Freitag, 29. Januar 2016

Klima-Stress für Hexen & Co.?

Was mir grad noch einfällt: Bei mehreren von Euch hab ich es in den letzten Tagen ebenfalls andeutungs Weise gelesen und kann mich echt nur anschließen. Was ist los mit dem Jahreskreis, bitte schön?! Ich träume nach wie vor rauhnächtlich wild und schlafe teilweise so schlecht als wäre permanent Vollmond. Draußen toben Stürme wie im November, tagsüber liegt aber schon Frühling in der Luft, wie es zu Imbolc gebührt. Neulich stand ich abends auf der Terrasse und hatte tatsächlich das Gefühl eines lauen Sommerabends. Mein Körper hingegen zögert noch und meint wir hätten doch eigentlich noch Winter. Von dem allerdings hier weit und breit nichts zu sehen ist. Da soll mir nochmal einer sagen der Klimawandel wäre ein Mythos. Es stimmt doch merklich. Nichts ist mehr so recht wie es sein sollte.

Seit ein paar Tagen habe ich fünf (!!!) Fliegen in der Küche, eine unten im Wohnzimmer und eine von den lästigen Viechern zieht im Schlafzimmer ihre brummenden Bahnen. Mit Vorliebe natürlich an unseren Ohren und dann, wenn es ans Schlafen geht. Dennoch ist sie nicht der Grund für unseren leichten Schlaf. Wo soll das alles bloß hin führen? Könnt Ihr Euch vorstellen was für eine Insekten-Plage wir diesen Sommer haben werden, wenn nicht wenigstens noch einmal ein harter Frost einbricht? Es war in den vergangenen Jahren schon so schlimm mit den viel zu vielen und vermeintlich aggressiven Wespen. Wenn die in diesem Winter alle nicht kaputt gehen, dann mal prost Mahlzeit für die nächste Sommer-Saison! Das ist schlichtweg einfach alles nicht normal. 

Ich denke und lese hin und wieder, dass es in der Vergangenheit immer mal in Jahren Ausreißer gegeben hat. Aber das ist was anderes, habe ich zumindest so im Gefühl. Mutter Natur hat natürlich ihre eigenen Rhythmen und die will ich ihr ganz sicher auch nicht absprechen. Daher variieren die Einbrüche der Jahreszeiten und verschieben sich in manchen Jahren auch schon mal. Aber so...? Dass Hex und Heid schon fast nicht mehr wissen ob sie Jul ausfallen lassen und statt Imbolc doch lieber gleich Ostara feiern können / sollten...? Klar, das ist jetzt ein bißchen überspitzt ausgedrückt. Aber was dran ist schon. 

Heute mittag lief ich durch unser Örtchen und hab mir da schon so meine Gedanken drüber gemacht. April-Wetter wäre wohl am treffendsten, um die Atmosphäre zu beschreiben. Was wenn das im Laufe der nächsten Jahre noch extremer wird? Dann gehen uns doch sämtliche natürlichen Zyklen verloren. Das kann nicht gut sein, denn das ist der Kalender unserer Welt. Wenn der zusammen bricht, da mag ich lieber gar nicht drüber nachdenken... Halten dann wir Hexen große Klimakonferenzen ab, um unsere Ordnung wieder herzustellen? Was macht das mit einem naturspirituellen Glaubenssystem, wenn die Natur völlig ausser Kontrolle gerät? Wie fühlt sich das an, dem Datum nach ein Fest zu feiern, welches eigentlich gerade zu diesem Zeitpunkt in der Welt draußen gar nicht statt findet...?

