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Mittwoch, 5. Februar 2014

Das Wort zum Mittwoch: Altar

Heute mal wieder einige Worte zur schönen Aktion der lieben > Tamesis < :-)
Falls Ihr Euch fragt wie ich darauf komme: Mein Altar ist für mich einer der wichtigsten Orte in meiner Wohnung. Darum wird es davon auch in Kürze einen kleinen Ableger in meinem Büro geben. So Kerzchen und Bilder und mal das ein oder andere Räucherstäbchen hatte ich ohnehin schon immer bei der Arbeit um mich herum. Jetzt suche ich mir ein Fleckchen wo vielleicht noch eine Figur hin kann, ein paar Steine, was halt so kommt. Aber zurück zum Thema.

Mein Altar lebt. Er ist beseelt. Ein wundervoller, magischer Platz, den ich hege und pflege. Er wird den Jahreszeiten angepaßt, den Festen, meiner Stimmung, den Themen die in meinem Leben gerade aktuell sind. Je nach Anlaß blühen dort Blumen, es liegen Früchte für die Göttin bereit, Öle, Kräuter und Harze verströmen angemehme Düfte. Seit einer Weile habe ich ja meine heiß geliebte Hekate-Statue, die genau in der Mitte steht und über alles wacht. Das ist wirklich symbolisch zu verstehen, wie in meinem echten Leben. Auch da ist sie ein zentraler Dreh- und Angelpunkt, sie wacht über mich. Des weiteren steht dort ein Hochzeitsfoto von meinem Mann und mir, eines von meinem verstorbenen Vater und eine Figur der Katzengöttin Bast. Alles dort hat eine Bedeutung. Die Farbe der Decke oder des Tuches, die Dekofigürchen, jedes Teil erzählt eine Geschichte, erinnert mich an irgendetwas, hat seine speziellen Kräfte inne.

Mir ist aufgefallen dass in der Regel mein Altar von Fremden, die unsere Wohnung betreten, kaum beachtet wird. Sie scheinen ihn gar nicht zu bemerken. Dabei sollte man doch meinen dass er ein wenig exotisch wirkt da an der Wand, zwischen Esszimmer und Küche. Auch wagt sich wirklich niemand irgendetwas anzufassen. Gut so ^^

Die meisten Menschen verbinden das Wort Altar vermutlich direkt mit einer Kirche. Andere denken sicher an blutige Menschenopfer von Azteken-Priestern ;-P Einem Pfarrer oder Pastor, der Messe, dem Kelch, den Oblaten. So ganz was anderes ist es ja eigetlich auch nicht. Auch Hexen / Heiden / Spirituelle usw. usf. nutzen ihre Schreine und Altäre um daran ihren Göttern oder Göttinnen und Geistern, Ahnen, Engeln ect. zu dienen. Dort werden Geschenke und Opfer abgelegt, Kerzen entzündet, magische Gegenstände aufbewahrt. Ein lebendiger Altar strahlt etwas ganz Besonderes aus. Meiner Meinung nach kann man sofort fühlen ob jemand dort nur Deko aufstellt, oder ob dort wirklich rituelle Handlungen stattfinden. Sein das auch "nur" Gebete, Andachten, das Ablegen von Wunschzetteln oder etwas in der Art. Auf Deinem Altar kannst Du alles machen. Es gibt keine festen Regeln. Sicherlich werden sich Dinge finden, die bei den meisten Leuten vorkommen. Bilder z.B. oder Kerzen insbesondere. Auch Räucherschalen oder Stäbchenhalter werden vermutlich nicht fehlen. Nichts muß, alles kann. Wichtig ist nur dass Du im Laufe der Zeit zu diesem Platz eine Beziehung aufbaust und ihn irgendwann beinahe betrachtest wie ein lebendiges Wesen.

Sicherlich gibt es einige Sachen, die nie ausgetauscht werden. Ganz unabhängig von Jahreszeit oder Vorhaben gehören sie fest zum Inventar. Ein Altar sucht sich schon von selbst seinen Raum und nimmt sich davon soviel wie er braucht. Das stimmt tatsächlich ;-) Meiner entstand auf der Hälfte der Fläche meiner Kommode. Er wuchs, nahm irgendwann den gesamten Platz ein und inzwischen befinden sich in dem kompletten Schränkchen nur noch Teile, die dazu gehören. Beispielsweise meine Vorräte an Kräutern, Ölen und Kerzen. Aber auch Deko, Karten und andere magische Dinge. Sogar an der Wand darüber hängen ein Schild, das gerahmte Hexenkredo und inzwischen ja auch die drei Tiffany-Göttinenn von Tamesis. So ist das. Mein Altar lebt. Er atmet und er wächst eben auch.

> Wikipedia <  trifft dazu folgende kurze, aber durchaus treffende Aussage:

"Ein Altar (von spätlateinisch altar[e], zu lateinisch altaria „[Aufsatz auf dem] Opfertisch, Brandaltar“)[1] ist eine Verehrungsstätte für Gottheiten.
Auf Altären können Opfergaben dargebracht werden. Doch auch die Errichtung des Altars an sich und seine unter Umständen reiche Verzierung sind bereits ein Akt der Verehrung."

