird! Aber seht selbst:




So sieht es aus wenn frau an einem sommerlich-warmen Tag ihr Sonnendeck mal eben mir nichts, dir nichts in ein Open-Air-Atelier für Laien verwandelt! Und es hat so viel Spaß gemacht, das kann ich Euch versichern. Ich hatte alles was ich brauchte bereits parat: Den Malkoffer, der eine große Anazhl Acryl-Farben und Pinsel, sowie zwei rechteckige Leinwände, Palette zum Mischen und Bleistifte beinhaltet. Dazu hatte ich mir extra für die schamagischen Schilde drei runde Leinwände bestellt und das Büchlein von meiner Soulmate lag bereit. Konnte doch eigentlich gar nichts mehr schief gehen, oder?


Aus gegebenem Anlaß hatte ich mich für dieses Schild entschieden. Worum es geht erklärt der Text darunter schon ganz gut. Wobei ich denke dass sich mit Energievampiren die meisten schon irgendwann in ihrem Leben mindestens einmal auseinander gesetzt haben, oder?  Leute einfach, die einen in Beschlag nehmen. Sie können aufdringlich sein, fordernd, dreist und / oder Euch einfach überrumpeln. Jedenfalls geht es Euch einfach viel zu schnell und es wird viel zu viel und wenn frau der Situation dann selbst nicht mehr ohne weiteres Herrin zu werden scheint, dann finde ich so ein Schild doch mal eine verdammt gute Idee. Es ist sanfter als ein Bannzauber. Insofern als dass da einfach keine unerwünschten Nebenwirkungen oder unerwarteten Eventualitäten eintreten können. Das ist beim strikten Bannen ja immer so eine Sache... Vordergründig geht es darum Eure eigene Energie zu schützen, damit Ihr Euch nicht mehr so aufgebracht, ausglaugt, entnervt und aufgewühlt fühlt. Selbstverständlich liegen Sinn und Zweck außerdem darin verborgen, dass die betreffende Person Abstand von Euch hält, nicht mehr so drastisch in Euren Tanzbereich eindringt. Eine friedliche Lösung in einer Angelegenheit, die ohne nötigen Abstand ansonsten zu einem handfesten Konflikt ausarten könnte. Der sich allerdings manchmal ohnehin nicht umgehen läßt, um den eigenen Standpunkt deutlich zu machen. Aber schauen wir erstmal weiter...


Wie Ihr hier sehr schön erkennen könnt, läßt der hübsche Holzkoffer sich ruck-zuck in eine kleine aber feine Staffelei verwandeln. Es lag nun also alles bereit und ich konnte starten. Das war vielleicht aufregend! Ich hatte das letzte Mal in meinem Leben irgendwann in meiner Schulzeit mal was gemalt. Mit Wasserfarben auf einen großen Papierblock, Ihr kennt das. Nun also besaß ich Acryl-Farben und hatte eine echte Leinwand vor mir, whow! Nicht dass ich über Talent verfügen würde. Also so wirklich. Meine Freundinnen sind die Künstlerinnen, ich habe eher zwei linke Hände, wenn es um Handarbeiten oder Kreatives geht, leider. Aber ich war bin motiviert und der Tag war so perfekt und überhaupt, hach! 


Hier das Ganze nochmal von hinten. Wie Ihr seht ist der Koffer ordentlich und übersichtlich von Innen aufgeteilt, alles und jedes findet sein angestammtes Fleckchen. Auf die Art kann man die gesamte Ausrüstung sehr platzsparend in der Abstellkammer verstauen. So mache ich es jedenfalls. Die Staffelei ist für meine Zwecke durchaus groß genug und steht selbst auf dem Balkontisch sehr sicher.


Aber an dieser Stelle möchte ich erstmal noch genauer auf das Büchlein eingehen. Ich finde es definitiv sehr wertvoll und praktisch. Es hat garantiert in der vergangenen Woche nicht seinen letzten Einsatz absolviert. Um mehr darüber zu erfahren > klickt mal hier < auf meine Rezension bei den Amazonen. Es gibt wirklich Muster und Symbole für die allermeisten wichtigen Themen im Leben. Seien es nun seelische oder körperliche Belange, handfeste Übergriffe oder subtile Bedrohungen von Hab und Gut bzw. zwischenmenschlichen Verbindungen. Natürlich ist es spirituell, aber in gewisser Weise natürlich auch ebenso psychologisch. Die Einleitung finde ich gerade für Einsteiger in die Thematik sehr interessant. Dennoch wird frau sicher der Angelegenheit noch eigenes Leben einhauchen wollen, denn darum geht es ja bei energetischer Arbeit, also in der Magie. Dass wir unseren eigenen Fingerabdruck hinterlassen.


Zunächst habe ich dieses sog. spinnartige Wesen (was mich auch sehr an einen aufgerissenen Schlund oder eine Frau mit gespreizten Beinen erinnert - beides sehr kraftvolle Bilder) mit Bleistift vorgezeichnet. Für den Körper habe ich mir dann einen sehr dunklen, fast schwarzen, lilanen Farbton gemischt. Die "Augen" wollten in kräftigem Rot gemalt werden. Ich finde allein die Farbwahl sagt schon viel über den gewaltigen Willen hinter meiner Absicht aus. 
Es war für mich eine sehr neue und aufregende Erfahrung, mit Acryl auf Leinwand zu malen. Die Farben und Pinsel verhalten sich so ganz anders, als alles was ich bisher kannte. Es war irgendwie weich und fließend, nicht so präzise wie mit Stiften. Dann diese Strukturen und Übergänge, wie die Farbpaste sich verhält, das Alles hat mich einfach absolut fasziniert und total in seinen Bann geschlagen. 


