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Dienstag, 19. Mai 2015

Montags-Mond-Magie

Anläßlich des Neumondes gestern gedachte ich endlich mal wieder meine Hexen-Batterien aufzuladen und ein wenig aktiv in die richtige Richtung zu werden. Wie zufällig hatte die liebe > Luana < mir vor einigen Tagen einen Link zu einem Ritual mit Löwenzahn geschickt und dies wendet sich sogar auch noch an Hekate. Wobei das in meinem Fall ohnehin so gewesen wäre. Trotzdem klang es sofort im ersten Moment wunderbar stimmig und passend für mich, so daß feststand, das muß ich machen.

Man wandelt die Abläufe und Zutaten ect. ja meist sowieso für die persönlichen Bedürfnisse ab, aber ich konnte das schon zu einem Großteil übernehmen. Um Euch ein Bild davon zu machen, wovon eigentlich die Rede ist, verweise ich Euch auch gern an dieser Stelle mal auf den ursprünglichen Artikel über > das Löwenzahnritual <

Wie Ihr seht benötigt Ihr 7 Löwenzahnblüten. Was erstmal eine größere Herausforderung darstellt, da die meisten sich inzwischen in Pusteblumen verwandelt haben. Da ich aber die Sonnenenergien und speziellen Heilkräfte der Pflanzen wichtig fand, hab ich mich auf die Suche gemacht und wollte unbedingt noch welche finden, anstatt sie duch andere gelbe Blumen zu ersetzen. Die Wiesen neben unserem Haus sind nämlich jüngst gemäht worden - alles weg :( Aber wie gesagt, vermutlich wäre ich eh kaum noch fündig geworden. Wie dem auch sei. Ich machte mich auf den Weg, um ein paar Teile einzukaufen und da ich wußte daß ich zu Fuß unterwegs sein würde hatte ich vorsichtshalber schon mal einen kleinen Gefrierbeutel eingepackt. Tatsächlich war das Glück mir hold: An Wegrändern fand ich noch genügend der gelben Blüten und sogar eine schwarze Feder obendrauf! 

Als nächstes ist ja noch helles Räucherwerk gefragt. Die Mischung an sich halte ich immer für eine sehr persönliche, auf die Absichten abzustimmende Angelegenheit...


Ich entschied mich für ebenfalls 7 Komponenten, bestehend aus: Wacholderholz (zur Reinigung), indischen Weihrauch (weihender Aspekt), Bienenhonig Klosterweihrauch (für Fruchtbarkeit, Heilung und Inspiration), Schwertlilien-Klosterweihrauch (mein Tribut an Hekate), Angelikawurzel (zum Schutz), Orangenblüten (für Süße, unbeschwerte Stimmung und als Gruß an die Sonne), Copal Manila (segnend).

Das Ganze duftet im Mörser zerstoßen sehr kräftig blumig, fruchtig, würzig und irgendwie pfeffrig. Das erscheint dann insgesamt kostbar, sonnig und feurig für mich. Auch der von der Kohle verströmende Rauch war schwer und intensiv, genau wie ich es mir vorgestellt hatte und unter freiem Himmel ja auch brauchte.

Die geforderte, oder sagen wir mal lieber, vorgeschlagene Bienenwachskerze hatte ich leider nicht mehr im Vorrat und konnte auch auf die Schnelle hier bei uns im Örtchen keine bekommen. Also entschied ich mich für eine sattgelbe Kugelkerze. Das paßte prima zum Thema, den sonnigen Kräften und den Löwenzahnblüten. Bitte wundere sich niemand darüber daß ich mein Ritual hier als Neuomond-Ritual deklariere. Das ist es nach wie vor für mich gewesen. Schon alleine weil ich der Hekate "anhänge" verlagere ich meine Vorhaben gern auf die Zeit des Schwarzmonds. Dann noch am Montag, wenn die Woche gerade anfängt, perfekt. Der Sonne widerspricht ihr meiner Ansicht nach jedoch nicht, sondern betont ihre Löwinnen-Kräfte, die kämpferischen Seiten. Außerdem beschäftige ich mich viel mit dem Sonnengott Mithras und zelebriere Rituale im Sommer häufiger auch mal in der Mittagszeit. Gerade wenn man sich den Ritualaufbau / das Ansinnen mal anschaut, ist das für mich sehr passend gewesen. 


Jedenfalls hab ich mich dann auch mit meinem Sammelsurium raus in die Mittagssonne auf die Terrasse verzogen. Den Spruch hatte ich sicherheitshalber noch aufgeschrieben und nach Beendigung des Rituals zusammengefaltet bei der (noch immer) herab brennenden Kerze gelassen. Weil ich ihn sehr schön finde gebe ich ihn hier gern noch einmal wieder:

Sieben Blüten halt ich hier,
bringen nun das Glück zu mir!
Sorgen lasse ich nun los,
Stärke in mir wird ganz groß!
Nutz´die große Löwenkraft,
die mir großen Schutz verschafft!
Ich wünsche mir durch Hekates Kraft,
dass mir das Glück nun wieder lacht!
So soll es sein, so soll es sein, so soll es sein!


Sehr schön an diesem Ritual finde ich daß kein spezielles Thema vorgegeben ist. Erstmal geht es um Schutz und Glück und Kraft. Was Dir sonst noch wichtig ist und worum es Dir geht kannst Du ganz individuell herausfinden und festlegen. Wichtig und treffend fand ich für mich, daß ich mich auf meine eigenen Kräfte zurück besinnen konnte, zurück zu mir, weg von meinen Blockaden. Von Allem was mich blockiert, auch ich selbst - wie das häufig so ist. Geschützt zu sein vor negativen äußeren Einflüssen, übellaunigen und übelwilligen Zeitgenossen... Und somit hin zu Themen, die mir wichtig sind, die mich beschäftigen.