Dem stimme ich zu. Allerdings kann man natürlich nicht "nur" Gottheiten verehren, sondern eben auch die Ahnen, Naturgeister, Engel oder sonst wen. Ich würde mal sagen der Altar ist ein Ort der Verehrung und der Kommunikation. Punkt.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Das Wort zum Mittwoch: Zuhause


Heute ist mal wieder einer dieser Tage... wo ich bei > Tamesis´ < wöchentlicher Aktion teilnehmen möchte. Undzwar mit dem Begriff "Zuhause". Wie mir gerade siedend heiß einfiel hat auch meine Freundin Feona > an dieser Stelle < schon mal im November über dasselbe Wort geschrieben. Aber ich werd den Text jetzt nicht nochmal lesen ;-) Es sollen sich ja meine Gedanken hier wieder finden und nichts übernommen werden.
 
Gestern war der Tag mal wieder sehr lang geworden. Wir kamen erst irgendwie gegen 21.00h völlig entkräftet nach Hause. Als ich dann schnell die Mietzen fütterte und noch aufräumte war ich SO froh, endlich wieder daheim zu sein. So kam ich auf die Idee dass ich heute mal meine Sicht von Zuhause schildern könnte. Obwohl die meisten Leute vermutlich die Bezeichnung für ihre Wohnung oder ihr Haus verwenden, wo sie also wohnen, gibt es doch verschiedene Möglichkeiten. "Zuhause ist, wo das Herz ist" oder ähnlich, lautet gar ein Spruch. Oder aber auch "my home is my castle". Ich denke beides ist zutreffend.
 
Für mich meint Zuhause im eigentlichen Sinne unsere Wohnung. Der Ort, an dem ich lebe. Wo wir es uns schön gemacht haben und gemütlich. Wo unsere Katzen tagsüber auf uns warten. Und wo ich abends die Tür hinter mir zu ziehen kann, um die Welt da draußen auszusperren und meine Ruhe zu haben. Zuhause ist mein Platz. Das Nest, worin ich mich zurück ziehe und einigele wenn mir alles zuviel wird oder bedrohliche Situationen auftauchen. Nirgendwo bin ich lieber, halte ich mich gern so lange auf.
 
Es gibt viele Menschen, denen schnell "die Decke auf den Kopf fällt" und die dann raus müssen aus "den eigenen vier Wänden". Zu denen gehöre ich in der Regel nicht. Natürlich ist es schön hin und wieder auch mal was anderes zu sehen. Einen kleinen Ausflug zu unternehmen. Aber grundsätzlich ist Zuhause ist meine erste Wahl, auch bei der Urlaubsplanung. Manch einer kann das so gar nicht nachvollziehen, aber das ist nicht schlimm. Jeder eben so wie er mag.
 
Zuhause kann allerdings auch noch andere Bedeutungen haben. Die alte Heimat z.B., wo man aufgewachsen ist oder geboren wurde. Wo Erinnerungen an längst vergangene, vielleicht glückliche, gar  bessere oder womöglich auch schwere Zeiten verwurzelt sind. Zuhause kann dort sein, wo die Eltern leben, wir unsere Familie antreffen.
 
Für spirituelle Menschen jedoch meint Zuhause häufig die andere Ebene, von der unsere Seelen ursprünglich stammen. Dafür verwende ich häufig auch diesen Begriff. Vermutlich einfach mangels vernünftiger Alternativen.
 
In jedem Fall jedoch sollte der Gedanke an das Zuhause mit einer positiven emotionalen Resonanz einher gehen.
 
Schauen wir mal was > Wikipedia < ausspuckt, wenn ich das Wort eingebe:
 
"Heim
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Zuhause)       
Heim steht für:
  • Wohnsitz, den Ort vorrangigen Lebensinteresses
  • Heimat, das Konzept von „Zuhause“
  • die Kurzform für Altenheim
  • die Kurzform für Pflegeheim
  • das Kurzwort für verschiedene meist soziale und fürsorgliche Einrichtungen, siehe Heimerziehung
  • einen häufigen Bestandteil von Ortsnamen, siehe -heim"


Na schön, ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Aber da sieht man mal welch unterschiedliche Assoziationen sich bei ein und demselben einfachen Wort ergeben können.


Mittwoch, 18. Dezember 2013

Das Wort zum Mittwoch: Weihnachten


Auch heute ruft die liebe -> Tamesis <- mal wieder zum allwöchentlichen Wort-Beleuchten auf. Mitmachen ist übrigens ausdrücklich erwünscht und wer Lust dazu hat sich auch was auszudeken, der kann es einfach machen und bei ihr einen Kommentar hinterlassen.

Wie ich auf mein heutiges Wort komme liegt ja vermutlich auf der Hand. Und ich gehe auch mal davon aus dass ich jetzt nicht erst erklären muss worum es dabei geht, woher es kommt usw. usf. Soviel Allgemeinbildung setze ich hier jetzt einfach mal voraus ;-) Warum will ich also dennoch darüber sprechen? Ich denke es gibt Redebadarf... Allgemein so, was das Thema Feiertage angeht irgendwie. Aber insbesondere anscheinend das Weihnachtsfest. Denn dies soll ein Plädoyer werden für Weihnachten. Für die Feiertage. Das Feiern. Die Freude, das Schenken und den Spaß daran.