Leider sind die Farben nicht so gut zu erkennen, wie ich es gerne hätte. Oben rechts haben wir ein sattes Orange für das Element Feuer, darunter habe ich mir ein tiefes Blau-Grün für Wasser gemischt. Lins unten finden wir Braun für Erde und oben Links Hellblau für die Luft. Dazwischen die gelben Strahlen mit den weißen Zacken darin und den schwarzen Punkten repräsentieren für mich das Licht und die Kraft, die von mir ausgehen, um mich zu schützen und meine starke Botschaft auszusenden. Denn die Figur im Zentrum, das bin dann wohl ich. Ich, die abwehrt. Ich, die sich schützt. Ich, die sich nicht vereinnahmen lassen und in Beschlag nehmen lassen will. Ich, die ihre Krallen ausfährt. Ich, die sagt "bis hier hin und nicht weiter - stopp". Ich, die Eins ist mit sich und der Welt um sich herum. Ich, die in ihrer vollen Kraft steht. Ich, die sich nichts gefallen lassen wird und nichts hinnimmt, was sie nicht möchte. Ich, die sagt "das ist mir zu viel, ich will das nicht".


Hier nochmal eine Einzelaufnahme. Mein Mann war überraschender Weise sofort total begeistert von meiner Kunst und ich habe von ganz vielen Menschen ein positives Feedback erhalten. Sogar Ermunterung mit dem Malen weiter zu machen. Und das werde ich auch. Im Rahmen meiner Möglichkeiten eben, manchmal als Mittel zum Zweck, aber immer aus Spaß und Freude an der Sache. Ich habe diesen zutiefst magischen, fließenden und schöpferischen Prozess für mich entdeckt. Wie die Formen und Farben aus mir heraus kamen, das Alles sich fügte. Nichts sollte unbedeckt oder unvollständig bleiben, ein Jedes hat seinen Sinn. In diesen Momenten bin ich wahrlich in meiner Mitte gewesen und vollkommen Eins mit der Welt um mich herum, mit allem was lebt und existiert. Ich hatte Zugriff zu dieser schier unerschöpflichen Chronik all-umfassenden Wissens, dessen ein Jeder von uns sich bedienen kann. Wenn wir den den Zugang finden und für uns öffnen können. Ihr hört sicher schon wie geflasht ich bin.

Das Bild habe ich direkt auch als neues Profilbild für mein WhatsApp eingesetzt. In dem Buch steht ja dass der Schild in seiner Wirkung bereits einsetzen wird, wenn wir uns für einen entschieden haben. Diese entfaltet und sich dann und wird natürlich noch um ein Vielfaches verstärkt, wenn wir selbst mit unseren eigenen Händen diesem Symbol Leben einhauchen. Anstatt es beispielsweise einfach nur in einem Copy-Shop zu fotokopieren. Und so ist es tatsächlich auch bei mir gewesen, das versichere ich Euch. Es hat sich SOFORT merklich etwas verändert. Undzwar sowohl was das Verhalten meines Gegenübers angeht, als auch mein eigenes Empfinden. 

Je nach Einsatzart bzw. Anliegen kannst Du Dein Bild auf Papier malen und in der Hosentasche bei Dir tragen oder irgendwo aufhägen. In meinem Fall werde ich es  gleich an der Wand aufhängen. Genau am Übergang zwischen dem Esszimmer und der Küche. Neben dem Altar, über dem Weinregal, an der Tür zu unserer Terrasse, wo wir auf den Fußballplatz rüber schauen...

Sonntag, 4. Oktober 2015

Schutzrituale

Dies schnuckelige Werk von Luisa hat es mal wieder faustdick hinter den Ohren. Zugegebener maßen fällt es vom Format her eher ein wenig aus wie eine Ritter Sport Schokolade - handlich, praktisch - gut! Sprich es ist ein wenig schmal und klein geraten. Dafür überzeugt der Inhalt umso mehr und darauf kommt es natürlich auch an. Als das Büchlein bei mir eintraf hatte ich es letzte Tage direkt mal eben "dazwischen geschoben" und war damit tatsächlich innerhalb einer Stunde neben dem Kochen durch gewesen. Gelohnt hat es sich dennoch, klarer Fall bei Luisa mal wieder. Meine etwas detailliertere Rezi gibt es auch heute wieder > an dieser Stelle < bei den Amazonen zu finden. Und für Euch habe ich ein paar Zitate heraus gesucht, die zum Nachdenken anregegen sollen. Wie Ihr Schutz überhaupt definiert und was Ihr Euch davon so erwartet.

"Bei einem Angriff spielt das Mentale oft eine größere Rolle
als die Körperkraft. Menschen, die selbstsicher sind
und entschlossen auftreten, sind seltener Opfer..."

"Sicherheit ist eine Illusion"

"Schutz bedeutet Ausdehnung der eigenen Welt"

"Wer Macht ausüben will, erzeugt Angst.
Dieses Prinzip funktioniert seit Jahrtausenden."

"Menschen, die gern andere manipulieren,
haben ein sicheres Gespür dafür,
wie sie jemandem Angst machen können."

"Jede Person ist für sich selbst verantwortlich.
Wir wurden nicht geboren, um anderen Dienste zu erweisen.
Wer glaubt, Familien seien ein Hort der Freude und des Schutzes,
hat Glück gehabt."

"Helferwesen können Engel, Göttinnen, Geister, 
spirituelle Tierwesen oder auch Haustiere sein,
mit denen man sich gut versteht."

"Wir sind alle Meisterinnen der Magie der Verhinderung.
Mächtig ist die Kraft, die uns an der Freiheit hindert."

"Wir finden es normal, mit Energie und Wellen zu kommunizieren,
Bilder aus Impulsen zusammengesetzt zu sehen 
(digitale Übertragungen), doch wenn es um die Kleinstlebewesen
in der Natur geht, die uns wichtige Informationen geben können,
ist schnell von Aberglauben die Rede." 


Dienstag, 26. Mai 2015

Ausflugs-Impressionen (einer gebührlichen Abschiedsfeier)

Wie bereits erwähnt bin ich ja dies Wochenende Strohwitwe gewesen, da mein Mann mit seiner B-Jugend zu einem mehrtägigen Fußball-Turnier aufgebrochen war. Und obwohl die neue Wohnung meiner Freundin mit all ihrem Fachwerk und den tollen, alten Balken sehr viel Sehenswertes zu bieten hätte, hier dann doch mal nur einige Eindrücke vom Mädels-Samstag, wo wir unterwegs gewesen sind und auch sehr viel Schönes erlebt haben...


