Dienstag, 2. Juni 2015

Hallo Juni!


Wenn ich so nach draußen schaue sehe ich eher März oder November... Okay, um mich versöhnlich zu zeigen allenthalben vielleicht noch April. Aber mit viel Good Will *grummel* Es stürmt, der Himmel ist größten Teils grau und von Sommer kann hier echt nicht die Rede sein, sorry. Gut, da ich die letzten Tage flach gelegen habe war das für mich jetzt eh nicht so tragisch. Aber heute geht es mir schon bedeutend besser - da beginne ich natürlich gleich wieder Ansprüche zu stellen :) 
Gerade hab ich mal einen Blick auf meine Posts von vor einem Jahr riskiert, also um die Zeit, um das Wetter zu vergleichen. Da stinken wir aktuell ganz schön ab, ernsthaft :-P Aber das kann ja noch kommen, hoffe ich! Die nächsten Tage sind einige Freiluft-Events geplant und die wären mit 30°C / Sonnenschein schon bedeutend angenehmer! Ist übrigens angesagt für Freitag und Samstag, also Daumen drücken! Auf die Kopfschmerzen, die solch einen Temperaturanstieg häufig begleiten, verzichte ich aber diesmal dann doch gern. Was sonst noch so anliegt im Juni? Guckst Du...

  • Stadtmeisterschaften ein Dörfchen weiter mit der B-Jugend. Wenn das Wetter mitspielt bin ich dabei!
  • Samstag dann schon Jugend-Abschluß-Feier am Platz hinterm Haus und das den ganzen Tag lang mit viel Programm - cool!
  • Wofür ich am Freitag zwei Kuchen backe(n soll / will).
  • Geburtstag von > Trish < ist auch bald, da wollt ich rauf nach Lindlar jockeln...
  • Ausräuchern bei Evchen steht noch an.
  • Freundin Ana hat auch noch Geburtstag, wie mir der Kalender heute morgen noch verraten hat...
  • Auch der kleine Balkon unten wartet immer noch auf seine Grundreinigung und die Bepflanzung (ähem)... Kam halt jedes Mal was dazwischen - echt jetzt. Und wenn´s nur der Regen war...
  • Ich brauche einen neuen Föhn und eine Jeans könnte auch nicht schaden, müßte ich also mal nach schauen.
  • Mindestens einen meiner Kerzenrohlinge gestalten und programmieren.
  • Vielleicht feiern wir auch ein kleines Mittsommer-Ritual, wenn ich bei den Mädels bin? Das fänd ich toll!
  • Vielleicht instagram-Fotos auf photolove raus suchen für ein neues Danke-Buch, wie im letzten Jahr. Hab ich mir so als Sommerprojekt vorgenommen. Weil´s so schön ist und soviel Spaß macht, wenn man das mit einem Eiskaffee oder Hugo unter´m Sonnenschirm macht.

Joa, mehr fällt mir jetzt grad so ad hoc nicht ein. Macht auch nix. Ist ja Sommer und den will ich weitest gehend chillig gestalten. Was habt Ihr denn so für Pläne für die schönste Zeit im Jahr?

Es geht uns gut!


Als ich vorhin diese Titelzeile in der FLOW samt dazu gehörigem Artikel las, begann es sehr schnell mich in den Fingern zu kribbeln. Ich muß dazu einfach was sagen. Erstmal finde ich es gut wenn jemand das mal so sagt. Statt der ewigen Schreckensmeldungen, Warnungen und Mißstände klingt das einfach mal ziemlich nüchtern. Es ist auch noch ein bißchen was anderes als die lichtie-blitzende Dankbarkeits- und Mindfullness-Bewegung, bei der man immer "nur" das Positive in allem Negativen finden muß, oder quasi das Beste draus machen soll. Kennen wir alle, wissen wir alle, strengen wir uns an.

Das Schöne an diesen sehr schlichten Worten ist eigentlich Folgendes: Wir erkennen uns ja wohl alle irgendwo darin wieder, oder nicht? Selbstverständlich hat auch diese Einsicht was mit Dankbarkeit zu tun. Mit einer grundsätzlichen Lebenseinstellung und der Erkenntnis, daß es so ist.

Ich will jetzt auch gar nicht mit diesem "wir sind so privilegiert"-Geschwafel um die Ecke kommen. Darum geht es gar nicht. Und auch nicht um Schicksalsschläge, Krankheiten, leere Portemonnaies oder schlechtes Wetter. Sondern um die Zeit, in der wir leben. Das eine jede Kernaussage nicht auf volle 100% der Weltbevölkerung zutreffen kann, versteht sich vermutlich von selbst. Und auch nicht auf jeden Einzelnen gerade jetzt, gerade hier, gerade in diesem Augenblick. Worum es mir - und vor Allem auch dem Schreiber des Artikels - eigentlich geht, ist die permanent brodelnde Krisenstimmung, welche uns von den Medien tagein-tagaus vermittelt wird.