Heute höre ich von allen Ecken und Enden nur noch die Schreie über Konsum und Stress und dass die großen Feste ihre Ursprünglichkeit verloren hätten. Über Großkonzerne, bei denen die Reihen der obersten Herrschaften die einzigen sind, die sich kräftig bereichern, brauchen wir gar nicht erst zu diskutieren. Tier- und Menschen- unwürdige Bedingungen, Ausbeute, Geiz-ist-geil-Mentalität. Alles klar soweit, alles mies, keine Frage.
Aber warum nicht dennoch Freude haben an der Geselligkeit? Der Liebe und daran, anderen von Herzen etwas zu schenken? Sei es nun materielles oder geistiges Gut, bezahlt mit barer Münze oder von Hand gemacht. Das ist der Geist der Weihnacht, Leute. Miteinander - Großherzigkeit - Liebe - Wärme - Licht und immer wieder Freude in den Herzen der Menschen zu säen.
Wir sind gezwungen mit der Zeit zu gehen - mehr oder weniger. Die Welt verändert sich. Und wir verändern uns mit ihr. Ob das nun immer zum positiven ist, das sei mal dahin gestellt und stimmt natürlich auch nicht. Aber warum muss gleich alles schlecht sein? 

Persönliche Beweggründe dieses Hochfest abzulehnen, das ist was anderes. Und bitte bitte, ich möchte auch hiermit wirklich niemanden persönlich beleidigen bei dem ich mitlese oder so. Ich verstehe das ja.
Aber eben mal so ganz allgemein. So viele meckern und beschweren sich über das Theater und die vielen Kosten, wie traurig. Wenn einer seine Gründe hat und sich da ausklinkt, kein Problem. Doch was ist mit der breiten Masse, die zuwar lauthals zetert und dann trotzdem mitmacht? 

Man muss es ja gar nicht übertreiben. Weder finanziell noch mit dem TamTam. Aber wenn man sich Mühe macht, einkauft, schmückt, backt, kocht, Geschenke verpackt und alles - klar ist das Arbeit. Dann heißt es gleich: "So ein Ärger, wer braucht das schon". Komisch ist jedoch dass jeder Mann es versteht wenn man arbeitet bis zum Umfallen. Stress ist und bleibt Stress. Das eine machen wir um zu überleben, klar. Das andere, weil Menschen Strukturen und Traditionen brauchen, Rituale und feste Ankerpunkte im Leben. Ist es nicht so? 

Selbst wenn ich es maßlos übertrieben finde kleinen Kindern Geschenke für 500,-€ zu machen. Wer will schon beurteilen was in der Omi vorgeht, dass sie ihrem Enkel unbedingt damit eine Freude machen will? Was soll sie auch sonst machen? Sicher hat er bereits alles. In der heutigen Zeit zeigen wir nunmal meist mit Geschenken unsere Zuneigung bei solchen Anlässen. Und wie man so schön sagt erhalten die ja auch die Freundschaft. Ist das wirklich etwas anstößiges? Seit wann das? Doof ist natürlich wenn das Ganze in Ausnutzerei ausartet, weil man mit der Tante XYZ sonst überhaupt nichts zu tun hat und nun bloß was ergattern will. Oder Heuchelei. Wenn zwei sich eigentlich überhaupt nicht leiden können und dann unter dem Tannenbaum heile Welt spielen sollen, weil der Rest der Familie das "verlangt". Sowas ist total blöd und hat nun wirklich nichts mit Weihnachten zu tun. Aber wenn Leute sagen dass es Quatsch ist und man hätte schließlich das ganze Jahr über Gelegenheiten... Wie oft werden die denn genutzt, bitte schön? Kann man nicht die Gunst der Stunde annehmen und etwas Schönes daraus machen. Inne halten, die freie Zeit als das akzeptieren was sie ist und versuchen sich zu erinnern welchen Sinn das alles ursprünglich mal haben sollte?

Dass wir 2013 dieses Fest nicht mehr genauso feiern wie noch vor 1.000 Jahren, ich denke das liegt auf der Hand. Oder lebt und ernährt sich irgendwer von Euch wie damals? Geht überall hin zu Fuß und verzichtet auf Strom? Eben. Wir haben die Neuerungen und Annehmlichkeiten im technischen Bereich akzeptiert, in der Medizin und überall dort wo sie uns das Leben erleichtert. Aber dass auch Andachten und Gedenktage ihr äußeres Erscheinungsbild wandeln, damit können wir nicht umgehen?