Als Erstes hatte die liebe Ana ein köstliches, spätes Frühstück mit allen Schikanen für uns vorbereitet, an dem wir uns auch ausgiebig labten. Von Erdbeeren, über Eier, Lachs, Tomaten, verschiedenen außergewöhnlichen Käsesorten und vegetarischem Aufschnitt gab es wirklich alles, was das Herz begehrt. Nicht zu vergessen die Apfelschnitze, krossen Bacon, süße Aufstriche und allerlei Brot- bzw. Brötchensorten und Croissants. Jedenfalls schlugen wir kräftig zu und konnten dann gut gestärkt auf die Reise gehen...


Unser Ziel war ein nicht allzu weit entfernter Wald, den wir leider bei einsetzendem Regen, Wind und bewölktem Himmel ansteuerten. Nichts desto trotz gab es viel zu sehen und da ich ja was Spezielles vor hatte an diesem Tag, war auch Umkehren wegen der Wetter-Widrigkeiten keine Option. Schließlich mußte ich meine Schädelkerze endlich bestatten. Denn nach einigem Hin- und Her-Überlegen war ich zu dem Schluß gekommen, sie mit all dem Ballast, den ich in ihr angehäuft hatte, nicht im Grab meines Vaters mit beisetzen zu wollen, was ich tatsächlich ursprünglich mal geplant hatte. Aber ich glaube der hat genug eigene Altlasten dort bei sich zu liegen und die müssen sich nicht womöglich noch gegenseitig verstärken...


Kalt und usselig war es. Ich fror, die Ohren und der Hals taten mir weh, der Weg war im wahrsten Sinne steinig und widrig. Aber wie meine Begleiterinnen nicht müde wurden mir zu bestätigen, war das ja quasi sinnhaft für einen solchen Gang. Da läßt man halt schon mal einige Federn, wenn man ein bedeutendes Ritual zuende bringen will. Es sollte ja den Abschluß von einer Phase und einigen Wesensanteilen darstellen, das geht dann auch mal an die Substanz. Und im Laufe des Tages würde ich zu diesem Zweck noch mehr Federn lassen... :o)


Wie Ihr seht haben wir viele Schnecken gesehen. Natürlich habe ich nur die wenigsten fotografiert und auch die erst auf dem Rückweg. Während des Hinmarsches stand mir nicht der Kopf danach. Erstmal ging es ja darum die richtige Stelle für mein Unterfangen zu finden, an der mein Schädel zur letzten Ruhe gebettet werden konnte. Aber die mußte sich eben auch richtig anfühlen und gleich mehrere Kriterien erfüllen. Da ich sowohl zuhause, als auch später bei Ana, eine Schüppe zum Buddeln vergaß, nahmen wir das einzig Brauchbare aus dem Auto mit: Eine Zange :D Was irgendwie schon seltsam war, doch als wir dann einem Typen begegneten, der eine Axt auf dem Gepäckträger spazieren fuhr, kamen wir uns nicht mehr ganz so abgeschmackt vor xD Was einem alles so im Wald begegnet, ja meine Herren... Jedenfalls half die Rohrzange tatsächlich dabei einen weißen Stein aus dem Waldboden zu befreien, der mir ins Auge fiel und unbedingt mit mußte. Damit hatte sie dann allerdings auch schon ihren Zweck erfüllt...


Wir ließen uns nicht lumpen und liefen wirklich eine geraume Zeit durch den Wald... Folgten Impulsen und wollten dem Moor näher kommen. Wobei wir schon wußten daß wir bis dahin nicht kommen würden. Aber es fühlte sich so an als müßte ich eben noch weiter gehen. Der Weg, den wir dann einschlugen, lief geradewegs auf eine Lichtung zu, wo sogar Kühe grasten. Ich wußte genau, bis dahin muß ich gehen, da muß ich hin. Auch wenn ich mir nicht vorstellen konnte wo ich mich dort niederlassen und anfangen zu buddeln sollte. Selbstverständlich kam es dann auch ganz anders als ursprünglich gedacht...


Letzten Endes bogen wir genau vor der Lichtung links ab über ein kleines Bächlein. Diese letzten Meter des Weges ging dann nur noch Ana mit mir. Er war einfach zu beschwerlich für die beiden anderen und ich selbst hatte echt so meine Bedenken, ob wir da überall heil rüber kommen würden. Immer noch nicht waren wir am Ziel... Da war noch ein Hügel und wie es schien... noch ein Bächlein. Perfekt - zwei Bachläufe vereinten sich zu einem und ergaben eine richtige Dreiwegskreuzung. Da mußte ich rein! In weiser Voraussicht hatte ich morgens bereits meine alten und schon leicht ramponierten pinken Chucks angezogen, denn die würden jetzt matschig werden - naß... Ana hielt meine linke Hand, als ich mich zum Abstieg bereit machte in die Mitte des Tümpels, des morastigen Bächleins. Voll von verwelkten Blättern, Würmern, Kellerasseln und eben Patschelacke. Als ich vor mir eine Spinne da durch watscheln sah wollte ich grad noch zurück schrecken, doch da war es zu spät: Der matschige Boden am Ufer gab nach und ich fiel geradewegs mit einem fetten Platscher in den Tümpel >.< Muuuaaaahhhh! Hölle! Alles naß. Der Oarsch, die Schuhe unter Wasser - oder besser gesagt unter Matsch - und ich fand keinen Halt, wieder hoch zu kommen. Mit der Rechten hatte ich mich im Matsch fest gekrallt und an der Linken hing immer noch Ana. Die mich beschwor ihr meine rechte Hand zu geben, damit sie mich wieder raus ziehen könne... Mensch, was hab ich ein Theater gemacht! So ein Schreck aber auch! Hol mich hier raus, wimmerte ich die ganze Zeit. Weil es unter mir immer mehr nachgab und ich die Schnauze auf gut Deutsch gesagt, gestrichen voll hatte...


