Samstag, 13. Oktober 2012

Achtung: Wir brauchen dringend Hilfe!


An alle Tierschützer, treuen Leser & Freunde!

Wie Ihr hier sicher schon mitbekommen habt, haben auch meine Freundinnen Feona und Ashmodiel zwei kleine Mietznen aus der Tötungsstation in Ungarn adoptiert. Einer von beiden ist der süße Piers, auf dem nachfolgenden Foto...
 
 

Der Schnuffel ist bereits auf einem Auge blind, weil er unter Grauem Star leidet.
Die Operation um ihn bzw. sein Augenlicht zu retten kostet 1.300,-€.
Geld, das die beiden logischer Weise nicht einfach herum liegen haben.

Daher haben drei gute Freundinnen von ihnen (eine möchte aus privaten Gründen nicht mehr genannt werden, Ashandra und ich) entschieden über Facebook und unsere Blogs eine Spendenaktion ins Leben zu rufen.

Rowan hat über 550 Freunde. Wenn jeder von Ihnen nur 2,-€ (!!!) dazu geben würde, wären die Kosten schon fast abgedeckt. Natürlich wird sich nicht jeder beteiligen und das wissen wir auch.

Aber wir sind dankbar für jede Hilfe!

Deshalb haben wir uns folgendes überlegt:

Bei einer Spende von 20,-€ oder mehr erhältst Du eine Postkarte mit Motiv Deiner Wahl gratis, aus dem Red-Bubble-Shop der beiden


Die Bankverbindung kannst Du bei mir, Feona, Ashmodiel oder einer der beiden anderen Freundinnen erfragen. Den jeweiligen Betrag, mit dem Du gerne helfen würdest, poste bitte hier oder bei einer der Freundinnen als Kommentar zum Aufruf für Piers.

Vielen Dank für Deine Unterstützung!
Liebe, Licht & Heilung
Ramona

Freitag, 12. Oktober 2012

Freitags-Füller


1. Im Kino war ich schon ewig nicht mehr, aber nächsten Monat gehe ich mit einer Freundin.
2. Ich mag sie sowohl als hübsche, bequeme Schuhe, sowie die leckeren Kartoffelecken: Wedges.
3. Den letzten Brief habe ich gestern abend noch geschrieben, an die Mutter meiner besten Freundin - und das war keine e-mail ;-)
4. Bevor ich ein Buch beginne lese ich immer nochmal kurz den Klappentext auf der Rückseite.
5. Kennt jemand von Euch Dawanda (wo man u.a. so kitschigen Mädels-Kram kaufen kann)?
6. Der Kühlschrank ist leer - heute abend müssen wir erstmal einkaufen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Gekicher mit den anderen Hühnern auf der Jemako-Party, morgen habe ich einen Tag zuhause, aber u.a. die Organisation des Facebook-Spendenaufrufs für Piers geplant und Sonntag möchte ich überhaupt nur aus dem Haus wenn es nicht regnet!


Mittwoch, 10. Oktober 2012

Kali, die Erweckerin

Gestern habe ich
diese Karte aus dem Göttinnen-Orakel von Doreen Virtue

gezogen, als meine persönliche Tageskarte +urgs+
Auf die Nachfrage hin worum es dabei ginge (das Thema der Karte lautet ja quasi Ende und Anfang, ähnlich wie beim Tod im Tarot) bekam ich eine Antwort die mit künstlerischer Freiheit, Schaffenskraft, Schreiben, fröhlichen Gedanken, Friede / Freude / Eierkuchen usw. zu tun hatte:

Ok, damit konnte ich nicht gleich so richtig viel anfangen. Im Laufe des Tages entstand jedoch bereits eine Vermutung.
Heute morgen dann zog ich
die Kali aus dem Daughters-of-the-Moon-Tarot,
dort entspricht sie dem Turm aus dem traditionellen Tarot. +urgs+  Schon wieder... Langsam schwante mir allerdings was, das gestern bereits ins Rollen gekommen war. Nun gut. Ich akzeptierte, wenn auch ein wenig widerwillig und zog nochmal 
eine Karte aus einem anderen Deck, 

eines mit Engeln.
 