Der Wind sauste mir heftig um die Ohren, aber während meines Rituals kam pünkltich die Sonne hervor und schien mir heiß auf die Haut. Das Abreiben mit den Löwenzahnblüten war wirklich irgendwie eine eindrückliche Erfahrung. Wenn man die Kräfte visualisiert, sie herauf beschwört und spürt welche Energien sich als Schutzmantel um Deinen Körper legen, passiert eine Rückverbindung zu sich selbst und zur eigenen Magie ganz automatisch. Seit dem bin ich wie aufgeladen und es knistert wieder, wenn ich eine Karte ziehe oder mich auf etwas konzentriere.


Das Rezeptbuch der Waverley-Schwestern übrigens (siehe voran gegangene Buch-Rezension) weiß über den Löwenzahn folgendes zu berichten: "Stimuliert und fördert Treue. Nebenwirkungen sind oft Blindheit gegenüber Fehlern sowie spontane Entschuldigungen." Ist ja witzig ;-) 
In der Land Apotheke stieß ich überdies am heutigen Tage "zufällig" über ein Rezept in Kombination mit Wermut in Alkohol gelöst, das den Apetit regulieren und die Verdauung anregen soll. Über was frau nicht alles stolpert, wenn sie erstmal ein Thema anvisiert hat.


Nachdem ich den Kessel befeuert und meinen Spruch gesprochen hatte, mit den Kräften der Löwenmilch gesalbt war, setzte ich mich in den aufsteigenden Rauch und ließ meine Gedanken schweifen. Visualisierte, formulierte und hing meinen Gedanken nach. Zwar blies mir der Wind permanent die Kerze aus, aber das war halb so wild. Die fand nämlich nachher Unterschlupf in einer Laterne und darf dort in Ruhe ausbrennen, während dessen sie sich an meine Worte anlehnt...


Freitag, 6. Februar 2015

Wohlfühl-Kräuter

Mittwoch ist das glaub ich gewesen, da war es endlich auch mal wieder an der Zeit für mich ein wenig in der Hexenküche zu werkeln. Meine Kollegin hatte mich vor ein paar Wochen schon darum gebeten für ihren Laktose-intolarenten Bekannten eine Teemischung "nachzubauen". Hatte er mal irgendwo gefunden und war damit sehr gut klar gekommen. Erstmal mußte ich dafür natürlich auf die benötigten Kräuter warten, die ich teilweise im Netz bestellt habe. Und dann den richtigen Augenblick finden... Wo ich grad schon mal dabei war machte ich mich auch gleich noch an eine beruhigende Teemischung für die ehemalige Kollegin. Sie steht wohl in letzter Zeit ein wenig unter Strom und dazu wollte sie gern noch etwas leicht anregendes für ihren etwas problematischen Darm. Aber damit nicht genug; auch eine Räucherung zum Wohlfühlen für daheim sollte noch her. Also hieß es ran an die Kräuter und Rührschüsseln...


Hier seht Ihr die besagte 7-Kräuter-Mischung "gegen Laktose-Intoleranz". Zumindest wurde sie in diesem Zusammenhang erfolgreich eingesetzt. Die Zutaten hatte ich einfach den Angaben auf dem abfotografierten Beutelchen entnommen und war dann entsprechend ans Werk gegangen. Wie Ihr seht hab ich direkt eine große Menge fertig gemacht, damit wird derjenige vermutlich sehr lange auskommen ;-)

Solltet Ihr ähnliche Magenbeschwerden haben oder empfindlich auf Milchprodukte reagieren, dann probiert es doch viellicht auch einmal mit diesem Tee. Hier die Zutaten:

Bibernellwurzel (nicht allzu viel), Kümmel (reichlich), Fenchel (reichlich), Wacholderbeeren (einige), Wermut (nicht zu knapp), Schafgarbe (ebenfalls), Anis (nach Geschmack).

Diese Mixtur ist zwar nicht auf meinen Mist gewachsen, aber ich habe den Rückläufer bekommen daß sie zumindest so ausschaut wie das ursprüngliche Produkt und auch so riecht. Klar, sind ja auch die gleichen Sachen drin.

Die nächsten Rezepte stammen allerdings sehr wohl von mir selber. Ich mache direkt mal weiter mit einem Tee, der ebenfalls besänftigend auf den Verdauungstrakt einwirken soll. Bzw. eher ein wenig beschleunigend :) Aber nur was Leichtes, keine Sorge...


Dafür benötigt Ihr in ähnlichen Gewichtsanteilen (ungefähr, das muß man nicht so eng sehen): 

Brennessel, Himbeerblätter, Birkenblätter, Schafgarbe und ein paar Hibiskusblüten (wilde Malve).

Der dritte Tee beruhigt ein wenig die gespannten Nerven und wirkt stimmungsaufhellend. Ich glaube den kann in der kalten Jahreszeit fast jeder gebrauchen oder generell in etwas hektischeren Lebensphasen, die mit Unruhe, Stress und vielleicht schlechter Laune oder Schlafproblemen einher gehen. 


Dafür verwende ich einfach die Mengen nach persönlichem Geschmack und Empfinden...

Frauenmantel, Melisse (als Basis), Lavendel (nicht zu wenig), Mädesüß (nicht zuviel) und Orangenblüte (für die nötige Süße).

Jetzt klappt´s schon mal mit der Verdauung und der inneren Balance. Aber auch der Wohnraum kann ja immer mal wieder eine gute Portion Harmonie vertragen. Dafür sorgt neben hübschen Accessiores und behaglicher Einrichtung das entsprechende Aroma. Ob auf dem Stövchen oder auf Kohle, hier kommt die richtige Mixtur für ein ausgeglichenes Klima in den vier Wänden. Ich kann wieder nur empfehlen bei der Dosierung in sich hinein zu horchen. Mal braucht es etwas mehr hiervon und dann wieder riecht man lieber das andere. 


Mein Vorschlag für Zufriedenheit, Gelassenheit und Fröhlichkeit besteht aus:

Rosenblüten, Basilikum, Sandelholz, Copal, Styrax, Bienenhonig und Weihrauch (ich habe indischen verwendet).

Ich bin gespannt was meine Bekannte sagen wird! Fehlt noch ein Büchlein, das ich ihr bestellen möchte (Der magische Hausputz, aus meiner Rezi von ein paar Posts vorher) und dann geht ein Päckchen zu ihr auf die Reise.  
Ich mach es mir jetzt weiter mit meinem Mann vor dem Fernseher gemütlich und schlürfe ein Rotweinchen. Habt ein schönes Wochenende, bis bald!