Damit möchte ich nichts schön reden, nichts beiseite schieben und auch die Augen nicht verschließen vor grundsätzlichem Übel. Aber Fakt ist doch: Wir, die wir diese Fernsehnachrichten hier verfolgen, die Pop-up-Meldungen lesen und die fetten Überschriften in (meinetwegen zweifelhaften) Tageszeitungen prangen sehen - sind von den allermeisten, dort beschriebenen Szenarien, überhaupt gar nicht betroffen! Keine Sorge, das soll jetzt hier kein Plädoyer gegen die Empathie oder gar das Mitgefühl werden. Es soll lediglich etwas verdeutlichen. Nämlich daß wir Angst haben, uns bedroht fühlen und den Kopf in den Sand stecken wegen Dingen, die wir vermutlich nie am eigenen Leibe erfahren werden wenn alles glatt läuft

Da werden Ängste geschürt, Panik gemacht und die Propaganda-Trommel gerührt, was das Zeug hält. Schon klar, wir leben im Internet-Zeitalter. Da wird die Welt klein, jedes Ereignis wird in Minutenschnelle über den gesamten Erdball verbreitet, sofern es jemanden interessiert. Und wir interessieren uns natürlich für unsere Mitbürger, für das, was auf dem Planeten passiert. Doch wenn wir uns den Schuh zu fest anziehen, dann bringt das sehr schnell Niedergeschlagenheit, Angst und ein Gefühl der drohenden Ohnmacht mit sich, wenn man nicht aufpaßt. Da sieht man die Welt untergehen, die Reiter der Apokalyse nahen schon... Für Feinfühlige sicher keine Seltenheit, derartige Gedanken zu spinnen. Ganz besonders nicht wenn es um Krieg, Terror, Mord, Vergewaltigung, Seuchen und Wirtschaftskrisen geht, von denen wir uns beinahe dauerhaft bedroht fühlen. Ganz zu schweigen von Kinderschändern, Tierquälerei und zweifelhaften Forschungs-Experimenten, die wir nicht einzuordnen wissen.

Ich muß noch einmal betonen daß ich die Existenz all dessen, ebenso wie beispielsweise die stetige Zerstörung unserer Umelt, keineswegs abmildern kann und will. Das ist nich Sinn und Zweck, weswegen ich das hier gerade schreibe. Aber anstatt uns die Haare zu raufen über all die Übel (an denen natürlich etwas geändert werden muß) sollte man sich vielleicht einmal all die positiven Entwicklungen vor Augen führen. Ebenso wie es eben im Kleinen, im eigenen Leben gehandhabt wird. Es ist NICHT ALLES schlecht. Wir haben Krankenversicherungen und mehr zu essen als früher (wenn natürlich auch noch immer nicht alle satt werden, klar). Es gibt Gesetze und Bündnisse, die Kriege weitest gehend verhindern sollen. Moderne Medizin erlaubt es uns Krankheiten zu heilen, an denen vor ein paar Hundert Jahren oder weniger noch im jugendlichen Alter jeder verstorben wäre. Die Lebenserwartung steigt allgemein. Gegen Treibhauseffekt und Tierversuche oder Massentierhaltung sind Bewegungen ins Leben gerufen worden, denen sich immer mehr Menschen anschließen (!!!). Es gibt einen Umschwung im Denken, die Leute fühlen sich immer mehr verantwortlich. Es gibt Bücher und Aufklärung und Menschenrechte, Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit. Das sah vor nicht allzu langer Zeit noch ganz anders aus.

Nein, dies ist bei Weitem keine heile Welt. Das Leben ist und bleibt kein Ponyhof. Aber genau wie das Leben jedes Einzelnen von uns ist sie es wert, mit wohlwollendem Auge als ein Ganzes betrachtet zu werden. Mit einer Aussicht auf Besserung und einer positiven Entwicklung, auf Wachstum.

Könnte man da nicht evtl. ganz vorsichtig unter dem Strich behaupten, daß wir auf einem guten Weg sind? Auch wenn noch nicht alle "erleuchtet" oder "errettet" sind? Auch wenn wir noch so viele Herausforderungen und Probleme zu bewältigen haben? Die Menschheit entwickelt sich doch, ist eine "aufstrebende" Spezies. Wir versuchen unsere Probleme zu lösen, sie zu erkennen und gemeinsam etwas zu unternehmen, anstatt die Flinte ins Korn zu werfen. Jeder wie er kann und an einem anderen Ansatzpunkt, sicher. Kein Mensch allein könnte das Gewicht tragen, die Probleme der ganzen Welt zu lösen. Dazu wurden wir auch nicht geboren. Aber wir arbeiten doch dran, oder? Und sicher sieht es oft ganz düster aus, sind die Prognosen nicht unbedingt rosig. Wir kriegen aber auch viel mehr mit als früher, das müssen wir uns bewußt machen. Früher sind auch Vulkane ausgebrochen und Menschen krank geworden oder hingerichtet. So traurig das auch sein mag. Da gab es aber noch kein Internet und deshalb hat es nicht die ganze Welt mitbekommen. Positive Meldungen häufen sich nur nicht so augenscheinlich und machen sich nicht so gut als Aufreißer, wie die schlimmen. Wir, die wir von all den Katastrophen hören, lesen und sie mitverfolgen, können jedoch zum großen Teil eindeutig sagen: Es geht uns gut...