Schluß endlich brachte sie mich dazu, mit einem tiefen Blick in die Augen und ganz viel Ruhe, das Vertrauen aufzubringen, an dem es mir sonst so oft im Leben mangelt... Ich ließ los und nahm ihre ausgestreckte Hand - sie zog mich hoch zu sich... Ich schnaubte und konnte es kaum fassen, echt jetzt. Mit dem weißen Schutzengel-Handtüchlein, das ich mal von > meiner Hummel < geschenkt bekommen und in das ich den Schädel eingewickelt hatte, wischte sie mir den Hosenboden trocken - relativ - zumindest den dicken Schlamm ab. Ich konnte zumindest den gröbsten Dreck unter meinen Nägeln, an meinen Händen und den Schuhen entfernen. Was aber nichts daran änderte, daß ich mit nassen Füßen und nassem Hintern den Rückweg bestritt :-p Jedenfalls meinte Ana dann ich müsse das Ding jetzt eigentlich mit Schmackes genau in die Mitte der Dreiwegskreuzung pfeffern - und genau das tat ich - Arschlecken (pardon)! Die Energie hatte sich mit einem lauten Knall entladen und genau das tat ich dann auch: Ich schrie einige sehr unfeine Dinge und der Schädel flog im hohen Boden. Zwar lugten die Augen noch raus und schienen mich zu verhöhnen, aber ich hatte das letzte Wort und all den Mist, der gestorben war, ein für alle Male dahin gebracht, wo er niemandem mehr unter die Augen kommen sollte: Mitten in den Morast, tief im Wald, über Brücken und Hügel und Bäche hinweg! Immernoch tobte und fluchte ich, aber umso mehr ich mich aufregte, desto fester schien ich mich in Gestrüpp und Dornen von Brombersträuchern zu verheddern - autsch! Das spiekste am Po und an den Schenkeln - Gnarrrg! Muttern duldet eben keine Wiederrede... ;o) Ich schätze auf diesen Moment hatte sie regelrecht gewartet ^^ 


Ende gut, alles gut - könnte man meinen. Aber die Geschichte von den vier Mädels im Wald endet hier noch nicht. Wie man sieht konnte ich sehr bald wieder lachen. Ich fühlte mich befreit und erleichtert, für die Geschehnisse hatte ich nach all dem Adrenalinausstoß inzwischen nur noch prustendes Lachen übrig.  So soll es auch sein! Ruhe in Frieden, Du rudimentärer Teil von mir, der mich als spukender Geist noch heimsuchte, bis ich Dich für die Ewigkeit Deiner letzten Ruhestätte übergab... Von diesem speziellen Ort übrigens gibt es kein Foto. Die Erinnerung ist stark genug und irgendwann wird sie verblassen. Es soll  niemanden geben, der sich aufmacht und versucht dieses Gerümpel wieder an die Oberfläche zu holen. Der Zahn der Zeit wird sich darum kümmern. Solange ist all das bei den Würmern am Moor gut aufgehoben...


Und so wie von mir die ganze Anspannung abgefallen war, sich mit einem großen Knall entladen hatte, waren auch mein Halsweh und das missliche Befinden verschwunden. Die Sonne kam raus, es regnete den gesamten Rückweg nicht mehr und wir waren bester Stimmung. Dafür machte sich meine Blase bemerkbar und auch mein Körper mußte noch dringend noch einige Schlacken ausspülen, hehe :D


Das Ewiglicht, das ich mitgebracht hatte und welches ich zum Abschied geben wollte, wie es sich so gehört, stellte ich in die Obhut des Heiligen Nepomuk. Über seine Brücke hinweg,die Hügel und die fließenden Bächlein, werden die Kräfte, die ich in den ausgehöhlten Schädel gesperrt habe, nie den Weg aus dem Wald, den er bewacht, zurück finden, da bin ich ganz sicher...


Diese Worte fand ich einfach nur passend irgendwie... Meine Mädels erzählten mir noch ein wenig vom Leben, Sterben und Wirken des Nepomuk, dann zogen wir weiter. Auf zu Spargel, Kaffee und Kuchen. So matschig wie ich war, durfte ich dann auch noch in ein Restaurant einkehren. Aber es hat dem Vergnügen natürlich keinen Abbruch getan und wir hatten Spaß, wie immer :-)


Mit viel zu voll geschlagenen Bäuchen besuchten wir dann dort noch eine wunderschöne Barock-Kirche. Mann könnte ja vermuten daß ich für diese Gebäude rein gar nichts übrig habe, aber das stimmt nicht. Ich mag insbesondere schöne, alte Kirchen und zünde dort auch gerne ein Lichtlein an. Diesmal sind es drei Opferkerzen geworden und ich fand im Vorraum noch eine Postkarte, die für mich sehr zu den Ereignissen des Tages gepaßt hatten. Gegen eine kleine Spende gehörte sie mir, steht nun auf meinem eigenen Altar und wartet darauf daß ich mir selbst ein paar Worte hinein schreibe. Neben denen, die natürlich schon drauf gedruckt sind...

Zurück daheim bei Ana ließ ich mich vorsichtshalber noch auf Zecken untersuchen und dann ging es für uns alle nach hause. Wir hatten mal wieder einen wunderschönen Tag, kann ich nur sagen - den wir definitiv öfter wiederholen sollten - mit einer Menge magischer Momente... Danke, Mädels! <3

Dienstag, 19. Mai 2015

Montags-Mond-Magie

Anläßlich des Neumondes gestern gedachte ich endlich mal wieder meine Hexen-Batterien aufzuladen und ein wenig aktiv in die richtige Richtung zu werden. Wie zufällig hatte die liebe > Luana < mir vor einigen Tagen einen Link zu einem Ritual mit Löwenzahn geschickt und dies wendet sich sogar auch noch an Hekate. Wobei das in meinem Fall ohnehin so gewesen wäre. Trotzdem klang es sofort im ersten Moment wunderbar stimmig und passend für mich, so daß feststand, das muß ich machen.

Man wandelt die Abläufe und Zutaten ect. ja meist sowieso für die persönlichen Bedürfnisse ab, aber ich konnte das schon zu einem Großteil übernehmen. Um Euch ein Bild davon zu machen, wovon eigentlich die Rede ist, verweise ich Euch auch gern an dieser Stelle mal auf den ursprünglichen Artikel über > das Löwenzahnritual <. 

