Samstag, 28. Juli 2012

Wetterkerze


Aus aktuellem Anlaß hier mal ein Text von meiner Seite. Wie bereits angekündigt möchte ich ja einen Großteil mit der Zeit hier rüber ziehen. Da es ja gestern nacht bei uns so kräftig gescheppert hat und teilweise taghell war (°.°) 
Aber Schutz ist für mich ohnehin ein großes Thema – ja, ich bin ein Angsthase! :D Daher greife ich auf jedes nur erdenkliche, mir sinnvoll erscheinende Mittel zurück, das mir helfen kann meine Ängste zu bekämpfen und vor allem natürlich, am liebsten deren Ursachen.

Das Wort „Wetterkerze“ ist dem Ein oder Anderen, evtl. eher etwas ländlich lebenden Leser, vielleicht ein Begriff. Oder die Oma hatte sowas (wie ich mich ebenfalls erinnere). Oft handelt es sich dabei um schwarze Kerzen mit Heiligenmotiven darauf, die an Wallfahrtsorten geweiht und verkauft werden. Es gibt auch ganz tolle, häufig große Kerzen mit geschnitzen Szenen und Motiven, wie z. B. Engeln oder barocken Verzierungen. Jedenfalls sollten diese Kerzen, welcher Gestalt auch immer, geweiht sein und speziell dem Schutz vor Unwettern gewidmet.
In der Regel sind sie immer schwarz und von magisch arbeitenden Personen werden sie am liebsten selbst geweiht, besprochen und „geschmückt“.

Ich persönlich kaufe meine Wetterkerzen gerne in einem meiner Lieblings-Online-Shops. Es handelt sich dabei um eine durchgefärbte schwarze Jumbokerze, die ca. 21cm hoch ist und einen Durchmesser von 4cm hat. Mit dieser quasi jungfräulichen Kerze, die eine anständige Größe und somit Brenndauer hat, kann ich nun nach Belieben verfahren.

Ich schildere hier mal wie ich meine persönliche Wetterkerze seit einiger Zeit gestalte und wozu ich sie überhaupt einsetze.
Es geht mir einfach darum, wenn ein Gewitter herauf zieht (wie z.B. gestern Nacht), ein heftiger Sturm im Anmarsch ist oder beispielsweise Starkregen nieder geht, dass ich mein Heim, mit samt meinen Lieben, sowie unserem Hab und Gut, in Sicherheit wissen möchte. Wenn ich die Kerze anzünde verströmt sie die Energien, mit denen ich sie vorab aufgeladen habe und ich weiß, dass sie „ihr Werk verrichtet“.

Zunächst habe ich also die „nackige“ Kerze, in die man je nach Wunsch Symbole und Worte ritzen kann. Hierzu verwende eich einfach einen Zahnstocher. Momentan steht auf meiner Kerze „SCHUTZ“ in großen Buchstaben, denn darum geht es ja. Ein Pentagram ist auch immer ein wertvolles und mächtiges Schutzsymbol, jedenfalls wenn es für einen persönlich diese Bedeutung hat. Dann habe ich mich noch für einen Kreis und ein Kreuz entschieden. Als nächstes reibe ich die Kerze kräftig von Kopf bis Fuß mit Salbeiöl ein (habe ich aus der Apotheke, gibt’s aber ja auch im Internet). Salbei hat eine sehr starke schützende und reinigende Wirkung, die vor allem auch Negativität abwehrt und neutralisiert. Die Kerze stelle ich dann einfach in einen gewöhnlichen, würfelförmigen Glashalter (aus dem Supermarkt). Aber das ist natürlich nicht alles. Während ich die Kerze einreibe und verziere bespreche ich sie mit meinen Wünschen und Bitten und Segen und Gebeten. Häufig sage ich einfach was mir dazu gerade in den Sinn kommt. Bisher habe ich mir irgendwie (leider) nie aufgeschrieben, welchen Spruch ich verwendet habe. Meist verwende ich Zeilen aus meinem Wetterzauber (Schutz vor Naturgewalten), der hier sicher auch noch auftauchen wird und noch etwas in der Art wie...