Das Thema der Karte für mich heute hätte mit Lehren und Lernen zu tun, mit meiner eigenen Sichtweise und Bereichen die für mich derzeit wichtig sein.
Okay. Kali also (die Erweckerin, die Altes niederreißt und Neues hervorbringt) in einem Bereich der mit meiner eigenen „Spiritualität“ und meinen ureigenen Botschaften, Gewissheiten zu tun hatte. Da wurde mein Gefühl schon langsam deutlicher und ich konnte mir sehr gut vorstellen dass ich die garstige Göttin auf dem Bild der Karte sein würde. Ich war sie, wenn auch im übertragenen Sinne natürlich.
Selber habe ich gestern und heute einige wichtige, blockierende Mauern in meinem persönlichen Empfinden und Umfeld nieder gerissen. Ich habe begonnen mich zu erheben und nicht weiter zu dulden, dass Einflüsse, die mir nicht gut tun, mein Leben erschweren. Insofern habe ich einen ungesunden, sehr Kräfte zehrenden Kreislauf durchbrochen. Dies ist also keineswegs (für niemand Beteiligten) negativ zu sehen. Ich bin wach geworden – oh ja. Und Hekate – oh ja. Die bringt tatsächlich Veränderungen mit sich. Die fallen jedoch anders aus als ich mir das (mit meiner dämlich-ängstlichen Betrachtungsweise ständig) gedacht hätte, oder grad auch andere Leute. Ja, sie hat mich was gelehrt.
Zwar war ich schon immer ein Typ, der aufstand wenn es um die eigenen Bedürfnisse oder Rechte von anderen Menschen / Wesen ging. Man könnte sagen ich bin so der Typ „Fürsprecher“ ;-))))
Oft jedoch bin ich anscheinend in der Vergangenheit viel zu rücksichtsvoll und ZU tolerant (jau, das soll es wirklich geben) gewesen, um für mich gesunde und wichtige Grenzen zu ziehen. Wenn man allerdings aus so einem Verhalten ganz plötzlich ausbricht und nicht mehr freundlich versucht alles und jeden in die eigene Weltanschauung mit offenen Armen zu integrieren, dann wird man den Menschen schon mal unangenehm. Sicher ist das jeweilige Gegenüber in so einer Situation dann schon mal baff und versucht für sich selbst schlaue Ausreden zu finden, um sich zu beruhigen. Mich aber mag das nicht mehr berühren. Ich habe was gelernt und dafür möchte ich mir selber gerne auf die Schulter klopfen! :D
Wenn ich die Karte hier vor mir so anblicke erkenne ich richtig mich in der wütenden Frau, die Blitze schleudert und Hindernisse, die ihr im Weg stehen, rücksichtslos beseitigt.
Aber nicht nur im Außen hat sich was getan. Oh nein – und fast noch wichtiger: Für mich selbst, tief in mir drin ist eine neue Sicherheit entstanden, eine Stärke und ein Glaube an die eigene Kraft, die ich selbst bisher kaum in der Art für möglich gehalten hätte! Ja Mensch, man lernt ja wirklich nie aus. Frau läßt sich gern weiterhin so positiv überraschen, keine Frage. Und ja – da bleibt womöglich kein Stein auf dem Anderen. Auf mir nämlich bleibt keiner mehr liegen – ich schleudere sie weg, wenn sie drohen mich zu erdrücken!
