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Montag, 22. August 2016

Talismane und andere Glücksbringer

Ich weiß nicht ob ich es bereits erwähnt hatte, aber vor einigen Wochen riss leider ganz unvermittelt meine Oshun-Kette, die ich von > Ash < und > Trish < geschenkt bekommen hatte. Wie aus dem Nichts kullerten plötzlich die gelben und weißen Perlen, die ich am linken Handgelenk getragen hatte, durch das ganze Badezimmer. Da stand ich wie der Ochs vorm Berge und es blieb mir nichts anderes übrig, als sie alle einzusammeln. Wenigstens habe ich eine neue Bestimmung für sie gefunden, denn sie werden wenn ich mich endlich dazu aufraffen kann sie fertig zu stellen als Füllung für meine erste eigene schamanische Rassel dienen. Jedenfalls fühlte ich mich auf einmal völlig nackt und kahl ohne 
mein Armband, 
etwas anderes mußte her.

Es begab sich, dass ich bereits eine Weile vorher schon ein anderes Armbändchen von den beiden Mädels geschenkt bekommen hatte. Aus grünen und braunen Bändchen mit einem vierblättrigen Klee als Anhänger dran, von Coppenrath. Es wartete bis dato noch auf seine Bestimmung und so besann ich mich darauf. Eines schönen Tages, am 10. Juli, um genau zu sein, nahm ich es und band es gleich am frühen Morgen an unseren Sonnenschirm. Wieso das? Wäre ja jetzt eine berechtigte Frage. Ganz einfach: Ich wußte - oder ging zumindest ganz schwer davon aus - dass es ein sehr schöner Sonntag werden würde. Sonnig heiß, ohne Verpflichtungen, aber mit jeder Menge angenehmer Planung versehen.

Die einfachsten Dinge vergessen wir häufig, obwohl sie so zum Greifen naheliegend sind. Ich erinnerte mich an die Bernsteinschiffe aus meiner heiß geliebten Ostsee-Trilogie. Wie die kleinen Boote samt ihrer uralten Rümpfe aus versteinertem Harz mit Erinnerungen gefüttert worden waren, die sie seit her bewahrten und lebendig hielten. Nichts anderes ist es in der Magie. Wenn Du die Absicht hast einen Gegenstand mit einer bestimmten Energie aufzuladen, sie darin zu konservieren und damit festzuhalten, dann tu es einfach. Du ganz allein bestimmst und entscheidest womit Du Deinen Talisman aufladen möchtest. Nichts anderes ist es ja nämlich eigentlich. Im Gegensatz zu einem Amulett, das in der Regel schützende, abwehrende oder heilende Eigenschaften bringen soll, ist der Talisman quasi schlicht ein Glücksbringer. Das kann alles sein. Ein Urlaubs-Souvenir beispielsweise wirst Du vermutlich für immer von ganz alleine mit all den schönen Erinnerungen an Deine Reise in Verbindung bringen. 

Wenn Du die schönen, weil kostbaren kleinen Dinge des Alltags einfangen möchtest, dann kannst Du greifen wozu auch immer Dein Herz sich gerade angetan fühlt. Ich entschied mich also für das Kleeblatt von meinen Freundinnen - den Glücksbringer schlicht hin. Er trug ja bereits die guten Absichten meiner Mädels in sich, mir Freude zu bereiten und ein gewogenes Schicksal. Ich brauchte nichts weiter zu tun, als ihn mit einem unvergesslichen Tag zu füttern. Ich hängte ihn auf, mitten in die Sonne. Denn die liebe und brauche ich für meine Seele. Sie wärmt mich, hebt meine Stimmung, gibt mir Kraft. Der gesamte Tag war prädestiniert meine Batterien aufzuladen. Ich packte noch hinein die Liebe meines Mannes, wie die Gesellschaft und Zuneigung unserer Katzen. Die Freude, die ich beim Malen meines Sommerbildes vom Meer empfunden hatte. Denn eben dies entstand an genau jenem Tag.

Die lustige Kniffel-Partie wanderte mit hinein und noch dazu der gute Rum, den wir uns gönnten, weil mein Mann noch frei hatte. Der köstliche Eiskaffee gesellte sich dazu, die Leckereien vom Grill, das Gefühl von Freiheit, die wundervolle Hitze der sommerheißen Luft auf meiner Haut. Die Ostsee-Trilogie von Patricia Koelle kam mit hinzu - es wurde der perfekte Sommertag. Bewahrt für alle Zeit in einem Anhänger, den ich seit dem an meinem linken Handgelenk trage. Ist das nicht eine wundervolle Vorstellung? Wenn ich das Kleeblatt anschaue, dann fühle ich wieder die Wärme, höre das Lachen, das vom Fußballplatz rüber weht. Rieche die Acry-Farben, höre die Würfel auf dem Tisch klackern und spüre das seidige Fell der Katzen an meinen Händen. Das leicht beschwipste Gefühl vom Cuba Libre steigt auf, die gesamte Unbeschwertheit des Sommers.

Ich habe mich übrigens ganz bewußt für eine Szene mitten aus dem Alltag entschieden. Von einem Tag am Meer, einer ganz besonderen Reise oder meiner Hochzeit ect. gibt es genügend andere Erinnerungsstücke. Es ging ja genau darum einen Ort zu schaffen, eine Zeit herauf zu beschwören, einen Tag einzufangen, an dem ich meinen Frieden gefunden hatte, die berühmte innere Mitte.

Ein Talisman muß nichts Abstraktes sein, mit Knoten und Runen und Knochen und Blut, Kräutern, Stein und Silber. Natürlich geht auch das. Es kommt einfach nur darauf an, was ihr Euch wünscht. Was Ihr erschaffen oder anziehen möchtet. Und dieses Kleeblatt an meinem Arm beherbergt nun meinen persönlichen Kraftort. Mein "kleines", eigenes, ganz persönliches Glück. Nicht das Meer oder meinen kleinen Balkon-Hexengarten, keinen Wald, besonderen Baum oder die Asche eines Wunsch-Feuers. All dies ist möglich, doch ich wollte meinen Ruhepol aus dem Alltag jederzeit bei mir tragen können. Den Moment und den Ort, an den ich mich wünsche, wenn die Welt dort draußen regnerisch ist, hektisch oder bedrohlich. Wenn alles zuviel wird. Dann bin ich genau dort heil...