Kommentare:

  1. Ein interessanter Denkansatz Athena ... Aber du hast Recht ... Die Frage nach dem "Was passiert mit dem Jahreskreis, wenn es so weiter geht?", habe ich mir auch schon gestellt.
    Denn ich finde, man merkt es nicht nur an unsereins, sondern auch ganz stark an den Bäumen. Auf einem Teilstück zu meiner Arbeit stehen mehrere große Bäume und man merkt richtig, dass sie "nervös" sind und nicht wissen, was sie von all dem halten sollen. Es herrscht eine extrem komische Stimmung derzeit, die aber irgendwie nicht greifbar ist.
    Liebe Grüße
    Sjel

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich weiß was Du meinst. Unsere Snowhite saß jetzt schon mehrmals vor der Terrassentüre und sah nach draußen als ob sie meinte es sei Sommer und warum sie nicht raus könne.
      Ich meine natürlich sind die Probleme in Wirklichkeit weitaus größer. Was eben die Tier- und Pflanzenwelt angeht, von der Landwirtschaft vermutlich ganz zu schweigen. Also wenn man von natürlichen Methoden ausgeht.
      Langsam aber sicher läßt sich nichts mehr verleugnen. Und das stellt auch die Naturspirituellen vor Herausforderungen, ganz ehrlich...
      Lieben Dank für Dein Feedback und hab ein schönes Wochenende, bis bald!

      Löschen
  2. Hallo, über die Insektenplage habe ich gestern noch hier gesprochen. Vor allem die Obstfliegen ..... Wir hatten jetzt auch bereits so kleine auf Besuch. Normalerweise lagere ich mein Gemüse im Winter bis zum Frühjahr auf dem Balkon, doch das geht gerade gar nicht. Entweder es erfriert oder die Viecher sind schnell mal vorbeigekommen. Im Keller haben wir noch einen alten Kühlschrank, der soll jetzt ausprobiert werden. Vorsorglich, damit ich, wenn gar nichts mehr geht, den Kram da einlagern kann und im Keller wird jetzt mal kontinuierlich Temperatur gemessen, ob er sich zum Lagern eignet ( zumindestens wenn die Nachbarin nicht ihren Trockner laufen lässt) .
    Was das Träumen an geht , kann ich mich anschließen ...wild und unruhig. Und morgens dann müde ohne Ende.
    Die Jahreszeiten spielen verrückt meinte meine Sechsjährige und da stimme ich ihr voll zu. Wobei wir vor drei Jahren im Februar mit dem Laufrad und frühlingshaft angezogen durch die Welt fuhren um im März in Schneeanzug Spass hatten. Warten wir es ab, aber manchmal denke ich ( vor allem wenn ich die Berichte über die Eisbären und ihren Lebensraum sehe) es ist zu spät.
    Schönes Wochenende

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Manchmal befürchte ich das auch... :(
      Sieh mal, sogar die Kinder merken es.
      Und die kleinen Obstfliegen haben wir auch schon, ganz zu schweigen von den Stubenfliegen halt.
      Das kann ja noch "heiter" werden in den nächsten Jahren...
      Aber gut, wir ändern das vermutlich erstmal nicht. Da kamen wohl die ach so hoch gelobten Klimagipfel auch zu spät. Vor Allem weil kaum einer mitziehen will...
      Warten wir´s ab. Im Endeffekt bleibt uns eh nichts übrig als uns an die veränderten Bedingungen anzupassen und damit umzugehen.
      Aber erstmal machen wir Wochenende und feiern ein Imbolc ohne Schneeschmelze... (mangels Schnee überhaupt).
      LG

      Löschen
  3. Mich stresste vor allem, dass es bei uns einen Temperatursturz von um die 10 Grad gab - letzte Woche noch Schnee und Eis und Kälte bei minus 9 Grad, diese Woche Schmuddelregenwetter bei plus 9 Grad, vom Winter direkt in den Frühling quasi. Da hatte ich echt übel mit Kopfweh und Kreislauf zu kämpfen. Mal gucken, wie es weitergeht mit dem Wetter ...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Du Liebe, schön Dich hier mal wieder zu sehen! <3
      Genauso ist es hier gewesen! Von minus 9 auf plus Grad, das hat mein Körperchen einfach nicht verkraftet °.° Da kam dann die Migräne...
      LG und dennoch natürlich ein weiterhin schönes Wochenende für Dich, bis bald!