Und jetzt bitte nicht mit Kartoffeln werfen oder zu laut Buuuuhhh rufen...! ;o)

Montag, 1. Juni 2015

InstaWochenRückblick #142

Heute mal faul... und lurig. Daher nur die kurze Insta-Version. Was soll ich auch noch groß erzählen? War fast jedes Mal das Gleiche: Habe viel gelesen, vor Allem in Revival von Stephen King. Das hab ich jetzt knapp über die Hälfte durch. Aber auch in der FLOW und einige Blogs. Viel rumgelegen, ferngesehen und viel geschlafen. Bin halt noch ziemlich schlapp und Kleinigkeiten strengen mich noch immer ziemlich an. Letzte Woche hatte ich die Diagnose Scharlach bekommen. War also doch nicht nur ne kleine Erkältung. Wobei die noch oben drauf kam. Aber eine Freundin ist Kindergärtnerin - und von ihr hab ich schon das ein oder andere Virus aufgeschnappt in den letzten Monaten :-p Also ist Schonung angesagt. Viel mehr geht auch gar nicht. Das Antibiotikum haut ganz schön rein. Von Allem anderen hier mal ein paar Fotos:


Meine Standardhaltung in den letzten Tagen...
Vor der Glotze, vorzugsweise mit Schmusekatze.
Hier ist es das Schnöhchen, gaaanz groß im Kuscheln aktuell.
Gestern hab ich mir die letzten Folgen von Supernatural 
Staffel 8 reingezogen.


Für den gemeinen Husten, den mein Mann und ich uns teilen -
ebenso wie die Schniefnase - gab es Olbas auf die Lampe.
Das Lämpchen geht auch mal durch, wenn es auf dem Ahnenaltar
im Wohnzimmer thronen muß.


 Meine neueste vegane Kochbuch-Findung wurde geliefert.
So konnte ich wenigstens schon mal durchstöbern
und mir überlegen was ich alles ausprobieren möchte, wenn
ich wieder gesund bin.


Mit Selberkochen oder überhaupt nur am Herd stehen
war nämlich nicht viel. Zu kaputt. Also haben wir voll in die Fast-Food-Kiste
gegriffen. Gestern oder vorgestern war mein Liebster zu "unserem"
Griechen gefahren und hatte uns was gegönnt.


Ich hatte beim instagram-Gewinnspiel einer lieben Bekannten
dort gewonnen und letzte Woche das Päckchen aus dem Büro
mitgebracht gekriegt. Ein Lichtblick im Krankenlager!


Neben der liebevollen Verpackung und den schönen Worten
gab es was zu Naschen - auch für die Miezen - und Mädchenkram.
Toll! *-*


Nägel lackieren mußte am Mittwoch trotzdem sein.
Die hatten es nötig und es kostet ja auch nicht allzu viel Kraft.


Was für Unmengen an Heilkräuter-Tee wir doch getrunken haben!
Alles meine eigenen Mischungen und die taten richtig gut.
Ein Hoch auf meine magische Haus-Apotheke!


Wenn ich dann doch mal raus kam / mußte, z. B. weil es zum Arzt
ging oder mal kurz ins Büro, dann doch wenigstens mit lecker
Bäcker-Frühstück. Zum Genesen braucht man schließlich Kraft.


Und wer wird sich schon beklagen wollen,
wenn sie so eine süße Liebeserklärung vom Herzmann
mitgebracht bekommt? Und das von seinem mehrtägigen
Fußballturnier in Holland! Sooo süß! *-*


Fanden auch die Katzen, die ihre Freude ebenso hatten,
als ich den Koffer Anfang der Woche auspackte :-)

Freitag, 29. Mai 2015

Freitags-Füller #135

1.   Meine Füße  bzw. die Nägelchen haben mal wieder einen frischen Anstrich verdient.
2.   Mit der Diagnose "Scharlach" war der Rest der Woche für mich eigentlich direkt  gelaufen.
3.   Der linke Fuß  ist in eine Socke verpackt, genauso wie der rechte Fuß.
4.    Nach jeder Dusche und nach jedem Bad verwende ich eine schöne dicke Schicht Fußcreme.
5.   Die aktuellen Lieblingsschuhe  sind auf Grund der andauernden Wetterlage eindeutig Chucks oder Turnschuhe.
6.   Das älteste Paar Schuhe in meinem Schrank hat bestimmt fünf oder sechs Jahre auf dem Buckel oder so, keine Ahnung.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Stöbern in meinem neuen veganen Kochbuch , morgen habe ich weiter rumliegen zwecks gesundwerden geplant und Sonntag möchte ich dann hier mal ein bißchen putzen!
 
 
 Die Vorlage stammt wie immer aus der Feder von > Barbara <

Dienstag, 26. Mai 2015

Ausflugs-Impressionen (einer gebührlichen Abschiedsfeier)

Wie bereits erwähnt bin ich ja dies Wochenende Strohwitwe gewesen, da mein Mann mit seiner B-Jugend zu einem mehrtägigen Fußball-Turnier aufgebrochen war. Und obwohl die neue Wohnung meiner Freundin mit all ihrem Fachwerk und den tollen, alten Balken sehr viel Sehenswertes zu bieten hätte, hier dann doch mal nur einige Eindrücke vom Mädels-Samstag, wo wir unterwegs gewesen sind und auch sehr viel Schönes erlebt haben...