Genau das können wir jederzeit zu uns holen und erschaffen. Wichtig ist die klare Absicht. Wisse was Du willst und was Du brauchst, sieh es, fühle es, erlebe es - und dann fang ein Stückchen davon ein. Halt es fest, sieh es an, fasse es an, erinnere Dich, fühle was Du gefühlt hast. Mit allen Sinnen. Sei dankbar und wisse dass der Ort, die Zeit, für immer existieren. In Dir und in diesem Talisman. Was Du auch  wählst, Du wirst es wissen.

Sprich es aus: Sage dem Talisman wofür Du ihn bestimmt hast, was alles er fortan für Dich tragen soll. Lasse ihn die Situation mit Dir gemeinsam erleben. Am Ende des Tages lege ihn an (stecke ihn ein, was auch immer) und sei Dir sicher, daß alles bewahrt ist. Weihe Deinen Glücksbringer, hauche ihm Leben ein, beräuchere ihn, sing für ihn, sprich zu ihm. Es gibt kein anderes Rezept als das, welches Du für Dich entscheidest.
 

Donnerstag, 4. August 2016

Wie Sie sehen - sehen Sie nicht viel (in letzter Zeit)

 
Ich hoffe doch sehr, dass Ihr alle ein schönes Lammas hattet und vor allem eine segensreiche erste Ernte! Noch halten die Schwingungen natürlich an und das Thema hat Gültigkeit. Insofern finde ich es gar nicht so schlimm, dass ich mein Ritual zwar bereits vorbereitet, aber noch nicht ausgeführt habe. Immerhin hatte ich Dienstag abend, pünktlich zum Neumond, meinen Altar frisch eingedeckt und die wunderschöne neue Hekate-Kerze eingeweiht, die meine Freundin Ana für mich gemacht hat.


Am Abend brannte dann noch eine Kerze der Dankbarkeit und ein Licht für Frieden in dieser Welt. Den wir bitter nötig haben, daran werden wir in schrecklicher Regelmäßigkeit erinnert. In feierlicher Atmosphäre wurde dann noch ein Wunschzettel verfasst für ein neues Projekt, so will ich es mal nennen. Es geht um etwas, das ich rufen möchte. Aber noch, so scheint es mir, soll vorher einiges sacken, vielleicht sogar reiflicher durchdacht werden. Es fehlte ohnehin an der nötigen Zeit und Ruhe für das rituelle Verbrennen meiner kleinen Strohpuppe und somit die Übergabe meines Wunsches an die Flammen. 


Sonntag hatte ich einige schöne Stunden mit > Ash < und > Trish < bei Ana verbracht, in denen unter anderem mein Püppchen entstanden, sowie die Ideen dazu besprochen worden waren. Beim eigentlichen Ernteritual der Mädels in den späten Abendstunden war ich dann ja nicht mehr dabei gewesen, weil am nächsten Morgen wahnsinnig früh mein Wecker schellte. Dennoch hatten wir einmal mehr natürlich viel Spaß und eine richtig tolle Zeit, wie immer. Mein Handgelenk ziert seit dem eine Binderune aus Mannaz und Jera. Dazu habe ich natürlich verschiedene Assoziationen. Es geht um den Grund, warum ich jetzt für ein paar Wochen zeitlich sehr eingespannt sein werde - und auch die Zeit danach. Um Ernte und harte Arbeit, die eben Früchte tragen soll. Um Dankbarkeit und Freudenfeiern, aber eben nicht ausruhen, sondern weiter klotzen, um für den kommenden Winter gewappnet zu sein. Alles im übertragenen Sinne, versteht sich. Das eigene Schicksal annehmen und bewältigen zu können, auch die beschwerlichen Wege siegreich bis ans Ziel zu gehen. Herausforderungen stemmen, mit mir selbst und der Gemeinschaft um mich herum (verschiedene) ins Reine zu kommen. Um Ausgeglichenheit zu erreichen - und das ist ganz wichtig für mich - müssen Lektionen gelernt, Positives wie Negatives als Schritte des Wachstums anerkannt werden. Weiterentwicklung ist hier ein großes Stichwort, Wandel und auch teilweise natürlich dementsprechend Veränderung.
Zu Anfang direkt haben wir das Zeichen in Rot aufgemalt, für Kraft. Manchmal zeichne ich es auch in schwarz, für Schutz und heute habe ich sogar etwas Gold hinzu gefügt, für Segen. Ich will nicht mehr mit Angst vor dem Schmackes der Wirkung an die Sache heran gehen, sondern werde jetzt einmal versuchen etwas einfach so sein zu lassen wie es ist bzw. es annehmen. Damit ich eben weiter komme.


Ich hoffe also dass Ihr mir trotzdem hier treu bleibt, auch wenn es sein kann, dass in den nächsten zwei Monaten noch weniger von mir kommt, als sowieso schon seit einer Weile 0:)
Wie ist es eigentlich bei Euch so mit dem Sommer? Hier hat er sich vor ein paar Tagen irgendwie total verabschiedet. Morgens ist es tatsächlich kalt und dunstig, fast schon nebelig, wie im Herbst. Es klingt vielleicht verrückt, aber ich meine der Herbst liegt bereits in der Luft. Zumindest nehme ich ihn schon wahr und das passt mir absolut nicht. Vorbei die wenigen herrlichen Tage, die ich mit meinen Muschen draußen auf der Terrasse in der Sonne verbringen konnte. Beim Kniffeln und Grillen und Monopoly Spielen mit meinem Mann, Eiskaffee und Wäschewannen voller kaltem Wasser, weil es so heiß war. Das fehlt mir wirklich. Wobei ich eigentlich ja grad genügend anderes um die Ohren habe. Ich hoffe es kommen noch ein paar von diesen freien Tagen, auf die ich jedes Mal sehnlichst die anderen drei Jahreszeiten lang warte...
 