Freitag, 21. November 2014

Feuer sprühe, Kessel glühe!

Spart am Werk nich Fleiß noch Mühe... 
Ich hatte ja schon lange nach einem schönen Kessel gesucht. Eigentlich schon echt einige Jahre. Aber weder auf Flohmärkten (was auch schon ewig her ist, gebe ich zu), noch Esoterik-Shops oder im Hexen-Bedarf wurde ich fündig. Natürlich verschlug es mich im Laufe meiner Suche immer mal wieder an den Ort namens Ebay ;-) Dort hatte ich dann und wann mal einen im Auge gehabt. Meist wurden sie mir dann aber kurz vor Auktions-Ende zu teuer oder ich war von vorn herein nicht sicher. 

Ursprünglich hatte ich übrigens auch nach einem größeren Exemplar gesucht. In dem man dann auch Dinge / Papiere, Hölzer ect. verbrennen könnte. Vorerst jedoch ist es nun ein kleineres Schätzchen geworden, das ich hauptsächlich zum Räuchern nutzen werde. Dazu wurde ich bei meiner lieben Ana inspiriert, die so ein süßes kleines Teilchen von ihrer Oma übernommen hatte. Da in unserer Familie aber keine Erbstücke mehr zu vergeben sind, war das schon mal Fehlanzeige. Im Nachhinein finde ich er hat eigentlich die perfekte Größe. Findet Platz auf meinem Altar, kann am Henkel zum Ausräuchern herum getragen werden, oder zu einem Jahreskreisfest beispielsweise auch mal Kerzen und / oder Opfergaben beherbergen. Wobei ich sicher beizeiten noch mal eine größere Schale / einen Kessel nachkaufen werde für solche Zwecke, wenn mir das richtige Stück über den Weg läuft. Das ist ja immer so eine Sache. Frau merkt einfach wenn es paßt. Ihr kennt das. Gesern war es dann jedenfalls soweit. Mein Mann brachte mir das Päckchen abends nach der Arbeit mit...


...und daran hatten als Erste die Katzen ihre Freude, klar! :D Ich kam dann irgendwie in so einen Drive. Und obwohl noch angeschlagen, wußte ich daß mein Kesselchen jetzt sofort und überhaupt gereinigt werden mußte. Ein fremdes Teil auf meinem Altar, das geht irgendwie gar nicht. Ist ja klar und offensichtlich daß er alt ist. Somit vermutlich auch gebraucht. Das wußte ich natürlich vorher und es machte mir auch nichts aus. Ich finde eher das hat was. Aber man kann nie wissen wer, wann was damit gemacht hat oder was der Kessel erlebt hat, sagen wir mal. Daher ganz klar, erstmal reinigen. Zunächst ganz schnöde mit Wasser, Schwamm und Spüli. Ist das Naheliegendste, finde ich. Hatten wir schon mal das erste Element. Oh ja. Ich lege sehr viel Wert darauf daß jeder neue Ritualgegenstand o. Ä. durch alle vier Elemente gereinigt und auch geweiht wird. Ich bin dann mit dem Kesselchen raus auf die Terrasse gegangen, habe es von innen und außen mit Salz abgerieben. Ein paar Worte dazu gesprochen. Und als dann der Moment günstig war, wurde dieses gemeinsam mit den unerwünschten Altlasten und Energien dem Wind übergeben. Ich hob den Kessel zum Himmel empor und rief die Göttin an mit der Bitte, ihn für mich zu segnen. In ihrem Namen, für sie, für mich und für uns alle. Um daß er unserem Heim und meinen Lieben stets das Beste zukommen lassen möge. Mein Gefäß der Transformation soll er fortan sein.


Auf meinem Altar hatte ich inzwischen bereits die Kerzen erleuchtet und ein kleines Plätzchen für den Neuankömmling freigemacht. Aber bevor ich es denn mit einer ersten gemeinsamen Räucherung beschließen und gut lassen sein konnte, mußte zuerst noch etwas anderes getan werden. Ich hatte schon seit einigen Monaten beabsichtigt meine Kommode mal wieder gründlich aufzuräumen und zu sortieren. Geht einer ja die Übersicht der Zutaten und alle dem vollkommen ab, wenn sämtliche Dinge nur noch zusammen gepfercht und immer mal wieder auf die Schnelle beiseite geschafft in den Schubladen drängten. Das ärgerte mich gestern tierisch. Über die Maße. Es reichte! Woher sollte ich wissen welche Kräuter und Harze ich verwenden wollte, wenn ich dazu erstmal Räucherstäbchen, Kerzen und Gläschen hin und her räumen sollte? Also ran an die Arbeit. Alle Schubladen leer gemacht, Inhalt auf dem Eßtisch ausgebreitet und eine neue Ordnung ins Leben gerufen.


Ein Fach nur für verschließbare Gefäße (Öle, Cremes, Tees, Räuchermischungen, Tinkturen), Öle, Kerzengläser, Reagenzgläschen, Pipettenflaschen und Stövchen.


Und eines nur für Räucherwerk. Punkt. Kräuter, Harze, Mischungen, Stäbchen, Kohle, Blüten, Blätter... Mehr nicht. Da kam wirklich ganz schön was beisammen. Vielleicht katalogisiere ich das beizeiten nochmal, um mir einen genaueren Plan meines Inventars zu verschaffen. Womöglich belasse ich es aber auch einfach bei der praktischen Ordnung, wo sich jetzt ja doch alles sehr schnell finden läßt. Zufrieden!


