Wer von Euch mich (schon etwas länger bzw. persönlich) kennt weiß vermutlich dass ich seit Jahren unter dem ein oder anderen Zimperlein leide.
Im Laufe der Zeit wurden die Beschwerden irgendwie immer mehr.
Das ging von Migräne über Tinnitus, bis hin zu Herz-Rhythmus-Störungen, hohem Blutdruck und Morbus Crohn. Alles dazwischen und mein jahrelang währendes Ärzte-Hürdenlaufen lasse ich aus Platzgründen mal außen vor.
Sprechen wir also über die gravierenderen Krankheiten.
Da ich eigentlich erst 33 Jahre alt bin, aber Medikamte in Mengen einer 60-jährgen Dame einnehme, wird der ein oder andere womöglich schon mit dem Kopf schütteln und sich fragen wie das zustande kommen kann.
Auch hier will ich aus verschiedenen Gründen gar nicht zu weit ausholen.
Belassen wir es mal dabei dass ich ein jahrelang währendes ungesundes Lebensmuster in meinem Alltag... "geduldet habe". Diesen Ausdruck wähle ich, weil ich eben nicht aktiv was an meiner Situation geändert habe, bis es zuletzt gar nicht mehr ging. Inzwischen sind diese Umstände Geschichte, was auf kurz oder lang von alleine schon zu einer Verbesserung in meiner gesundheitlichen Situation führen dürfte. Dennoch verschwinden ja nicht die Spuren von jahrelang währendem Raubbau an der Seele von heute auf morgen. Ich denke es versteht sich von selbst dass es seine Zeit brauchen wird. Und Geduld und liebevolle Fürsorge und die Bereitschaft etwas an bereits erwähnten krank machenden Gewohnheiten, Lebensführung ect. zu ändern.
Was mir anfangs wie eine Ohrfeige des Schicksals vorkam entpuppt sich langsam aber sicher als Segen. Zumdindest mal in Hinsicht auf meine Gesundheit, den Rest will ich hier wie gesagt auch gar nicht weiter ausbreiten.
Wir alle kennen Menschen, die Tag ein, Tag aus über ihren Job jammern, ihre Ehe, ihre Familie, das Zuviel an Verpflichtungen - aber dennoch nie etwas ändern in diesen Bereichen. Irgendwann geht die Opferhaltung so sehr in Mark und Bein über, das man vermutlich dieses "von-Haus-aus-griesgrämig-Gesicht" irgendwie braucht, um weiter funktionieren zu können. Ist in einer Art auch verständlich, denn der Mensch an sich ist ein Gewohnheitstier, wir brauchen Sicherheiten für die Psyche und unser Wohlbefinden.
Andererseits tut es früher oder später Not mit objektiver Betrachtungsweise an derartige Zustände heran zu gehen, spätestens wohl dann wenn der Körper gar nicht mehr aus dem Notsignale senden heraus kommt, der Alltag zur kleinen Odyssee ausartet. Dies also ist die eine Seite der Medaille.
Inzwischen ist auch unter Medizinern hinlänglich bekannt dass Körper und Psyche nicht getrennt von einander betrachtet werden können. Es gibt psychosomatische Erkrankungen, die deshalb nicht weniger real sind, aber bis auf den seelischen Druck weiter keine körperliche Ursache hätten. Das macht sie leider nicht ungefährlicher, weshalb auf kurz oder lang auf beiden Ebenen an der Heilung gearbeitet werden muß.
Ich greife dieses Thema hier übrigens auf, weil mir auffällt dass solche Anhäufungen von massiven Beschwerden und chronischen Krankheiten ect. heut zu Tage immer mehr Leute betreffen.
Aber bleiben wir mal bei meiner eigenen Gesundheit. Ich will hier in niemandes Beet herum graben. Wie sagt man so schön: Wenn wir alle vor unserer Haustüre kehren würden, dann wäre es überall sauber.