Das heißt jetzt nicht zwangsweise ich würde nur noch auf die Barrikaden gehen, wie ein HB-Männchen. Nein, um Himmels Willen. Es geht ja gerade darum meine Energie nur noch positiv (in MEINEM Sinne) einzusetzen. Aber gesunde Grenzen abzustecken will gelernt sein – bis hier hin und nicht weiter, so lautet die Devise. Und zwar was meine Mitmenschen angeht, als auch mein eigenes Denken. Wie oft ertappt man sich dabei sich selbst einzuschränken, klein zu machen, nicht an die eigenen Fähigkeiten zu glauben oder sich gar hilflos zu fühlen? Ich möchte aber nicht mehr Zuschauer im Geschehen meines eigenen Lebens sein, ich habe mich bewusst dagegen entschieden. Das heißt kleinliche Ängste, unnötige Auseinandersetzungen, ständige Über-Grübelei – alles was mir Kraft raubt – muss weg. Das muss aufhören! Und ich hab auch schon ratzefatz damit angefangen. Als erstes natürlich bei mir selber, nämlich im Kopf. Aber im Umfeld hab ich dann gleich munter weiter gemacht und klargestellt was für mich noch in Ordnung ist und was eben nicht.
Vielleicht hätte ich das eher machen sollen. Aber wozu sind solche Erfahrungen sonst gut?
Also, merke: Kali ist nicht „nur“ eine (das soll jetzt keineswegs respektlos klingen) rauhe Naturgewalt, böse und zerstörungslustig – in dem Sinne dass Gefahr von Außen droht. Nein, sie begleitet Dich offensichtlich (bzw. ihre Energien) auch wenn es um seelische Umbrüche geht und das ist doch fein. Also ich für meinen Teil fühle mich jedenfalls im Augenblick großartig dabei.
Ein bisschen ist es ja wie ein Schlag vor den Kopf: „Oh Mann, wieso bist Du nicht eher darauf gekommen?! Ist doch eigentlich ganz einfach! Was Du willst, das kannst Du haben / machen / bewirken – mach es nur einfach!“
Interessanter Weise sagt man ja Hekate eigentlich ähnliche Energien nach, wie eben Kali. Doch Kali war für mich bisher immer so ein richtig erschreckender Gedanke. Furchteinflößend, groß, unkontrollierbar und zornig. Sie ist ja auch gewaltig, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe zwar noch keinerlei Erfahrung mit ihr gemacht, aber immerhin nun ein Gesicht ihrer Schwingung kennen gelernt. Und was gelernt dabei hab ich wirklich. Wieder eine Angst abgearbeitet – Haken dran, Daumen hoch!
Also bin ich stolz auf mich, klopfe mir gleich nochmal auf die eigene Schulter und sehe mich selbst als einen Meter gewachsen ;D