      Löschen
    2. plus 13 Grad meinte ich :D

      Löschen
  4. Bei uns blühen schon die Krokusse und nächste Woche dürften die Narzissen auch soweit sein. Mich stört das Wetter nicht, ich vermisse den knackigen Winter nicht wirklich, habe eher Angst vor einem weiteren Wüstensommer. Ich kann das Chaos ganz gut hinnehmen.

    Wegen der Wespen wollte ich noch was sagen. Um zu verstehen, warum sie Richtung Spätsommer zu Plagegeistern (vermutlich vor allem beim Grillen?) werden, muß man ihren Lebenszyklus kennen. Die Maden der Wespen produzieren ein Sekret, mit dem sie die adulten Tiere füttern. Ab Spätsommer legt die Wespenkönigin weniger Eier, d.h. es sind auch weniger Maden da und die adulten Tiere leiden Hunger und Durst. Sie gehen aus schierer Not auf menschliche Kost los, nicht weil sie "böse" oder "aggressiv" sind. Man kann ihnen helfen, wenn man eben z.B. beim Grillen oder wenn andere Speisen draußen verzehrt werden sollen, etwas für sie (am besten reifes Obst wie Trauben oder auch ein Stück Fleisch, das niemand essen mag) in ca. 5-10 m Entfernung hinstellt. Außerdem keine bunten Tischdecken verwenden, keine bunten Farben tragen und kein Parfum auflegen - das sind nämlich alles Schlüsselreize, die für die Wespe "Futter!" signalisieren.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie schön Dich hier zu lesen - ich freue mich riesig! *-* Du bist es doch, oder? Ich erkenne Dich ;)
      LG und ein weiterhin schönes WE noch für Dich, werde Dich mal meiner Leseliste hinzufügen :)

      Löschen
    2. Ja, ich bin das. Dachte, es wäre mal soweit :)

      Löschen
  5. Wahrscheinlich bleibt auch uns nur das, was die Natur macht: sich anpassen. Früher wurden manche Feste auch nicht nach Kalender gefeiert, sondern nach bestimmten Naturphänomen. Zum Beispiel habe ich gelesen, dass Beltane zum Teil am ersten Vollmond, nachdem der Weißdorn das blühen anfängt, gefeiert wurde. Eine Umbruchszeit ist es im Moment ganz offensichtlich, aber sicher nicht die erste. Im Mittelalter gab es schon einmal eine Zeit, in der es bei uns wärmer war als im Moment. Da wurde in Schottland Wein angebaut und auf Grönland wuchs Getreide. Es wäre doch interessant zu wissen, wie unsere Vorfahren diese Klimaänderung ohne Medien erlebt haben, oder?

    Liebe Grüße,
    Miri

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich schätze genau so wie Du es hier schon beschrieben hast: Indem die Feste nach Naturphänomenen gefeiert wurden. Viele richten sich ja ohnehin nach dem Mond ect. Was auch eignetlich viel mehr Sinn macht, als nach Terminkalender zu verfahren. Können wir insofern nur von lernen und machen ohnehin das Beste draus.
      LG und noch einen schönen Sonntag für Dich, bis bald!

      Löschen
  6. Mir geht es genauso, schlafe ungewohnt unruhig, träume viel, draußen flog mir schon die erste Stechmücke und eine Hummel um die Nase, Schneeglöckchen und Krokusse erblühen und versinken dann wieder in Schnee, an einem Tag treiben die ersten Blattknospen an den Sträuchern aus, am nächsten Tag Frost und Minusgrade - ein dauerhaftes Aprilwetter, das Dauer-Kopfschmerz beschert. Sehr seltsam alles

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ganz genauso! Und während ich das hier gerade lese fallen draußen einige verrirte Schneeflocken neben dem Nieselregen vom Himmel... o.o

      Löschen