Als Erstes hatte die liebe Ana ein köstliches, spätes Frühstück mit allen Schikanen für uns vorbereitet, an dem wir uns auch ausgiebig labten. Von Erdbeeren, über Eier, Lachs, Tomaten, verschiedenen außergewöhnlichen Käsesorten und vegetarischem Aufschnitt gab es wirklich alles, was das Herz begehrt. Nicht zu vergessen die Apfelschnitze, krossen Bacon, süße Aufstriche und allerlei Brot- bzw. Brötchensorten und Croissants. Jedenfalls schlugen wir kräftig zu und konnten dann gut gestärkt auf die Reise gehen...


Unser Ziel war ein nicht allzu weit entfernter Wald, den wir leider bei einsetzendem Regen, Wind und bewölktem Himmel ansteuerten. Nichts desto trotz gab es viel zu sehen und da ich ja was Spezielles vor hatte an diesem Tag, war auch Umkehren wegen der Wetter-Widrigkeiten keine Option. Schließlich mußte ich meine Schädelkerze endlich bestatten. Denn nach einigem Hin- und Her-Überlegen war ich zu dem Schluß gekommen, sie mit all dem Ballast, den ich in ihr angehäuft hatte, nicht im Grab meines Vaters mit beisetzen zu wollen, was ich tatsächlich ursprünglich mal geplant hatte. Aber ich glaube der hat genug eigene Altlasten dort bei sich zu liegen und die müssen sich nicht womöglich noch gegenseitig verstärken...


Kalt und usselig war es. Ich fror, die Ohren und der Hals taten mir weh, der Weg war im wahrsten Sinne steinig und widrig. Aber wie meine Begleiterinnen nicht müde wurden mir zu bestätigen, war das ja quasi sinnhaft für einen solchen Gang. Da läßt man halt schon mal einige Federn, wenn man ein bedeutendes Ritual zuende bringen will. Es sollte ja den Abschluß von einer Phase und einigen Wesensanteilen darstellen, das geht dann auch mal an die Substanz. Und im Laufe des Tages würde ich zu diesem Zweck noch mehr Federn lassen... :o)


Wie Ihr seht haben wir viele Schnecken gesehen. Natürlich habe ich nur die wenigsten fotografiert und auch die erst auf dem Rückweg. Während des Hinmarsches stand mir nicht der Kopf danach. Erstmal ging es ja darum die richtige Stelle für mein Unterfangen zu finden, an der mein Schädel zur letzten Ruhe gebettet werden konnte. Aber die mußte sich eben auch richtig anfühlen und gleich mehrere Kriterien erfüllen. Da ich sowohl zuhause, als auch später bei Ana, eine Schüppe zum Buddeln vergaß, nahmen wir das einzig Brauchbare aus dem Auto mit: Eine Zange :D Was irgendwie schon seltsam war, doch als wir dann einem Typen begegneten, der eine Axt auf dem Gepäckträger spazieren fuhr, kamen wir uns nicht mehr ganz so abgeschmackt vor xD Was einem alles so im Wald begegnet, ja meine Herren... Jedenfalls half die Rohrzange tatsächlich dabei einen weißen Stein aus dem Waldboden zu befreien, der mir ins Auge fiel und unbedingt mit mußte. Damit hatte sie dann allerdings auch schon ihren Zweck erfüllt...


Wir ließen uns nicht lumpen und liefen wirklich eine geraume Zeit durch den Wald... Folgten Impulsen und wollten dem Moor näher kommen. Wobei wir schon wußten daß wir bis dahin nicht kommen würden. Aber es fühlte sich so an als müßte ich eben noch weiter gehen. Der Weg, den wir dann einschlugen, lief geradewegs auf eine Lichtung zu, wo sogar Kühe grasten. Ich wußte genau, bis dahin muß ich gehen, da muß ich hin. Auch wenn ich mir nicht vorstellen konnte wo ich mich dort niederlassen und anfangen zu buddeln sollte. Selbstverständlich kam es dann auch ganz anders als ursprünglich gedacht...


Letzten Endes bogen wir genau vor der Lichtung links ab über ein kleines Bächlein. Diese letzten Meter des Weges ging dann nur noch Ana mit mir. Er war einfach zu beschwerlich für die beiden anderen und ich selbst hatte echt so meine Bedenken, ob wir da überall heil rüber kommen würden. Immer noch nicht waren wir am Ziel... Da war noch ein Hügel und wie es schien... noch ein Bächlein. Perfekt - zwei Bachläufe vereinten sich zu einem und ergaben eine richtige Dreiwegskreuzung. Da mußte ich rein! In weiser Voraussicht hatte ich morgens bereits meine alten und schon leicht ramponierten pinken Chucks angezogen, denn die würden jetzt matschig werden - naß... Ana hielt meine linke Hand, als ich mich zum Abstieg bereit machte in die Mitte des Tümpels, des morastigen Bächleins. Voll von verwelkten Blättern, Würmern, Kellerasseln und eben Patschelacke. Als ich vor mir eine Spinne da durch watscheln sah wollte ich grad noch zurück schrecken, doch da war es zu spät: Der matschige Boden am Ufer gab nach und ich fiel geradewegs mit einem fetten Platscher in den Tümpel >.< Muuuaaaahhhh! Hölle! Alles naß. Der Oarsch, die Schuhe unter Wasser - oder besser gesagt unter Matsch - und ich fand keinen Halt, wieder hoch zu kommen. Mit der Rechten hatte ich mich im Matsch fest gekrallt und an der Linken hing immer noch Ana. Die mich beschwor ihr meine rechte Hand zu geben, damit sie mich wieder raus ziehen könne... Mensch, was hab ich ein Theater gemacht! So ein Schreck aber auch! Hol mich hier raus, wimmerte ich die ganze Zeit. Weil es unter mir immer mehr nachgab und ich die Schnauze auf gut Deutsch gesagt, gestrichen voll hatte...


