Wenn wir uns nur ein klein wenig daran orientieren
wollen, wie Imbolc wohl in längst vergangenen Tagen begangen worden ist,
was damals verzehrt oder der Göttin geopfert wurde, sollten wir eine
gewisse Vorauswahl für das Fest treffen.
(Wobei das ja keine Pflichtveranstaltung werden soll)
Womit könnten wir also einen naturnahen Lichtmess-Altar herrichten oder
was gar der guten Brigid als Geschenk darbringen? Frühe Blumen, die es
nun schon gibt, stehen ja definitiv ganz oben auf der Liste. In meinem
Fall sind es lila Tulpen vom Landmarkt des Vertrauens, aber eben auch Strohbündelchen, Getreideähren
und Efeugirlanden können den Schauplatz einer entsprechende Zeremonie
verschönern. Mineralien / Steine, etwas aus Leder, Metall oder Kohle
könnten wir außerdem Brigid zum Dank für ihre Gabe der Schmiedekunst
darbieten. Ein entsprechendes Räucherwerk kann neben Weihrauch auch
Wacholder, Kiefer, Salbei und Zeder enthalten.
Heute steht mir außerdem der Sinn nach Kamille und Zimt, ist ja Geschmacks- und manchmal wohl auch Tagesform-abhängig.
Die Arbeit ist also verrichtet, der Altar geschmückt, duftender Rauch
erfüllt die Luft und es ist Zeit ein kleines Mahl zu bereiten. (Wir hatten gerade einfach Schnittchen, hehe) Kommen
wir zu den Leckereien der Stunde....
Milch- und Eierspeisen (vielleicht Rühreier), dazu dunkles Brot und
Honig, das wäre ein sehr einfaches und ursprüngliches Abendessen.
Alternativ ginge auch Zopfbrot mit viel guter Butter und Marmelade oder
Trockenfrüchte (Rosinen, Pflaumen) mit Haferflocken und Joghurt bzw.
Buttermilch. Als sehr passend empfinde ich außerdem die typischen mixed
pickles (saure Gurken, Silberzwiebeln, Blumenkohl, Radieschen, Karotten,
Maiskölbchen) zu einem kräftigen Brot.
Wer es gerne einen Tacken üppiger hätte kann zu Pellkartoffeln mit
Heringsstipp (bereitet aus Sahne, Zwiebeln und Apfelstückchen) greifen.
Da aber auch dies noch eine eher leichte Kost darstellt, können wir noch
eine Stufe weitergehen: Kartoffeln oder Reis zu Hühnchen,
Schweinefleisch, Fisch oder Rind. Als Gemüsebeilage stünden dann
vielleicht Karotten, Lauch, Erbsen oder Bohnen auf dem Plan. Würzen kann
man prima mit Knoblauch, Kresse, Dill, Petersilie, Basilikum, Ingwer,
Muskat, Pfeffer und Salz - je nach Belieben. Allerdings kann auch aus
Pilzen, Bratkartoffeln, Ziegenkäse, einem Braten oder Grün- bzw. Rotkohl
eine schmackhafte, deftige und eher rustikale Hausmannskost bestehen.
(Ich mach morgen meinen Sonntagsbraten!) Wer mag kocht ansonsten einen Eintopf und serviert ihn mit Fladenbrot.
Schinken, Speck und Würstchen sorgen für Würze und dürften auch vor
längerer Zeit schon zur Verfügung gestanden haben.
Nun sollten wir aber ehrlich zugeben dass manch einer die mordernere
Küche bevorzugt, weshalb ich auch darauf eingehen möchte:
Insofern kann eine Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch (vielleicht mal ohne
die obligatorische Maggi-fix-Tüte ;-) für den persönlichen Geschmack
ebenso passend sein, wie z. B. die zeitsparende Variante aus Brotstangen
mit einem leichten Käse-Dipp. Meerrettich, Weißwein, Essig und Senf
sind Zutaten die hier neben Frischkäse zum Einsatz kommen können und die
schreien ja auch nicht gerade vor chemischen Zusätzen (soweit ich
weiß).
Kommt wohl auch drauf an wie und was man kauft...
Met und Fruchtweine sind passende Getränke, für die Nicht-Alkoholiker
unter uns natürlich aber auch einfach Pfefferminz- bzw. Kamillentee.
Da auch etwas Süßes nicht fehlen sollte können im Anschluss Kuchen oder
Kekse verspeist werden, oder als leichtere Variante Nüsse, Beeren,
Vanillepudding, Zitrusfrüchte, Datteln ect.
Um aber nicht ausschließlich unserem eigenen
leiblichen Wohl gerecht zu werden, sondern auch der Göttin zu danken,
oder ihr womöglich etwas anzubieten, weil wir eine spezielle Bitte an
sie haben, hier einige Vorschläge, die sich für mich stimmig anfühlen:
Kuchen und Kekse (ist zwar eine schöne Geste etwas selbst zu backen,
wobei ich glaube Brigid weiß um unsere Lebensumstände, weshalb sie nicht
böse sein wird, wenn wir nach einem langen Arbeitstag etwas Leckeres im
Supermarkt oder beim Bäcker erstehen), Bier (auch die Braukunst wird
ihr zugeordnet), Apfelwein (sie soll ja auch einem guten Schluck nicht
abgeneigt sein :-), Äpfel (da sie einen heiligen Apfelhain besitzen
soll) und natürlich Milch (vielleicht mit feinem Honig). Sicher machen
wir ihr auch eine Freude mit einem schönen Trofen Sherry, Brandy, Whisky
oder lecker zeitgemäßem Baileys. Damit können wir ihr zuprosten, also
mit ihr teilen, indem wir auf sie trinken und ihr anschließend ein
eigenes Gläschen auf den Altar stellen. Wer den Wohlstand für die
Familie sichern oder für Erfolge im künstlerischen Bereich vorsorgen
möchte, kann meiner Meinung nach ebenso gut einige Münzen dazulegen. Ich
habe es letztes Jahr so gemacht, dass ich diese mit in ein Kerzengläschen gegeben
habe. Als Zeichen dass sie dieses Opfer annehmen möchte habe ich es
angesehen, dass die Kerze die Münzen mit ihrem Wachs übergossen und
somit quasi eingesammelt hat. Dieses Geld sollte man dann natürlich aus
Anstand nicht mehr ausgeben, da es nun Brigid gehört. Je nach Absicht
können die Münzen anschließend als Glücksbringer behalten oder
tatsächlich mit den Wachsresten entsorgt werden (wie ich es gemacht
habe).