Bevor wir diesen eigentlich friedlichen Anlaß auseinander nehmen könnten wir doch hingehen und versuchen das Positivste daran zu sehen. Mit einem liebevollen Blick darauf schauen, was vom Ursprung noch übrig geblieben ist. Der Kern des Ganzen. Eben die Verbundenheit, die Dankbarkeit, die Liebe und die gegenseitige Anerkennung, all das. Denn nichts anderes ist es eigentlich. Wie gesagt: Wenn jemand meint aus einer Verpflichtung heraus wild irgendwelchen Krempel drauf los zu kaufen und dann lieblos unter einen Tannenbaum stellen zu müssen - das hat für mich auch nicht viel mit Weihnachten zu tun. Hatte es aber nie. Das ist nicht ein Problem der Festivität, sondern der Menschen. Wie alles übrigens.

Niemand von uns ist ja gezwungen in die Kirche zu gehen und man muss ja auch gar nichts an jemanden verschenken. Aber wenigstens versuchen beisammen zu sein und wenig vom Strahlen in die Herzen lassen und vielleicht auch ins eigene Heim. Teilen, an jemanden denken, helfen (ich meine keinen Advents-Spenden-Marathon, denn das ist weiß Gott eine unchristliche Angelegenheit in meinen Augen!), zur Ruhe kommen, das Jahr verabschieden. Atempause zwischen den Jahren. Das sind wundervolle Ansätze und sie verkörpern Weihnachten. Ein Held wurde geboren. Das Licht kehrt zurück. Die Welt wird niemals sterben. Wir müssen zusammen halten, damit wir durch die dunkle Jahreszeit kommen und dann wird alles von vorn beginnen. All das sind die Messages von Jul oder Weihnachten, oder wie auch immer man es nennt. Es gibt noch unendlich viele mehr.
Lasst uns feiern. Das Leben und dass wir uns haben und dass wir nicht alleine sind. Und dass auf jede dunkle Zeit auch immer wieder eine bessere folgt. Genauso wie die Sonne an jedem Morgen, nach jeder Nacht wieder aufgeht. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und wenn das kein Grund ist, dann weiß ich auch nicht mehr.

Und wenn wir keine Traditionen mehr haben, keine Feiertage, wo kommen wir dann hin? Natürlich sollen wir uns eigene Rituale machen, Freude spenden und hilfsbereit sein, wann immer uns danach der Sinn steht. Aber kann etwas verkehrt sein dass die Menschen schon seit Ewigkeiten einmal im Jahr zusammen führte und sie dazu brachte ihre Herzen zu öffnen? Die Heiden kennen das Fest schon sehr viel länger als 2.000 Jahre, aber das ändert nichts für mich daran. Wir sind alle Menschen. Und in unseren Herzen, da sollte Weihnachten dasselbe auslösen. Ganz egal welcher religiösen Gesinnung, Hautfarbe oder sonst was wir angehören. Im Endeffekt, am Anfang und am Ende unseres Lebens, da sind wir alle gleich. 

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Das Wort zum Mittwoch: Freundschaft


Schon wieder Mittwoch heute und somit Zeit für -> Tamesis´brandneue Aktion <-. Mit dem heutigen Wort bringe ich die Serie der für mich persönlich größten Worte im Leben zuende. Als da wären "Gesundheit", "Liebe" und "Freundschaft". Eine Reihenfolge möchte ich da jetzt gar nicht festlegen.
Definitiv steht eines für mich fest: Keines davon kann man mit Geld kaufen.
Sicherlich, es mag das Leben leichter machen, keine Frage. Teurere Medikamente im Krankheitsfall, Chefarzt-Betreuung und Spezialisten - das alles kostet Geld, viel Geld. Und womöglich stehen die Chancen dadurch manchmal auch besser. Aber wenn Deine Zeit abgelaufen ist oder eine tödliche Krankheit die Oberhand gewinnt, dann kann Dir nichts auf der Welt mehr helfen. Irgendwie tröstlich. Am Ende sind wir doch alle gleich. Aber das hat ja nichts mit dem Thema zu tun. Liebe und Freundschaft greifen in einander, dennoch unterscheiden sie sich natürlich letzten Endes irgendwo auch. Echte Liebe kann man nicht kaufen. Einen Partner mit teuren Geschenken oder fetter Kreditkarte, einem sicheren finanziellen Rahmen an sich binden, das ist eine Sache. Wahre Gefühle ein ganz anderes Paar Schuhe. Selbiges gilt auch für wahre Freunde. In gewissen Kreisen ist man sicherlich nur mit dem nötigen Kleingeld angesehen, doch das hat rein gar nichts mit Freundschaft oder Zuneigung zu tun. Oder eben solche Blutsauger, die sich nur an die eigenen Hacken hängen, wenn man sehr flüssig ist und einen angenehmen Lebensstil pflegen kann. Ich denke Ihr wißt worauf ich hinaus will.
 
Kann sogar sein dass ich zum Thema Freundschaft an anderer Stelle bereits mal geschrieben habe, ich weiß es nicht mehr. Aber wenn, dann wird das Thema ja heute nochmal unter einem ganz anderen Aspekt betrachtet.
 