Aber ich habe mir mehr als eine bleibende Erinnerung an diesen Sommer geschaffen. Vorsorglich. Als wäre mir klar gewesen, dass er vielleicht nicht mehr allzu lange dauern würde, in dieser Form. Da wäre einmal mein Glücksbringer, den ich bereits angedeutet hatte, wovon ich aber ein andermal (hoffentlich bald) gesondert berichten werde. Und ein Bild ist tatsächlich noch entstanden. Als kleine Vorlage nach dem Buchcover einer der Ostsee-Romane. Habt Ihr vielleicht bei den letzten 12 von 12 schon kurz gesehen, weil es jetzt an unserer Badezimmertüre hängt und mich von dort immer an das Meer, die ewigen Gezeiten und daran, dass auch der nächste Sommer wieder kommen wird, erinnern soll.


Nach wie vor bin ich keine große Künstlerin, aber ich habe einfach Spaß an der Sache und bin trotz der Nicht-Perfektion glücklich mit meinen Werken. Sie zeigen nämlich, auch wenn es mir an Talent mangelt, bei jedem Pinselstrich einen Teil von mir, von meiner Innenwelt, meinem Erleben und dem, was ich liebe. 
Ganz neu habe ich mich jetzt am Werkeln mit Speckstein versucht. Ich war fasziniert davon, wie weich und formbar dieses augenscheinlich feste Material doch ist. Es staubt wahnsinnig und wird einiges an Zeit in Anspruch nehmen, aber ich arbeite an einem Brocken, der eigentlich mal ein Räucherschälchen werden soll. Davon mache ich die Tage mal ein Bilc für Euch. Danach wollte ich mich gerne an eigenen Runensteinen versuchen. Weiß jemand von Euch, ob Speckstein dafür geeignet ist? Oder werden die Steine, wenn ich sie zusammen in einem Beutelchen aufbewahre, sich gegenseitig durch Reibung ect. beschädigen...? Ich werde es schon noch heraus finden.


Für heute abend ist jetzt noch ein wenig Papierkram geplant und das Geschenk für Evi´s Geburtstagsparty morgen abend möchte noch verpackt werden. Ich hoffe dass ich am Sonntag nochmal die Gelegenheit finde, hier von mir hören zu lassen. Denn immerhin wollte ich ja noch was über Talismane erzählen und ein Buch von Luisa vorstellen. Das habe ich längst ausgelesen und es war wunderbar, wie jedes ihrer Bücher, die ich bisher gelesen habe. Lasst es Euch gut gehen und verlebt ein schönes Wochenende. Bis bald, Ihr Lieben!


Sonntag, 22. Mai 2016

Sonne-und-Mond-Ritual


Ich nehme mir ja häufig vor wieder mehr über meine magische Arbeit zu schreiben und möchte deshalb an der Stelle vom gestrigen Tage erzählen. Ist ja immer so eine Sache mit der Zeit und so. Aber heute wollen wir uns einen entspannten Sonntag auf der Couch machen und wenn das Wetter hält sogar am Mittag was Grillen...
Wie auch immer. Manche Themen sind mir auch einfach zu persönlich. Entweder, weil ich sie für mich selbst gemacht habe oder auch weil die Sache an sich sehr privat ist und nicht unbedingt ins Internet gehört. So sehe ich das jedenfalls mitunter. Doch diese Angelegenheit hier halte ich für sehr sinnvoll, denn sie geht viele von uns an heut zu Tage.

Das folgende Ritual kannst Du am besten zum Vollmond abhalten und im Sommer bzw. wenn es warm ist, die Sonne mit Kraft scheint. Es wird Dir helfen, wenn Du Dich überfordert und ausgelaugt fühlst, weil Du seit einer Weile viel Stress hattest und Dir einfach alles viel zuviel geworden ist. Es geht darum Dich wieder mit Dir selbst und allem um Dich herum zu verbinden, Dich zurück in Deine Mitte zu bringen, sowie Dein Energieniveau wieder anzuheben. 

Ich zähle nun auf welche Bestandteile ich verwendet habe. Selbstverständlich kannst Du einzelne Materialien aber auch variieren, je nachdem was Dir zur Verfügung steht oder welche Assoziationen für Sonne und Mond ect. sich für Dich persönlich stimmig anfühlen.

1 Citrin-Stein
Salz
1 gelbe Stabkerze
1 orangene Stabkerze
ätherisches Orangenöl
ätherisches Zitronenöl
ein Band oder eine Kette zum Besprechen, Binden und Verknoten der Kerzen
ein klares Kerzenglas
Lackstifte in gold und silber
Glöckchen oder eine Rassel 
Sand oder Erde für das Kerzenglas
13 Margeriten-Köpfe


Den Citrin habe ich vordergründig wegen seiner feurigen Farbe ausgewählt, die ich automatisch mit Sonne und Lebenskraft in Verbindung bringe. Sein Name, wie man eigentlich schon heraus hört, stammt aus dem Griechischen und bedeutet Zitronenstein. Sonniger geht es also kaum. 
Was seine Wirkung als Heinstein angeht, so sagt man dass er durch seine entgiftenden Eigenschaften den Stoffwechsel und das Immunsystem anregt. Er stärkt den sensiblen Geist und bewahrt vor Trübsal, dringt über das Solarplexus-Chakra zu uns durch. Enttäuschungen werden überstanden, Verletzungen verwunden, Herz und auch Seele vermögen es leichter sich wieder zu öffnen. 
Es heißt der Citrin sei ein so starker Stein, dass er in Symbiose mit Bergkristallen eine Kraft entwickle, die der Sonne nahe komme und man bei dieser Kombination aufpassen solle, dass man sich nicht verbrennt. 