Bei mir läuft vieles doch sehr spontan ab und manchmal entdecke ich dann hinterher dass ich irgendwie intuitiv doch wieder zu den stimmigeren Sachen gegriffen habe, beim letzten Einkauf z.B.
Habt noch einen schönen Abend, wie auch immer Ihr ihn gestalten mögt.
Ich hüpfe jetzt ins Bad und werd die restlichen Aktivitäten auf morgen verlegen...
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Samstag, 2. Februar 2013
Im Zeichen von Brighid
Ganz oben auf der Lichtmess-Liste stehen logischer
Weise die Kerzen. Auch Fackeln, Laternen, (Kamin-) Feuer und Licht im
Allgemeinen stellen den zentralen Mittelpunkt sämtlicher Ereignisse dar.
Sie symbolisieren auf einfache und eindeutige Weise die wieder
zunehmende Kraft der Sonne und sind somit ein Zeichen der Hoffnung
schlechthin. Die Wärme bringt den Schnee zum Schmelzen, wodurch
jegliches Leben neu aufkeimen kann. So stecken bald die ersten
Frühblüher ihre Köpfe aus der neuen, fruchtbaren Erde gen Himmel.
Schneeglöckchen, Krokusse, Veilchen, Weidenkätzchen, Haselnußkätzchen,
Hyazinthen oder was die Natur bereits hergibt sind somit der optimale
Schmuck für Wohnung und Altar. Was auch draußen für die Fruchtbarkeit,
Jugend und Frische des heran nahenden Frühlings steht, kann in die
eigenen Zeremonien mit eingebunden werden.
Zentrale Farben des Feiertages (also bei Kerzen, Deko ect.) sind für mich weiß (Schnee, Reinheit, Licht), grün (Frühling, Natur, Leben, Jugend, Heilung, Wohlstand, Brigids Mantel), gelb / gold (Sonne, Brigids blondes Haar), blau / hellblau (Wasser für Brigids Aspekt als Quell-Göttin, Schutz, Schneeschmelze), rot (Herdfeuer, Brigids ewige Flamme und ihr Aspekt als Göttin der Schmiedekunst).
Da eben Brigid in gewisser Weise den Dreh- und Angelpunkt von Imbolc ausmacht, ist ein Großteil der favorisierten und verwendeten Symbolik an ihre Eigenschaften angelehnt. Da finden sich somit keltische Knoten und Kreuze, sowie die traditionellen Brigittenkreuze oder Püppchen aus Stroh. Diese werden der überlieferung nach überall angebracht, wo Glück und Schutz benötigt werden, oder eben ganz simpel, um der Göttin die eigene Wertschätzung auszudrücken. Weil sie eine dreifache Göttin ist kann auch das Triskelion ihre Macht versinnbildlichen, wie ich finde. Dafür, also wenn man sich zu ihren Energien hingezogen fühlt, kann man sich ja vielleicht am besten ein hübsches Schmuckstück aussuchen, z. B. einen Kettenanhänger und den dann an ihrem Feiertag weihen. Ebenfalls ein Zeichen des Göttlichen, der Ewigkeit und Unvergänglichkeit im Allgemeinen ist "die große" Spirale. Ich selber mag dieses ursprüngliche Zeichen sehr, trage es an einem Fingerring aus Holz, sowie auf einem kleinen Amulett in Verbindung mit einem silbernen Pentagram und einem hölzernen Kreuz. Weitere Dinge, die man nutzen kann, weil sie mit Brigid in Verbindung gebracht werden, sind folgende:
Ein Hammer (für Notwendigkeiten im Haushalt), schönes Messer (vielleicht zu rituellen Zwecken) oder Hufeisen (als Glücksbringer) kann als Symbol für Brigids Aspekt als Göttin der Schmiedekunst Pate stehen. Da sie aber ebenfalls die Patronin der Dichter und Autoren oder eben Schreiber im Allgemeinen ist, passen hübsche Notizbücher (die man vielleicht in Zukunft für persönliche Zwecke nutzen möchte), pergamentene Schriftrollen (in meinem Fall z. B. mit dem Hexen-Credo darauf) und Gedichtbände (womöglich auch eine andere besondere literarische Neu-Anschaffung). Als eine sehr heilkräftige Gottheit werden ihr auch ein Sträußchen getrockneter Heilkräuter, ein Schälchen geweihtes Wasser oder ein Kelch (Aspekt als Quell-Göttin) entsprechen. Weil man über Brigit außerdem sagte dass neun Jungfrauen an ihrer Seite gedient haben sollen und diese nun wohl durch 9 weiße Steine dargestellt werden, habe ich einfach einen Kreis aus ebensolchen auf meinem Altar gelegt.