Schluß endlich brachte sie mich dazu, mit einem tiefen Blick in die Augen und ganz viel Ruhe, das Vertrauen aufzubringen, an dem es mir sonst so oft im Leben mangelt... Ich ließ los und nahm ihre ausgestreckte Hand - sie zog mich hoch zu sich... Ich schnaubte und konnte es kaum fassen, echt jetzt. Mit dem weißen Schutzengel-Handtüchlein, das ich mal von > meiner Hummel < geschenkt bekommen und in das ich den Schädel eingewickelt hatte, wischte sie mir den Hosenboden trocken - relativ - zumindest den dicken Schlamm ab. Ich konnte zumindest den gröbsten Dreck unter meinen Nägeln, an meinen Händen und den Schuhen entfernen. Was aber nichts daran änderte, daß ich mit nassen Füßen und nassem Hintern den Rückweg bestritt :-p Jedenfalls meinte Ana dann ich müsse das Ding jetzt eigentlich mit Schmackes genau in die Mitte der Dreiwegskreuzung pfeffern - und genau das tat ich - Arschlecken (pardon)! Die Energie hatte sich mit einem lauten Knall entladen und genau das tat ich dann auch: Ich schrie einige sehr unfeine Dinge und der Schädel flog im hohen Boden. Zwar lugten die Augen noch raus und schienen mich zu verhöhnen, aber ich hatte das letzte Wort und all den Mist, der gestorben war, ein für alle Male dahin gebracht, wo er niemandem mehr unter die Augen kommen sollte: Mitten in den Morast, tief im Wald, über Brücken und Hügel und Bäche hinweg! Immernoch tobte und fluchte ich, aber umso mehr ich mich aufregte, desto fester schien ich mich in Gestrüpp und Dornen von Brombersträuchern zu verheddern - autsch! Das spiekste am Po und an den Schenkeln - Gnarrrg! Muttern duldet eben keine Wiederrede... ;o) Ich schätze auf diesen Moment hatte sie regelrecht gewartet ^^ 


Ende gut, alles gut - könnte man meinen. Aber die Geschichte von den vier Mädels im Wald endet hier noch nicht. Wie man sieht konnte ich sehr bald wieder lachen. Ich fühlte mich befreit und erleichtert, für die Geschehnisse hatte ich nach all dem Adrenalinausstoß inzwischen nur noch prustendes Lachen übrig.  So soll es auch sein! Ruhe in Frieden, Du rudimentärer Teil von mir, der mich als spukender Geist noch heimsuchte, bis ich Dich für die Ewigkeit Deiner letzten Ruhestätte übergab... Von diesem speziellen Ort übrigens gibt es kein Foto. Die Erinnerung ist stark genug und irgendwann wird sie verblassen. Es soll  niemanden geben, der sich aufmacht und versucht dieses Gerümpel wieder an die Oberfläche zu holen. Der Zahn der Zeit wird sich darum kümmern. Solange ist all das bei den Würmern am Moor gut aufgehoben...


Und so wie von mir die ganze Anspannung abgefallen war, sich mit einem großen Knall entladen hatte, waren auch mein Halsweh und das missliche Befinden verschwunden. Die Sonne kam raus, es regnete den gesamten Rückweg nicht mehr und wir waren bester Stimmung. Dafür machte sich meine Blase bemerkbar und auch mein Körper mußte noch dringend noch einige Schlacken ausspülen, hehe :D


Das Ewiglicht, das ich mitgebracht hatte und welches ich zum Abschied geben wollte, wie es sich so gehört, stellte ich in die Obhut des Heiligen Nepomuk. Über seine Brücke hinweg,die Hügel und die fließenden Bächlein, werden die Kräfte, die ich in den ausgehöhlten Schädel gesperrt habe, nie den Weg aus dem Wald, den er bewacht, zurück finden, da bin ich ganz sicher...


Diese Worte fand ich einfach nur passend irgendwie... Meine Mädels erzählten mir noch ein wenig vom Leben, Sterben und Wirken des Nepomuk, dann zogen wir weiter. Auf zu Spargel, Kaffee und Kuchen. So matschig wie ich war, durfte ich dann auch noch in ein Restaurant einkehren. Aber es hat dem Vergnügen natürlich keinen Abbruch getan und wir hatten Spaß, wie immer :-)


Mit viel zu voll geschlagenen Bäuchen besuchten wir dann dort noch eine wunderschöne Barock-Kirche. Mann könnte ja vermuten daß ich für diese Gebäude rein gar nichts übrig habe, aber das stimmt nicht. Ich mag insbesondere schöne, alte Kirchen und zünde dort auch gerne ein Lichtlein an. Diesmal sind es drei Opferkerzen geworden und ich fand im Vorraum noch eine Postkarte, die für mich sehr zu den Ereignissen des Tages gepaßt hatten. Gegen eine kleine Spende gehörte sie mir, steht nun auf meinem eigenen Altar und wartet darauf daß ich mir selbst ein paar Worte hinein schreibe. Neben denen, die natürlich schon drauf gedruckt sind...