Wie Ihr seht benötigt Ihr 7 Löwenzahnblüten. Was erstmal eine größere Herausforderung darstellt, da die meisten sich inzwischen in Pusteblumen verwandelt haben. Da ich aber die Sonnenenergien und speziellen Heilkräfte der Pflanzen wichtig fand, hab ich mich auf die Suche gemacht und wollte unbedingt noch welche finden, anstatt sie duch andere gelbe Blumen zu ersetzen. Die Wiesen neben unserem Haus sind nämlich jüngst gemäht worden - alles weg :( Aber wie gesagt, vermutlich wäre ich eh kaum noch fündig geworden. Wie dem auch sei. Ich machte mich auf den Weg, um ein paar Teile einzukaufen und da ich wußte daß ich zu Fuß unterwegs sein würde hatte ich vorsichtshalber schon mal einen kleinen Gefrierbeutel eingepackt. Tatsächlich war das Glück mir hold: An Wegrändern fand ich noch genügend der gelben Blüten und sogar eine schwarze Feder obendrauf! 

Als nächstes ist ja noch helles Räucherwerk gefragt. Die Mischung an sich halte ich immer für eine sehr persönliche, auf die Absichten abzustimmende Angelegenheit...


Ich entschied mich für ebenfalls 7 Komponenten, bestehend aus: Wacholderholz (zur Reinigung), indischen Weihrauch (weihender Aspekt), Bienenhonig Klosterweihrauch (für Fruchtbarkeit, Heilung und Inspiration), Schwertlilien-Klosterweihrauch (mein Tribut an Hekate), Angelikawurzel (zum Schutz), Orangenblüten (für Süße, unbeschwerte Stimmung und als Gruß an die Sonne), Copal Manila (segnend).

Das Ganze duftet im Mörser zerstoßen sehr kräftig blumig, fruchtig, würzig und irgendwie pfeffrig. Das erscheint dann insgesamt kostbar, sonnig und feurig für mich. Auch der von der Kohle verströmende Rauch war schwer und intensiv, genau wie ich es mir vorgestellt hatte und unter freiem Himmel ja auch brauchte.

Die geforderte, oder sagen wir mal lieber, vorgeschlagene Bienenwachskerze hatte ich leider nicht mehr im Vorrat und konnte auch auf die Schnelle hier bei uns im Örtchen keine bekommen. Also entschied ich mich für eine sattgelbe Kugelkerze. Das paßte prima zum Thema, den sonnigen Kräften und den Löwenzahnblüten. Bitte wundere sich niemand darüber daß ich mein Ritual hier als Neuomond-Ritual deklariere. Das ist es nach wie vor für mich gewesen. Schon alleine weil ich der Hekate "anhänge" verlagere ich meine Vorhaben gern auf die Zeit des Schwarzmonds. Dann noch am Montag, wenn die Woche gerade anfängt, perfekt. Der Sonne widerspricht ihr meiner Ansicht nach jedoch nicht, sondern betont ihre Löwinnen-Kräfte, die kämpferischen Seiten. Außerdem beschäftige ich mich viel mit dem Sonnengott Mithras und zelebriere Rituale im Sommer häufiger auch mal in der Mittagszeit. Gerade wenn man sich den Ritualaufbau / das Ansinnen mal anschaut, ist das für mich sehr passend gewesen. 


Jedenfalls hab ich mich dann auch mit meinem Sammelsurium raus in die Mittagssonne auf die Terrasse verzogen. Den Spruch hatte ich sicherheitshalber noch aufgeschrieben und nach Beendigung des Rituals zusammengefaltet bei der (noch immer) herab brennenden Kerze gelassen. Weil ich ihn sehr schön finde gebe ich ihn hier gern noch einmal wieder:

Sieben Blüten halt ich hier,
bringen nun das Glück zu mir!
Sorgen lasse ich nun los,
Stärke in mir wird ganz groß!
Nutz´die große Löwenkraft,
die mir großen Schutz verschafft!
Ich wünsche mir durch Hekates Kraft,
dass mir das Glück nun wieder lacht!
So soll es sein, so soll es sein, so soll es sein!


Sehr schön an diesem Ritual finde ich daß kein spezielles Thema vorgegeben ist. Erstmal geht es um Schutz und Glück und Kraft. Was Dir sonst noch wichtig ist und worum es Dir geht kannst Du ganz individuell herausfinden und festlegen. Wichtig und treffend fand ich für mich, daß ich mich auf meine eigenen Kräfte zurück besinnen konnte, zurück zu mir, weg von meinen Blockaden. Von Allem was mich blockiert, auch ich selbst - wie das häufig so ist. Geschützt zu sein vor negativen äußeren Einflüssen, übellaunigen und übelwilligen Zeitgenossen... Und somit hin zu Themen, die mir wichtig sind, die mich beschäftigen.


Der Wind sauste mir heftig um die Ohren, aber während meines Rituals kam pünkltich die Sonne hervor und schien mir heiß auf die Haut. Das Abreiben mit den Löwenzahnblüten war wirklich irgendwie eine eindrückliche Erfahrung. Wenn man die Kräfte visualisiert, sie herauf beschwört und spürt welche Energien sich als Schutzmantel um Deinen Körper legen, passiert eine Rückverbindung zu sich selbst und zur eigenen Magie ganz automatisch. Seit dem bin ich wie aufgeladen und es knistert wieder, wenn ich eine Karte ziehe oder mich auf etwas konzentriere.


Das Rezeptbuch der Waverley-Schwestern übrigens (siehe voran gegangene Buch-Rezension) weiß über den Löwenzahn folgendes zu berichten: "Stimuliert und fördert Treue. Nebenwirkungen sind oft Blindheit gegenüber Fehlern sowie spontane Entschuldigungen." Ist ja witzig ;-) 
In der Land Apotheke stieß ich überdies am heutigen Tage "zufällig" über ein Rezept in Kombination mit Wermut in Alkohol gelöst, das den Apetit regulieren und die Verdauung anregen soll. Über was frau nicht alles stolpert, wenn sie erstmal ein Thema anvisiert hat.