Wer nicht so weit in die Tiefe gehen möchte, oder anstatt zu den einzelnen Elementen lieber einen Bezug zu Brigids eigenen Wurzeln herstellen möchte, könnte auch ein Elfenfigürchen aufstellen. Da die Ursprünge der Göttin in der Anderswelt vermutet werden ist dies ein besonders persönliches Symbol, wie ich meine. Zudem irgendwie ganz witzig, aber durchaus praktikabel ist übrigens auch das Aufstellen von Gartenzwergen. Zwerge nämlich wurden früher als bedeutende Mienenarbeiter angesehen, die magische Werkzeuge herstellen konnten und mit der Göttin Brigid im Bunde gestanden haben sollen. Angeblich soll sogar der legendäre Hammer von Thor auf deren Konto gehen, aber mit der Behauptung würde ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen :-)
Generell kann man natürlich auch einfach auf Gegenstände zurück greifen, die man mit Brigids Kräften aufladen möchte. Tinkturen, Salben, Tees, Medikamente, (vielleicht selbst angesetzte) öle und andere gesundheitsfördernde Mittelchen oder Talismane können auf diese Art der Göttin mit einer Bitte gereicht werden. Jeder sollte einfach seine eigenen Symbole verwenden, die für ihn / sie Situationen aufzeigen, in denen man vielleicht um Brigids Hilfe bitten möchte. Selbstverständlich muss nicht immer nur alles aus Wollen und Wünschen bestehen. Dankbarkeit zu zeigen ist doch ebenfalls eine sehr schöne Geste, weshalb es ja auch eine nette Idee wäre Gegenstände auszuwählen, die verdeutlichen welche Krankeheiten oder anderen Prüfungen man vielleicht im vergangen Jahr bestanden hat. Womöglich war jemand mit seiner eigenen Kunst bzw. einem speziellen Projekt sehr erfolgreich und möchte daran einfach in Zukunft anknüpfen. Generell ist ja Brigid eine Göttin, die für Kreativität in vielerlei Form steht. Nichts dürfte also leichter sein, als die Gunst der Stunde, die eigene Inspiration und Fantasie zu nutzen, um daraus eine kleine Besonderheit für diesen speziellen Anlass entstehen zu lassen. Starre Muster müssen eben nicht wirklich sein und schon gar nicht, wenn man es mit einer derart vielseitigen Göttin zu tun hat.
Möchte man sich dennoch oder außerdem an traditionelle und überlieferte Symbolik halten, sind auch hier haufenweise Möglichkeiten gegeben: Lämmer und Schäfchen haben zu dieser Zeit Hochkonjunktur, was sie zu dem Wahrzeichen von Imbolc schlechthin werden ließ. Im Bereich der Tier-Symbolik stehen auch Kühe und Kälber für Fruchtbarkeit bzw. Wohlstand und Singvögel kündigen den herannahenden Frühling an. Schweine bzw. Eber stehen für die kriegerische Seite der Metall-schmiedenden Brigid, Fische für Fruchtbarkeit und Heilung. Ebenso ein heilkundiges und besonders ursprüngliches Tier ist die Schlange (da sie auch das göttlich-weibliche und die Magie verkörpert). Aber auch süße kleine Küken können ein ganz reizendes Deko-Element für diese Zeit des (Wieder-) Erwachens sein.
Heu und Gräser sind obendrein Zeichen für den Frühling, die zusammen mit Blumen oder auch Klee als Altarschmuck usw. Verwendung finden können. Die Reinheit und Unschuld der Natur zu dieser Zeit spiegelt sich zudem in der Symbolik von Jungfrauen, die zu Bräuten werden (Bride ist ein anderer Name von Brigid), was letztendlich zum Heranwachsen des Sonnengottes führen wird. Diese Sichtweise wiederum spiegelt sich wieder, wenn wir zu Imbolc Bienenwachskerzen verwenden. Denn wie ich unlängst las werden Bienen z.B. von der Kirche als jungfräuliche Tiere angesehen, die Kerze an sich soll Jesu als Licht der Welt repräsentieren.
Und um an dieser Stelle den Aspekt der Reinheit und somit Reinigung noch einmal aufzugreifen, wenden wir uns nun mal den symbolisch geeigneten Utensilien für die Haus- Reinigung und -Segnung zu. Glöckchen können dieses Ereignis mit Klang untermalen, da man ihnen allgemein nachsagt dass sie Negativität zu vertreiben mögen. Hellblaue Kerzen stehen für Reinigung und Klärung (eine wässrige Farbe verbunden mit dem Feuer-Element), hellrosa Kerzen wiederum werden zur anschließenden Segnung genutzt. Zum Putzen kann man dem Wasser außer den gewöhnlichen Reinigungsmitteln noch Salz und Rosmarin- oder Salbeiöl hinzufügen, da alle drei stark reinigende, schützende und Negativität abwehrende Eigenschaften aufweisen. Räucherstäbchen können mit dem Duft von Weihrauch, Rosen, Drachenblut oder ähnlichem verbrannt werden. Last but not least bringen noch Rosenquarze nach erfolgter Reinigungsarbeit neue Harmonie ins Haus, die sie auch festhalten sollen.
Bei mir daheim ist´s irgendwie von allem etwas, das hat sich einfach so ergeben.
Habt Ihr auch was geschmückt, geräuchert oder so?
Zentrale Farben des Feiertages (also bei Kerzen, Deko ect.) sind für mich weiß (Schnee, Reinheit, Licht), grün (Frühling, Natur, Leben, Jugend, Heilung, Wohlstand, Brigids Mantel), gelb / gold (Sonne, Brigids blondes Haar), blau / hellblau (Wasser für Brigids Aspekt als Quell-Göttin, Schutz, Schneeschmelze), rot (Herdfeuer, Brigids ewige Flamme und ihr Aspekt als Göttin der Schmiedekunst).