Zurück daheim bei Ana ließ ich mich vorsichtshalber noch auf Zecken untersuchen und dann ging es für uns alle nach hause. Wir hatten mal wieder einen wunderschönen Tag, kann ich nur sagen - den wir definitiv öfter wiederholen sollten - mit einer Menge magischer Momente... Danke, Mädels! <3

Montag, 25. Mai 2015

PfingstWochenRückblick #141

Wetter: Von Sonne und eher warm über Regen, Wind und fies schmuddelig kühl war eigentlich alles dabei. Irgendwie hab ich das Gefühl wir sind im Aprilwetter-Modus hängen geblieben...

Gemacht: Och, so einiges eigentlich. Von arbeiten, bis einkaufen, putzen, waschen und kochen über Treffen mit Freundinnen, quatschen, bis in die Nacht hinein whatsappen und Sprachnachrichten austauschen, trinken, lachen, spazieren gehen, ritualisieren, auswärts essen, Regal aufbauen, Baustelle bei Freundin Evi halt und lange wach bleiben hatte ich die ganze Bandbreite in dieser Woche gehabt. Immerhin war ich über´s Wochenene Strohwitwe gewesen und da hab ich mir den Kalender entsprechend voll geknallt ;-)


Gesundheitlich: Auch da war bei mir so einiges los. Grundsätzlich will ich mich gar nicht beschweren. Aber so einige Symptome hatten sich ein kleines Stelldichein gegeben, neben der Tatsache, daß mein Crohn sich wohl mal wieder zu Wort melden wollte. Da hatten wir Halsweh, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Verspannungen und eine pelzige Zunge... :-p

Genossen: Traute Zweisamkeit mit meinem Liebsten, vor und nach seiner Rückkehr. Aber auch die Zeit mit den Freundinnen, mit denen es sehr schön war einfach mal wieder in den Tag hinein zu leben...


Kreatives: Eigentlich gar nichts. Aber das macht auch wiederum gar nichts. Dafür hatten andere Themen eben Vorrang. Dennoch wollt ich morgen mal auch noch eine kleine Fotostrecke vom Mädelstag zeigen und Euch mitnehmen in einige ereignisreiche Stunden...

Hexisches und Spiri-Zeugs: Da hingegen hab ich einiges zu verbuchen. Karten gelegt für gleich zwei Freundinnen und auch für mich selbst. Dann hatten wir da noch das tolle Löwenzahn-Ritual zum Neumond. Und in Begleitung meiner Mädels schluß endlich die Schädelkerze bestattet - was ein wirklich abenteuerliches Unterfangen geworden war B-)


Beauty: Nägel lackiert natürlich und den Ansatz hatte ich mir gefärbt. Ansonsten ein bißchen mit neuen Beauty-Produkten herum probiert. Das Öl Magique von Loreál gefällt mir erstaunlicher Weise ziemlich gut. Hatte ich natürlich auch drauf gehoff und es deshalb mitgenommen. Weil sie ja wohl jetzt wirklich alle keine Tierversuche für Kosmetik mehr machen dürfen, kann ich dann ja jetzt sogar wieder Nivea und Dove, aber eben auch Loreál einkaufen. Darüber freu ich mich irgendwie ein bißchen...


Gelacht: Bei soviel Frauen-Power geht es glaub ich gar nicht anders :D

Ausprobiert: Salzige Popcorners... Die hingegen den als süßen deklarierten, die allerdings eher auch süß-salzig sind, nicht genauso lecker bei mir abgeschnitten haben. Dann natürlich das Haaröl und One Ginger Morning als Duschgel. Das hatte ich bisher nur als Bodylotion, aber beim Duschen ist der aufweckende und belebende Effekt ganz genauso toll *-*


Gegessen: Au weia, das waren so viele leckere Sachen, daß ich nicht sicher bin ob ich das wirklich noch alles auf die Reihe bringen werde... Ich fang glaub ich mal von hinten an :o) Belegte Toasts, Popcorners, Ritter Sport Schokiwürfel Joghurt, Currywurst Pommes Mayo, Mitternachtssuppe, Spargel-Schinkenröllchen, Erdbeerkuchen mit Sahne, Rougette Ofenkäse, ausgiebiges Frühstück mit allem was man sich so vorstellen kann bei Ana, Paniertes Schweinefilet am Spieß mit Hausmacher-Krautsalat, Flußkrebs-Coctail, Spiegeleier auf Brot, Makkaroni von Miracoli, Spargel mit Corden Bleu und Kroketten und Hollandaise, gebackenen Fisch mit Reis und Curry-Gemüse-Soße vom China-Taxi,  Ravioli Al forno, belegte Brötchen, Schokizeugs...


Getrunken: Kaffee, Wasser, Rotwein, Hugo, Cola, Latte Macchiato, Cafe au lait und Mango-Maracuja-Smoothie (auch als Saft-Schorle)...