Einige Beispiele sollen dennoch genannt werden, weil es nunmal schöne Möglichkeiten gibt den geschwächten Organismus dauerhaft sanft weg von der Chemie zu führen, um mehr mit naturheilkundlichen Methoden zu erreichen.
Im Falle dessen ist ein Heilpraktiker oder aufgeschlossener Arzt sicher zunächst die erste Anlaufstelle. Hab ich auch schon alles durch. Und nicht jeder kann sich das leisten, immerhin übernehmen die Kassen nur selten derartige Leistungen, jedenfalls nicht die gesetzlichen.
Von daher habe ich in der letzten Zeit meine Fühler auch verstärkt in Sachen Eigenrecherche ausgestreckt. Nicht zum ersten Mal. Aber vermutlich zum ersten Mal mit einer neuen Einstellung und dem ganz wachen, intensiven Bewßtsein, dass ich jetzt wirklich gesund werden möchte. Ich brauche das nicht mehr. Es ist schlecht, belastet mich unnötig und muß weg.
Klar muss ich meine Medikamente weiter nehmen, darf jetzt nicht einfach Behandlungen und Kontrollen schleifen lassen. Ich denke das versteht sich von selbst. Aber mein Ziel ist es über einen gewissen Zeitraum zusätzlich mit ein paar Kräutern und Naturpräparaten bzw. Homöopathie zu experimentieren. Ich erhoffe mir davon das Loswerden fieser Nebenwirkungen (Gewichtszunahme, Wasserablagerungen, Haarausfall usw.usf. Wer von Euch selber schon mal Cortison einnehmen musste weiß vovon ich spreche) und auch auf die Dauer das ein oder andere Medikament komplett absetzen zu können. Dafür
schmökere ich in Büchern wie denen von Claire (wo ich wirklich hinlänglich fündig geworden bin), hantiere mit Rezepturen, die ich nach Tamesis´ Hinweis in der genialen Zeitschrift "Land-Apotheke" gefunden habe und auch von der lieben Maren erreichten mich Tipps per e-mail. Was wäre ich auch für eine Hexe wenn Kräuterkunde mich nicht interessieren würde und ich an die Möglichkeit der Selbstheilung nicht glaubte ;o)
Nicht alles muss wie im Mittelalter ablaufen, vieles ist durch Umweltbelastungen u.Ä. nicht mehr so ohne weiteres unbedenklich selber zu sammeln. Zeit und Platz für einen kompletten eigenen Kräutergarten oder ein Gewächshaus habe ich nicht, daher greife ich bei bestimmten Zutaten auf die zuverlässige Apotheke um die Ecke zurück oder auf Kapseln aus dem Drogeriemarkt (nachdem ich mich eingehend informiert habe).
Nehmen wir als erstes Beispiel mal meine permanenten Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Das ist nicht nur schmerzhaft und lästig, sondern verstärkt zudem noch bösartige Migräne-Attacken, die mich teilweise mehrmals im Monat für ein oder zwei Tage ausschalten. Und das schon seit bestimmt acht Jahren. Geht gar nicht!
Was war also Programm? Jede Menge Schmerzmittel und dazu noch Muskelrelaxans. Ui, toll gesund! :-/
Jetzt bin ich gerade ganz frisch auf die Schüßler Salze umgestiegen. Anita
verwendet deswegen seit Jahren die Nr.7 und ich nun auch - nebenwirkungsfrei. Den Muskelentspanner schleiche ich bereits aus, innerhalb eines Monats will ich auf das Präparat komplett verzichten. Es wurde ohnehin wg. lebensgefährlicher Nebenwirkungen (!) zum 01. August vom Markt genommen. Da guckt man erstmal nicht schlecht, wenn man sich das Zeug seit beinahe vier Jahren reingezogen hat. Ich will aber auch dafür keinen Ersatz vom Arzt holen, das muss jetzt mit den Schüßler Salzen und ein paar Verrenkungen der Arme funktionieren ;-)
Dazu mache ich gerade eine "Brennessel-Tee-Kur". Heißt einfach dass ich täglich eine Tasse trinke, um meine Leber, Nieren und die anderen Organe (vor allem auch den Darm) von der chemischen Keule zu reinigen. Zusätzlich verwende ich Brennesseln und Birke äußerlich für die Haare, damit auch die sich wieder erholen können. Kann mir gut vorstellen dass sie mir das Weniger an Medikamenten herzlich danken werden.