Da eben Brigid in gewisser Weise den Dreh- und Angelpunkt von Imbolc ausmacht, ist ein Großteil der favorisierten und verwendeten Symbolik an ihre Eigenschaften angelehnt. Da finden sich somit keltische Knoten und Kreuze, sowie die traditionellen Brigittenkreuze oder Püppchen aus Stroh. Diese werden der überlieferung nach überall angebracht, wo Glück und Schutz benötigt werden, oder eben ganz simpel, um der Göttin die eigene Wertschätzung auszudrücken. Weil sie eine dreifache Göttin ist kann auch das Triskelion ihre Macht versinnbildlichen, wie ich finde. Dafür, also wenn man sich zu ihren Energien hingezogen fühlt, kann man sich ja vielleicht am besten ein hübsches Schmuckstück aussuchen, z. B. einen Kettenanhänger und den dann an ihrem Feiertag weihen. Ebenfalls ein Zeichen des Göttlichen, der Ewigkeit und Unvergänglichkeit im Allgemeinen ist "die große" Spirale. Ich selber mag dieses ursprüngliche Zeichen sehr, trage es an einem Fingerring aus Holz, sowie auf einem kleinen Amulett in Verbindung mit einem silbernen Pentagram und einem hölzernen Kreuz. Weitere Dinge, die man nutzen kann, weil sie mit Brigid in Verbindung gebracht werden, sind folgende:
Ein Hammer (für Notwendigkeiten im Haushalt), schönes Messer (vielleicht zu rituellen Zwecken) oder Hufeisen (als Glücksbringer) kann als Symbol für Brigids Aspekt als Göttin der Schmiedekunst Pate stehen. Da sie aber ebenfalls die Patronin der Dichter und Autoren oder eben Schreiber im Allgemeinen ist, passen hübsche Notizbücher (die man vielleicht in Zukunft für persönliche Zwecke nutzen möchte), pergamentene Schriftrollen (in meinem Fall z. B. mit dem Hexen-Credo darauf) und Gedichtbände (womöglich auch eine andere besondere literarische Neu-Anschaffung). Als eine sehr heilkräftige Gottheit werden ihr auch ein Sträußchen getrockneter Heilkräuter, ein Schälchen geweihtes Wasser oder ein Kelch (Aspekt als Quell-Göttin) entsprechen. Weil man über Brigit außerdem sagte dass neun Jungfrauen an ihrer Seite gedient haben sollen und diese nun wohl durch 9 weiße Steine dargestellt werden, habe ich einfach einen Kreis aus ebensolchen auf meinem Altar gelegt.
Wer nicht so weit in die Tiefe gehen möchte, oder anstatt zu den einzelnen Elementen lieber einen Bezug zu Brigids eigenen Wurzeln herstellen möchte, könnte auch ein Elfenfigürchen aufstellen. Da die Ursprünge der Göttin in der Anderswelt vermutet werden ist dies ein besonders persönliches Symbol, wie ich meine. Zudem irgendwie ganz witzig, aber durchaus praktikabel ist übrigens auch das Aufstellen von Gartenzwergen. Zwerge nämlich wurden früher als bedeutende Mienenarbeiter angesehen, die magische Werkzeuge herstellen konnten und mit der Göttin Brigid im Bunde gestanden haben sollen. Angeblich soll sogar der legendäre Hammer von Thor auf deren Konto gehen, aber mit der Behauptung würde ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen :-)
Generell kann man natürlich auch einfach auf Gegenstände zurück greifen, die man mit Brigids Kräften aufladen möchte. Tinkturen, Salben, Tees, Medikamente, (vielleicht selbst angesetzte) öle und andere gesundheitsfördernde Mittelchen oder Talismane können auf diese Art der Göttin mit einer Bitte gereicht werden. Jeder sollte einfach seine eigenen Symbole verwenden, die für ihn / sie Situationen aufzeigen, in denen man vielleicht um Brigids Hilfe bitten möchte. Selbstverständlich muss nicht immer nur alles aus Wollen und Wünschen bestehen. Dankbarkeit zu zeigen ist doch ebenfalls eine sehr schöne Geste, weshalb es ja auch eine nette Idee wäre Gegenstände auszuwählen, die verdeutlichen welche Krankeheiten oder anderen Prüfungen man vielleicht im vergangen Jahr bestanden hat. Womöglich war jemand mit seiner eigenen Kunst bzw. einem speziellen Projekt sehr erfolgreich und möchte daran einfach in Zukunft anknüpfen. Generell ist ja Brigid eine Göttin, die für Kreativität in vielerlei Form steht. Nichts dürfte also leichter sein, als die Gunst der Stunde, die eigene Inspiration und Fantasie zu nutzen, um daraus eine kleine Besonderheit für diesen speziellen Anlass entstehen zu lassen. Starre Muster müssen eben nicht wirklich sein und schon gar nicht, wenn man es mit einer derart vielseitigen Göttin zu tun hat.
Möchte man sich dennoch oder außerdem an traditionelle und überlieferte Symbolik halten, sind auch hier haufenweise Möglichkeiten gegeben: Lämmer und Schäfchen haben zu dieser Zeit Hochkonjunktur, was sie zu dem Wahrzeichen von Imbolc schlechthin werden ließ. Im Bereich der Tier-Symbolik stehen auch Kühe und Kälber für Fruchtbarkeit bzw. Wohlstand und Singvögel kündigen den herannahenden Frühling an. Schweine bzw. Eber stehen für die kriegerische Seite der Metall-schmiedenden Brigid, Fische für Fruchtbarkeit und Heilung. Ebenso ein heilkundiges und besonders ursprüngliches Tier ist die Schlange (da sie auch das göttlich-weibliche und die Magie verkörpert). Aber auch süße kleine Küken können ein ganz reizendes Deko-Element für diese Zeit des (Wieder-) Erwachens sein.
Heu und Gräser sind obendrein Zeichen für den Frühling, die zusammen mit Blumen oder auch Klee als Altarschmuck usw. Verwendung finden können. Die Reinheit und Unschuld der Natur zu dieser Zeit spiegelt sich zudem in der Symbolik von Jungfrauen, die zu Bräuten werden (Bride ist ein anderer Name von Brigid), was letztendlich zum Heranwachsen des Sonnengottes führen wird. Diese Sichtweise wiederum spiegelt sich wieder, wenn wir zu Imbolc Bienenwachskerzen verwenden. Denn wie ich unlängst las werden Bienen z.B. von der Kirche als jungfräuliche Tiere angesehen, die Kerze an sich soll Jesu als Licht der Welt repräsentieren.
Und um an dieser Stelle den Aspekt der Reinheit und somit Reinigung noch einmal aufzugreifen, wenden wir uns nun mal den symbolisch geeigneten Utensilien für die Haus- Reinigung und -Segnung zu. Glöckchen können dieses Ereignis mit Klang untermalen, da man ihnen allgemein nachsagt dass sie Negativität zu vertreiben mögen. Hellblaue Kerzen stehen für Reinigung und Klärung (eine wässrige Farbe verbunden mit dem Feuer-Element), hellrosa Kerzen wiederum werden zur anschließenden Segnung genutzt. Zum Putzen kann man dem Wasser außer den gewöhnlichen Reinigungsmitteln noch Salz und Rosmarin- oder Salbeiöl hinzufügen, da alle drei stark reinigende, schützende und Negativität abwehrende Eigenschaften aufweisen. Räucherstäbchen können mit dem Duft von Weihrauch, Rosen, Drachenblut oder ähnlichem verbrannt werden. Last but not least bringen noch Rosenquarze nach erfolgter Reinigungsarbeit neue Harmonie ins Haus, die sie auch festhalten sollen.