Genau deshalb habe ich den Stein zunächst mit Wasser und Salz gereinigt, um ihn dann für eine Weile mit einer Horde Bergkristallen gemeinsam in der prallen Sonne wieder aufzuladen. Nach Abschluß des Rituals habe ich alle Bestandteile über Nacht noch dem kalten, aber nährenden Licht von Großmutter Mond überantwortet. 

Zu Beginn des Rituals wurden natürlich die Kerzen auf meinem Altar entzündet. Ich bat meine Mutter Hekate für den Mond, desweiteren Bastet und Oshun für die Sonne um Hilfe bei meinem Unterfangen. Alles, womit ich arbeiten wollte, hatte ich auf den Tisch gelegt, den ich mit einigen Glöckchen rasselnd dreimal umrundete, um meinen Kreis zu ziehen. Das mache ich übrigens nicht jedesmal so. Es kommt einfach immer darauf an mit wem ich arbeite und was ich vorhabe, meinetwegen auch abhängig davon, wie ich gerade drauf bin. 

Du umschließt den Stein mit Deinen Händen und erklärst ihm, wie auch den Göttinnen, worum Du ihn bittest. Was quasi sein Auftrag sein soll. Nach jedem Satz hauchte ich ihm dreimal meinen Atem ein, um ihn zu beleben. Um jeden Arbeitsschritt zu bekräftigen rasselst Du zwischendurch immer wieder. Über den Stein, die Materialien, die Du verwendest und für die Göttinnen. Insbesondere Bastet liebt den Klang von kleinen Glöckchen sehr. So zumindest ist meine Erfahrung.

Salbe die orangene Kerze nun mit (Blut-)Orangenöl und bitte sie, die Kraft der Sonne in sich aufzunehmen. Das Gleiche machst Du auch mit der gelben Kerze, jedoch verwendest Du Zitronenöl und bittest um die Stärke der Mondin. Du könntest selbstverständlich auch silber, grau oder hellblau für den Mond wählen und gelb, gold oder rot für die Sonne. Das bleibt ganz Dir überlassen. Selbst die Öle kannst Du austauschen. Ich meine jedoch, wenn es so sehr um Lebensenergie und benötigtes Feuer geht, dann darf es ruhig mal saftig-sonnig zugehen. Die Einflüsse des Mondes werden nicht zu kurz kommen, keine Sorge.

Für den folgenden Schritt sprang mir eine türkisfarbene Halskette ins Auge, die ich seit Jahren für derartige Zwecke in einem entsprechenden Kästchen aufbewahrt hatte. Die dicke runde Muschelscheibe mit dem Loch in der Mitte erinnerte mich sofort an den Mond, an Wasser, an Meer, Sommer und Gefühle. Sie mußte es einfach sein. Ich band mit ihr die Kerzen aneinander, besprach die Knoten und erklärte ihnen, welche Wünsche, welchen Sinn und Auftrag sie zusammen halten sollten. Ein rotes Wollband würde den gleichen Zweck erfüllen oder jedes, das Dir passend in den Sinn käme. Persönliche Vorlieben und individuelle Umstände variieren bei jeder von uns, das ist in der Magie wie im echten Leben völlig normal und in ordnung.

Als nächstes nimm Dir das Kerzenglas. Male auf eine Seite in gold mit Edding (oder Acrylfarbe, was auch immer Du da hast) den Kreis mit dem Punkt in der Mitte für die Sonne. Auf die andere Seite zeichnest Du in silberner Fabe den Triple Moon. Wenn Du das Ritual für Dich selbst abhältst, dann fülle Sand oder Erde hinein, die von einem Ort stammen, an dem Du Dich sicher und wohl fühlst. Zum Beispiel aus Deinem Garten, dem Lieblingsplatz im nahe gelegen Wald usw. usf. Nimm nicht zuviel und nicht zu wenig Sand. Die Kerzen sollen einn sicheren Stand darin finden. Das Band oder die Kette werden möglicher Weise Feuer fangen und wir wollen ja nicht dass Schaden oder Schlimmeres entsteht.

Lege jedoch zunächst den Stein in das Glas und bedecke ihn mit den 13 Mageriten-Köpfen. Jede andere gelb/weiße Blume würde ebenfalls passen. Du kannst Gänseblümchen verwenden oder Löwenzahn, was Du magst. Es sollte irgendwie an Sonne oder Mond erinnern bzw. damit in Verbindung stehen. Lasse alle Bestandteile Deines Rituals abschließend über Nacht im Licht der prallen Vollmondin liegen. Sie spendet ihren Segen und gleicht die Energien aus, die Du nun benötigst oder auch die Person, für die Du aktiv geworden bist.

Am folgenden Tag oder dann, wenn Du die Gelegenheit hast, fülle den Sand in das Glas und entzünde die Kerzen. Wenn Du magst kannst Du die getrockneten Blüten untermischen. Erkläre nun den Lichtern und dem Stein, während Du ihn in der Hand auf Höhe Deines Herzens hältst, dass er Dir für 13 Monde (ein Jahr) Kraft und Ruhe spenden möge, wenn immer Du sie nötig hast. Du hast ihn bereits darum gebeten, in Deinem Ritual. Nun aktivierst Du ihn. Er wird fortan Dein Begleiter sein und für Notfälle in Deiner Hosentasche liegen oder auch auf Deinem Nachttisch, Altar, Büroschreibtisch, was immer Du meinst.

So und nun noch ganz kurz in eigener Sache: Um meine facebook-Seite von der Ruhrpotthexe bekannter zu machen, bin ich gestern mit einer neuen Rabattaktion an den Start gegangen. Wenn Du meine Seite likest und teilst, dann bekommst Du auf Deine nächste Legung von mir 30% Rabatt. Ganz egal in welchem Umfang. Vielleicht ist das ja was für Dich. Ich würde mich auf jeden Fall über einen kurzen Besuch und den Daumen von Euch riesig freuen! <3 Seht hier:


Freitag, 8. April 2016

Willkommen im Leben!