 
So und zur Bekräftigung des Ganzen wurde heute abend
gleich noch ein wenig gekokelt...
 
 

Dienstag, 9. Oktober 2012

Glaube, Liebe, Hoffnung



Es geschieht stets das, woran man wirklich glaubt.
 Und der Glaube an eine Sache läßt sie geschehen.
Zitat von Frank Lloyd Wright




Eine von vielen hübschen Umschreibungen,
welche die Bedeutung Magie haben kann...
Also laßt uns bitte Alle gemeinsam glauben dass unsere Shiva vor allem
und natürlich auch die beiden anderen Mietzen, schnell wieder gesund sein werden... 

Ebenso möchte ich den kleinen Piers von Feona und Ashmodiel in meine guten Wünsche
mit einschließen.
Ich hoffe dass schnell durch Spenden von netten Freunden überall genug Geld
für seine aufwändige Augenoperatio zusammen kommen wird,
damit der süße Schatz sein Augenlicht behalten kann.
(Wer gerne jetzt schon Näheres darüber wissen oder gar direkt helfen würde
wendet sich bitte kurz per mail an mich, DANKE).

Freitag, 5. Oktober 2012

Freitags-Füller


1. Heute morgen mußte ich mit Entsetzen feststellen dass unsere Shiva krank ist - anscheinend hat sie irgendwas am Magen... :-(
2. Allein der Gedanke daran macht mich furchtbar unglücklich.
3. Kürbis mag ich vor Allem als Halloween-Deko-Element.
4. Wege zum Erfolg, Stufen der Erleuchtung, Leitern ins Glück - sie alle führen nunmal von unten nach oben.
5. Gestern habe ich gedacht, dass ich ein bestimmtes Buch nun bestellen müsse und bin dem Impuls dann natürlich auch gefolgt.
6. Früher hab ich es gern gesehen, aber mittlerweile hab ich (vor allem ohne Tommy Gottschalk) wirklich keine Luste mehr auf Wetten dass.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf gar nichts mehr, so lange ich nicht gute Nachrichten von meiner Tierärztin kriege oder mit Shivi schlagartig alles wieder in Ordnung ist , morgen habe ich einen neuen Anbieter zur Neuauflage meiner Homepage suchen und am besten auch direkt damit starten geplant und Sonntag möchte ich einfach nur lesen, schreiben, Fotos bearbeiten usw.!



Drückt unserer Maus bitte die Daumen und habt ein entspanntes Wochenende!
 


Mittwoch, 3. Oktober 2012

Zeremonie

Freitag Abend, der Mond ist fast voll. Sie sind zu dritt. Der größte Altersabstand zwischen ihnen beträgt zehn Jahre. Sie führen verschiedene Leben, haben unterschiedliche Einstellungen. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten, verbindet sie eine instinktive Gewissheit. Jede geht den alten Weg auf ihre persönliche Art und darum sind sie irgendwie gleich.
Nein, sie sind nicht immer einer Meinung. Aber das Schicksal hat sie zusammen geführt, es wird richtig sein.

Vor ein paar Tagen war das Kalenderdatum von Mabon, noch immer ist das Thema Ernte greifbar im Raum. Auch wenn Samhain schon seine beeindruckenden Schatten voraus wirft, deshalb sind sie heute nicht beieinander. Sie haben sich getroffen, um danke zu sagen und zu überlegen welche Projekte im nächsten Ernte-Zyklus reif sein werden.

Der Esstisch bildet die Mitte des Zimmers, die Beleuchtung ist schwach. Draußen dämmert es bereits. Die Vorfreude auf das Zusammentreffen erfüllte bereits den gesamten Nachmittag. Bis in die frühen Abendstunden war jede der Frauen ihren Verpflichtungen nachgegangen.

Nun nimmt Heiterkeit mit ihnen Platz am Tisch. Die Katzen werden getätschelt, Kaffee gemacht.
An den Plätzen liegen zwei Blätter von Hand geschöpftes Papier für jede bereit. Obenauf auf eine zarte Physalis, als Platzhalter für die herbstliche Ernte-Thematik. Jeder steht außerdem in einem sand-gefüllten Gläschen eine Votivkerze in orange oder warmem Pink zur Verfügung. Farbig schimmernde Brokat-Säckchen warten, sie werden sich in Talismane verwandeln.

Im Hintergrund spielt unaufdringliche Meditationsmusik, als sie sich endlich zu dritt an den Tisch setzen. Inzwischen ist es draußen vollkommen dunkel. Neben die feuerfeste Schale und das Glas mit den bunten Stiften gesellen sich zwei Teelichter. Das elektrische Licht ist ihnen zu grell. Sie haben entschieden statt dessen die wohlige Atmosphäre von Kerzenschein mit ihren Gedanken spielen zu lassen.
Noch immer wird viel geredet und gelacht. Eigentlich ein ganz normaler Tag. Eine positive, freudige Spannung liegt greifbar im Raum.


Jede wählt nun aus verschiedenen Kräutern und Harzen eine Zutat, die sie für den heutigen Abend als ansprechend befindet. Die drei Konsistenzen werden vermischt und das Lämpchen entzündet. Während die Kräuter und Pulver langsam vor sich hin glimmen macht ein angenehmer Duft sich breit.

Noch ist keine endgültige Ruhe eingekehrt. Erst wird noch der Tisch weiter befüllt. Schokoladenriegel, Chips, Dips und Snacks stillen den kleinen Appetit. Hier kann ohne Aufwand oder Unterbrechungen immer wieder zugegriffen werden.