Ich wünsche mir dass wir alle hier sicher sind, wie hinter einem Schutzschild, geschützt wie unter einer Kuppel. Wie in einer Blase wünsche ich mir dass wir alle hier, in diesem Haus, alles darin und alles daran und alles was dazu gehört heil bleiben möge. Dass das Wetter einfach vorüber zieht, dass es sich auflöst und wir verschont bleiben werden. Ich bin sehr dankbar dafür dass wir bisher jedesmal heil und gesund geblieben sind und dass wir so sicher waren. Ich wünsche mir dass es auch weiterhin so bleibt, aus den Tiefen meiner Seele und von ganzem Herzen.“ Bla Bli Blupp, immer etwas anders und bei jedem nach seinem Geschmack...

Dabei visualisiere ich häufig ein riesiges Pentagram, das sich über unserem ganzen Haus dreht und dabei eine große Schutzblase um uns herum bildet. Als Farben verwende ich dazu gerne grün, schwarz, weiß, gold, silber und violett. Häufig packe ich sie alle einfach über einander. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wo ich die Dienste meiner Kerze in Anspruch nehmen muss und möchte, ziehe ich häufig noch einen Kreis, der sich um das gesamte Haus ausdehnt (allerdings hat mir die Erfahrung gezeigt dass es nicht wirklich notwendig ist. Mitten in der Nacht werde ich solche Spökschen sicher nicht veranstalten :)

Wichtig ist ja bei diesen „Übungen“ ohnehin am meisten, die Intensität, mit der man daran glaubt. Ich wiederhole beispielsweise diese Formeln etliche Male, während ich meine Kerze präpariere und lasse mir die Zeilen immer wieder und wieder durch den Kopf gehen. Die Intention muss klar und sicher und zielgerichtet sein. Es darf kein Zweifel daran bestehen wie sehr man soetwas möchte und wie wichtig es ist. Umso mehr man es wirklich will, desto zuverlässiger ist auch der Schutz.

Wenn es sich so anfühlt als sei es genug des Guten stelle ich meine Kerze mit ihrem Ständer (meist „klebe“ ich sie darin fest, in dem ich sie von unten mit einem Feuerzeug erhitze und so flüssiges Wachs hinein tropfen lasse und dann drücke ich sie ganz fest) in eine große schwarze Schale, die ich seit einiger Zeit dafür verwende (und auch nur noch zu diesem Zweck). Die Schale habe ich zu mindestens einem Drittel mit Vogelsand befüllt, worin in den Kerzenständer dann quasi eingrabe, damit sie noch zusätzlichen Halt findet. 

Und nun sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Alles, was dem Schutz dient, mit der Natur verbunden ist und gefällt kann zur „Verschönerung“ der Wetterkerze eingesetzt werden. Ich streue z. B. schwarze Pfefferkörner über den Sand (Schutz, Abwehr von Negativität, Reinigung), Schutz-Räucherungs-Bestandteile nach Belieben (also getrocknete Kräuter, Weihrauch ect.) und teilweise Blütenblätter oder ganze Blumenköpfe. Auch hübsche Muscheln (repräsentieren das Wasser-Element, denn Erde und Feuer sind ja automatisch schon vorhanden) machen sich gut und ich stecke manchmal noch ein Räucherstäbchen mit in den Sand, das den Bereich der Luft darstellen und ihn besänftigen soll. Das braucht ja gar nicht unbedingt angezündet werden, mache ich mal so und mal so. Und jetzt, nicht vergessen der Natur und meiner Kerze (als Symbol dafür) noch etwas zu opfern. Ich gebe Ihr etwas, zum Dank dass sie mich beschützt und vor Schaden bewahrt. Dazu sind kleine Deko-Utensilien ideal, wie z.B. Sternchen aus Holz, Bast, aber auch Plastik – völlig egal. Hauptsache es passt ins Gesamtbild und fühlt sich stimmig an. Auch (Mode-)Schmuck (wie Ketten und Ringe oder Anhänger) landet bei mir in der Schale. Natürlich nicht mein guter, sondern eher Stücke, die ich nicht (mehr) so trage und die ich bereit bin für diesen Zweck her zu geben. Natürlich sollte man die Sachen schon mögen, man will ja keinen Schrott anbieten ;-)