Bei mir daheim ist´s irgendwie von allem etwas, das hat sich einfach so ergeben.
Habt Ihr auch was geschmückt, geräuchert oder so?
Alte Bräuche und neue Ideen zu Mariä Lichtmess
Zunächst mal sollte man generell Platz schaffen für Neues, indem man sich von Altem löst, um somit die frische Jahreszeit entsprechend begrüßen zu können. Dies geschieht sowohl spirituell, also innerlich, wie auch praktisch und somit äußerlich. Das bezieht sich dann auf den eigenen Altar mit samt allen Utensilien, als auch auf die Wohnumgebung ect. Sinnvoll ist es somit allemal den alt hergebrachten Frühjahrsputz regelrecht zu zelebrieren und damit verbunden auch allen möglichen Plunder auszumisten - weg damit! Natürlich wird es kaum jemand zeitlich bewältigen können sein gesamtes Haus an nur einem einzigen Tag gründlich zu putzen, auszusortieren und evtl. sogar neu zu gestalten. Auch diese Station im Jahreskreis dauert glücklicherweise länger als nur einen Tag, wodurch sich die Möglichkeit eröffnet die gesamte Wohnung vielleicht innerhalb von ein paar Wochen systematisch aufzuräumen, zu putzen und ggf. sogar einiges neu zu gestalten. Hierzu genügen häufig schon ein paar anständige Farbtupfer, frühlingshafte Deko und Stoffe o.ä. Auf jeden Fall sollten alle Oberflächen, Möbel usw. gründlich geschrubbt und wirklich sauber gemacht werden. Dazu kann man dem Putzwasser z.B. Salbei- oder Rosmarinöl beigeben, nach Belieben fröhliche Musik laufen lassen und das ein oder andere Gläschen trinken. Hausputz muss ja nicht zwangsläufig eine staub-trockene Angelegenheit sein ;-) und sollte in dem Fall unbedingt für Schwung sorgen!
Nicht vergessen auch den Garten oder Balkone zu entrümpeln, schon mal eine erste Bestandsaufnahme für den Frühling vorzunehmen und halt zu schauen was noch gut ist, für die nächste Saison. Noch vorhandene Gewächse sollten das erste Mal wieder gegossen werden und herum liegende Gegenstände, die der Winter-Sturm mit Wonnen verstreut hat, können endlich wieder an Ort und Stelle gebracht werden. Mit dem Arbeitsplatz sollte nach Möglichkeit genauso vorgegangen werden. Wenn man hier vielleicht auch nicht genauso exzessiv handeln kann, bringt es doch schon eine Menge einfach richtig kräftig zu lüften, zu sortieren, ebenfalls zu entrümpeln und mit ein paar hübschen Kleinigkeiten neue Energie einzuschleusen. Wer kann sollte ruhig mit einem Räucherstäbchen angesammelte negative Energien hinaus treiben, vielleicht einen oder mehrere Steine platzieren und das ein oder andere Zimmerpflänzchen einziehen lassen. Ich habe dieses Jahr eine tolle Duftkerze der Sorte Zitrus-Salbei von Partylite, die ich am Montag mit ins Büro nehmen werde =). Zu guter letzt wird es auch noch die allgemeine Stimmung heben einfach mal ein paar Kekse für die Belegschaft mitzubringen, damit alle an der blühenden Freude teilhaben können.
Nun haben wir also schon mal ein sauberes Zuhause und einen frischen Arbeitsplatz. Soweit, so gut. Kommen wir zu unserem Altar oder Ritualplatz, oder eben einfach den Ritualgegenständen und Utensilien, die ja evtl. auch in einem Regal oder Schränkchen lagern können. An Imbolc ist es günstig sie sowohl im herkömmlichen Sinne zu reinigen (erledigt), also abzustauben, polieren ect., als auch eine riteulle Reinigung durchzuführen. Hierzu kann man mit Rauch (Feuer & Luft) und / oder Salzwasser (Erde & Wasser) arbeiten. In einem solchen Reinigungsritual kann man also ohne viel Aufwand die Elemente mit einbeziehen, indem man direkt mal Groß-Reine-macht. Sowohl die Wohnung, als auch der Altar sollten aber nach der Reinigung auch wieder neu gesegnet werden. Hier hat jeder so seine persönlichen Vorlieben und Helfer. Steine, Wasser, öle u. ä. eignen sich dazu gleichermaßen. Ebenso ist dies eine günstige Gelegenheit den evtl. vorhandenen Altar oder Kraftort gleich mal ein bisschen anders zu gestalten. Man kann das Altartuch oder die Tischdecke wechseln, vielleicht neue Gegenstände hinzufügen (frische Blumen, Figuren, Bilder, Symbole für die Elemente, Gottheiten usw.) oder einfach jahreszeitlich schmücken.
Sodenn wir alles optisch und äußerlich neu geordnet haben, kommen wir zur innerlichen Reinigung unseres Körpers: Fasten ist seit langer Zeit ein Brauch, wenn der Frühling heran naht. Trinken wir einfach richtig viel Wasser, klare Suppen, leckere Tees und Säfte. Dazu dann noch eine Menge frisches Obst und Gemüse, viele Vollkornprodukte und alles was eben gut tut. Natürlich kann es auch nicht schaden zusätzlich mal für ein paar Tage auf gehaltloses Fastfood, Süßigkeiten und vielleicht sogar Fleisch zu verzichten. Wer jetzt noch Alkohol, Koffein und Nikotin reduziert legt wirklich ein vorbildliches Verhalten an den Tag, das der Körper sicherlich dankbar belohnen wird!