Mit dem verebbenden Knistern und einvernehmlichen Kauen kehrt Stille ein.
Als erstes überlegen sie sich wofür sie in diesem Jahr dankbar sind. Was haben die vergangenen neun Monate gebracht? Was ist nun reif oder hat sich bezahlt gemacht?

Die drei Kerzen in dem Sand werden reihum entzündet, erhellen die Gesichter der Frauen.
Sie sitzen in einem Dreieck um den Tisch herum. Die Älteste und die Jüngste der „Mittleren“ gegenüber.

Der erste Bogen Papier liegt nun vor jeder und sie denkt nach. Die eine länger, die andere beginnt sofort zu schreiben. Die Älteste füllt ihre Seite mit unbändiger Motivation. Sie hat viel mitzuteilen, malt aus den Worten eine Spirale in leuchtendem Pink. Ihre Buchstaben sind klein und flink, dicht aneinander gereiht.


Der Jüngsten gehen die Worte ebenfalls leicht von der Hand. Sie hat sich für ein helles Grün entschieden, schreibt die Zeilen mit Bestimmtheit von der oberen Ecke bis hinunter in die Spitze.

Bei der dritten Frau dauert es ein wenig. Zwischendurch heben sie die Köpfe, sehen einander in die Augen. Sie nicken sich gegenseitig zu. Ein ermunterndes Lächeln sagt: „Doch, auch Du hast genug zu schreiben, da bin ich sicher“. Und so beginnt sie. Ein wenig zögerlicher, aber dann fließen die kleinen Strophen, die sie in Kästchen auf dem Papier anordnet. Ihre Farbe ist ein kräftiges Lila.
Am Ende hat auch sie ihren Bogen gänzlich ausgefüllt.

So viele Gedanken in den Köpfen – und doch: Wir haben uns vorgenommen nur die Dinge zu notieren, die in 2012 geschehen sind. Ereignisse, Begegnungen, Geschenke.

Im Uhrzeigersinn beginnt die Älteste über einen Punkt auf ihrer Liste zu erzählen. Freudiger Zuspruch von den beiden anderen. Sie hat beide erwähnt und in ihren Dank mit eingeschlossen.

Die nächste Frau, die mittlere aus der Runde, ist verhalten. Sie sagt dass einige ihrer Aufzählungen sehr persönlich sind. Kummer und Rührung sind so deutlich zu spüren dass auch die beiden anderen ihre Gefühle nachempfinden können. Einen Augenblick lang...

Die Jüngste spricht sehr offen über das meiste, was auf dem Zettel vor ihr liegt. Das ist ihre Art.
Sie war sich sofort im Klaren was sie aufschreiben wollen würde und teilt die Freude gerne. Sie fühlt sich sehr beschenkt. Es fiel ihr schwer die Liste zu begrenzen. Dankbarkeit hat einen hohen Wert in ihrem Leben, schon immer. Jedoch war es ihr Anliegen ausschließlich die vergangenen neun Monate zu bewerten.

Wieder Geschnatter, schon weniger allerdings. Kurze Zigaretten-Pause, Schmusen mit den Katzen und der unvermeidliche Gang; Wasser, Kaffee und Limonade lassen jede kurz aufstehen...

Kein Problem – ganz natürlich, einfach Alltag.

Nach ein paar Minuten sitzen sie wieder am Tisch und sehen sich an. Die Stimmung ist nun aufgeheizt, Magie liegt in der Luft. Jede hat Vorstellungen von dem, was sie noch ernten möchte.

Aber auch hier: Was habe ich dieses Jahr bereits begonnen – welche Saat habe ich gestreut, die ich bald einholen möchte? Welche Zeit gebe ich mir und meinen Vorhaben im einzelnen? Welche Ziele sind in den Vordergrund gerückt und wollen nun realisiert werden?

