Mittwoch, 14. Januar 2015

Verzeih mir, wenn ich fliehe

Auch mein zweites Buch habe ich geschafft auszulesen und natürlich direkt im Anschluß bei den > amazonen < rezensiert. Dieses zarte Werk hat mich wirklich tief berührt. Es erreichte mich an einer Stelle tief im Innersten, wo ich eine Tochter der Hekate bin. Mit all den Fragen, Wendungen und Gefühlen, die dazu gehören. Die ein oder andere von Euch wird wissen, was ich damit meine. Anfangs fragte ich mich noch ob ich damit einen guten Griff gemacht hatte, aber ich wurde doch recht schnell überzeugt. Hier einige Zitate der Autorin, die mir teilweise aus der Seele sprachen...

"Die Göttin Hekate zu begreifen - vor allem in uns selbst -
heißt, sich dem eigenen inneren Chaos zu stellen.
Es heißt, die Reise in die eigene Unterwelt anzutreten,
und dort unsere dunkle Schwester kennenzulernen,
deren Existenz wir allzuschnell bereit sind zu leugnen."

"Wenn wir annehmen könnten, es gäbe ein weibliches Gesicht
des Todes, eine weibliche Form von Zerstörung,
die sich im Einklang befände mit den Rhythmen von Tod
und Geburt - wie würde diese aussehen?"

"Ihr wißt nicht, daß Zerstören und Heilen sehr dicht
beieinander liegen. Nur die, die in sich alle Kräfte 
der Zerstörung trägt - und darum auch weiß -, 
nur sie weiß auch wirklich, was Heilung ist."

"Wir wußten doch nicht einmal, daß die Liebe
immer die verlorene Kindheit sucht, das nie Erhaltene,
das immer Vermißte. Was waren wir ahnungslos, 
was war, vor Allem ich selbst, ahnungslos."

"Sind wir jemals bereit, auch hinter die Spiegel zu sehen,
die unser eigenes Bild wiedergeben? Sind wir bereit zuzulassen,
daß andere anders sehen, anders fühlen, anders wollen?"

"Es gibt zwei Dinge, die Wachsamkeit auffressen:
Die Angst, die das Selbstmitleid gebiert, und das Netz,
das ein Mann für Dich auslegt. Merke Dir das gut."

"Abschied, Trennung und Tod, sagte sie, sind Geschwister.
Ihr kleinster Bruder ist der Schlaf."

"Heilen heißt doch immer, sich zwischen Menschen
und Götter begeben. Das ist ein gefährlicher Ort. Bescheiden genug
durch das, was uns gelehrt wurde, haben wir eine Ehrfurcht
vor der Welt, vor allem, was uns umgibt, die nicht viele
mit uns teilen, weil sie nichts wissen von der
Wesenhaftigkeit der Dinge."

Kommentare:

  1. Lieben Dank für diese sehr berührende Heranführung und das Zitat. Schaue ich mir direkt mal näher an.

    LG, Karuna

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    1. Freut mich sehr, wenn ich Dich damit ein wenig anregen oder auf das Buch aufmerksam machen konnte. Ein schönes Wochenende schon mal für Dich und liebe Grüße!

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  2. Das Buch klingt wie eines das auch mir gefallen könnte. Zwar hatte ich noch nie das Bedürfnis mich mit Hekate zu beschäftigen aber allein so vom Thema her klingt es wirklich gut.
    LG Solvey

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    1. Ich könnte mir evtl. auch vorstellen daß es Dich anspricht. Würde irgendwie zu Dir passen, wie ich das sehe.
      Ganz liebe Grüße und mal eine Umarmung aus der Ferne, bis bald! :-*

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  3. Danke für diesen Buchtipp. Bei dem Cover allein kann man ja fast nicht widerstehen :-)
    Liebe Grüße von Alruna
    PS: habe dir eine Mail geschickt

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    1. Wirst Du es lesen? Du bist ja so ein Bücherwurm :-)
      Mail liegt tatsächlich noch im Postfach *schäm* Wie Du siehst renne ich mails und Kommentaren von Wochen (!) hinterher... Puh.
      Aber ich schreib Dir auf jeden Fall noch zurück.
      Drücker und bis bald!

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    2. Ich schreibe es auf jeden Fall mal auf meine Wunschliste.
      Mach dir keinen Stress. Ich komme kaum noch zu Blogrunden und schau nur noch sporadisch bei ein paar mir wichtigen rein. Dann lese ich aber immer alles nach :-)
      Liebe Grüße ♥

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    3. So mach ich das auch meistens! :D
      Bussi und danke, bis bald <3

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  4. Ach, das berührt mich tief.
    Danke dir!

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    1. Hatte es mich auch. Sehr sogar. Freut mich, wenn ich Dich damit erreichen konnte. Oder besser gesagt natürlich die Autorin :)
      Bussi und Drücker, wir lesen uns!

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  5. Ja,...so "ahnungslos" war auch ich. Fand die Erkenntnisse jedoch selbst in mühevoller Kleinarbeit heraus. Und natürlich hatte auch ich "Unterstützung"....von Frauen/Autorinnen. Ist doch klar,.....dass Frau nicht so gänzlich alleine alles schaffen kann.
    Und wenn ich hinter den Spiegel sehe,....weiß ich, was da ist. Es ist nicht angenehme oder freundlich. Nein. Sondern doch eher mörderisch, hässlich, zornig, gewalttätig,.....die andere Seite an jeder von uns, die wir alle nicht gerne zugeben und anschauen wollen.
    Und von den Kahuna weiß ich, dass weinen eigentlich nur der Angst und dem Selbstmitleid entspringt.
    Eines bedingt das Andere und alles ist miteinander verbunden.
    Das Heilen und Zerstören, Leben und Tod sehr nah beieinander liegen.....ja, das ist doch klar.
    Wachsam zu sein, lehrten mich immer wieder die Texte von Luisa Francia. Aber manchmal vergisst frau das, oder ist abgelenkt.
    Und der letzte, angeführte Satz aus dem Buch, den kann ich nur unterschreiben!!!!
    Danke Dir....für den Einblick.
    Liebe Grüße
    Rosi

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    1. Du hast ja auch schon eine Menge Erfahrungen gemacht und bisher ein bewegtes Leben geführt. Ich denke das Buch würde Dir sehr gefallen. Hab ein schönes Wochenende und laß es Dir gut gehen. Schön gemütlich machen, jetzt wo es so kalt geworden ist...! Fühl Dich aus der Ferne mal gedrückt. Wir lesen uns, bis bald!

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