Aber wir nehmen ja nicht nur unnützen Ballast mit unserer Nahrung in uns auf, sondern es sammeln sich auch Unmengen von emotionalen Altlasten, deren Auswirkungen wir möglichst loswerden sollten. Als kleine Rituale für Imbolc finde ich persönlich daher folgende Vorgehensweisen sehr wertvoll und auch schön:
Um sich emotional zu öffnen und im Geiste aufzuräumen empfiehlt es sich schlicht und einfach erstmal aufzuschreiben welche Momente uns in der Vergangenheit emotional tief berührt haben. Da können Verluste und Verletzungen genauso auftauchen, wie auch besondere Erfolgserlebnisse und Augenblicke der Liebe, Dankbarkeit oder Nähe. Wir sollten außerdem einen Moment innehalten, um mal zu überlegen welche Werte, Grundsätze und Einstellungen oder Eigenschaften wirklich noch angebracht sind. Was ist vielleicht mittlerweile über, oder hat sich sogar als vollkommen falsch herausgestellt? Man kann ja dieses übergewicht an geistigem Material auf Zettelchen niederschreiben und in einem Kessel, Räucherschälchen oder anderen feuerfesten Gefäß verbrennen. Statt dessen können wir lieber besseres, erstrebenswertere Ziele formulieren und für die Zukunft erstmal an einem guten Ort deponieren (z.B. ein hübsches Kästchen oder privates Büchlein).
Ganz traditionell werden an Imbolc (welches Datum man auch immer für sich auswählt, um es als Feiertag zu etwas Besonderem werden zu lassen) Kerzen in den Fenstern (oder auch Laternen oder auf Terrassen ect.) entzündet (umso mehr, desto besser) und auch über Nacht brennen gelassen. In meinem persönlichen Fall brennen hier nur die neumodischen batterie-betriebenen Kerzen über Nacht, zumindest in der Wohnung. Die sind zwar nicht so echt, aber aus Gründen des Brandschutzes (hinsichtlich unserer Katzen) die einzige Möglichkeit, überhaupt etwas unbeaufsichtigt leuchten lassen zu können. Zustätzlich hab ich aber auf der Terasse eine Laterne mit einer fetten, weißen Kerze seit gestern abend zu stehen.
Im ganz alt hergebrachten Sinne geschieht dies alles vom Abend des 01. Februar an, bis zum Sonnenuntergang am 02. Aber wie gesagt, das Fest wird eigentlich auch zum Februar-Vollmond begangen und für mich sowieso in der gesamten Zeit dazwischen und teilweise drum herum.
Diese Kerzen und auch gerne noch mehrere auf Vorrat, wurden und werden mit Vorliebe zu Imbolc auch selbst gezogen. Da aber nicht jeder über die nötige Zeit oder entsprechende handwerkliche Fähigkeiten verfügt, kann man sich auch durchaus damit begnügen sie einfach nur selber zu verzieren, für zukünftige Zwecke zu präparieren und zu weihen. Bei mir ist ja eh nicht viel mit handwerklichen Fähigkeiten und so ;-)
An Lichtmess in Kirchen gesegneten Kerzen wurden beispielsweise zuhause verwendet, um Unwetter, Dämonen und allerlei anderes übel fernzuhalten. Genauso können wir es natürlich auch halten, entweder mit Kerzen aus der Kirche oder mit selbst geweihten.
Doch das Ende der Fahnenstange ist an diesem Feiertag noch lange nicht erreicht. Die kreativen Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Göttin Brigid selbst. Sie zu ehren hat besonders "heute" einen hohen Stellenwert und wurde seit jeher ausführlich zelebriert. Sollte man stolzer Besitzer eines Hufeisens sein oder just zu dieser Gelegenheit eines neu angeschafft haben, lohnt es sich dieses mit Brigid's Segen an Imbolc zu schmücken und dann mit der öffnung nach oben über der Türe aufzuhängen (um das Glück einzufangen und fest zu halten). Generell ist das Fertigen von Glücksbringern und Talismanen momentan sehr begünstigt (vor allem wenn sie mit Metall oder anderweitigen Symbolen von Brigid's Zuständigkeitsbereichen zu tun haben). Zu diesem Zweck, also der Verehrung der Göttin, werden auch Brigittenkreuze aus Stroh gebastelt, ihr ultimatives Symbol.
Ich persönlich habe mich für heute auf einen "normalen" Hausputz beschränkt, den Altar neu geschmückt und sämtliche Gegenstände sauber gemacht. Draußen neben der Laterne lagern meine Steine für das Heilwasser, weil ich sie gerne neu aufladen möchte. Heute abend (oder spätestens morgen, denn gerade bin ich etwas angeschlagen) möchte ich noch Karten legen, zwei oder drei Portiönchen des Altar-Schutz-Öles herstellen und dabei einfach ein wenig räuchern. Je nachdem wie mir danach ist backe ich morgen noch einen Zitronenkuchen, gebe eine Scheibe für die Göttin und den Rest am Montag Morgen meinen Arbeitskollegen :-)
Ich wünsche Euch in jedem Fall ein wunderbares, lichtvolles Fest und für all Eure neuen Vorhaben das Beste Gelingen! )O(
Donnerstag, 31. Januar 2013
Woher kommt eigentlich das Kerzenfest?
Um das heute katholisch geprägt "Mariä Lichtmess"
genannte Fest näher zu beleuchten, müssen wir zunächst einen kurzen
Abstecher in die graue Vorzeit wagen. Wie archäologische Funde
beweisen haben nämlich schon in der Steinzeit die Menschen gefeiert, wenn die
Schneeschmelze einsetzte und somit die Kälte des Winters durch die Wärme
der ersten Sonnenstrahlen vertrieben wurde. Also ging es schon vor Ewigkeiten um die widerstreitenden Gewalten von Feuer (Sonne) und
Wasser (Schnee). Damals wurden die Muttergöttinnen noch als Bären
verehrt und eben diese beendeten in der Phase kurz vor dem eigentlichen
Frühlingsbeginn ihren Winterschlaf.