Auch dieses Wort ist eigentlich irgendwie zu groß, zu wichtig und zu umfassend, um ihm tatsächlich gerecht werden zu können. Aber wenigstens einige meiner Gedanken dazu würde ich gerne loswerden. Gerade heute morgen habe ich nämlich im Bad noch darüber nachgedacht wen ich in diesem Jahr alles aus meinem Leben verabschiedet habe.
Dabei bleibt kein bitterer Nachgeschmack. Zumindest dann nicht, wenn man ohne Streit auseinander geht. Wenn die Wege sich schlicht eines Tages nach vielen Jahren trennen. Weil man zu verschieden geworden ist. Sich nicht so recht mehr etwas zu erzählen hat. Die Entfernung zu groß geworden ist. Sowohl was den Wohnraum, als auch das Innenleben betrifft. Ich merke es daran dass ich nicht mehr das Bedürfnis habe das zu erzählen, was mich wirklich bewegt. Weil ich denke "sie versteht es ja doch nicht". Oder aber "ich habe gar keine Lust ihr das überaupt zu erklären". Normalerweise gehen die Gedanken bei Kummer oder großen Erfolgen ja doch gleich in Richtung der richtig engen Freundinnen. In deren Schoß man den Kopf betten und stundenlang weinen kann, bis es nicht mehr so weh tut. Oder in deren Arme man läuft und sich dreht und freut und gemeinsam feiert, welche großartigen Überraschungen das Leben bereit hält.
 
Aber manchmal sterben Freundschaften einfach im Laufe der Zeit. Das klingt traurig und in gewisser Weise ist es das auch ein wenig. Sie sind dann einfach nicht mehr lebendig, das ist es was ich sagen möchte. Die gemeinsamen Erinnerungen bleiben, sind dann jedoch letztendlich das einzige, was überhaupt noch übrig ist und irgendwo verbindet. Im Hier und Jetzt haben wir dann keine richtige Verbindung mehr. Das kann passieren. Und ich glaube es ist sogar auch normal.
 
Es ist doch schön wenn man dann dankbar auf die gemeinsamen Jahre zurück blicken kann und keinen Groll gegenüber der anderen hegt. Man hat liebevolle Erinnerungen und muss schmunzeln, wenn man an längst vergangene Abenteuer zurück denkt...
 
Aber wo ist der Unterschied zwischen einer Freundschaft, die ihr Leben bereits ausgehaucht hat und einer solchen, die blüht und gedeiht? Was ist überhaupt die Basis? Ich versuche mal zu beschreiben wie ich das sehe. Vertrauen ist schon mal die absolut unablässige Grundlage. Ohne Vertrauen geht gar nichts. Gemeinsamkeiten sind nicht schlecht, aber Unterschiede sind durchaus auch okay und stehen erfahrungsgemäß den richtig guten Freundschaften keineswegs entgegen. Wichtig ist dass man sich für einander interessiert. Dass man für einander da ist, wenn es darauf ankommt. Sei es mit einem offenen Ohr, einer Schulter zum Anlehen oder auch der angebotenen Schlafcouch, wenn es nötig sein sollte. Allerdings - und das möchte ich ausdrücklich betonen - ist "regelmäßiger Kontakt" bzw. Treffen nicht unbedingt notwendig. Vor allem ja auch häufig gar nicht drin. Jedenfalls dann nicht, wenn man vielleicht weit auseinander wohnt und beruflich oder auch privat sehr eingespannt ist. In stressigen Zeiten kann es sein dass man wochenlang von einander nichts hört. Vielleicht mal eine SMS mit ´nem Küsschen - und das reicht! Wenn man sich dann wieder sieht oder miteinander spricht, ist es trotzdem als hätte man gestern noch zusammen gehockt. Nichts steht zwischen uns. Das ist für mich ein Zeichen dass die Freundschaft lebt und dass sie funktioniert. Verständnis für die Situation oder die Bedürfnisse der Freundin (des Freundes) ist nämlich unbedingt notwendig.
 
Jemandem noch mehr Stress zu machen, der ohnehin schon viel um die Ohren hat mit Job und Family und Haushalt und Terminen und und und, der sich dann so schon unter Druck setzen wird, das ist auch nicht unbedingt die feine englische Art. Ich glaube es ist nicht der Sinn von Freundschaft sich so häufig wie möglich zu sehen und die Möglichkeiten von "Alleinsein" und eigenen Hobbies damit gänzlich auszuradieren. Es muss eben alles passen. Überhaupt muss eben einfach die Chemie stimmen. Man selbst sein können, gemeinsam lachen, endlos diskutieren können, auch mal eine ganz andere Meinung akzeptieren. Freundschaft hat sehr viel mit Toleranz und Akzeptanz und Respekt sowieso, zu tun.
 
-> Wikipedia <- meint dazu folgendes:
 
"Freundschaft ist ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet. Die in einer freundschaftlichen Beziehung zueinander stehenden Menschen bezeichnet man als Freundinnen bzw. Freunde. Im übertragenen Sinne bezeichnet „Freundschaft“ ein gutes und oft vertraglich geregeltes politisches Verhältnis zwischen Völkern oder Nationen (vgl. beispielsweise „Deutsch-französische Freundschaft“). Das Gegenwort ist die Feindschaft."
 
Nu ja, ein wenig trocken und sicher ausbaufähig ;-P
 
Gibt es etwas, das Ihr gerne unbedingt noch hinzufügen würdet?
Oder wo Ihr gar ganz anderer Meinung seid?