Ran ging´s an die Mischung für das Kesselchen. Ich wollte sie abschließend reinigend, also wirklich tiefenreinigend und gleichzeitig einen Schutz aufbauend. Somit entschied ich mich für die folgenden Zutaten:

[Wacholderbeeren] reingen stark und intensiv, wirken austreibend. Haben aber auch eine Art balsamierende, heilende Eigenschaft. [Salbei] ist ebenfalls einer der stärksten Reiniger, den ich kenne. Es dringt bis in die tiefsten Schichten des jeweiligen Körpers oder Gegenstandes und vermag selbst die ältesten Einflüsse zu vertreiben. [Thymian] macht die Luft klar, befreit, reinigt natürlich auch und erleichtert das Durchatmen. Es wärmt und kühlt irgendwie gleichzeitig und macht durchlässig. [schwarze Pfefferkörner] sind ein starker Schutz und mit das beste Mittel zur Abwehr, das ich kenne. Zum Räuchern jedenfalls. Neben [Eisenkraut], denn das errichtet regelrecht eine Barriere gegen negative Energien. [Angelikawurzel] ist stark schützend, segnend und besänftigend. Zu guter letzt noch [Gewürznelken], die quasi all dies in sich vereinen und sogar noch intensivieren. Das Ganze riecht nach dem Mörsern sehr schön aromatisch, würzig und irgendwie sehr sauber und frisch. Mission erfüllt!


In das Kesselchen hatte ich unterdies erneut eine feine Schicht Salz auf den Boden gestreut. Darüber eine Schicht Sand aus einer anderen Schale, die ich schon über zwei Jahre benutze und darin quasi gesammelt habe. Oben drauf dann frischen Räuchersand und eine glühende Kohle. Wobei ich dazu sagen muß daß ich als aller Erstes, draußen noch den Kessel hatte in der kühlen Nachtluft stehen lassen, während meiner spontanen Aufräum-Aktion und dabei ein Anna Riva Schutz-Räucherstäbchen abbrennen lassen habe. Sicher ist sicher, hehe.


Und da steht er dann! =) Ist er nicht hübsch? Ehrlicher Weise sollte ich aber eingestehen daß ich den Altar danach schon wieder umdekoriert habe. Alles ein bißchen versetzt. Ich komme da immer nicht zur Ruhe, bis es sich perfekt anfühlt. 


Ganz ein feines Teilchen und es läßt sich wunderbar darin räuchern! Jetzt werd ich vielleicht auch mal wieder häufiger auf Kohle räuchern. Seit einer ganzen Weile mache ich das eigentlich außer zu besonderen Anlässen nur noch auf dem Stövchen. Da fällt natürlich auch die Rauchentwicklung flach, was es viel milder macht. Mein Mann kam doch tatsächlich abends nach dem Training mit den Worten zu Tür rein: "Boh, sag mal - hast Du gekifft?!" Haha! Soviel mal dazu. Da kann frau noch soviel lüften, es bleibt halt doch einiges in der Luft stehen. Aber das Kesselchen ist schon toll. Der Boden wurde nicht heiß, nur warm. Wodurch er sich wunderbar von einer Stelle zur anderen bewegen ließ. Aber auch am Henkel tragen und schwenken war problemlos möglich. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Bisher mußte ich ja mein Speckstein-Schälchen noch immer auf einen Teller stellen und hab selbst dann noch aufgepaßt wie ein Lux. Sollte man selbstverständlich mit einer glühenden Kohle auch tun. Trotzdem ist das so schon was anderes. Prima.

 
Irgendwie konnte ich ihm gestern abend mit keiner Aufnahme so wirklich gerecht werden. Aber ich glaube man sieht auch so daß ich da echt einen Glücksgriff gemacht habe :)

Dienstag, 30. September 2014

Magickal Monday

Gestern nach Feierabend habe ich...


...meine Tee-Kräuter-Bestände erfaßt und mir endlich mal eine kleine Liste gemacht, wo im Schrank sich was befindet (sehr praktisch, wenn man überlegt was man verwenden könnte zu einem bestimmten Zweck).


...eine neue Mischung für einen Magen-Tee ausprobiert. Mein Mann brauchte ihn und auch sonst findet er öfter Verwendung. Wie schnell verdirbt man sich den launischen Genossen mal mit einem zu schweren Essen oder auch mit einer großen Portion Stress? Diesmal habe ich die folgenden Zutaten verwendet:
Kamille, Fenchel, Anis, Mädesüß und Pfefferminze.
Schonend, entkrampfend, beruhigend, erfrischend, wirksam gegen einen Blähbauch, antiseptisch, entzündungshemmend, harmonisierend. Dazu einen guten Schuß Honig in jede Tasse. Meinem Mann hat er übrigens sehr gut geschmeckt, obwohl das ja mit Anis immer so eine Sache ist, wie ich finde. Eine Tasse hat er direkt heiß bekommen und dann hab ich ihm noch zwei Flaschen fertig gemacht, die ich in den Kühlschrank gestellt und mit schönem Kandis gesüßt habe. Damit kommt er gut klar und gönnt sich quasi eine kleine Teekur. Ins Büro hab ich auch direkt mal ein Döschen mitgenommen, denn gerade auch da hat immer mal wieder jemand Maläste.
Btw: Kennt Ihr die Teekannen von Jameson & Tailor? Oh mein Gott! Darauf bin ich heute mehr oder weniger zufällig gestoßen, als ich nach einer Kanne / einem Teebereiter auf der Suche war. Immer mit dem Tee-Ei oder einer Zange werkeln geht zwar für eine Tasse, aber wenn man gleich ein ganzes Kännchen ansetzen möchte wird´s dann doch mit der Zeit mal lästig. Daher gab es einen Teebereiter für daheim und noch ein hübsches Tee-Ei für die Arbeit. Da reicht es nämlich auch tassen-weise, oder häufig trinken wir eh Beutelchen, wenn nicht gerade eine eigene Mixtur. Jedenfalls wird so eine hübsche, ausgefallene Kanne definitiv beizeiten hier einziehen ^^ Guckt mal bei Ebay, da wird echt der Hund in der Pfanne verrückt, was für tolle Designs sie haben! Ich konnte mich echt nicht entscheiden, kein Witz :D


Gestern abend hab ich dann doch auf Omas Methode zurück gegriffen; das Ganze stark aufgebrüht (lose), laaange ziehen lassen und durch ein altes (aber sauberes!) Trockentuch abgeseiht. Danach dann wie gesagt ab in die Kühlung damit und fertig ist ein gesundes Erfrischungsgetränk, worauf man auch bei nächtlichem Durst am Bett gut und gerne zurück greifen kann.


