Gestern
habe ich
diese
Karte aus dem Göttinnen-Orakel von Doreen Virtue
gezogen,
als meine persönliche Tageskarte +urgs+
Auf
die Nachfrage hin worum es dabei ginge (das Thema der Karte lautet ja
quasi Ende und Anfang, ähnlich wie beim Tod im Tarot) bekam ich eine
Antwort die mit künstlerischer Freiheit, Schaffenskraft, Schreiben,
fröhlichen Gedanken, Friede / Freude / Eierkuchen usw. zu tun hatte:
Ok,
damit konnte ich nicht gleich so richtig viel anfangen. Im Laufe des
Tages entstand jedoch bereits eine Vermutung.
Heute
morgen dann zog ich
die
Kali aus dem Daughters-of-the-Moon-Tarot,
dort
entspricht sie dem Turm aus dem traditionellen Tarot. +urgs+
Schon
wieder... Langsam schwante mir allerdings was, das gestern bereits
ins Rollen gekommen war. Nun gut. Ich akzeptierte, wenn auch ein
wenig widerwillig und zog nochmal
eine Karte aus einem anderen Deck,
Das
Thema der Karte für mich heute hätte mit Lehren und Lernen zu tun, mit
meiner eigenen Sichtweise und Bereichen die für mich derzeit wichtig
sein.
Okay.
Kali also (die Erweckerin, die Altes niederreißt und Neues
hervorbringt) in einem Bereich der mit meiner eigenen „Spiritualität“
und meinen ureigenen Botschaften, Gewissheiten zu tun hatte. Da wurde
mein Gefühl schon langsam deutlicher und ich konnte mir sehr gut
vorstellen dass ich die garstige Göttin auf dem Bild der Karte sein
würde. Ich war sie, wenn auch im übertragenen Sinne natürlich.
Selber
habe ich gestern und heute einige wichtige, blockierende Mauern in
meinem persönlichen Empfinden und Umfeld nieder gerissen. Ich habe
begonnen mich zu erheben und nicht weiter zu dulden, dass
Einflüsse, die mir nicht gut tun, mein Leben erschweren. Insofern
habe ich einen ungesunden, sehr Kräfte zehrenden Kreislauf
durchbrochen. Dies ist also keineswegs (für niemand Beteiligten)
negativ zu sehen. Ich bin wach geworden – oh ja. Und Hekate – oh
ja. Die bringt tatsächlich Veränderungen mit sich. Die fallen
jedoch anders aus als ich mir das (mit meiner dämlich-ängstlichen
Betrachtungsweise ständig) gedacht hätte, oder grad auch andere
Leute. Ja, sie hat mich was gelehrt.
Zwar
war ich schon immer ein Typ, der aufstand wenn es um die eigenen
Bedürfnisse oder Rechte von anderen Menschen / Wesen ging. Man
könnte sagen ich bin so der Typ „Fürsprecher“ ;-))))
Oft
jedoch bin ich anscheinend in der Vergangenheit viel zu
rücksichtsvoll und ZU tolerant (jau, das soll es wirklich geben)
gewesen, um für mich gesunde und wichtige Grenzen zu ziehen. Wenn
man allerdings aus so einem Verhalten ganz plötzlich ausbricht und
nicht mehr freundlich versucht alles und jeden in die eigene
Weltanschauung mit offenen Armen zu integrieren, dann wird man den
Menschen schon mal unangenehm. Sicher ist das jeweilige Gegenüber in
so einer Situation dann schon mal baff und versucht für sich selbst
schlaue Ausreden zu finden, um sich zu beruhigen. Mich aber mag das
nicht mehr berühren. Ich habe was gelernt und dafür möchte ich mir
selber gerne auf die Schulter klopfen! :D
Wenn
ich die Karte hier vor mir so anblicke erkenne ich richtig mich in
der wütenden Frau, die Blitze schleudert und Hindernisse, die ihr im
Weg stehen, rücksichtslos beseitigt.
Aber
nicht nur im Außen hat sich was getan. Oh nein – und fast noch
wichtiger: Für mich selbst, tief in mir drin ist eine neue
Sicherheit entstanden, eine Stärke und ein Glaube an die eigene
Kraft, die ich selbst bisher kaum in der Art für möglich gehalten
hätte! Ja Mensch, man lernt ja wirklich nie aus. Frau läßt sich
gern weiterhin so positiv überraschen, keine Frage. Und ja – da
bleibt womöglich kein Stein auf dem Anderen. Auf mir nämlich bleibt
keiner mehr liegen – ich schleudere sie weg, wenn sie drohen mich
zu erdrücken!
Das
heißt jetzt nicht zwangsweise ich würde nur noch auf die Barrikaden
gehen, wie ein HB-Männchen. Nein, um Himmels Willen. Es geht ja
gerade darum meine Energie nur noch positiv (in MEINEM Sinne)
einzusetzen. Aber gesunde Grenzen abzustecken will gelernt sein –
bis hier hin und nicht weiter, so lautet die Devise. Und zwar was
meine Mitmenschen angeht, als auch mein eigenes Denken. Wie oft
ertappt man sich dabei sich selbst einzuschränken, klein zu machen,
nicht an die eigenen Fähigkeiten zu glauben oder sich gar hilflos zu
fühlen? Ich möchte aber nicht mehr Zuschauer im Geschehen meines
eigenen Lebens sein, ich habe mich bewusst dagegen entschieden. Das
heißt kleinliche Ängste, unnötige Auseinandersetzungen, ständige
Über-Grübelei – alles was mir Kraft raubt – muss weg. Das muss
aufhören! Und ich hab auch schon ratzefatz damit angefangen. Als
erstes natürlich bei mir selber, nämlich im Kopf. Aber im Umfeld
hab ich dann gleich munter weiter gemacht und klargestellt was für
mich noch in Ordnung ist und was eben nicht.
Vielleicht
hätte ich das eher machen sollen. Aber wozu sind solche Erfahrungen
sonst gut?
Also,
merke: Kali ist nicht „nur“ eine (das soll jetzt keineswegs
respektlos klingen) rauhe Naturgewalt, böse und zerstörungslustig –
in dem Sinne dass Gefahr von Außen droht. Nein, sie begleitet Dich
offensichtlich (bzw. ihre Energien) auch wenn es um seelische
Umbrüche geht und das ist doch fein. Also ich für meinen Teil fühle
mich jedenfalls im Augenblick großartig dabei.
Ein
bisschen ist es ja wie ein Schlag vor den Kopf: „Oh Mann, wieso
bist Du nicht eher darauf gekommen?! Ist doch eigentlich ganz
einfach! Was Du willst, das kannst Du haben / machen / bewirken –
mach es nur einfach!“
Interessanter
Weise sagt man ja Hekate eigentlich ähnliche Energien nach, wie eben
Kali. Doch Kali war für mich bisher immer so ein richtig
erschreckender Gedanke. Furchteinflößend, groß, unkontrollierbar
und zornig. Sie ist ja auch gewaltig, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich habe zwar noch keinerlei Erfahrung mit ihr gemacht, aber immerhin
nun ein Gesicht ihrer Schwingung kennen gelernt. Und was gelernt
dabei hab ich wirklich. Wieder eine Angst abgearbeitet – Haken
dran, Daumen hoch!
Also
bin ich stolz auf mich, klopfe mir gleich nochmal auf die eigene
Schulter und sehe mich selbst als einen Meter gewachsen ;D
So und zur Bekräftigung des Ganzen wurde heute abend
gleich noch ein wenig gekokelt...