Seit jeher handelt es sich bei "Imbolc", wie sein Name irisch / schottisch eigentlich lautet, um Feierlichkeiten die zu Ehren von Frauen, Heim und Familie am und um das Herdfeuer herum abgehalten wurden. Beispielsweise im antiken Griechenland wurden Ende Januar / Anfang Februar die "kleinen eleusinischen Mysterien" begangen. Dies geschah um die Rückkehr der Göttin Persephone aus der Unterwelt, zu ihrer Mutter Demeter zu ehren (was sich aufgeschlüsselt ebenfalls auf die Rückkehr der Sonne & Fruchtbarkeit aus der Härte und Kargheit des dunklen Winters bezog).
Auch die alten Römer veranstalteten (allerdings um den 14. / 15. Februar herum), wenn die Paarungszeit der Wölfe begann (Fruchtbarkeit setzte ein), ihre sog. Lupercalien. Wozu mir gerade einfällt dass der Februar früher glaub ich auch Wolfsmond genannt wurde.
Ähnlich wie heut zu Tage im Karneval ;D zogen damals junge Leute Zettelchen mit Namen von Vertretern des anderen Geschlechts und wurden somit zu Paaren für den Zeitraum der Feierlichkeiten. Dieses unzüchtige Betragen wurde natürlich vom Christentum unterbunden und anstatt dessen am 14. Februar zum Tag des heiligen Valentin umfunktioniert. Aber das mit dem Valentinstag ist ja wieder eine andere Geschichte.
Jedenfalls finden sich in einer Vielzahl von Alt-Europäischen Kulturen Hinweise und Grundlagen für diverse Februar-Festivitäten, die allesamt der Fruchtbarkeit und auch Liebe geweiht waren. Wenn auch hier oder dort verschiedene Gottheiten quasi Pate standen. Übrigens soll die Göttin Athene zu dieser Zeit ebenfalls geehrt worden sein und zwischen dem 31. Januar bis zum 03. Februar waren die Festtage der ägyptischen Isis. Die Motive von Leben und Tod, Müttern und Töchtern, Frühlingserwachen und das Ende des Winters scheinen also eine lange Geschichte zu haben und viele Traditionen in sich zu vereinen.
Im vorchristlich-irischen Raum stand so die Göttin Brigid im Mittelpunkt des Geschehens. Hier wurde das Fest auch "Oimelc" genannt, was soviel bedeutet wie "Mutterschaf-Milch", weil nun die Zeit der neugeborenen Lämmer begann. Aus der großen Göttin wurde im Zuge der Christianisierung die Heilige Brigitte. Beide Personen weisen erstaunlich viele Gemeinsamkeiten auf, worauf ich allerdings in einem gesonderten Thema irgendwann einmal gerne näher eingehen möchte. Auf jeden Fall segnen die Christen an diesem kirchlichen Feiertag ihre Kerzen, was ja bei den Heiden ebenfalls vorkommt.
Zum Schluss sei noch folgendes erwähnt: Früher sagte man dass Sonnenschein an Lichtmess einen langen Winter bedeuten würde, Sturm & Wolken aber auf einen frühen Frühling hinwiesen. Nur weiß ich jetzt natürlich nicht ob zur Deutung der Wetterlage der 01. / 02. Februar genutzt wurde oder eben der erste Vollmond im Februar... Warten wir´s ab ;-)
Seit jeher handelt es sich bei "Imbolc", wie sein Name irisch / schottisch eigentlich lautet, um Feierlichkeiten die zu Ehren von Frauen, Heim und Familie am und um das Herdfeuer herum abgehalten wurden. Beispielsweise im antiken Griechenland wurden Ende Januar / Anfang Februar die "kleinen eleusinischen Mysterien" begangen. Dies geschah um die Rückkehr der Göttin Persephone aus der Unterwelt, zu ihrer Mutter Demeter zu ehren (was sich aufgeschlüsselt ebenfalls auf die Rückkehr der Sonne & Fruchtbarkeit aus der Härte und Kargheit des dunklen Winters bezog).
Auch die alten Römer veranstalteten (allerdings um den 14. / 15. Februar herum), wenn die Paarungszeit der Wölfe begann (Fruchtbarkeit setzte ein), ihre sog. Lupercalien. Wozu mir gerade einfällt dass der Februar früher glaub ich auch Wolfsmond genannt wurde.
Ähnlich wie heut zu Tage im Karneval ;D zogen damals junge Leute Zettelchen mit Namen von Vertretern des anderen Geschlechts und wurden somit zu Paaren für den Zeitraum der Feierlichkeiten. Dieses unzüchtige Betragen wurde natürlich vom Christentum unterbunden und anstatt dessen am 14. Februar zum Tag des heiligen Valentin umfunktioniert. Aber das mit dem Valentinstag ist ja wieder eine andere Geschichte.
Jedenfalls finden sich in einer Vielzahl von Alt-Europäischen Kulturen Hinweise und Grundlagen für diverse Februar-Festivitäten, die allesamt der Fruchtbarkeit und auch Liebe geweiht waren. Wenn auch hier oder dort verschiedene Gottheiten quasi Pate standen. Übrigens soll die Göttin Athene zu dieser Zeit ebenfalls geehrt worden sein und zwischen dem 31. Januar bis zum 03. Februar waren die Festtage der ägyptischen Isis. Die Motive von Leben und Tod, Müttern und Töchtern, Frühlingserwachen und das Ende des Winters scheinen also eine lange Geschichte zu haben und viele Traditionen in sich zu vereinen.
Im vorchristlich-irischen Raum stand so die Göttin Brigid im Mittelpunkt des Geschehens. Hier wurde das Fest auch "Oimelc" genannt, was soviel bedeutet wie "Mutterschaf-Milch", weil nun die Zeit der neugeborenen Lämmer begann. Aus der großen Göttin wurde im Zuge der Christianisierung die Heilige Brigitte. Beide Personen weisen erstaunlich viele Gemeinsamkeiten auf, worauf ich allerdings in einem gesonderten Thema irgendwann einmal gerne näher eingehen möchte. Auf jeden Fall segnen die Christen an diesem kirchlichen Feiertag ihre Kerzen, was ja bei den Heiden ebenfalls vorkommt.