Dann galt es noch ein Abschieds-Geschenk für eine liebe Kollegin zusammen zu stellen. Besser gesagt hatte sie ein eben solches bereits erhalten, aber für das Glück in einem neuen Heim gibt´s von der Hex dann doch nochmal was extra ;-) Dieses Falkenauge auf dem Bild befand sich schon seit vielen Jahren in meinem Besitz. Ehrlich gesagt schon so lange, daß ich nichtmal mehr weiß ob ich es mal geschenkt bekommen oder selbst gekauft habe... Jedenfalls habe ich es ihr mit auf die Reise gegeben. Er war keiner meiner persönlichen Kraftsteine, sondern kuschelte seit Jahren gemeinsam mit anderen in einer Vase im Bücherregal. Also hatte er wohl auf irgendeinen neuen Einsatz gewartet. Es soll ihr helfen die Wahreit, oder den Kern einer Sache zu sehen und zu erkennen. Klar sehen eben. Ohne Schleier und Verwirrungen. Manchmal weiß man ja nicht so recht. Ob es jetzt um eine Entscheidungsfrage geht oder darum, was man von einem Gegenüber bzw. einer Situation halten soll. Dabei hilft ihr der Stein ab jetzt. Ob nun unter dem Kopfkissen, um die Antwort auf eine Frage im Traum zu erhalten, oder in der Hosentasche, um mit klarer Sicht und klarem Kopf durch den Tag gehen zu können. Nicht zuletzt auch, wie sie mich erinnerte, ist es etwas, woran man sich festhalten kann. Ein wunderbarer Handschmeichler, der auch an die alte Heimat erinnert. Und ja, natürlich habe ich ihr gesagt wie sie ihn für sich selbst reinigen und aufladen kann.


Auch eine sehr persönliche (also für sie) Räuchermischung hab ich ihr fertig gemacht. Die Zutaten würd ich so aus dem Kopf alle gar nicht mehr auf die Reihe kriegen. Jedenfalls alles drin, was es meiner Meinung nach brauchte, um das neue Heim zu reinigen und es gleichzeitig mit positiven Energien aufladen zu können. Salbei natürlich (reinigend und entgiftend), Thymian (desinfizierend), Wacholderbeeren (reinigend und heilend), schwarze Pfefferkörner (zur Abwehr), Basilikum (Liebe & Gesundheit), Rosmarin (für Harmonie), Rosen- und Orangenblüten (für Liebe & Zufriedenheit), Zedernholz (heiliges Schutzholz) und Angelikawurzel (schützend)... Sogar ein klein wenig Styrax (harmonisierend, der Göttin geweiht), um sie unter dem Schutz der Hekate ziehen zu lassen.


Des weiteren gab es noch ein wenig Räuchersand, den sie mit Erde vom eigenen, neuen Grundstück mischen sollte (möglichst saubere), ein Stück Kohle, eine weiße Kerze, zum Einritzen guter Wünsche, drei verschiedene Räucherstäbchen, die gut sind für die Liebe, einen Zahnstocher (symbolisch) und ein paar mehr Reinigungs- bzw. Schutz-Tips mit auf den Weg.
Heute abend steht nun noch eine Teemischung für die an starker Erkältung oder Grippe erkrankte Kollegin auf dem Programm.

Bleibt Ihr also alle schön gesund, habt einen gemütlichen Abend, eine gute Woche und einen gelungenen Start in den neuen Monat!

Sonntag, 16. Februar 2014

Full Moon Magic & Vorfrühlings-Gedanken

In letzter Zeit habe ich mir mal so einige Gedanken gemacht darüber wie wir eigentlich mit den Dingen umgehen, die uns im Leben so passieren. Sein es Schicksalsschläge, Unzufriedenheiten, kleine Auseinandersetzungen oder auch glückliche Bedingngen. Vieles von dem was uns widerfährt läßt sich beeinflussen, wurde womöglich gar von uns selbst hervor gerufen, provoziert, absichtlich herbei geführt. Sei vorsichtig mit Deinen Wünschen, sagt man, denn Deine Wünsche werden wahr. Das stimmt in der Tat. Energie folgt Aufmerksamkeit, Gedanken materialisieren sich... Aber ich will hier nicht über Quantenphysik oder die Wirkungsweise von dem, was wir Magie nennen philosophieren an dieser Stelle. Wichtig ist zunächst mal sich bewußt zu machen wie man sich fühlt. Was löst dies oder jenes eigentlich in Dir aus? Gefällt Dir der Gedanke, schreckt er Dich, bist Du glücklich, traurig oder zornig? Häufig kommt es vor dass wir unsere Gefühle nicht zulassen, sie beiseite schieben. Teilweise ist das sogar richtig, das muss ich ganz klar sagen. Ungeliebtes kann auch wirklich einfach weg-ignoriert werden. Natürlich nur in gewissem Maße. Man muss schon selbst mit anpacken, denn von nichts kommt nichts, so ist das nunmal. Aber man sollte Negativem auch nicht zu viel Beachtung schenken. Ändern was zu ändern ist, lernen hinzunehmen was wir nicht ändern können, aber zunächst mal und vor allem, das Eine vom Anderen unterscheiden. Daraus ergeben sich für mich zwei Vorgehensweisen:

Eine Sache, die Umstände, Ereignisse schlicht und einfach annehmen. Das bedeutet nicht gleich zwangsweise passiv zu bleiben. Sondern ganz aktiv und bewußt hinnehmen, was sich nicht ändern läßt. Das wiederum verändert dann den Blickwinkel und auch die Art des Erlebens. Weinen ist z.B. wichtig. Den Freundinnen sagen wie man sich fühlt. Einen Racheplan aushecken und womöglich auch in die Tat umsetzen. Etwas zu akzeptieren bedeutet dass wir uns bewußt dazu entscheiden, diese Sache in unserem Leben anzunehmen, ihr einen Platz einzuräumen. Und wenn wir das tun, es einfach sein lassen und in uns integrieren, in unseren Alltag, dann verliert dieses Etwas seine große Macht über uns. Einen Einfluß, der ihm (dem was auch immer) gar nicht zusteht. Wir entscheiden. Wir sind die Regiesseure unseres eigenen Lebens. Auch in den noch so aussichtslos erscheinendsten Situationen. Denn wenn ich etwas annehme, betrauere, darauf wütend bin, dann kann ich es hinter mir lassen. Danach darf es in eine kleine finstere Ecke verdrängt werden. Ich weiß es ist da. Aber ich habe ihm ins Auge geblickt (mich ausgeweint, die Ungerechtigkeit heraus geschrien) und ihm dann in den Hintern getreten. Fortan ist es zwar da, doch ich ignoriere es nicht mehr vollstänig. Ich habe diesem Untier einen Namen gegeben und es direkt angesprochen. Es kann mir nicht mehr aus dem Hinterhalt auflauern, ich weiß jetzt womit ich es zu tun habe.

Die zweite Seite der Medaille, die auch (aber nicht zwangsläufig) auf den ersten Schritt folgen kann, ist aktiv werden. Im Leben und im Alltag sowieso, darin besteht kein Zweifel. "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott" oder auch so schön "Mit Athena und mit Deinen Händen" (was mir persönlich natürlich besonders gut gefällt). Magie, ein Ritual, Gebete, das Besprechen einer Kerze, eine Fantasiereise, eine gelenkte Meditation, alles kann ein Schritt in die richtige Richtung sein. Denn all das (und auch mehr) zeigt Dir selbst, Deinen Göttern und dem Universum: So, ich habe eine bewußte Entscheidung getroffen, in welche Richtung es gehen soll. Ich wünsche mir nun für die Zukunft dies und jenes, oder bestimmte Umstände für die Gegenwart. Damit löst Du einen Prozess aus, der wiederum Begegnungen, Ereignisse und "glückliche Zufälle" zur Folge haben wird. Ab da heißt es quasi "nur noch" die Augen offen halten, bereit sein, im richtigen Moment die Chancen wahrnehmen und insbesondere logiser Weise aktiv auf das Ziel hin zu arbeiten. Denn Magie & Co. haben nicht nur auf die Psyche eine direkte Auswirkung, sondern tatsächlich eben auch auf die materielle Ebene. Wenn wir es zulassen. Wenn wir es wirklich, wirklich wollen. Vieles braucht allerdings auch Zeit, denn wir sind hier nicht im Fernsehn. Wobei man meinen sollte, das versteht sich von selbst.

Jedenfalls ist mir an mir selbst aufgefallen dass ich in letzter Zeit häufiger dachte "hach, dies und jenes könnte ruhig..." usw. usf. Auf die Idee jedoch, nun mal wieder selbst mittels Zauber das Szepter in die Hand zu nehmen, kam ich irgendwie gar nicht. Witzig, oder? ;-) Aber gut, ich denke das ist auch immer alles eine Angelegenheit des richtigen Zeitpunktes. Und wenn der gekommen ist wird man schon wach. Dann steht man auf und fängt einfach an. So ist das. So kam es dass ich zum Vollmond am Freitag abend mal wieder einige Steine ins Rollen bringen wollte. Für mich selbst, meine Freundinnen, deren Liebe... Es gab mehrere Anlässe. Ich hatte für alle Anliegen genügend Energie, Ruhe und Muse an diesem Abend, man mag es kaum glauben. Aber genau das ist es, was ich meinte mit dem richtigen Zeitpunkt. Wenn er da ist wird der Rest sich von selbst ergeben. Ein wenig Gott Göttinnen-Vertrauen muss schon da sein.

So entzündete ich die Kerzen, rührte im Mörser, schrieb einen Spruch, sprach mit den Göttinnen, brachte einige Opfer dar, Geschenke, lies mir Zeit, dachte nach...


Ich finde es jedes Mal aufs Neue zauberhaft und faszinierend wie der Anblick und die Atmosphäre meines Altars sich in den Abendstunden verändern. Im Dunkeln. Und wenn dann noch Kerzen brennen und die Absichten stimmen... brauche ich keinerlei Erdungsvorbereitungen mehr. Die Ruhe und die nötige Zentrierung stellen sich von ganz alleine ein. Heut zu Tage brauche ich keine offziellen Anrufungen mehr, keinen Kreis (nicht immer und manchmal ziehe ich ihn einfach nur um mich selbst) und vor Allem keine Strenge. Wer sagt dass Magie eine todernste Angelegenheit ist? Die meisten Göttinnen, Engel usw. mit denen ich bisher zu tun hatte haben eine gehörige Portion Humor, von der sich so manch einer noch ein Scheibchen abschneiden könnte.

Spontan habe ich mir eine Räucherung aus den zuletzt von > Tamesis < geschickten Zutaten zusammen gemixt:

Hülle & Fülle Räucherung

Angelikawurzel (reichlich)
Weihrauch, indisch
Zauberhasel
Wacholderholz

Ich finde diese Mischung sehr passend für Imbolc, generell hat sie aber auch eine schützende Wirkung für sämtliche Unternehmungen, die mit Wohlstand, Erfolg, Neuanfängen u.ä. im materiellen Bereich zu tun haben.
Sie wirkt erdend, kräftigend, verstärkend, anreichernd, auffüllend, mehrend und gebend. (Appetit anregend / Hunger auf mehr)

Zunächst riecht das Ganze ungemörsert noch sehr erdig, würzig, aromatisch, krautig und ein ein wenig nach Maggi und Gras.

Wenn man sie dann mit dem Stößel bearbeitet und auf dem Stövchen verglimmt wird sie richtig appetitlich, anregend, duftet irgendwie nährend, nach Suppe oder Braten. Kein Witz jetzt, ich bekam davon richtig Hunger.



