Dienstag, 28. August 2012

Viele Wege führen nach Rom....

Wie ja bereits erwähnt habe ich mich in letzter Zeit und auch früher schon und überhaupt ständg wieder, mit der Tatsache beschäftigt, dass meiner Meinung nach viele verschiede "Glaubenssysteme" / Religionen usw., im Endeffekt auf dasselbe Ziel hinaus laufen. Häufig jedoch ist den "Anhängern" bzw. Vertretern dieser "Gemeinden" die Tatsache gar nicht bewußt, weil ja eigentlich jeder nur Recht haben will, als einziger die Wahrheit kennt usw. usf. Traurig ist das! Wenn die Menschen nur etwas offener wären und bloß halb so weise, wie sie sich gern verkaufen, dann würden sie in der Lage sein die feinen Gemeinsamkeiten zu erkennen und sich damit näher auseinander zu setzen, anstatt nur permanent Zeit damit zu vertrödeln sich gegenseitig mundtot zu machen oder gar in ihrer Allwissenheit zu übertrumpfen.

Wie häufig lese oder höre ich etwas aus einem eigentlich "anders denkenden Bereich als dem meinen" und denke mir dann "ach guck mal, im Prinzip sehe ich das auch so, nur bezeichne ich das anders". Wie schwer ist das denn bitte? Man bricht sich wirklich keinen Zacken aus der Krone, wenn man den Gedanken zulässt dass auch jemand anders in einer Weise mit seiner Einstellung richtig liegt, selbst wenn er dazu andere Worte oder Beispiele gebraucht.

Ob wir uns nun Hexen, Druiden, Schamanen, Christen, Lichtarbeiter, Kristallkinder oder sonst wie schimpfen - was ist denn die Absicht dahinter?! Wieso gibt man sich überhaupt so einen Namen bzw. fühlt man sich zu irgendeinem dieser Glaubenssysteme zugehörig? Und wie verschieden sind die wirklich alle? Wenn man von den überlieferten Geschichten und dem ganzen Unfug des Bodenpersonals einmal absieht jedenfalls. Wer sein Ego beseite schieben und zwischen den Zeilen lesen möchte stößt auf etliche Gemeinsamkeiten und darauf dass wir fast alle dasselbe meinen. Allerdings denkt unser Gehirn in Bildern, anders kann es ja nicht. Daher kommt es dass wir uns ausmalen, was wir am besten verstehen und von dem Punkt aus weiter spinnen.

Einige sind beispielsweise der Meinung dass man "die Wahrheit" oder Erleuchtung nur oder am besten durch die Begegnung mit seinem Seelenpartner bzw. seiner Dualseele erlangen kann. Hierzu gibt es u.a. die Homepage meiner Kollegin. Die Seite gefällt mir sehr gut und ich kann auch vieles von dem nachvollziehen was sie schreibt, selbst wenn ich nicht zu 100% ihre Meinung teile. Wen kümmert´s?
Wichtig ist doch dass sie selbst und andere Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen, damit weiter kommen. Da ihre Bücher und das was sie allgemein schreibt so sehr polarisieren, gab mir dieser Umstand nochmal den letzten Anstoß das hier zum Thema zu machen. Das ist nämlich auch so ein schöner Punkt an dem man sich so wunderbar aufhängen und hochziehen kann. "Ach ja, die Dualseelen. Der einzig wahre Seelenpartner, der Zwilling und überhaupt - wie blöd". Könnte jemand sagen und sich im selben Augenblick wieder seiner Lektüre über keltische Mythologie zuwenden, worin der "anam cara" (Seelenfreund) auch ein wichtiger Begriff ist....

Wo ist also der Haken? Vielleicht einfach mal mit einem offenen Geist weiter lesen, selbst wenn Details sauer aufzustoßen scheinen. Zwischen den Zeilen stehen manchmal die wichtigsten Informationen. Nämlich diejenigen, die nur im Herzen landen, die Seele ansprechen.

Momentan lese ich das erste Buch meiner Kollegin, welches ebenfalls von ihrer Beziehung zu diesem einen Mann, den sie für sich als ihre Dualseele erkannt hat und bezeichnet, handelt. Ihre Gedanken sind mir nicht so fremd, wie man vermuten möchte. Vorurteile entstehen doch meist dann wenn jemand oder etwas eine Reaktion in uns auslöst. Aber ich mag ihre oder auch anderer Leute Erfahrungen nicht direkt als Quatsch abstempeln. Nicht dann jedenfalls, wenn sie irgendetwas in mir zum Klingen bringen und mir nicht völlig absurd erscheinen. Ein Gefühl für soetwas hat ja vermutlich jeder Mensch und sollte sich auch zugestehen dem zu folgen, bzw. was es einem rät.