Ich freue mich Euch heute an dieser Stelle eine frohe Botschaft überbringen zu können: Am gestrigen Tage hat um 18.25h das Glühwürmchen der lieben > Luana < das Licht der Welt erblickt! <3 Mutter und Tochter sind zwar natürlich noch im Krankenhaus, aber Göttin sei Dank beide wohlauf. Den Namen soll die frisch gebackene Mama Euch bei Gelegenheit auf ihrem eigenen Blog lieber selbst verraten, ich finde das ist ihre Ehrensache. Auch ggf. Einzelheiten. Das ging nämlich plötzlich alles so verdammt schnell, kann ich Euch sagen. Anderthalb Stunden vorher hatten wir noch telefoniert. Man kann also fast sagen die Silberweide und ich wären beinahe live dabei gewesen :D Die Gute war gestern mal wieder zu unserem monatlichen Treffen den ganzen Tag über bei mir gewesen. Selbstverständlich waren wir auf dem Laufenden und haben neben unserer ganzen Quatscherei ein kleines Frauenritual für Frau Wiesentau abgehalten.

Wie es häufig so schön paßt hatten wir ja gestern auch noch Neumond. Da brannte ohnehin den ganzen Tag die Hekate-Kerze auf meinem Altar, der ganze Tag stand unter ihrem Stern und somit sollte auch die Geburt unter ihrem Schutz stehen. Eine Geburtskerze mußte her. Der Einfachheit und Sicherheit halber bedienten wir uns eines weißen Ewiglichtes. Ritzten die Namen von Mutter und Kind oben in das Wachs, malten Symbole in den entsprechenden Farben auf die Hülle. Eine Mama mit Widder-Baby im Bauch, grünen Klee mit vier Blättern dran für Gesundheit, ein blaues Pentagramm zum Schutz, die Spirale der Göttin, eine Triskele... Auf das Wachs warfen wir Himbeerblätter, um den Muttermund weich zu machen. Die Kerze stellten wir ins Wasser, wie ein Kind im Fruchtwasser badet oder eine Gebärende in der Wanne liegen kann. Frauenmantel, Schafgarbe, Rosenholzöl, Lavendel und Brennessel sollten zudem unterstützend, schmerzlindernd, entkrampfend wirken. Luana sollte eine sichere, schnelle und möglichst schmerzfreie Geburt erleben. Zumindest sehr schnell war dann ja auch wirklich alles gegangen! Mensch, was waren wir erstaunt, als ich plötzlich die frohe Botschaft auf meinem Handy entdeckte. Die Kerze brennt noch immer draußen auf der Terrasse runter. Zunächst hatte sie auf meinem Altar gestanden, aber über nacht mußte sie dann natürlich ins Freie. Von dort aus verströmte sie weiter Licht, Liebe sowie gute Energien für das neue Erdenbürgerlein und ihre Mama.


Unter dem Zeichen neuen Lebens, erstarkender Energien und frischen Windes standen überhaupt die ganzen letzten Tage. Kein Wunder, ist doch das Ostara-Fest vorüber, sind die Osterfeuer ausgebrannt und überall knospt es, schlägt aus, blüht und grünt. Nachdem wir am letzten Wochenende dementsprechend unsere Balkone gekärchert und grund-gereinigt hatten, durften also vor ein paar Tage auch schon die ersten Blumen einziehen. Plötzlich ist es wieder farbenfroh und lebendig, wenn ich aus dem Fenster schaue. Das gibt mir richtig Auftrieb. Morgen wird die Erde noch besorgt und dann kann ich am Sonntag alles fleißg einbuddeln. Ich denke so langsam aber sicher geht der Dornröschenschlaf vorüber. Wer hat schon Lust diese bunte Pracht da draußen zu verpennen? 


Die letzten zwei Wochen habe ich es mir im Alltag einfach mal wieder richtig gut gehen lassen. Batterien aufgeladen und somit quasi eine stressige, kräftezehrende Zeit aus meinen Gedanken vertrieben. Habe Postkarten an meine Freundinnen verschickt, von denen drei auf Grund falscher Adressierung wieder in meinem Postkasten gelandet sind (wie blöd kann man sein?!), Babysachen für Luana geshoppt, ein heiß geliebtes Buch für die Silberweide und einige Dinge, die ich brauchte-wollte. War mit meinem Mann in seinem Urlaub bummeln, shoppen und lecker essen. Zum Frühstück verabredet mit lieben Bekannten und ins Mongolisch-Asia-Sushi-Restaurant von unseren Freunden eingeladen worden. Einfach genießen, freuen, leben, aus-kosten. Auch das ist Frühling, auch das ist Alltag, auch das ist Energie. Nahrung für Körper, Geist und Seele.


Die aufwallenden Frühlingsgefühle ließen mich mit dem Gedanken spielen, ob ich nicht mal wieder sonnen gehen sollte. Früher war ich permanent Solarium-gebräunt. Heute kommt der zarte Farbhauch aus der Tube. Denn obwohl ich so sehr Lust darauf hätte weiß ich, dass ich meiner Haut diese Tortur nach der jahrelagen Cortisonbehandlung eigentlich nicht mehr zumuten sollte. Statt dessen könnte ich ein wenig Joggen gehen. Ich bin nicht mehr so tachiekard wie noch vor einigen Jahren und den Medikamten- bzw. Hüftpölsterchen würde es sicher nicht schaden. Mal sehen zu was ich mich in der nächsten Zeit noch hinreißen lassen werde. Immerhin schmiede ich wieder Pläne, habe wieder Lust zu Unternehmungen, habe nicht mehr das Bedürfnis ganze Stunden und Tage rein vor der Glotze zu verbringen.