Angelikawurzel schützt und stellt eine Verbindung zu den göttlichen Energien her, unterstützt Gebete und läßt Frieden einkehren. 
Der Weihrauch intensiviert die Zeremonie, dient der Anrufung, reinigt die Atmosphäre, weiht das Vorhaben und spendet Harmonie.
Zauberhasel (da musste ich echt erst überlegen und diskutieren ob es sich dabei um Zaubernuss oder Haselnuss handelt, wobei wir zu ersterem Schluß gekommen sind) ist vom Namen her quasi schon selbst erklärend. Wunscherfüllend, magisch, hilfreich, Hexenkräfte.
Das Wacholderholz wiederum heilt, reinigt und kräftigt.

Für Hekate habe ich dann noch Knoblauch, Bienenwachs und Rosenblütenblätter verbrannt. Sie bekam außerdem ein Schokoladenherz und eines gab es dann auch noch für Bast (merci stand drauf, das fand ich einfach so passend).

Heute ist dann ja noch das Licht-Fest der Hekate (Tag der Hekate, im Gegensatz zur Nacht der Hekate am 16. November, die sich mit der Dunkelheit beschäfigt). Ein Tag, an dem Reinigung und Kerzenweihe in ihrem Namen im Vorderund stehen. Für´s Erste reicht sie jahreskreis-technisch gesehen ihre Fackel weiter an Brigid, weil die dunkle Jahreshälfte nun schon hinter uns liegt und der Frühling Einzug hält. Insofern brennen hier natürlich schon den ganzen Tag Kerzen und nachher werd ich sicher auch nochmal ein wenig am Altar aktiv werden.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Ende & Anfang


Am 06. Januar ist es soweit gewesen, zum Feiertag der Heiligen Drei Könige. Ash hat -> an dieser Stelle <- einen ganz wunderbaren Artikel über die Hintergründe geschrieben, den ich Euch nur wärmstens ans Herz legen möchte.
Ich persönlich hatte bereits den Sonntagabend genutzt, die Energien des vergangenen Jahres gründlich auszuräuchern, im wahrsten Sinne des Wortes frischen Wind herein zu lassen und anschließend alles mit meinem Mittsommer-Wasser zu weihen. Welche Räuchermischung ich  dieses Jahr verwendet habe zeigt Euch zur Vergrößerung der Klick auf dieses Foto:
 
 
Nachdem ich einmal gegen den Uhrzeigersinn mit dem dichten Qualm durch die komplette Wohnung gewandert war und zwischendurch immer wieder die Dämpfe zu den Fenstern und Türen hinaus gewedelt hatte, war ich zum Abschluß noch einmal im Uhrzeigersinn los gegangen. In alle Ecken, auf Wände und Möbel habe ich dann jeweils einige Tropfen meines Mittsommer-Wassers gesprenkelt, um die kraftvollen Energien des Hochsommers ins Haus zu holen. Fruchtbarkeit, Freude, Kraft, Sonne. Somit habe ich die Rauhnächte hinter mir gelassen. Stürme und Alpträume dieser Tage scheinen zwar etwas anderes zu verkünden. Dennoch ist es vorbei, der Alltag längst wieder eingekehrt.
 
Um es komplett zu machen zog ich mir noch eine Jahresgöttin aus dem Orakel von Luisa Francia  - und bereute es mal wieder postwendend. Wie sollte es auch anders sein, zog ich die Percht... Nicht dass ich gegen diese Göttin etwas einzuwenden hätte, oder ihre Energien, nicht doch. Aber als Jahreskarte sind Themen wie Tod, Schatten und Veränderung dann nun wirklich nicht was ich mir vorgestellt, oder besser gesagt, gewünscht hätte...
 
 
Ohne jetzt mein Deutungsbüchlein bei der Hand zu haben... geht es doch offensichtlich um Erfahrungen mit den Schattenseiten, der Unterwelt, den eigenen Tiefen, erneut. Doch deutet die Karte für mich ebenfalls darauf dass ich nicht alleine bin, meiner inneren Stimme und vor allem Begleitern trauen kann. Dass ich es soll. Bar sitzt sie dort im Dunkeln, hat alles unnötige bereits abgelegt, vieles hinter sich gelassen. Das Szepter fest neben sich im (fruchtbaren) Boden ist sie vertieft in die Zwiesprache mit ihrem Helferwesen, dem Vertrauten. Die Krone und klauen bewehrten Hände sprechen eine deutliche Sprache. Sie ist unantastbar. Königin ihres eigenen Reiches. Wird sich nicht nehmen lassen zurück zu schalgen, wenn jemand es wagen sollte darin einzudringen. Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet wirkt die Karte schon gar nicht mehr so negativ. Aber eben auch nicht gerade besonders einladend. Meine ursprüngliche, erste, panik-behaftete Reaktion auf sie konnte eine kleine Diskussion mit meinen Freundinnen fortbügeln. Die Wogen wurden geglättet. Auf der Hut bin ich dennoch. Vermtlich das ganze Jahr über. Denn ich glaube genau davon spricht die Karte.
 
Ash und auch -> Feona <- hatten mir beim Besuch letzte Woche Karten für dieses Jahr gezogen. Aus dem Tarot wollte ich es einfach nicht mehr. Nicht wieder einen dearart detaillierten, aber auch leicht falsch zu interpretierenden Ausblick. Daher gab es erstmals Schutzheilige für jeden Monat.
 
Im Januar ist es Aloisius von Gonzaga, der für Lerneifer und Gefühlszartheit stehen soll. Whatever. Doch, ich weiß schon und sage mal beide Schlagworte passen gut.
Für Februar steht da Petrus für die die Verwirklichung von Plänen. Auch das weiß ich bereits einzuordnen.
Dem Monat März steht Georg als Beschützer, Jurist und weltliche Macht mir zur Seite. Aha.
Mein April soll von Sebastian geprägt sein, von Personen, die bereit sind zu helfen (bei was auch immer).
Im Mai steht Agnes zur Seite, als Freundin und in Form von Seelenruhe.
Für den Juni beschert Expeditus den Wandel einer stagnierenden Situation.
Blasius fördert dann im Juli die Werke des Verstandes, das klingt doch gut.
Für den August kündigt Domingo de Guzman progressive Ideen mit sozialem Hintergrund an.
Joseph als väterlicher, weiser Mann mittleren Alters schützt im September die Arbeiter und Handwerker unter uns.
Der Oktober dann ruft Paulus auf den Plan, der wiederum für Schutz im Bereich des Verlagswesens und der Erzähler steht. Oder auch für eine geistige Wende.
Alfons von Lignori (hoffentlich alles richtig abgeschrieben von meinen handschriftlichen Notizen) führt im November zum Abschluß von Krankheiten oder ggf. auch Streitsachen.
Abschließend dann im Dezember soll Martin von Tours Erfolg bringen im Bereich von selbständigen Tätigkeiten. Na dann...
 