Dieses Mal beginnen sie alle drei gleichzeitig mit dem zielstrebigen Schreiben.
Sie haben die Stifte-Farben ausgetauscht, jede in ihrem Sinn. Die Blätter füllen sich rasch. Nur die Jüngste läßt sich gegen Ende mehr Zeit. Es ist heikel. Sie will nicht zu viel verlangen, nur was ihr wirklich am Herzen liegt. Für sich und ihre Lieben. Also beginnt sie zu überlegen was wirklich noch mit auf die Liste gehört.
Sie unterbricht kurz, steht auf, wird ein wenig fahrig. Doch auch ihr gelingt es schluß endlich die vermeintlich richtigen Worte zu finden.

Erneut eine kurze Besprechung. Diesmal läßt keine der Drei sehr viel darüber verlauten, welche Wünsche sie in das Papier gelegt hat. Aber eines erregt Aufmerksamkeit: Die Mittlere sagt wie sehr sie es sich wünscht endlich einmal in der Gruppe eines der Feste im Freien abzuhalten. Die Jüngste stimmt ein, ihre Sehnsucht hinsichtlich dieser Sache brennt stark, in der jungen Vergangenheit. So beschließen sie spätestens zur nächsten Walpurgisnacht, wenn es draußen wieder wärmer wird, einen kraftvollen Ort in der Umgebung auszusuchen. Spinnen Geschichten darüber, wie sie den Kreis ziehen, mit Rucksäcken und ihren Utensilien dort anrücken werden. Die Aufregung ist groß und keine kann es kaum mehr erwarten.

Einige weitere Punkte werden aufgezählt und besprochen, dann erheben sie sich. Jäckchen werden übergezogen und Schuhe. Sie haben entschieden das alte, trockene, stark rauchende Papier nicht im Wohnraum zu entzünden. Draußen wartet außerdem eine sternenklare Nacht und die hell leuchtende Mutter Mond auf sie.

Mittig besetzt nun den Glastisch auf der Terasse ein feuerfestes, massives Marmor-Gefäß. Bevor sie auch ihre Kerzen mitnehmen wählen sie noch jede drei Kräuter oder Harze für ihre Säckchen. Der ganze Abend steht unter dem Zeichen der 3. Jede hat andere Vorlieben, assoziiert individuelle Eigenschaften mit den bestimmten, natürlichen Materialien.
Als sie eintrafen lagen auf jedem der Plätze von einander abweichende Sackerl bereit. Keine hat mit einer der übrigen Frauen getauscht. Die Sitzordnung ergab sich einfach und genauso wurde auch der restliche Ablauf akzeptiert.

Nun stehen sie dort in der Dunkelheit. Es ist kalt geworden, der Wind weht. Ihre Herzen klopfen, weil sie wissen dass sie nun ihre Absichten und Danksagungen durch das Feuer freigeben werden. Sie sind bereit, in Erfüllung zu gehen.
Im Dreieck stellen sie sich um den Tisch herum auf, halten sich plötzlich an den Händen. Die Jüngste ergreift kurz das Wort, sieht ihre "Schwestern für den Augenblick" an. Sie wünscht ihnen und sich dass all ihre Sehnsüchte und Herzensregungen wahr werden mögen. Dann sprechen alle Frauen. Dass die Manifestationen zum größten Wohle der Einzelnen und des Ganzen erfolgen sollen. Worte der Freude und Demut.

Dann beginnen sie. Die Jüngste im Bunde macht den Anfang. Sie hat beide Papiere zu einer Rolle geformt, die sie in den Händen hält. Als sie die Bögen an ihrer Kerze entzündet fangen sie ruckartig Feuer. Der Wind dreht sich und facht die Flammen noch mehr an. Kurz kehren sie zurück in die Küche, füllen eine kleine Giesskanne mit Wasser. Die Worte brennen so lichterloh, der Rauch steigt so stark gen Himmel auf, dass sie vorsichtshalber ihr Feuer etwas frühzeitig löscht. Mit dem Räucherlöffel entnimmt sie die Asche aus der Schale, füllt sie in ihr rosarotes Säckchen mit den goldenen Ranken. Ein kleines Stück Papier ist noch übrig. Im Nachhinein weiß sie nun dass sie es noch brauchen würde, weil etwas in ihrer Aufzählung gefehlt hat. Sie hatte es nicht richtig formuliert.