Nachdem ich den Kessel befeuert und meinen Spruch gesprochen hatte, mit den Kräften der Löwenmilch gesalbt war, setzte ich mich in den aufsteigenden Rauch und ließ meine Gedanken schweifen. Visualisierte, formulierte und hing meinen Gedanken nach. Zwar blies mir der Wind permanent die Kerze aus, aber das war halb so wild. Die fand nämlich nachher Unterschlupf in einer Laterne und darf dort in Ruhe ausbrennen, während dessen sie sich an meine Worte anlehnt...


Dienstag, 30. September 2014

Magickal Monday

Gestern nach Feierabend habe ich...


...meine Tee-Kräuter-Bestände erfaßt und mir endlich mal eine kleine Liste gemacht, wo im Schrank sich was befindet (sehr praktisch, wenn man überlegt was man verwenden könnte zu einem bestimmten Zweck).


...eine neue Mischung für einen Magen-Tee ausprobiert. Mein Mann brauchte ihn und auch sonst findet er öfter Verwendung. Wie schnell verdirbt man sich den launischen Genossen mal mit einem zu schweren Essen oder auch mit einer großen Portion Stress? Diesmal habe ich die folgenden Zutaten verwendet:
Kamille, Fenchel, Anis, Mädesüß und Pfefferminze.
Schonend, entkrampfend, beruhigend, erfrischend, wirksam gegen einen Blähbauch, antiseptisch, entzündungshemmend, harmonisierend. Dazu einen guten Schuß Honig in jede Tasse. Meinem Mann hat er übrigens sehr gut geschmeckt, obwohl das ja mit Anis immer so eine Sache ist, wie ich finde. Eine Tasse hat er direkt heiß bekommen und dann hab ich ihm noch zwei Flaschen fertig gemacht, die ich in den Kühlschrank gestellt und mit schönem Kandis gesüßt habe. Damit kommt er gut klar und gönnt sich quasi eine kleine Teekur. Ins Büro hab ich auch direkt mal ein Döschen mitgenommen, denn gerade auch da hat immer mal wieder jemand Maläste.
Btw: Kennt Ihr die Teekannen von Jameson & Tailor? Oh mein Gott! Darauf bin ich heute mehr oder weniger zufällig gestoßen, als ich nach einer Kanne / einem Teebereiter auf der Suche war. Immer mit dem Tee-Ei oder einer Zange werkeln geht zwar für eine Tasse, aber wenn man gleich ein ganzes Kännchen ansetzen möchte wird´s dann doch mit der Zeit mal lästig. Daher gab es einen Teebereiter für daheim und noch ein hübsches Tee-Ei für die Arbeit. Da reicht es nämlich auch tassen-weise, oder häufig trinken wir eh Beutelchen, wenn nicht gerade eine eigene Mixtur. Jedenfalls wird so eine hübsche, ausgefallene Kanne definitiv beizeiten hier einziehen ^^ Guckt mal bei Ebay, da wird echt der Hund in der Pfanne verrückt, was für tolle Designs sie haben! Ich konnte mich echt nicht entscheiden, kein Witz :D


Gestern abend hab ich dann doch auf Omas Methode zurück gegriffen; das Ganze stark aufgebrüht (lose), laaange ziehen lassen und durch ein altes (aber sauberes!) Trockentuch abgeseiht. Danach dann wie gesagt ab in die Kühlung damit und fertig ist ein gesundes Erfrischungsgetränk, worauf man auch bei nächtlichem Durst am Bett gut und gerne zurück greifen kann.


Dann galt es noch ein Abschieds-Geschenk für eine liebe Kollegin zusammen zu stellen. Besser gesagt hatte sie ein eben solches bereits erhalten, aber für das Glück in einem neuen Heim gibt´s von der Hex dann doch nochmal was extra ;-) Dieses Falkenauge auf dem Bild befand sich schon seit vielen Jahren in meinem Besitz. Ehrlich gesagt schon so lange, daß ich nichtmal mehr weiß ob ich es mal geschenkt bekommen oder selbst gekauft habe... Jedenfalls habe ich es ihr mit auf die Reise gegeben. Er war keiner meiner persönlichen Kraftsteine, sondern kuschelte seit Jahren gemeinsam mit anderen in einer Vase im Bücherregal. Also hatte er wohl auf irgendeinen neuen Einsatz gewartet. Es soll ihr helfen die Wahreit, oder den Kern einer Sache zu sehen und zu erkennen. Klar sehen eben. Ohne Schleier und Verwirrungen. Manchmal weiß man ja nicht so recht. Ob es jetzt um eine Entscheidungsfrage geht oder darum, was man von einem Gegenüber bzw. einer Situation halten soll. Dabei hilft ihr der Stein ab jetzt. Ob nun unter dem Kopfkissen, um die Antwort auf eine Frage im Traum zu erhalten, oder in der Hosentasche, um mit klarer Sicht und klarem Kopf durch den Tag gehen zu können. Nicht zuletzt auch, wie sie mich erinnerte, ist es etwas, woran man sich festhalten kann. Ein wunderbarer Handschmeichler, der auch an die alte Heimat erinnert. Und ja, natürlich habe ich ihr gesagt wie sie ihn für sich selbst reinigen und aufladen kann.


Auch eine sehr persönliche (also für sie) Räuchermischung hab ich ihr fertig gemacht. Die Zutaten würd ich so aus dem Kopf alle gar nicht mehr auf die Reihe kriegen. Jedenfalls alles drin, was es meiner Meinung nach brauchte, um das neue Heim zu reinigen und es gleichzeitig mit positiven Energien aufladen zu können. Salbei natürlich (reinigend und entgiftend), Thymian (desinfizierend), Wacholderbeeren (reinigend und heilend), schwarze Pfefferkörner (zur Abwehr), Basilikum (Liebe & Gesundheit), Rosmarin (für Harmonie), Rosen- und Orangenblüten (für Liebe & Zufriedenheit), Zedernholz (heiliges Schutzholz) und Angelikawurzel (schützend)... Sogar ein klein wenig Styrax (harmonisierend, der Göttin geweiht), um sie unter dem Schutz der Hekate ziehen zu lassen.