Natürlich erkenne ich da auf den ersten Blick so einige Tücken, vieles wird sich allerdings auch erst im Verlauf der Zeit zu erkennen geben. Im Großen und Ganzen jedoch malt mir diese Aussicht ja erstmal eher nicht den Teufel an die Wand.
 
Ohnehin werde ich mir für jeden Monat noch eine Begleiterin aus dem Bereich der Göttinnen ziehen. Aber jedesmal wirklich erst dann, wenn es soweit ist.
Für den Januar hat das bereits Feona übernommen und sie griff zu ihren Runenkarten, die sie sehr liebt und mit denen sie auch absolut aussagekräftig zu arbeiten versteht.
 
Für den ersten Monat des neuen Jahres bescherte mir diese Ziehung Naudiz. Die Message der Karte lautet "nutze Dein Schicksal". Man könnte auch sagen: Wandle die Stolpersteine in Erfahrung oder mach was draus. Sowas in der Richtung eben. Naudiz spricht davon dass Krisen gemeistert werden müssen, konstruktiver Druck als Fortschritt betrachtet werden soll. Kündet allerdings auch von baldiger Wende. Dem Licht am Ende des Tunnels, welches man bereits erkennen kann. Auch wenn man noch mitten in dem Sturmtief steckt. Gekentert. Droht von den Wellen davon gerissen zu werden. Als zusätzliche Botschaft, die ich dringend haben wollte, erschien mir Elwaz. Odin ist das glaub ich auf dem Bild. Dinge gemeinsam durchstehen, Turbulenzen, hinterfragen, Toleranz und Rücksicht. Und ja, ich weiß ganz genau wovon die beiden Karten sprechen, was sie mir sagen wollen.
 
Meine Jahresheilige war übrigens die Helena, als voraussehende und ratgebende Frau. Das deckt sich doch irgendwo ziemlich mit dem Bild der Percht, die im Dunkeln sitzt und auf die Stimmen ihrer Ratgeber hört. Nicht zuletzt auf ihre eigene...

Sonntag, 4. August 2013

Lammas-Allerlei: Dufter Sonntag

Da Atessa ja mal ein paar Bilder vom Räuchern sehen wollte, auf denen keine beißende Qualmwolke entsteht, dachte ich mir heute pack ich die Gelegenheit nu denn beim Schopfe. Ash war bereits so lieb gewesen und hatte es in einem Kommentar erklärt, das Räuchern auf dem Stövchen, anstatt auf Kohle. Ich liefere dann jetzt mal die entsprechenden Fotos nach.
Und wenn ich es das nächste Mal auf Kohle mache, werd ich´s einfach auch nochmal fotografisch festhalten :)

Gestern den Altar auf Lughnasad getrimmt


Heute vom Mann einfach mal Rosen bekommen


In Tamesis´ Schatzkästchen gegriffen


Duftenden Knubbel in Teelichthülse befördert


Feuer unterm Hintern gemacht ;-)


Lämpchen mit Siebeinsatz sieht doch auch gar nicht so übel
aus, finde ich


Mit der Zeit wird der Knubbel weich und läßt sich zerbröseln.
Der Duft entfaltet sich wunderbar im Raum,
aber es entsteht kein Rauch.


Zu der Räuchermischung möchte ich übrigens verraten,
dass ich aus dem Schnüffeln und Schnuppern gar nicht mehr
raus gekommen bin - so fantastisch riecht sie!
Nach Kirmes, Zuckerwatte, gebrannten Mandeln,
gebratenen Äpfeln, Honig...
Keine Ahnung was wirklich drin ist, aber es ist toll! =D

Und weil die Gelegenheit grad so günstig war:
Schnell noch den St.-Patricks-Anhänger von Hummelchen 
durch den Süßen Segen geschwenkt, bis er heiß geworden ist.


Danach durfte er an mein Charm-Armband,
neben dem Kreuz aus Holz fand ich ihn sehr gut aufgehoben :)


Parallel dann auch nochmal das irische Rezeptbüchlein
zur Hand genommen, das ich zusammen mit dem
Anhänger und einer lieben Karte bekommen hatte.


Die Rezepte sind natürlich alle auf Englisch,
was noch sehr lustig werden wird, wenn ich das erste Mal
versuche eines nach zu kochen.
leo.org läßt grüßen :-))
Was mir besonders gut gefällt, ist dass sie natürlich traditionell,
teilweise aber außerdem auch noch am Jahreskreis angelehnt sind.


Urige Zeichnungen bringen so richtig Atmosphäre rüber
und man bekommt Lust auf schummerige Pubs,
ein Gläschen auf Eis...
Oder einfach nur zu kochen :D


Draußen sind derweil meine Steine in dem neuen Kerzenglas
komplett getrocknet, ich mag das =)
Also es ist ja eigentlich ein Weck-Glas,
aber wenn ich jetzt auf den grün-goldenen oben
ein Teelicht stelle sieht das abends toll aus.
Auch im Sonnenschein glitzert alles wunderbar,
nur nicht in dem Moment wo ich mit der Camera dabei war ;-)


Die Sonne scheint, der Himmel ist blau
und draußen ist es nach wie vor heiß -
wenn auch nicht mehr ganz so erbarmungslos...


Und während ich hier nun auf dem Bett liege-sitze
plätschert draußen der Teich unserer Nachbarin.
Das klingt herrlich erfrischend, beruhigend, nach Sommer
und verbreitet echte Urlaubsstimmung!