In meiner Vorstellung ist eben nicht "nur" die Begegnung / Auseinandersetzung mit einem einzigen Menschen relevant, sondern ich gehe davon aus dass es viele oder doch zumindest mehrere sind. Wer die Annahme zulassen kann versteht wahrscheinich wenn ich von Seelenverträgen oder Verabredungen spreche, die wir vor unserer Geburt selbst vereinbaren. Ob es sich dabei um eine Liebesbeziehung, Freundschaft oder gar ein eher feindseliges Verhältnis in dem jeweiligen Erdenleben handeln mag, spielt im Prinzip keine Rolle. Wichtig ist dass die Schritte eingeleitet werden, welche die angestrebte Entwicklung voran treiben. In diesem System hier / auf dieser Erde (meinetwegen auch der Matrix - jedem wie´s gefällt) müssen nunmal einige Anstrengungen unternommen werden, damit wir erfahren können, was wir uns vorgenommen haben. Und ganz alleine wird soetwas vermutlich nicht funktionieren, denn dann gibt es keine Interaktion. Also - insofern: Wieder geboren werden, Reinkarnation - Karma; das sind für mich alles keine Worte, die ich mit Strafe oder Zwang in Verbindung bringe. Wobei mir auffällt dass wir das Thema ja bereits im voran gegangenen Artikel hatten. Wie auch immer? Die Kollegin wird sich vermutlich vorab ihrem Plan / ihrer Mission für diese Existenz vorgenommen haben dass eben dieser Mann ihre spirituelle Entwicklung enorm voran treiben soll - und das nicht immer auf angenehmste Art, wie mir bisher scheint. Was spricht dagegen? Andere Leute lassen sich noch viel abstrusere Geschichten einfallen, die sie dann anschließend ausbaden müssen ;-)

Fazit: Natürlich bei weitem nicht nur, aber auch die Begegnung mit einem bestimmten Menschen kann als Auslöser für den ur-eigenen Initiations-Weg dienen. Blöd wird´s nur wenn einer hingeht und solche Dinge als allgemein gültige Tatsachen für die gesamte Menschheit in die Welt hinaus schreit. Klar, dann kommt Unmut auf. Aber wenn wir das völlig wertfrei sehen, ohne gleich zu urteilen, die Möglichkeit anerkennen - dann tut´s gar nicht weh und das Geschehene kann ohne weiteres in Betracht gezogen werden.

Auch ich fand viele "Aha-Erlebnisse" im Buch meiner Kollegin. Ich will das jetzt auch hier nicht zu sehr vertiefen, aber wer kennt das nicht? Viele Menschen die mit meiner persönlichen spirituellen Entwicklung entscheidend zu tun hatten, deren Name begann / beginnt z. B. mit dem Buchstaben "A". Manchmal ist es der Vorname, bei anderen der Seelen- oder Künstlername. Aber die Tatsache haben sie gemeinsam, daran läßt sich nicht rütteln. Trotzdem gehe ich nach wie vor felsenfest davon aus dass ein jeder zu gegebener Zeit, in seinem eigenen Tempo, sein "Sich-Selbst" erkennen kann. Und kaum jemand wird dabei vollständig auf die Verbindung zu anderen Seelen verzichten können.

Bestimmte Symbole begegnen uns auf unserem Weg immer wieder oder kommen plötzlich neu hinzu. Jeder kriegt die Häppchen, die er am besten verdauen kann. Ob es sich dabei um Töne, Zahlen, Wörter, Botschaften von "Gott", den Göttern, aufgestiegenen Meistern oder Engeln handeln mag - Zeichen spielen immer eine Rolle und wenn man "soweit" ist, dann erkennt man sie auch als solche (an). Also: Wieder kein Grund sich über diese Feststellung zu streiten. Oder?

Lustig (erinnert mich an die Seite & das Buch) - gerade höre ich im Fernsehen, in einem Spot: "Zünde Deine eigene Kettenreaktion" - und genauso ist das wohl irgendwie. Wenn Du Dich einmal auf den Weg Deiner Wahl begeben hast, dann begegnen Dir Personen und Umstände, die diesen bestänig erweitern, soweit Du das zuläßt. Wie war das noch, Hummelchen? Energie folgt Aufmerksamkeit. In vielen Fällen wird ich also in Deinem Leben das manifestieren, womit Du Dich beschäftigst. Das ist EIN Prinzip von Magie, ein Gesicht des Lebens und ein Teil der Wahrheit (wuuuhuuuu) - für mich. Symbolik, Geschichten, wiederkehrende Ereignisse - Wegweiser.

Wenn Du Dich auf einen naturspirituellen Weg eingeschossen hast, Dich darin zuhause fühlst und sich immer alles stimmig anfühlt, dann kann es nicht verkehrt sein. Dann solltest Du es tunlichst nicht zulassen dass jemand sich einmischt und versucht seine eigenen Ansichten (seine Wahrheit) über Deine zu legen. Wobei sie sich ja wie gesagt nicht widersprechen müssen, sondern durchaus bereichern und ergänzen können. Eines baut auf das Andere auf, wir erfahren ständig Neues und erweitern im besten Fall unsere Vorstellung vom Glauben. Ich persönlich habe ohnehin die Erfahrung gemacht dass man am besten ein Gespür für das eigene Richtig und Falsch entwickelt, indem man die unterschiedlichsten "Religionen" genauer unter die Lupe nimmt. Der Glaube an Engel harmoniert für mich insofern wunderbar mit dem Hexentum, schamanischen Einflüssen, der keltischen Mythologie, ägyptischen und griechischen Pantheonen ect. Das ist was ich meine: Immer mit offenen Augen und vor allem einen offenen Herzen lesen und zuhören - so ergeben sich die wichtigsten "Aha-Momente".