Angesehen: Criminal Minds, The Mentalist, SVU, CSI, Navy CIS, Grill den Henssler, Star Trek (gestern abend lief echt gar nichts mehr später), Event Horizon...

Gelesen: Angefangen mit Revival von Stephen King. Bin aber erst bis Seite 50 gekommen bisher. Gleich werd ich wohl noch ein paar Seiten wälzen...


Gedacht: Okay, das war dann jetzt wohl mal so richtig mit Schmackes... Das war Absicht! Oh Mann, die Wohnung kommt mir ganz schön leer vor...


Gefreut: Na als mein Männe heute nach Hause zurück kam! =) Und aber natürlich auch darüber schöne Tage mit meinen Freundinnen verbracht zu haben und über viele süße Liebesbotschaften bzw. Nachrichten und Telefonate...


Geärgert: Jaaa, als ich im Wald mit dem Arsch in einem Tümpel gelandet bin... :-/ Andererseits war es danach auch zum Schießen komisch, nachdem ich meinen Frust raus geschrien und abreagiert hatte. Und irgendwie gehörte es wohl auch einfach zu dem ganzen Prozess des Rituals dazu (und ich wurde für meine Strapazen ja auch anschließend noch reichlich belohnt)...


Gekauft: Ein Buch für eine Freundin. Gastgeschenke und Mitbringsel für die anderen Mädels. Cosmetic für mich und einige Reise-Basics für meinen Männe bei Rossmann...


Gelernt: Einiges. Aus Gesprächen, aus der Situation heraus, aus den Karten, über den heiligen Nepomuk und über Spargel...


101 Dinge: Laufen nach wie vor eher nebenher. Aber das Update hier werd ich schon beizeiten noch schreiben. Gefühlt liege ich gar nicht so schlecht mit meinen Vorhaben ;-)


Dankbar: Dafür daß ich so mega liebe Frauen / Freundinnen in meinem Leben haben darf. Und natürlich für meine große Liebe. Und unsere wunderbaren Miezen <3 Daß wir die große Blutuntersuchung bei Luckys Zahn-OP haben mit machen lassen...


Und sonst so: Leider haben wir die erschreckende Diagnose / Auswertung des letzten noch ausstehenden Wertes von Luckys Blutuntersuchung erhalten. Ein Herzwert, ein sehr wichtiger. Wie sich heraus gestellt hat liegt dieser anstatt bei 50 leider bei über 250. Er ist herzkrank, undzwar wohl ziemlich... Bluthochdruck, Herzrasen, migräneartige Kopfschmerzen, dadurch bedingt. Jetzt bekommt auch er Betablocker, was bei der Eingabe schon eine große Herausforderung darstellt...

Ausblick auf die neue Woche: Koffer noch auspacken, Wäsche weg waschen, Karten legen (nicht für mich), ausräuchern gehen bei Freundin Evi und mal schauen was sonst noch so anliegt... Aber erstmal: Ganz ruhig angehen lassen!

Dienstag, 19. Mai 2015

Montags-Mond-Magie

Anläßlich des Neumondes gestern gedachte ich endlich mal wieder meine Hexen-Batterien aufzuladen und ein wenig aktiv in die richtige Richtung zu werden. Wie zufällig hatte die liebe > Luana < mir vor einigen Tagen einen Link zu einem Ritual mit Löwenzahn geschickt und dies wendet sich sogar auch noch an Hekate. Wobei das in meinem Fall ohnehin so gewesen wäre. Trotzdem klang es sofort im ersten Moment wunderbar stimmig und passend für mich, so daß feststand, das muß ich machen.

Man wandelt die Abläufe und Zutaten ect. ja meist sowieso für die persönlichen Bedürfnisse ab, aber ich konnte das schon zu einem Großteil übernehmen. Um Euch ein Bild davon zu machen, wovon eigentlich die Rede ist, verweise ich Euch auch gern an dieser Stelle mal auf den ursprünglichen Artikel über > das Löwenzahnritual <

Wie Ihr seht benötigt Ihr 7 Löwenzahnblüten. Was erstmal eine größere Herausforderung darstellt, da die meisten sich inzwischen in Pusteblumen verwandelt haben. Da ich aber die Sonnenenergien und speziellen Heilkräfte der Pflanzen wichtig fand, hab ich mich auf die Suche gemacht und wollte unbedingt noch welche finden, anstatt sie duch andere gelbe Blumen zu ersetzen. Die Wiesen neben unserem Haus sind nämlich jüngst gemäht worden - alles weg :( Aber wie gesagt, vermutlich wäre ich eh kaum noch fündig geworden. Wie dem auch sei. Ich machte mich auf den Weg, um ein paar Teile einzukaufen und da ich wußte daß ich zu Fuß unterwegs sein würde hatte ich vorsichtshalber schon mal einen kleinen Gefrierbeutel eingepackt. Tatsächlich war das Glück mir hold: An Wegrändern fand ich noch genügend der gelben Blüten und sogar eine schwarze Feder obendrauf! 

Als nächstes ist ja noch helles Räucherwerk gefragt. Die Mischung an sich halte ich immer für eine sehr persönliche, auf die Absichten abzustimmende Angelegenheit...