Die Älteste ist an der Reihe. Sie faltet ihre Blätter ganz klein und legt sie zusammen in die Schale. Langsam und wunderschön anzuschauen glimmen die Zeilen vor sich hin. Der atemberaubende Anblick fesselt alle drei. Kleine Drachen, funkelnde Sterne - das alles spielt sich vor ihnen auf dem Tisch ab.

Als die Dritte ihren Papyrus, den sie zu "Himmel und Hölle" gefaltet hat, der Schale übergibt, brennt dieser erneut auf ganz eigene Art ab. Etwas zäh, aber kraftvoll - das spüren sie alle. Der Mond strahlt immer weißer, regiert den Himmel. Die Jüngste jubelt und applaudiert - sie liebt diese Kraft!

Die Schale wird ein letztes Mal ausgespült und in einen Blumenkübel ausgegossen, dann kehren sie schnell zurück ins Warme. Der hübsche Anblick der ungleichen Funkengebilde bietet noch reichlich Gesprächsstoff.
Dann widmen sie ihre Aufmerksamkeit anderen Dingen. Die Älteste ist in verschiedene Reiki-Systeme eingeweiht. Sie fühlt die Chakren ihrer Mitstreiterinnen ab, tritt unter Erlaubnis in ihre Felder ein und beseitigt einige Altlasten.


Der Balkon ist verwaist...


Die Säckchen sind gefüllt...


Die Kerzen gelöscht...


Als nächstes kommen die Lenormandkarten auf den Tisch. Ein großes Bild für alle drei wird ausgelegt. Was hat sie zusammen geführt? Welches Thema betrachten sie gerade gemeinsam? Wohin soll es führen? Die Aussagen sind klar, real und gut nachvollziehbar. Trotz der jahrelangen Erfahrung staunen sie noch immer.

Gegen halb zwölf verabschiedet sich die Mittlere aus dem Grüppchen, sie muss nach haus. Die beiden anderen sitzen noch bis halb drei und befragen die Karten. Mal mit mehr Ernst, mal mit weniger.
Der Ehemann und die Katzen sind längst unten eingeschlafen, als auch die Jüngste nach drei ins Bett kommt.

So vieles geht ihr noch durch den Kopf und ihre Träume werden lebhaft sein, doch bereits nach dem Aufwachen verblassen. Das gute Gefühl aber bleibt...

Freitag, 28. September 2012

Freitags-Füller


1. In einigen Wochen fangen doch schon ernsthaft die Vorbereitungen für Weihnachten an - Wahnsinn!
2.Die Lust auf Accessoires und Deko mit / aus Filz hat mich erfasst.
3. Ich möchte mal wissen wie es sich anfühlt,vollkommen gesund zu sein (hehe).
4. Ich glaube ich habe ihn heute entdeckt: Meinen neuen Lieblingstee.
5. Wenn ich nach rechts schaue sehe ich aus dem Fenster auf eine früh-herbstliche Kulisse.
6. Wenn Du jemanden wirklich liebst, dann bist Du (im Herzen und Deinen Gedanken) jederzeit bei ihm / ihr, wo immer du bist.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein bißchen Budenzauber mit meinen Kolleginnen, anläßlich Mabon, morgen habe ich einen wunderbaren freien Tag daheim und mal wieder richtig toll für uns zu kochen geplant und Sonntag möchte ich meinen Göttergatten mal wieder zum Fußballplatz begleiten (wo ich sicher ein paar hübsche, herbstliche Motive für stimmungsvolle Fotos finden werde; in der freien Natur ;-)!



Habt ein schönes, herbstlich-buntes Wochenende!
 
 
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