Mittwoch, 27. November 2013

Das Wort zum Mittwoch: Liebe


Heute läuft zum zweiten Mal die neue Aktion von -> Tamesis <- und ich hab mich direkt mal für eines der richtig "schwierigen", großen Worte des Lebens entschieden. Eine Weile gingen die Gedanken hin und her, ob ich mich da wirklich ran wagen soll. Aber wieso nicht? Hat nicht ohnehin jeder seine individuelle Definition dazu? Hängt den persönlichen Überlegungen hinterher...?
Liebe ist an sich die einfachste und natürlichste Sache der Welt. Auf die Idee, sie zum Gegenstand meiner heutigen Schreiberei zu machen, kam ich gestern abend daheim. Glücklicherweise begegnet mir die Liebe jeden Tag. Im Zusammensein mit meinem Mann, den Augen meiner Katzen, den kurzen SMS oder mails meiner Freundinnen, wenn ich den Blick auf der Welt da draußen ruhen lasse mit ihren unzähligen Lebensformen und unbeschreiblichen Wundern.

Hoffentlich finde ich wenigstens ansatzweise die richtigen Worte, um auszudrücken was ich gerne sagen würde. Wie kam ich also genau darauf? Ich saß am Esstisch und hatte gerade den Post über Grace geschrieben. Snowhy frech wie immer daneben :) Ich habe es mir längst abgewöhnt, versuchen zu wollen, dass die Katzen nicht auf dem Tisch rum schwirren sollten. Jedenfalls war sie still und lieb und bedächtig, sah mich einfach nur an. Mit ihren wunderschönen Kulleraugen, in dem Gesichtchen, das jeden Tag runder und "fraulicher" wird.  Die Art wie sie mich betrachtete strahlte so unendlich viel Zuneigung aus. Dann verwuschelte ich mich in ihrem Fell, sie plumpste hin und schnurrte. Schaute mich immer wieder an und klimperte mit den Wimpern. Genau dieses Gefühl, in jenem Augenblick - das ist für mich Liebe. Die Wärme, die Dich durchströmt, wenn Du den geliebten Menschen - oder eben auch das Tierchen - berührst. Dieses Bedürfnis denjenigen ganz fest an Dich zu ziehen, zu riechen und einfach festzuhalten. Und dann weißt Du ganz genau dass Du diesen jemand niemals mehr verlieren möchtest. 

Sowas erleben wir doch jeden Tag, oder etwa nicht? Natürlich in zig verschiedenen Facetten. Jede Liebe ist einzigartig. Sei es die zu einem Kind, die sich natürlich sehr von jener Liebe mit sexueller Anziehungskraft in einer Partnerschaft unterscheidet. So wie auch keine Freundschaft ist, wie eine andere. Aber dennoch erkennen wir all diese unterschiedlichen Regungen doch letzten Endes als "Liebe". 

Wenn ich liebe, dann mit ganzem Herzen und aus tiefster Seele. Der Gedanke dass jemand leiden könnte, den ich liebe, reißt mich in Stücke. Dieser Schmerz ist so intensiv, dass er fast körperlich wird. Der Verlust eines "Geliebten" ist wohl mit die aller schlimmste Erfahrung, die man im Leben machen kann. Somit bedeutet Liebe folglich auch immer irgendwo Angst. Versteckt womöglich, lauert sie hinten in einer dunklen Ecke. Denn es ist unausweichlich, dass einer der Beteiligten eines Tages vor dem anderen gehen muss. Aber bleiben wir lieber bei den angenehmen Seiten der Liebe.

Sie ist bedingungslos. Sie sagt nicht: ich liebe Dich, aber nur wenn Du mich auch liebst. Sie ist einfach da. Man kann sie nicht loswerden oder abstellen, nur weil einem der Sinn gerade danach steht. Und in der Regel will man das ja auch gar nicht. Es sei denn dass sie nicht erwidert wird eben. Also in der Art eines unglücklichen Verliebtseins oder gar einer verbotenen Liebschaft. 
Liebe ist so individuell und viel gesichtig, wie Geschmäcker es sein können.
Soviel mal zur zwischenmenschlichen bzw. Liebe in Verbundenheit.

Was ist mit der universellen Liebe? Dem Gefühl, das uns alle durchströmt und womöglich mit ein Grundstoff unserer Seelen ist.
Nein, ich will die Liebe nicht ent-mystifizieren. Sie ist für mich kein chemischer Prozess. Selbst wenn sich durch sie ausgelöst im Körper einer ereignet. Das sind zwei Paar Schuhe. Liebe ist dennoch ein Gefühl und nicht messbar. Sie ist real und sie ist pure Magie. Hormone, gesellschaftliche Regeln, Abhängigkeiten und all das mal außer Acht gelassen. Wahre Liebe ist besonders und sie ist ein Geschenk.
Geht man zu weit wenn man behauptet... dass "Gott" (das Universum, das Dao, die reine Energie)... Liebe ist?