Statt dessen werde ich mich all der Lethargie mittels eines Reinigungsbades entledigen. Salbei mit rein, weiße Kerze dazu, Rauch. Da folge ich ganz der Empfehlung einer Karte von vor ein paar Tagen und den momentanen Eingebungen. Die Blockaden müssen gelöst und die Energien wieder in Fluß gebracht werden, damit magische Arbeit wie auch kreative Projekte leicht von der Hand gehen und umgesetzt werden können. Ich schätze die Zeit ist reif das Schneckenhaus zu verlassen und wieder in die Außenwelt zu drängen.


Einen  mir wichtigen ersten Schritt habe ich heute erst unternommen: Auf meinem Instagram-Account > athenaenodia < und meiner Facebook-Seite > Ruhrpotthexe < bin ich mit einer neuen Serie zu meiner Arbeit als Kartenlegerin gestartet. Zukünftig möchte ich dort Kartendecks vorstellen, Legemethoden erklären, einzelne Karten herzeigen, vielleicht Tageskarten ziehen usw. usf. Wenn Ihr Lust habt darüber mehr zu erfahren folgt mir doch einfach, ich würde mich riesig freuen!   Ob jetzt täglich oder wöchentlich oder immer mal bei Lust und Laune, wann und was ich zu den Themen poste werde ich jeweils ganz spontan entscheiden. Entweder ich lasse mich von meiner aktuellen Arbeit inspirieren oder ich überlege mir etwas, was vielleicht für Euch interessant sein könnte. Über das Kartenlegen an sich gibt es so viel zu erfahren, so ein Projekt ist über Jahre möglich. Ich habe so viele Kartendecks und somit Bilder, Persönlichkeiten und Eigenschaften oder auch Fragestellungen, da gibt es eine Menge zu erzählen.


Den Anfang habe ich mit meiner aktuellen Jahreskarte "Maeve" aus dem Göttinnen-Geflüster gemacht. Auf dem Blog hatte ich > an dieser Stelle < schon mal mehr dazu geschrieben. Weitere Infos könnt Ihr wie gesagt gerne auf IG oder FB entnehmen :) Die Silberweide meinte gestern noch zu mir dass ich schon so lange nichts mehr habe über das Kartenlegen in der Öffentlichkeit habe hören lassen. Da könnte man meinen ich würde es gar nicht mehr machen. Aber das stimmt natürlich nicht. Ich dachte nur - was soll ich da ständig drüber posten? Aber wieso eigentlich nicht? Nur weil ich nicht die Erste oder Einzige bin, brauch ich ja nicht darauf zu verzichten, oder? Immerhin ist es ein wirklich spannendes Thema. Es sind übrigens Termine frei und bis Beltane wartet noch ein ganz spezielles Angebot für meine Interessentinnen. Also scheut Euch nicht - raus mit jeder Frage! Ihr könnt das Kontaktformular auf > meiner Homepage < nutzen, wo Ihr aber natürlich auch meine Telefonnummer sowie E-mail-Adresse findet.

Freitag, 20. November 2015

wish it - dream it - do it: Magic Projects [to do]


Da hab ich endlich die 101 Dinge hinter mich gebracht und schon kribbelt es mich wieder in den Fingern, eine neue To-Do-Liste anzulegen. Aber keine Sorge, nichts Wildes diesmal. Ich habe mir bloß ein paar Sachen vorgenommen, die mir wichtig sind und die will ich auf keinen Fall vergessen oder dass sie irgendwie im Alltag untergehen. Deshalb notiere ich sie grad mal hier:

  • Meinen > Ahnentopf < fertig stellen. Ein wenig habe ich bereits damit angefangen.
  • Ein > FuShiLola-Glas < machen.
  • Eine eigene schamanische Rassel komplett selber basteln.
  • Bis zum Jul-Fest die Kristalle und Steine für die > Heilung für Mutter Erde < Aktion vorbereiten.
  • Ein spezielles Ritual im Freien abhalten, das sich bei meiner Samhain-Legung ankündigte.
  • Aus dem Stück Birkenholz, das hier wartet, etwas Magisches entstehen lassen.

Das möchte ich alles noch in der dunklen Jahreszeit umsetzen. Gerade hab ich überlegt dass ich dafür einen Link in meiner Sidebar einrichten werde. Einfach so, für mich. Das ist nichts, womit ich mich unnütz unter Druck setze, sondern eben so Herzensprojekte. Und zukünftig kann ich die Seite dann auch noch weiter verwenden, wenn sich neue Punkte ergeben. Schön, damit bin ich zufrieden :)

Update: 25.11.15

Mittwoch, 18. November 2015

Weltenstürme - Hekate-Zeit...

Ursprünglich wollte ich heute an dieser Stelle hier einfach nur über meinen magischen Abend von Montag berichten, wo ich zu Ehren der Hekate gefeiert habe. Doch ist der Alltag mir dazwischen gekommen. Angst und Hass und eine reale Bedrohung. Deutlich spüren wir die Präsenz der Hekate in diesen Zeiten. Sie reist auf den  Stürmen, die Äste mit sich tragen und Blätter verwirbeln. Färbt den Himmel grau, läßt die dicken Wolken aufziehen und streift mit ihrer wilden Horde durch die Landen. Es wird kalt, dunkel, bedrohlich und eine Spannung liegt in der Luft... Worte wie Krieg, Terror und Bedrohng formen sich deutlich, kristallisieren sich heraus.