Des weiteren gab es noch ein wenig Räuchersand, den sie mit Erde vom eigenen, neuen Grundstück mischen sollte (möglichst saubere), ein Stück Kohle, eine weiße Kerze, zum Einritzen guter Wünsche, drei verschiedene Räucherstäbchen, die gut sind für die Liebe, einen Zahnstocher (symbolisch) und ein paar mehr Reinigungs- bzw. Schutz-Tips mit auf den Weg.
Heute abend steht nun noch eine Teemischung für die an starker Erkältung oder Grippe erkrankte Kollegin auf dem Programm.

Bleibt Ihr also alle schön gesund, habt einen gemütlichen Abend, eine gute Woche und einen gelungenen Start in den neuen Monat!

Samstag, 28. Juli 2012

Wetterkerze


Aus aktuellem Anlaß hier mal ein Text von meiner Seite. Wie bereits angekündigt möchte ich ja einen Großteil mit der Zeit hier rüber ziehen. Da es ja gestern nacht bei uns so kräftig gescheppert hat und teilweise taghell war (°.°) 
Aber Schutz ist für mich ohnehin ein großes Thema – ja, ich bin ein Angsthase! :D Daher greife ich auf jedes nur erdenkliche, mir sinnvoll erscheinende Mittel zurück, das mir helfen kann meine Ängste zu bekämpfen und vor allem natürlich, am liebsten deren Ursachen.

Das Wort „Wetterkerze“ ist dem Ein oder Anderen, evtl. eher etwas ländlich lebenden Leser, vielleicht ein Begriff. Oder die Oma hatte sowas (wie ich mich ebenfalls erinnere). Oft handelt es sich dabei um schwarze Kerzen mit Heiligenmotiven darauf, die an Wallfahrtsorten geweiht und verkauft werden. Es gibt auch ganz tolle, häufig große Kerzen mit geschnitzen Szenen und Motiven, wie z. B. Engeln oder barocken Verzierungen. Jedenfalls sollten diese Kerzen, welcher Gestalt auch immer, geweiht sein und speziell dem Schutz vor Unwettern gewidmet.
In der Regel sind sie immer schwarz und von magisch arbeitenden Personen werden sie am liebsten selbst geweiht, besprochen und „geschmückt“.

Ich persönlich kaufe meine Wetterkerzen gerne in einem meiner Lieblings-Online-Shops. Es handelt sich dabei um eine durchgefärbte schwarze Jumbokerze, die ca. 21cm hoch ist und einen Durchmesser von 4cm hat. Mit dieser quasi jungfräulichen Kerze, die eine anständige Größe und somit Brenndauer hat, kann ich nun nach Belieben verfahren.

Ich schildere hier mal wie ich meine persönliche Wetterkerze seit einiger Zeit gestalte und wozu ich sie überhaupt einsetze.
Es geht mir einfach darum, wenn ein Gewitter herauf zieht (wie z.B. gestern Nacht), ein heftiger Sturm im Anmarsch ist oder beispielsweise Starkregen nieder geht, dass ich mein Heim, mit samt meinen Lieben, sowie unserem Hab und Gut, in Sicherheit wissen möchte. Wenn ich die Kerze anzünde verströmt sie die Energien, mit denen ich sie vorab aufgeladen habe und ich weiß, dass sie „ihr Werk verrichtet“.

Zunächst habe ich also die „nackige“ Kerze, in die man je nach Wunsch Symbole und Worte ritzen kann. Hierzu verwende eich einfach einen Zahnstocher. Momentan steht auf meiner Kerze „SCHUTZ“ in großen Buchstaben, denn darum geht es ja. Ein Pentagram ist auch immer ein wertvolles und mächtiges Schutzsymbol, jedenfalls wenn es für einen persönlich diese Bedeutung hat. Dann habe ich mich noch für einen Kreis und ein Kreuz entschieden. Als nächstes reibe ich die Kerze kräftig von Kopf bis Fuß mit Salbeiöl ein (habe ich aus der Apotheke, gibt’s aber ja auch im Internet). Salbei hat eine sehr starke schützende und reinigende Wirkung, die vor allem auch Negativität abwehrt und neutralisiert. Die Kerze stelle ich dann einfach in einen gewöhnlichen, würfelförmigen Glashalter (aus dem Supermarkt). Aber das ist natürlich nicht alles. Während ich die Kerze einreibe und verziere bespreche ich sie mit meinen Wünschen und Bitten und Segen und Gebeten. Häufig sage ich einfach was mir dazu gerade in den Sinn kommt. Bisher habe ich mir irgendwie (leider) nie aufgeschrieben, welchen Spruch ich verwendet habe. Meist verwende ich Zeilen aus meinem Wetterzauber (Schutz vor Naturgewalten), der hier sicher auch noch auftauchen wird und noch etwas in der Art wie...

„Ich wünsche mir dass wir alle hier sicher sind, wie hinter einem Schutzschild, geschützt wie unter einer Kuppel. Wie in einer Blase wünsche ich mir dass wir alle hier, in diesem Haus, alles darin und alles daran und alles was dazu gehört heil bleiben möge. Dass das Wetter einfach vorüber zieht, dass es sich auflöst und wir verschont bleiben werden. Ich bin sehr dankbar dafür dass wir bisher jedesmal heil und gesund geblieben sind und dass wir so sicher waren. Ich wünsche mir dass es auch weiterhin so bleibt, aus den Tiefen meiner Seele und von ganzem Herzen.“ Bla Bli Blupp, immer etwas anders und bei jedem nach seinem Geschmack...