Man sagt dass  alles, was Du mit Liebe tust oder verrichtest, Dir leichter von der Hand geht. Und das stimmt. Probiert es einmal aus. Abspülen ist blöd, oder? Oder vielleicht bügeln. Stehst also mürrisch da und machst es, weil es eben sein muss. Stell Dich einmal hin und denke Dir während dessen "ich wasche jetzt alles schön sauber ab, damit mein Schatzi nachher von sauberen Tellern essen und sich richtig wohl fühlen kann". Du musst automatisch lächeln und vergißt den nervigen Aspekt, glaub´s mir ;-)
Ebenso verhält es sich meist auch mit Äußerlichkeiten. Man sagt ja immer, dass ein liebendes Auge nur Schönheit sieht. Und auch das stimmt. Natürlich wird man nicht blind oder besoffen :D Aber könntest Du von irgendjemandem, den Du wirklich liebst behaupten dass Du ihn tatsächlich häßlich findest? Ich glaube nicht.
Dennoch muss ich kurz abschweifen, weil ich nicht zu denen gehöre die sagen "nur der Charakter" zählt und das Aussehen sei unwichtig. Nein, das stimmt nicht. Nicht beim Kennenlernen. Wenn mich jemand überhaupt gar nicht anspricht oder ich ihn optisch sogar eher abstoßend finde... dann kann derjenige leider noch so schlau oder herzlich und humorvoll sein, verknallen würde ich mich sicher nicht.

Eine weitere Form der Liebe ist die Hingabe zu etwas, das man z.B. gerne macht. Das kann ein Herzens-Projekt sein, ein Hobby, eine ehrenamtliche Tätigkeit, kreative Kunst. Leute sprechen in diesem Zusammenhang oft von Liebe. "Ich liebe und brauche es so sehr. Ohne mein all abendliches... Stricken könnte ich wirklich nicht mehr sein." Wie schön. Auch das ist echt.

Was jedoch absolut niemals geht, ist Liebe zu erzwingen. Sie kommt, oder sie läßt es, doch Du kannst sie nicht kaufen oder antrainieren. Geheuchelt oder gespielt, das ist was anderes. Doch das Gefühl entsteht von alleine, oder gar nicht. Es ist nichtmal zwangsweise gesagt dass innerhalb einer Familie Liebe existieren muss. Es gibt Mütter, die ihre Kinder nicht lieben (können). Das mag noch so weh tun, aber es läßt sich nicht ändern. Über die Gründe will ich hier nicht spekulieren. Kann jedoch aus meiner eigenen Lebenserfahrung heraus sagen dass die Verbindung und Zuneigung zu den Freunden in meinem Leben stets enger, aufrechter und vor allem echter gewesen ist, als eben zu meiner eigenen Familie. Wie weh sowas tut steht wieder auf einem anderen Blatt Papier. Aber die Liebe bleibt wie sie ist... flüchtig und nicht einzufangen.

Ich werfe aber an dieser Stelle auch noch einen neugierigen Blick darauf, was Wikipedia dazu generell sagt:

"Liebe (über mhd. liep, „Gutes, Angenehmes, Wertes“ von idg. *leubh- gern, lieb haben, begehren[1]) ist im Allgemeinen die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung und Wertschätzung, die ein Mensch einem anderen entgegen zu bringen in der Lage ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht.
Nach engerem und verbreiteten Verständnis ist Liebe ein starkes Gefühl, das mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Hierbei wird zunächst nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes (Elternliebe, Geschwisterliebe) oder um eine Geistesverwandtschaft handelt (FreundesliebePartnerschaft), oder aber um ein körperliches Begehren gegenüber einem anderen Menschen (geschlechtliche Liebe (Libido)). Dieses Begehren ist eng mit Sexualität verbunden, die jedoch nicht unbedingt auch ausgelebt zu werden braucht (vgl.platonische Liebe)."

Nun ja. Das klingt nicht unbedingt romantsich, ist jedoch auch nicht verkehrt. Sicher habe ich jetzt 1000 Kleinigkeiten vergessen, aber so bleibt wenigstens noch genügend Interpretationsspielraum und vor allem auch Inspiration, vielleicht selbst etwas darüber zu schreiben :-)

Mittwoch, 20. November 2013

Das Wort zum Mittwoch: Gesundheit


Unsere liebe, kreative -> Tamesis <- hatte mal wieder eine glänzende Idee für eine Blogaktion, an der ich gerne regelmäßig teilnehmen werde, sofern die Zeit es hergibt. Heute startet sie und da bin ich natürlich gleich mit dabei.

Passend zu den Umständen, warum ich überhaupt mitten unter der Woche zuhause hocke, habe ich mich für das Wort "Gesundheit" entschieden. Denn mich hat nach langer Zeit mal wieder ein Harnwegsinfekt lahm gelegt. Früher habe ich sehr häufig darunter gelitten, jetzt hatte ich das für meine Verhältnisse wirklich schon sehr lange nicht mehr. Der Rücken schmerzt, die Seiten auch und im Unterbauch fühlt sich ebenfalls nicht alles so dolle an. Ich hätte mich insofern auch für "Krankheit" entscheiden können, aber irgenwie wollte ich lieber das Positive hervor heben. Und da man  nicht 24 Stunden am Stück im Bett oder auf der Couch liegen kann, weil das für den Rücken auch nicht unbedingt das Non Plus Ultra ist, dachte ich mir dass ich die Zeit im Sitzen am Tisch ja auch sinnvoll für diesen Post nutzen könnte.
Also schön ein paar Kerzchen angezündet, die Katzen liegen hier überall rum und den scheußlichen Nieren-und-Blasen-Tee auf den Tische gestellt - der ist wirklich absolut widerlich! 