Heute morgen wollte ich nach einander zwei Termine in Dorsten wahrnehmen. Leider kam ich gar nicht erst in die Nähe meines Ziels. Die Gegend war weitläuig abgesperrt, überall Polizeiautos, bewaffnete Beamte, Einsatzwagen. In so einem Moment, gerade nachdem gestern noch wieder das Fußball-Länderspiel in Hannover ausfallen gelassen wurde, schießen Dir plötzlich tausend Dinge in den Kopf. Keine Sorge, ich hatte von Anfang an gesagt ich würde nicht politisch werden auf meinem Blog und das ist auch jetzt noch nicht der Fall. Ich erzähle schlicht aus meinem Leben, von dem, was mich bewegt. Und da war es nun einmal so dass wir eine Bombendrohung direkt im Ort hatten, bzw. eine Terrorwarnung. Hinterher, nachdem ich flugs von da weg war, erfuhr ich aus dem Radio und von meinen Freundinnen, dass ein herrenloser Koffer gefunden worden war. Der hatte den ganzen Trubel ausgelöst, immerhin ist Wachsamkeit angesagt. Es ist anschließend berichtet worden dass er leer gewesen sei und das will ich in dem Fall einfach mal glauben. Andere Dinge werden schlicht berichtet und schön gefärbt, um Panik und Hysterie zu vermeiden. Ich denke das wissen wir Alle. Soviel mal zum beschaulichen Vorstadtleben. Spätestens seit Paris ist einmal mehr klar dass wir nicht in einer friedlichen Welt leben, dass es uns alle treffen kann, zu jeder Zeit. Erzählen mußte ich das jetzt einfach mal. Weil es mich einfach direkt betroffen hat. Wobei es uns ja irgendwo auch Alle angeht. Aber jetzt wechsle ich lieber das Thema. Ich will damit nämlich keinesfalls eine Diskussion anstoßen, sondern einfach nur erzählen.

Eine viel schönere Geschichte war das Fest der Hekate am Montag, wie gesagt... Schon morgens hatte ich meiner Seele selbst mal was Gutes getan, mir einen schicken neuen Pulli und eine stylische Karo-Hemdbluse gekauft. Dazu noch zwei von den tollen modernen Unterhemdchen, die so lang sind und mit einer großen Spitzenborte unten dran. Eine coole Kette noch oben drauf, damit war meine Ausbeute komplett. Daheim erwartete mich Post von meiner lieben > Luana Wiesentau <. Ganz magischen Inhalts war sie beschaffen. Somit hatte nun ich zum Festtag meiner Göttin bereits Geschenke erhalten, einfach wundervoll...

  
Sehr persönlich waren die zauberhaften Dinge, die Luana mir geschickt hat. Unter anderem erreichte mich da ein absolut fabelhafter Hexenkalender, sowie ihr erstes gemaltes Bild von einer Sonnenhüterin. Des Weiteren ein herrliches, strahlendes Mandala, Ohrringe, selbst gemachte Sorgenpüppchen und noch die Zutaten eines Zaubers, den sie für mich gewirkt hatte. Die Bestandteile verwahre ich bei dem Bild, weil sie miteinander korrespondieren.


Das Mandala hat gleich an der Wand über meinem Altar seinen Platz gefunden und leuchtet von da aus in den ganzen Raum hinein. Ursprünglich dachte ich dass es zu Lakshmi an den Herd will, aber da hatte ich mich wohl getäuscht.


Die Hüterin selbst hat sich auf meinem Bücherregal niedergelassen, wo ich den Ort ja für die Elemente und das Schicksal gestaltet habe in diesem Jahr. Das Beutelchen mit den Ingredentien des Zaubers verwahrt sie sicher und wacht nun über die Sonne, die Wärme und das Licht der Sonne, die ich so brauche.
 


Dort hatte sich auch die Nemesis angesiedelt, gemeinsam mit Ostara, Hekate, Athena, meinem Kraftbild, der Wetterkerze, sowie meiner Trommel. Ich zünde da regelmäßig Räucherstäbchen an und wechsle das Wasser in dem Glas. Häufig füge ich dem noch Salz hinzu, um die Atmosphäre rein zu halten und negative Schwingungen zu beseitigen. Ebenfalls bewahre ich dort die Muscheln von unserem diesjährigen Tag am Meer auf, die wir gesammelt haben und die nicht an Oshuns Place gewandert sind.


Ich hatte für diesen Anlaß einen Granatapfel besorgt und einige neue Kerzen. Ursprünglich hatte ich geplant die Arbeit an meinem Ahnentopf in den Abendstunden fortzusetzen. Aber die Stimmung verselbstständigte sich später und es kam ganz anders. Der Topf wird aber auf jeden Fall in der dunklen Zeit noch fertig werden und ich freue mich sehr darüber, ihm eine persönliche Note zu verpassen. Er wird weiter bemalt und verziert und dann wandern persönliche Gegenstände meiner Ahnen samt Fotos und Erde hinein. Zu dem Projekt werde ich mehr erzählen, wenn ich damit fertig bin.


Draußen stürmte es und regnete stark. Mir wurde ziemlich schnell klar dass die Arbeit für zuhause angezeigt war und ich dieses Jahr nicht an die Dreiwegskreuzung in der Nähe gehen würde. Das macht auch nichts. Hier ist mein Altar, an dem ich sie ehre, wie und wo ich es ohnehin tagtäglich tue. Außer ihrer Kerze also auf dem Altar und den anderen Lichtern dort entzündete ich noch zwei Ewiglichter als Symbole für ihre Fackeln. Den Apfel brach ich in vier Teile auf und aß 13 seiner Kerne. Ich verspreche mich ihr für die 13 Monde im Jahr, für mein Leben. Es war nicht das erste Mal. Dazu kommt noch daß ihr die Zahl 13 zugeordnet wird, genauso wie die 13. Freitage.


Die drei Kerzen in weiß, rot und schwarz von Samhain sind herunter gebrannt. Ich habe sie bisher nicht erneuert und werde das bis in den Advent hinein nicht tun. Denn jetzt ist die dunkle Zeit über die sie regiert. Also keine Jahreszeitkerzen. Dies ist die Phase ohne Licht, erst zum Julfest wird es wiedergeboren werden. Ihr und mir schenkte ich je einen meiner Passiflora-Schnäpse ein, den ich zum Neumond abgefiltert hatte.