Dabei visualisiere ich häufig ein riesiges Pentagram, das sich über unserem ganzen Haus dreht und dabei eine große Schutzblase um uns herum bildet. Als Farben verwende ich dazu gerne grün, schwarz, weiß, gold, silber und violett. Häufig packe ich sie alle einfach über einander. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wo ich die Dienste meiner Kerze in Anspruch nehmen muss und möchte, ziehe ich häufig noch einen Kreis, der sich um das gesamte Haus ausdehnt (allerdings hat mir die Erfahrung gezeigt dass es nicht wirklich notwendig ist. Mitten in der Nacht werde ich solche Spökschen sicher nicht veranstalten :)

Wichtig ist ja bei diesen „Übungen“ ohnehin am meisten, die Intensität, mit der man daran glaubt. Ich wiederhole beispielsweise diese Formeln etliche Male, während ich meine Kerze präpariere und lasse mir die Zeilen immer wieder und wieder durch den Kopf gehen. Die Intention muss klar und sicher und zielgerichtet sein. Es darf kein Zweifel daran bestehen wie sehr man soetwas möchte und wie wichtig es ist. Umso mehr man es wirklich will, desto zuverlässiger ist auch der Schutz.

Wenn es sich so anfühlt als sei es genug des Guten stelle ich meine Kerze mit ihrem Ständer (meist „klebe“ ich sie darin fest, in dem ich sie von unten mit einem Feuerzeug erhitze und so flüssiges Wachs hinein tropfen lasse und dann drücke ich sie ganz fest) in eine große schwarze Schale, die ich seit einiger Zeit dafür verwende (und auch nur noch zu diesem Zweck). Die Schale habe ich zu mindestens einem Drittel mit Vogelsand befüllt, worin in den Kerzenständer dann quasi eingrabe, damit sie noch zusätzlichen Halt findet. 

Und nun sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Alles, was dem Schutz dient, mit der Natur verbunden ist und gefällt kann zur „Verschönerung“ der Wetterkerze eingesetzt werden. Ich streue z. B. schwarze Pfefferkörner über den Sand (Schutz, Abwehr von Negativität, Reinigung), Schutz-Räucherungs-Bestandteile nach Belieben (also getrocknete Kräuter, Weihrauch ect.) und teilweise Blütenblätter oder ganze Blumenköpfe. Auch hübsche Muscheln (repräsentieren das Wasser-Element, denn Erde und Feuer sind ja automatisch schon vorhanden) machen sich gut und ich stecke manchmal noch ein Räucherstäbchen mit in den Sand, das den Bereich der Luft darstellen und ihn besänftigen soll. Das braucht ja gar nicht unbedingt angezündet werden, mache ich mal so und mal so. Und jetzt, nicht vergessen der Natur und meiner Kerze (als Symbol dafür) noch etwas zu opfern. Ich gebe Ihr etwas, zum Dank dass sie mich beschützt und vor Schaden bewahrt. Dazu sind kleine Deko-Utensilien ideal, wie z.B. Sternchen aus Holz, Bast, aber auch Plastik – völlig egal. Hauptsache es passt ins Gesamtbild und fühlt sich stimmig an. Auch (Mode-)Schmuck (wie Ketten und Ringe oder Anhänger) landet bei mir in der Schale. Natürlich nicht mein guter, sondern eher Stücke, die ich nicht (mehr) so trage und die ich bereit bin für diesen Zweck her zu geben. Natürlich sollte man die Sachen schon mögen, man will ja keinen Schrott anbieten ;-)

Ich sehe das immer so: Alles was die Kerze „schluckt“, indem sie es beim Abbrennen mit ihrem Wachs bedeckt, nimmt sie sich. Es gehört ihr. Etwas das meine Kerze genommen hat, nehme ich nicht wieder zurück. Es wird am Ende, wenn die Kerze komplett herunter gebrannt ist, zusammen mit den Wachsresten dem Hausmüll übergeben. Das mag evtl. im ersten Augenblick etwas respektlos klingen, ist es aber nicht. Soll ich etwa Wachsreste mit Dekosachen und Schmuckteilchen im Erdboden vergraben, oder einem fließenden Gewässer überantworten? Nein, ich denke das wäre Umweltverschmutzung und nicht im Sinne des Erfinders. Ohnehin ist ja nach meinem Empfinden der energetische Wert der Dinge fort genommen worden und ich schmeiße nur noch die leeren Überreste weg.

Wenn es dann an der Zeit ist und eine neue Kerze vorbereitet werden soll verfahre ich wieder wie zuvor. Ich habe mir angewöhnt meine neue Kerze immer an der letzten Flamme der alten Kerze zu entzünden, wodurch diese ihre volle Programmierung und ihre Energien an die Nachfolgerin weiter gibt. Somit ist es auch kein Problem dass ich den exakten Spruch nicht mehr weiß. Denn die Kerze hat mir gute Dienste geleistet und dabei viele Kräfte gesammelt, die sie nun weiter gibt. Indem ich dann die neue Kerze in die verlöschende alte drücke, wird sie in dem heißen Wachs fest und erhält somit auch automatisch eine sichere Position.

Das Gute an dieser Methode liegt auf der Hand: Nicht immer wenn gerade eine ungute Wetterlage sich breit macht hat man die Zeit und Ruhe, spontan ein Schutzritual abzuhalten o.Ä. Wenn Kopfschmerzen plagen oder Papierkram sich stapelt ist nun wirklich nicht der richtige Augenblick für solche, teilweise aufwändigen Aktivitäten. Eine bereits vorab präparierte Kerze aber steht allzeit bereit und kann einfach durch Anzünden aktiviert werden. Meine steht immer (da sie ja auch noch so dekorativ aussieht) im Esszimmer auf dem Tisch. Wenn es spät abends tobt und wettert nehme ich sie einfach mit ins Schlafzimmer und stelle sie auf eine hohe Kommode, wo die Katzen nicht rum springen und sie einen sicheren Stand hat. Eine kleine Miniversion davon kann man übrigens auch prima im Büro platzieren. Einfach Sand in ein altes Kerzenglas füllen, Teelicht drauf und vielleicht noch eine Muschel oder ein Steinchen dazu legen. Vielleicht zwei, drei Teelichter in weiser Voraussicht an dem Mutter-Exemplar zuhause einmal anzünden und wieder löschen (aber bitte nicht auspusten).
Ursprünglich vom 15. Januar 2012