Gesundheit ist wohl - und ich denke da wird sich mir jeder anschließen - mit unser höchstes Gut im Leben. Sowohl die eigene, also die derer, die wir lieben. Zum Einen geht es dabei natürlich um unser körperliches Wohlbefinden. Fit zu sein, frei von Schmerzen, leistungsfähig, rundum glücklich im eigenen Körper. Zum Anderen gibt es da jedoch auch die geistige Gesundheit, der auch heut zu Tage noch von vielen Menschen keine wirklich große Aufmerksamkeit zukommt - bis sie eines Tages vielleicht selbst erleben wie es sein kann, wenn die aus dem Gleichgewicht gerät. Geistig gesund sind wir doch eigentlich, wenn wir glücklich sind. Zufrieden, gut gelaunt, fröhlich und sämtlichen Anforderungen des täglichen Lebens gewachsen. Doch das alles ist nicht selbstverständlich. Eine psychische Erkrankung oder auch ein einschlägiges Erlebnis können das seelische Gleichgewicht durcheinander bringen und dann leiden wir unter etwas, das kein anderer sehen kann und das womöglich auch nur sehr schwer zu beschreiben ist.

Bin ich gesund? Mit meinen Herz-Rhythmusstörungen, der chronisch entzündlichen Darmkrankheit, all den anderen Wehwehchen der Vergangenheit und gerade aktuell mit meiner von vermutlich Zugluft resultierenden Nieren-und-Blasen-Infektion? Nun ja, ich weiß nicht. Zumindest möchte ich mich nicht beklagen, denn es gibt wirklich weitaus Schlimmeres. Ich gehe wirklich davon aus nach dem heutigen Tag voll Wärmekissen, Schonung, Wasser, Tee und heißen Bädern, dass es mir morgen bedeutend besser gehen wird und ich auch wieder dienstbereit sein werde. Wenn man sich nämlich die Zeit zum Auskurieren nimmt - und der Körper signalisiert das schon sehr deutlich, wenn es nicht mehr geht - dann läuft auch meist alles wieder in geordneten Bahnen. Allerdings ist es wirklich wichtig diesem Ruf auch zu folgen und nicht schwachsinniger Weise noch mit dem Kopf unter dem Arm durch die Gegend zu hetzen, damit einem auch ja jeder auf die Schulter klopft und betont wie fleißig man doch ist. Davon kann man sich nichts kaufen, ich weiß das!
Wie auch immer, jeder muss selber wissen und für sich entscheiden - oder sagen wir mal erkennen, wann es an der Zeit ist auszuruhen.

Die innere Stimme ist häufig sehr hilfreich. Schickt einem Appetit auf frisches Obst (mit entwässernden oder entgiftenden Eigenschaften, was die Nieren durchspült), Müdigkeit oder Schmerzen, damit wir uns entsprechend verhalten können. Was muss, das muss - ist mir auch klar und war es seit jeher. Aber ich habe in den letzten Monaten auch auf schmerzhafte Weise gelernt wann der Punkt gekommen ist, wo die selbst gesteckten Prioritäten in den Hintergrund treten. Denn wie sagt man so schön: "Auf ihrem Grabstein stand sie war stets hilfsbereit und fleißig, doch leider starb sie viel zu jung". Irgendwie in der Richtung lautet der Spruch - und darauf kann ich echt verzichten. Wie gesagt, ich stelle mich auch nicht an und reiße mich zusammen, denn das Leben ist nunmal kein Ponyhof. Aber irgendwann ist Schicht.

Aber genug geschwafelt, ich schaue mal was Wiki zu dem Wort ausspuckt.

Sehr interessant was dort steht: 
"Gesundheit des Menschen ist laut Weltgesundheitsorganisation „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ („Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“)"

Es finden sich noch jede Menge weiterer zutreffende Aussagen, wer mag kann gerne -> hier <- nachlesen.

Und wie schaut es mit Euch aus? Seid Ihr vielleicht anderer Meinung, oder würdet Ihr etwas ergänzen wollen?

Ich genieße jetzt noch ein wenig das Gluckern der Spülmaschine (ein Hoch auf die moderne Technik) und die Rundum-Versorgung meines Mannes (als Haushaltshilfe, Einkaufsbote und Krankenpfleger). Morgen sieht die Welt bestimmt schon wieder ganz anders aus und im Moment kann ich auch grad wirklich nicht klagen. Schade ist nur dass wir aus diesem Grund den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in Holland absagen / verschieben mussten. Das wäre wirklich nicht gut gewesen, in der Kälte da draußen herum zu rennen, so vernünftig muss man glaub ich dann auch mal sein.