Zum Schluss sei noch folgendes erwähnt: Früher sagte man dass Sonnenschein an Lichtmess einen langen Winter bedeuten würde, Sturm & Wolken aber auf einen frühen Frühling hinwiesen. Nur weiß ich jetzt natürlich nicht ob zur Deutung der Wetterlage der 01. / 02. Februar genutzt wurde oder eben der erste Vollmond im Februar... Warten wir´s ab ;-)
Dienstag, 29. Januar 2013
Erste Worte zu Imbolc
Jetzt wo die Tage gaaanz langsam wieder sichtlich länger werden, das
Tauwetter eingesetzt hat (hier ist sämtlicher Schnee verschwunden, seit es regnet ohne Unterlass) und die ersten Vögelchen morgens
schon wieder munter zwitschern, ist es an der Zeit neue Pläne für die
Zukunft zu schmieden und lästige Altlasten über Bord zu werfen.
Zwar wehen noch immer kühle Brisen, letzter Frost und Schnee bedecken vielleicht manchen Ortes den öden Boden. Doch ist dies der Ausklang des Winters, der
nun bereits deutlich zu spüren ist.
Heute morgen habe ich gemerkt dass die Luft bereits milder geworden ist und sie bringt neue Frische mit sich. Das Licht versammelt sich, um die Dunkelheit zu vertreiben. Morgens wird es früher hell und wenn man von der Arbeit heimkehrt ist es (wäre in meinem Fall) auch schon nicht mehr sofort dunkel. Erste Gedanken an Wärme, die nicht von Heizkörpern und Kaminen erzeugt wird, machen sich breit - ganz genauso wie die Boten des heran nahenden Frühlings.
In eben diesen Tagen bereiten wir uns vor und feiern ein Fest, das den Beginn des Frühjahrs ankündigt. Auch vor Jahren habe ich natürlich schon diese Signale wahrgenommen, die uns auf Erneuerung und Anfänge hinweisen. Ich habe ja auch die Veränderungen draußen wahrgenommen und wie die ersten wagemutigen Frühblüher der neu erstarkenden Sonne entgegen eilen. Aber jetzt, wo ich mich so intensiv mit dem Jahreskreis auseinander setze, kann ich die die Gefühle erst richtig einordnen und spüre wirklich die Qualität dieser Ereignisse, in ihrem vollen Umfang. Ich habe verstanden und kann die Zeichen ganz anders einordnen, gehe quasi mit weit geöffneten Augen und Sinnen durch die Welt.
Ich weiß dass ein Zeitabschnitt begonnen hat, der für Erneuerung steht und dass er eine geballte Ladung Inspiration mit sich bringt, die es nur anzunehmen gilt. Die Erleuchtung findet somit nicht nur äußerlich statt, in der Welt um uns herum, sondern auch im Inneren. In der Tiefe sammelt sich die Kraft für Neuanfänge, ganz genauso wie im Erdboden.
Wir können diese Phase des überganges nutzen, um selber neue Ideen entstehen zu lassen, uns selbst oder Teile von uns, neu zu erfinden. Nun ist es günstig Initiations-Riten abzuhalten, sich innerlich und äußerlich zu reinigen und auch mit frischer Energie aufzuladen. Dies gilt natürlich auch für unser Heim, Hab und Gut.
Lasst uns also gemeinsam entdecken wie wir die Gunst des Augenblicks sinnvoll nutzen können, um die idealen Voraussetzungen für ein erfolgreiches und fruchtbares neues Jahr zu schaffen. Her mit den Ideen und neuen Projekten!
Heute morgen habe ich gemerkt dass die Luft bereits milder geworden ist und sie bringt neue Frische mit sich. Das Licht versammelt sich, um die Dunkelheit zu vertreiben. Morgens wird es früher hell und wenn man von der Arbeit heimkehrt ist es (wäre in meinem Fall) auch schon nicht mehr sofort dunkel. Erste Gedanken an Wärme, die nicht von Heizkörpern und Kaminen erzeugt wird, machen sich breit - ganz genauso wie die Boten des heran nahenden Frühlings.
In eben diesen Tagen bereiten wir uns vor und feiern ein Fest, das den Beginn des Frühjahrs ankündigt. Auch vor Jahren habe ich natürlich schon diese Signale wahrgenommen, die uns auf Erneuerung und Anfänge hinweisen. Ich habe ja auch die Veränderungen draußen wahrgenommen und wie die ersten wagemutigen Frühblüher der neu erstarkenden Sonne entgegen eilen. Aber jetzt, wo ich mich so intensiv mit dem Jahreskreis auseinander setze, kann ich die die Gefühle erst richtig einordnen und spüre wirklich die Qualität dieser Ereignisse, in ihrem vollen Umfang. Ich habe verstanden und kann die Zeichen ganz anders einordnen, gehe quasi mit weit geöffneten Augen und Sinnen durch die Welt.
Ich weiß dass ein Zeitabschnitt begonnen hat, der für Erneuerung steht und dass er eine geballte Ladung Inspiration mit sich bringt, die es nur anzunehmen gilt. Die Erleuchtung findet somit nicht nur äußerlich statt, in der Welt um uns herum, sondern auch im Inneren. In der Tiefe sammelt sich die Kraft für Neuanfänge, ganz genauso wie im Erdboden.
Wir können diese Phase des überganges nutzen, um selber neue Ideen entstehen zu lassen, uns selbst oder Teile von uns, neu zu erfinden. Nun ist es günstig Initiations-Riten abzuhalten, sich innerlich und äußerlich zu reinigen und auch mit frischer Energie aufzuladen. Dies gilt natürlich auch für unser Heim, Hab und Gut.
Lasst uns also gemeinsam entdecken wie wir die Gunst des Augenblicks sinnvoll nutzen können, um die idealen Voraussetzungen für ein erfolgreiches und fruchtbares neues Jahr zu schaffen. Her mit den Ideen und neuen Projekten!
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