Mit einer Hekate-Räucherung von > Trish < habe ich dann die komplette Wohnung ausgeräuchert. Bis in den kleinsten Winkel und die hintersten Ecken. Undzwar gegen den Uhrzeigersinn, denn ich wollte einiges an alten und negativen Energien loswerden. Es wurde gründlich durch-gelüftet und alles Alte verabschiedet, was wir nicht mehr brauchen, was keine Berechtigung mehr hat oder was wir einfach nicht mehr haben wollen. Die ganze Zeit hatte ich im Hintergrund eine CD mit wunderbaren Chants laufen, was die Stimmung noch verstärkte und einfach fabelhaft passte.

 
Dann wurde es Zeit. Ich habe einige sehr persönliche Worte an meine Mutter gerichtet, wie üblich. Nicht viel Formelles und doch war es tiefgründig. Ich holte meine Trommel und legte los. Wie jedes Mal, in dem Jahr, seit dem ich sie nun habe, riss der Rhythmus mich einfach mit sich fort. Ich habe mit der CD mit-getrommelt, einmal komplett durch. Anschließend fühlte ich mich wie elektrisch aufgeladen. Es knsiterte regelrecht und einmal, an einer Stelle, da ging ein Ruck durch mich hindurch, wie vom Schlag getroffen. Ich bekam Gänsehaut, die Stimme im Hintergrund war so schrill, so hell. Da fühlte ich sie noch näher und eindrücklicher als bereits zuvor. Mein Herzschlag schwoll an mit dem Beat der Trommel, wurde mal ruhig und langsam, dann wieder brandete er auf und nahm an Tempo zu, gewann an Lautstärke. Es war einfach kraftvoll und magisch. Ich fühlte mich so dankbar und geliebt und verbunden. Wie gern hätte ich doch noch eine eigene Rassel, das wäre mir eine wahre Freude. Wird sicherlich auch noch kommen. Wenn da eine ist, die zu mir will, dann finde ich die auch. Mit der Asche der Räucherung weihte ich dann noch eine neue, weiße Reinigungskerze für unser Heim. Sie schützt die Familie, also mich, meinen Mann, unsere Katzen und unser Zuhause.

Jetzt verabschiede ich mich für heute, nach einem langen und irgendwo auf Grund der Ereignisse auch Kräfte zehrenden Tag. Paßt Alle gut auf Euch auf, da draußen und lasst es Euch gut gehen. Zündet Kerzen an, sprecht Gebete, verwendet die positiven Worte für das, was Ihr in der Welt anziehen und manifestieren möchtet. Und denkt dran bei der > Heilarbeit für Mutter Erde < mitzumachen, denn diese Welt hat es bitter nötig. Die Zeiten und Zeichen sprechen da denke ich eine deutliche Sprache, sprechen für sich...

Freitag, 6. November 2015

Schamanische Lichtarbeit

Unter dem Motto "Heilung für Mutter Erde" bin ich bei der Wilden Wölfin auf eine ganz wunderbare Idee gestoßen, an der ich mich gerne beteiligen möchte. Es geht darum, sich einmal hinzusetzen und zu überlegen, welche Steine oder Kristalle wir noch im Haus haben, die mehr oder weniger ungenutzt ihr Dasein fristen. Also jetzt nicht unbedingt diejenigen, die auf Eurem Altar liegen oder die aus einem bestimmten Grund an einem gewissen Ort Platz genommen haben. Sondern die Steine, die so in hübschen Gläsern Gruppenkuscheln machen und somit im Regal stehen usw. Bei mir sind im Bücherregal einige zu finden. Teilweise haben sie einen nostalgischen Wert, andere sind quasi einfach nur noch da. Manch einer wartet womöglich noch auf einen zukünftigen Einsatz. Und darunter werde ich jene finden, die ich mit Liebe, Licht und Heilung auflade, um sie dann zurück an Mutter Natur zu übergeben. Denn sie braucht Liebe und Heilung in diesen Zeiten und wir können sie stärken, wenn wir mithelfen, dass sie wieder zu Kräften kommt. Außerdem erhalten ja kleine Geschenke sowieso die Freundschaft, wie man so schön sagt. Und sicherlich haben wir Alle die ein oder andere kleine - oder auch größere - Umweltsünde auf dem Kerbholz, für die wir uns bei dieser Gelegenheit entschuldigen könnten.

Lest mal > den gesamten Artikel < bei der Wilden Weiblichkeit, wenn Ihr mögt. Ich finde das nämlich eine super schöne Idee und vor Allem ist sie für mich so greifbar. Noch viel greifbarer als einfach eine Dankbarkeitsräucherung ins All zu schicken und vielleicht noch eine Kerze anzuzünden. Hier nämlich, auf diese Art, haben wir die Möglichkeit, wirklich etwas zurück zu geben. Zumindest jedenfalls auf handfeste, spirituelle Weise. Indem wir die gereinigten und aufgeladenen Steine in Bäche und Flüsse übergeben, von wo aus sie ihre Energien weiter verteilen werden. Klingt und ist das nicht wirklich wunderbar?

Der Plan lautet also: Bis Jul 

  • einige Kristalle und Steine aussuchen, die Ihr für die Aktion verwenden möchtet
  • diese reinigen (z. B. mit milder Kräuterseife oder auch Salz und Wasser)  
  • und im Anschluß wieder mit neuer Energie aufladen (alles was wichtig ist: Liebe, Licht und Heilung, Kraft, Stärke, Erneuerung, Frieden oder was Euch sonst noch einfällt und am Herzen liegt)
  • vielleicht möchtet Ihr die Steine auch noch abräuchern oder eine Weile in Heilkräuter Eurer Wahl betten, bevor Ihr sie dann
  • an Mutter Erde zurück übergebt (um Jul)
  • also überlegt Euch einen Bach oder Fluß, dem Ihr sie übereignen möchtet
  • vielleicht wollt Ihr auch einige im Wald platzieren oder an besonders strapazierten Orten im Boden vergraben?
Ich werde mir noch einige Gedanken zu dem Thema machen und bis Jul ist es ja auch noch ein bißchen was hin. Habt Ihr vielleicht auch Lust da mitzumachen und noch ein paar Kristalle oder Steine zu erübrigen?