Wg. der Rhythmusstörungen und des Blutdrucks bekomme ich seit meinem 29. Lebensjahr Betablocker und eine Nährstoffkombination in Tablettenform. Alles gut und schön. Aber zwischendurch rumpelt und pumpelt oder rast das Herzelein dennoch. Außerdem machen auch die Betablocker dick (genau wie das Tetrazepam und das Cortison), hab ich keinen Bock mehr drauf. Deshalb habe ich mir dafür, oder dagegen besser gesagt, nun Weißdorn-Kapseln besorgt. Der Weißdorn stärkt nämlich zum einen die Pumpe und gleicht zum anderen den Blutdruck aus. Das bedeutet sowohl Patienten mit zu niedrigem Druck können sich damit behelfen, als auch die mit 180 ;-)
Mal schauen ob ich es nicht damit schaffe innerhalb der nächsten sechs Monate meine Medizin fürs Herz abzusetzen. Logisch dass ich meine Werte im Auge behalten werde und mich keinem unnötigen Risiko aussetzen werde.
In stressigen Phasen stehen ja auch noch Johanniskraut (stimmungsaufhellend, austreibend - also für Seele und Darm) und Baldrian (gut schlafen) bei mir im Teeschrank, da setz ich jetzt drauf.
Bliebe zu guter letzt die Ernährungsproblematik. Morbus Crohn ist eine sog. Auto-Immun-Krankheit. D.h. mein Körper greift sich selbst an und zerstört sich somit im Prinzip selbst. Außer Cortison (ich nehme zwei verschiedene Sorten täglich ein) gibt es so gut wie keine schulmedizinischen Behandlungsformen. Lieb gemeinte Ratschläge sind da häufig u.a. die Umstellung auf Rohkost o.Ä. Leider ist für einen Patienten mit chronisch entzündlicher Darmkrankheit noch lange nicht gut, was für jeden normalen Menschen als absolut gesund gilt. Da geht nämlich rohes Gemüse mal gar nicht, Kohlsorten, teilweise säurehaltige Fruchtsorten usw. usf. Damit macht man alles nur noch schlimmer, anstatt besser. Ebenso mit schwer verdaulichem wie Körnern oder Kernen, Reis, Mais, Bohnen...
Klar esse ich sowas nach wie vor, aber in Maßen. Ich überlege es mir inzwischen vorab sehr gut, ob ich mir heute einen Salat "gönne" oder irgendwo Zwiebeln ans Essen mache.
Von daher: Auch kein Zustand - weg!
Zunächst habe ich mir mal Heilerde zur innerlichen Anwendung besorgt. Das absorbiert die Bakterien, hilft die entzündeten Stellen abzuheilen und leitet Giftstoffe aus dem Körper. Ein guter Anfang also. Mal schauen was mein Körper daraus macht. Zusätzlich will ich in den nächsten Tagen auch hier mit einer Teekur beginnen: Undzwar mit einer Mischung aus Eichenrinde und Wallnussblättern. Keine Ahnung wie das schmeckt, aber das ist mir auch egal. Beides hat heilende, sanierende und stärkende Wirkung auf den Darm. Zumindest wußten bereits unsere Vorfahren beides zu diesem Zweck einzusetzen, wie Claire berichtet.
Schaun wa doch mal was aus meinem eigenen Heil- und Genesungsplan so wird. Ich halte Euch auf jeden Fall gerne auf dem Laufenden, bin aber offen gestanden sehr zuversichtlich.
Abgesehen davon gibt mir bestimmt immer mal die eine oder andere Freundin zwischendurch etwas Reiki zur Unterstützung. Ash, Feona und Hummelchen kennen sich da ja bestens aus ^^