Ich entschied mich für ebenfalls 7 Komponenten, bestehend aus: Wacholderholz (zur Reinigung), indischen Weihrauch (weihender Aspekt), Bienenhonig Klosterweihrauch (für Fruchtbarkeit, Heilung und Inspiration), Schwertlilien-Klosterweihrauch (mein Tribut an Hekate), Angelikawurzel (zum Schutz), Orangenblüten (für Süße, unbeschwerte Stimmung und als Gruß an die Sonne), Copal Manila (segnend).

Das Ganze duftet im Mörser zerstoßen sehr kräftig blumig, fruchtig, würzig und irgendwie pfeffrig. Das erscheint dann insgesamt kostbar, sonnig und feurig für mich. Auch der von der Kohle verströmende Rauch war schwer und intensiv, genau wie ich es mir vorgestellt hatte und unter freiem Himmel ja auch brauchte.

Die geforderte, oder sagen wir mal lieber, vorgeschlagene Bienenwachskerze hatte ich leider nicht mehr im Vorrat und konnte auch auf die Schnelle hier bei uns im Örtchen keine bekommen. Also entschied ich mich für eine sattgelbe Kugelkerze. Das paßte prima zum Thema, den sonnigen Kräften und den Löwenzahnblüten. Bitte wundere sich niemand darüber daß ich mein Ritual hier als Neuomond-Ritual deklariere. Das ist es nach wie vor für mich gewesen. Schon alleine weil ich der Hekate "anhänge" verlagere ich meine Vorhaben gern auf die Zeit des Schwarzmonds. Dann noch am Montag, wenn die Woche gerade anfängt, perfekt. Der Sonne widerspricht ihr meiner Ansicht nach jedoch nicht, sondern betont ihre Löwinnen-Kräfte, die kämpferischen Seiten. Außerdem beschäftige ich mich viel mit dem Sonnengott Mithras und zelebriere Rituale im Sommer häufiger auch mal in der Mittagszeit. Gerade wenn man sich den Ritualaufbau / das Ansinnen mal anschaut, ist das für mich sehr passend gewesen. 


Jedenfalls hab ich mich dann auch mit meinem Sammelsurium raus in die Mittagssonne auf die Terrasse verzogen. Den Spruch hatte ich sicherheitshalber noch aufgeschrieben und nach Beendigung des Rituals zusammengefaltet bei der (noch immer) herab brennenden Kerze gelassen. Weil ich ihn sehr schön finde gebe ich ihn hier gern noch einmal wieder:

Sieben Blüten halt ich hier,
bringen nun das Glück zu mir!
Sorgen lasse ich nun los,
Stärke in mir wird ganz groß!
Nutz´die große Löwenkraft,
die mir großen Schutz verschafft!
Ich wünsche mir durch Hekates Kraft,
dass mir das Glück nun wieder lacht!
So soll es sein, so soll es sein, so soll es sein!


Sehr schön an diesem Ritual finde ich daß kein spezielles Thema vorgegeben ist. Erstmal geht es um Schutz und Glück und Kraft. Was Dir sonst noch wichtig ist und worum es Dir geht kannst Du ganz individuell herausfinden und festlegen. Wichtig und treffend fand ich für mich, daß ich mich auf meine eigenen Kräfte zurück besinnen konnte, zurück zu mir, weg von meinen Blockaden. Von Allem was mich blockiert, auch ich selbst - wie das häufig so ist. Geschützt zu sein vor negativen äußeren Einflüssen, übellaunigen und übelwilligen Zeitgenossen... Und somit hin zu Themen, die mir wichtig sind, die mich beschäftigen.


Der Wind sauste mir heftig um die Ohren, aber während meines Rituals kam pünkltich die Sonne hervor und schien mir heiß auf die Haut. Das Abreiben mit den Löwenzahnblüten war wirklich irgendwie eine eindrückliche Erfahrung. Wenn man die Kräfte visualisiert, sie herauf beschwört und spürt welche Energien sich als Schutzmantel um Deinen Körper legen, passiert eine Rückverbindung zu sich selbst und zur eigenen Magie ganz automatisch. Seit dem bin ich wie aufgeladen und es knistert wieder, wenn ich eine Karte ziehe oder mich auf etwas konzentriere.


Das Rezeptbuch der Waverley-Schwestern übrigens (siehe voran gegangene Buch-Rezension) weiß über den Löwenzahn folgendes zu berichten: "Stimuliert und fördert Treue. Nebenwirkungen sind oft Blindheit gegenüber Fehlern sowie spontane Entschuldigungen." Ist ja witzig ;-) 
In der Land Apotheke stieß ich überdies am heutigen Tage "zufällig" über ein Rezept in Kombination mit Wermut in Alkohol gelöst, das den Apetit regulieren und die Verdauung anregen soll. Über was frau nicht alles stolpert, wenn sie erstmal ein Thema anvisiert hat.


Nachdem ich den Kessel befeuert und meinen Spruch gesprochen hatte, mit den Kräften der Löwenmilch gesalbt war, setzte ich mich in den aufsteigenden Rauch und ließ meine Gedanken schweifen. Visualisierte, formulierte und hing meinen Gedanken nach. Zwar blies mir der Wind permanent die Kerze aus, aber das war halb so wild. Die fand nämlich nachher Unterschlupf in einer Laterne und darf dort in Ruhe ausbrennen, während dessen sie sich an meine Worte anlehnt...