Ich sehe das immer so: Alles was die Kerze „schluckt“, indem sie es beim Abbrennen mit ihrem Wachs bedeckt, nimmt sie sich. Es gehört ihr. Etwas das meine Kerze genommen hat, nehme ich nicht wieder zurück. Es wird am Ende, wenn die Kerze komplett herunter gebrannt ist, zusammen mit den Wachsresten dem Hausmüll übergeben. Das mag evtl. im ersten Augenblick etwas respektlos klingen, ist es aber nicht. Soll ich etwa Wachsreste mit Dekosachen und Schmuckteilchen im Erdboden vergraben, oder einem fließenden Gewässer überantworten? Nein, ich denke das wäre Umweltverschmutzung und nicht im Sinne des Erfinders. Ohnehin ist ja nach meinem Empfinden der energetische Wert der Dinge fort genommen worden und ich schmeiße nur noch die leeren Überreste weg.

Wenn es dann an der Zeit ist und eine neue Kerze vorbereitet werden soll verfahre ich wieder wie zuvor. Ich habe mir angewöhnt meine neue Kerze immer an der letzten Flamme der alten Kerze zu entzünden, wodurch diese ihre volle Programmierung und ihre Energien an die Nachfolgerin weiter gibt. Somit ist es auch kein Problem dass ich den exakten Spruch nicht mehr weiß. Denn die Kerze hat mir gute Dienste geleistet und dabei viele Kräfte gesammelt, die sie nun weiter gibt. Indem ich dann die neue Kerze in die verlöschende alte drücke, wird sie in dem heißen Wachs fest und erhält somit auch automatisch eine sichere Position.

Das Gute an dieser Methode liegt auf der Hand: Nicht immer wenn gerade eine ungute Wetterlage sich breit macht hat man die Zeit und Ruhe, spontan ein Schutzritual abzuhalten o.Ä. Wenn Kopfschmerzen plagen oder Papierkram sich stapelt ist nun wirklich nicht der richtige Augenblick für solche, teilweise aufwändigen Aktivitäten. Eine bereits vorab präparierte Kerze aber steht allzeit bereit und kann einfach durch Anzünden aktiviert werden. Meine steht immer (da sie ja auch noch so dekorativ aussieht) im Esszimmer auf dem Tisch. Wenn es spät abends tobt und wettert nehme ich sie einfach mit ins Schlafzimmer und stelle sie auf eine hohe Kommode, wo die Katzen nicht rum springen und sie einen sicheren Stand hat. Eine kleine Miniversion davon kann man übrigens auch prima im Büro platzieren. Einfach Sand in ein altes Kerzenglas füllen, Teelicht drauf und vielleicht noch eine Muschel oder ein Steinchen dazu legen. Vielleicht zwei, drei Teelichter in weiser Voraussicht an dem Mutter-Exemplar zuhause einmal anzünden und wieder löschen (aber bitte nicht auspusten).
Ursprünglich vom 15. Januar 2012


Kommentare:

  1. Schön! Das mit den Pfefferkörnern gefällt mir; Ich mache zwar nie Wetterzauber, aber die lassen sich ja vielfältig einsetzen. =)

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    1. Allerdings, ich hole sie ganz oft aus der Trickkiste, wenn ich irgendwas zusammen-mische oder veranstalte ;)

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  2. Oh, ich mag solche Zauber :D gefällt mir gut.
    Ich glaube aber, dass ich das vielleicht eher mit einer antiken Öllampe machen könnte.
    Außerdem hat man dann, wenns draußen grad richtig schön gruselig dunkel wird, drinen eine warme, schöne Athmosphäre.

    LG
    Alexis

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    1. Vielen Dank, freut mich dass es dir gefällt :)
      Ich liebe dieses ganze Brimborium auch wahnsinnig, ohne dieses DrumRum ist es einfach nicht dasselbe.
      Aber Du, Idee mit der antiken Öllampe find ich auch richtig schön, stelle mir das gerade bildlch vor...
      Ja, das hat was! :-)

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