Wenn also jemand kommt und sagt es gäbe nur eine einzige Wahrheit, dann ist das am Ende vermutlich gar nicht so verkehrt. Nur heißt das nicht dass es sich dabei um seine Wahrheit handeln muss. So Klischee-beladen das auch immer sein mag: Der Weg ist das Ziel und für absolut jeden hier verläuft die Reise anders. Die Route ist nicht steif und dennoch ist sie auch nicht willkürlich. Das Ziel, das allerletzte, höchste Ziel - die Endstation, die ist wahrscheinlich dieselbe, klar. Eine Wahrheit kann demnach sowohl subjektiv als auch allgemein-gültig sein. Bloß kann ich mir bei allem Respekt dies bzgl. eines nicht verdrücken: Das Gehirn von uns allen hier funktioniert 3D, also es ist körperlich usw. Die Wahrheit, das Endziel, das kennt keiner und kann auch keiner beschreiben. Wenn man das kann, dann lebt man gerade nicht in einem inkarnierten Körper, so seh ich das. (Hoffe Ihr versteht was ich meine :)

Wie oben so unten, im innen wie im Außen, alles ist eins. Sind diese Aussagen verschieden oder gleich? Beides natürlich, so seh ich das. Und ich bin sicher viele die das lesen (wenn es überhaupt irgendjemand aus wahnsinniger Sympathie überhaupt tut :-)), denken in etwa genauso.

Schlußendlich sind haufenweise Gegensätzlichkeiten einfach nur tragische Missverständnisse, da sie bei entsprechender Deutung (Verständnis, das natürlich Bereitschaft voraussetzt, sich mit der Materie zu beschäftigen) nahezu bis exakt dasselbe aussagen.

Bei nächster Gelegenheit werd ich noch auf meine "Glaubensvorstellung" oder Idee von einer persönlichen Religion eingehen. Es gibt nämlich noch Haufenweise zu sagen von meiner Seite, was jetzt hier aber vermutlich den Rahmen sprengen würde. Vielen Dank für´s Zuhören, bis bald! :-)






Kommentare:

  1. Wunderbar gesagt.
    Ich konnte oft nur noch nicken. :)
    (Bei "tir anam" allerdings nicht, das heißt "Land der Seele". ;) Der Seelenfreund ist der Anam Cara. :))
    So ungewöhnlich war das früher auch gar nicht, andere Einflüsse anzunehmen. Die Römer z.B. Die übernahmen so viel aus anderen Pantheonen und Kulturen - und jene wieder von ihnen.
    Oder die frühen Keltenchristen, die das Druidentum mit dem Christentum mischten und damit ihren Weg gingen. So viele Druiden wurden vollkommen freiwillig Priester. Heute mögen das viele gar nicht hören.

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  2. Vielen Dank für das Lob und die zusätzlichen Facts :-*
    Und oh Mann - ist das peinlich, ich Dussel!
    Bestimmt hatte ich Euren Shop grad im Kopf oder Eure Seite und nicht das Buch, um das es mir ging...
    Werd das sofort ändern, also dank Dir natürlich auch für den Hinweis, damit ich das sofort glatt bügeln kann! *hugs*

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  3. Ich kann mich Ashmodiels Nicken nur anschließen. Sehr schön geschrieben und vor allem (und wie immer): Mit sehr viel Kopf und Herz in großem Raum gedacht. (Mein Anam Cara... und ich glaube, davon kann man durchaus mehrere haben und man erkennt sie am Juchuh der Seele, sobald man sie findet.)

    Mir fiel gestern ein Büchlein in die Hände mit Gedichten von Angelus Silesius zum Christsein, den ich als Teenager mal toll fand und seitdem nicht mehr gelesen habe. Da ist einer:
    "Ich weiß, die Nachtigall straft nicht des Kuckucks Ton,
    Du aber, sing ich nicht wie du, sprichst meinem Hohn."
    Alleine, in der Buchhandlung mal in der Abteilung "christliche Literatur" zu stehen statt in der Esoecke war mal eine neue Erfahrung für mich und eine durchaus spannende, die wieder den Kopf ein wenig weiter gemacht hat. Ich hatte übrigens ursprünglich etwas von einem alten Keltenchristen gesucht. ;-) Und an den Energiegrundsatz glaube ich uneingeschränkt. =)

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  4. Auch Dir mal wieder vielen Dank für die liebevollen Worte (mein Anam Cara *nickt und schließt sie in die Arme - ich sehe das wie Du und ja, wir können das fühlen).
    Das Zitat von Angelus ist klangvoll und wahr, sehr passend - hab Dank :-*
    Vielleicht sollte ich auch mal in der Ecke rum stöbern, was? ;-)

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