Freitag, 21. Dezember 2012

Im Zeichen der WINTERSONNENWENDE


Das alt hergebrachte Thema von Jul ist die (Wieder-) Geburt des Lichtes, der Liebe und der Hoffnung / des Lebens im Allgemeinen. Viele Dinge, die uns auch in der heutigen Weihnachtszeit noch immer begleiten, spiegeln diese Thematik wieder.

Da wäre zum Einen der immergrüne Weihnachtsbaum. Geschmückt und herausgeputzt bereichert er unser Heim, verkörpert schon für sich alleine das (Über-)Leben in der kalten Jahreszeit. Aber auch Mistel, Stechpalme und Efeu sind solch derbe und starke Gewächse, denen man die Kraft und Macht nachsagte, gegen die Kälte und Unerbittlichkeit des Winters zu strotzen.
Der Stechpalme z. B. mit ihren saftig grünen Blättern und den intensiv roten Beeren sagte man schon in frühen Zeiten eine schützende Wirkung vor Unheil im Großen und Ganzen, Unwettern speziell und gar dem Bösen selber nach. Auch die Glöckchen und Glocken, die in Liedern, den Kirchen und am Weihnachtsabend daheim geläutet werden, sollen über diese Fähigkeit verfügen. Sie sollten die bösen Winter-Dämonen vertreiben und eignen sich auch zu diesem Zweck ganz prima im Rest des Jahres.

Grün, rot, gold und weiß sind die traditionellen Farben des Weihnachtsfestes. Sie stehen für die Natur, das Leben, die Kraft, das Feuer, die Wärme, das Licht und die Heiligkeit des Augenblicks. Unsere Bäume und Dekorationen werden im Winter häufig in diesen Farben gehalten sein und dies sicher nicht ohne Grund.

Da haben wir den ebenfalls immergrünen Adventskranz, meist aus Tanne. Sein Kreissymbol steht sowohl für den ewigen Kreislauf des Lebens, aus Geburt, Tod und Wiedergeburt. Zum Anderen ist er ein eindeutiges Zeichen für die Sonne selber, die wir ja durch unsere festlichen Aktivitäten ehren und herbeiwünschen möchten.

Licht und Dunkelheit sind die beiden großen Themen dieser Station im Jahreskreis. Das Licht soll und wird letzten Endes über die Dunkelheit des Winters triumphieren. Dieser uralte Kampf wurde in den alten Zeiten unserer heidnischen Vorfahren personifiziert dargestellt durch den Eichen- und den Stechpalmenkönig. Wolf und Hirsch waren die Vorsteher dieser Zeit und auch Drachen sind seit je her ein durch und durch heidnisches Symbol der Jul-Zeit, denn sie repräsentieren das Erdfeuer.

Ein weiteres Sonnensymbol finden wir einmal mehr an unserem Baum. Die kreisrunden Kugeln haben im Laufe der Zeit den ursprünglichen Schmuck abgelöst und dennoch nicht ihren sinnbildlichen Wert eingebüßt.

Der ewige Kreislauf findet sich in allem wieder, was wir auch mit dem heutigen Weihnachtsfest in Verbindung bringen. Schon alleine die hübsch anzusehenden Weihnachtssterne mit ihren herrlichen roten und grünen Blättern sind eine Hommage an das Leben und Sehnen nach Licht in der Winterzeit. Und weil nicht nur wir Menschen durch Kälte, Schnee und Eis Entbehrungen hinzunehmen haben, teilen wir zum Dank an die Natur und ihre Wesen, unsere Freuden und Gaben mit den Tieren. Wir hängen Futter nach draußen, in Form von Meisenknödeln und Futterringen oder befüllen sogar ganze Futterhäuschen für unsere gefiederten Freunde.

Nicht zu vergessen in meiner Auflistung: Die Grußkarten. Sie stehen für die guten Wünsche, mit denen wir sie schriftlich befüllen und an all unsere lieben Bekannten, Freunde und vielleicht weiter entfernt lebende Familienmitglieder senden. Jedenfalls dann, wenn wir es nicht nur aus Pflichterfüllung tun ;-)
 
 
Merry Yule!
 

Kommentare:

  1. Glocken und Glöckchen sind toll. <3 <3 <3

    Und Grußkarten auch. ^^

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    1. Und auch noch so viele andere schöne Dinge...
      Aber ich brauch ja nächstes Jahr auch noch was zum Schreiben, jetzt wo die Welt doch nicht untergegangen ist ;D

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