Samstag, 4. Juli 2015

Wohnungen der Geister

Bei der momentanen Hitzewelle ist lesen wirklich noch die am wenigsten schweißtreibende Beschäftigung. Wobei ich gerne eingestehe daß mir auch nur der Sommer so ein spezielles Lebensgefühl vermittelt. Etwas wie eine gesunde Gleichgültigkeit könnte man sagen. Das hat was von "kommste heut nicht, kommste morgen"... Von daher bin ich durch mit meiner neuesten Errungenschaft der großen Luisa. Und es hat mir wirklich gut gefallen. Wie eigentlich immer, das muß ich ja sagen. Was Frau Francia angeht bin ich auch durchaus voreingenommen. Ich mag sie einfach. Ich verehre sie regelrecht. Sie hat mich einfach von Anfang an überzeugt. So eigensinnig und offenherzig wie sie gleichzeitig ist. Auch diesmal hatte sie eine Menge Aha-Momente für mich parat. Einiges davon muß man sich echt mal vor Augen führen. Über die Gegenstände, die man im Laufe des Lebens in der eigenen Wohnung ansammelt. Und über Geld, das eigentlich nichts als eine Zaubersubstanz ist. Wenn natürlich auch nicht so wirklich "nur", das wissen wir ja alle und sie selbstverständlich auch. Aber überzeugt Euch ruhig selbst. 

Keine Ahnung was die amazonen diesmal an meiner Rezi zu mäkeln haben, aber sie ist tatsächlich noch nicht freigegeben. Daher veröffentliche ich das hier vermutlich auch erst dann, wenn es soweit ist... So lange füge ich hier schon mal einige Lieblingszitate ein. Und weiß jetzt schon daß es heute nicht leicht werden wird, eine angemessene Auswahl zusammen zu stellen. Ich hab da wirklich mal wieder viel markiert...

Update von heute: Rezi ist jetzt freigegeben und Ihr findet sie > hier <. Wird wohl irgendein Schlagwort dabei gewesen sein, wenn ich auch jetzt grad nicht sagen könnte welches. Ist auch egal, Hauptsache online...
 

"Wer sagt, dass die Realität, die schmucklose, farblose
und ganz und gar sinnlose, die Depressive wahrnehmen,
nicht das ursprüngliche dürre Gerüst ist,
auf dem gesunde Menschen mit Gefühlen ihre Welt so einfärben,
dass sie schön und erträglich wird?"

"Was aber, wenn es keinen Teufel gibt, Himmel und Hölle
immer hier und jetzt geschaffen werden, und zwar von uns selbst?
Von unserer Gier, unserem Unvermögen, heiter und gelassen zu sein
und beherzt im Augenblick zu leben?"

"Auch Spirituosen lieben die Geister
und reisen so gern auf dieser flüchtigen Energie,
dass sie bei Menschen, die hemmungslos saufen, gleich wohnen 
bleiben. Alkohol und Drogen sind Schwellenmittel.
Wer sie nicht im Griff hat, liefert sich der Spielfreude
der Geister schutzlos aus."

"Die Kunst ist, die Wirklichkeit, die es scheinbar nicht gibt,
hervorzurufen und die Wirklichkeit, von der man glaubt,
es gebe sie, aufzulösen, ohne dabei den Verstand zu verlieren."

"Eine  Begegnung zwischen Menschen und Geistern besteht
zu einem Teil aus der Energie, die Geister einbringen,
zum anderen Teil aus der Fähigkeit der beteiligten Person,
diese Energie in eine bekannte Form zu übersetzen."

"Katzen waren die Freundinnen der Hexen im Mittelalter.
Katzen gelten auch in Afrika als unheimliche Tiere, als Wesen,
die magische Kraft haben."

"Besitz macht besessen, sagte sie auch.
Alles ist belebt, bewohnt und diese Energien wollen 
beachtet, gefüttert, gepflegt werden.
Behandelst du sie nicht gut, vernachlässigst du sie,
können sie sich gegen dich wenden."

"Wie viele Anstrengungen wir auch unternehmen mögen,
um sicher durchs Leben zu gehen, es bleibt immer das,
was Versicherungen ein Restrisiko nennen.
Sicherheit gibt es nicht."

"Geld ist magische Substanz und mit Geld reisen Geister,
immer und überall. Wer Geld bekommt, ausgibt, herschenkt,
verbrennt, wegschmeißt, aufhebt, berührt immer auch
die Welt der Geister."

"Vernünftig kann der Kampf um Geld nicht gewonnen werden.
Es gibt nur eine Möglichkeit, die allerdings dem Finanzamt
nicht so gut gefällt: mit den Geistern spielen
und gar nicht erst nachfragen, wie es gelingt."


Es sei wirklich angemerkt, daß ich rigoros zusammen streichen mußte. Es gab so viele sinnvolle, begeisternde und geistreiche, vor Allem aber auch echt lange Zitate, daß ich sie hier gar nicht alle bringen kann. Es tut mir wahnsinnig leid darum. Das Buch ist toll und ich bin davon überzeugt daß jede, die hier mitliest, ihre Freude und eine Reihe von Aha-Momenten damit hätte.


Freitag, 3. Juli 2015

Freitags-Füller #138

1.   Gesprächsthema No. 1 ist doch wohl neben Griechenland das Wetter in den Nachrichten, oder?
2.    Eiskaltes Sprudelwasser, wahlweise mit etwas O-Saft oder doch gleich unser Leckerwasser von Netto, sind hier aktuell die absoluten Durstlöscher.
3.   Eine gute Entscheidung  ist es derzeit den Sonnenschirm schon früh morgens aufzuspannen, damit es sich drinnen möglichst wenig aufheizt - soweit es sich verhindern läßt...
4.   Der kühlste Platz im Haus ist der Keller.
5.   Wer weiß, wann die Temperaturen wieder purzeln...
6.   Vanille mit Pekannüssen und viel Caramel ist mein neues Lieblingseis.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen schönen Hugo mit viel Eis zum Kniffeln, morgen habe ich  bereits in der Frühe zu putzen geplant und Sonntag möchte ich einfach nur rum liegen und chillen!
 
 
Sommerzeit ist bei uns Kniffel-Zeit! :-)
Und was macht Ihr gern so Schönes, wenn das Thermometer
unfaufhaltsam steigt...?

Z. B. könntet Ihr mit-füllseln. Die Vorlage dazu findet Ihr > hier <
 

Hallo Juli!


Sei mir gegrüßt und herzlich willkommen, Du vermutlich heißester der Sommermonate! Bislang machst Du Deinem Ruf wirklich alle Ehre. Temperaturen zwischen 30 und 40°C, die gefühlt noch jedesmal 5°C heißer daher kommen, stellen schon eine echte Herausforderung an meinen Kreislauf da, das gebe ich gerne zu. Und nicht nur meinem, selbstverständlich. Insbesondere habe ich natürlich einen Haufen Wäsche, der daraus resultiert, daß ich fast mehr schwitze, als ich im Gegenzug wieder rein trinken kann. Dazu braucht man sich aktuell noch einmal zu bewegen. Einfach nur da stehen oder wahlweise auch sitzen, das reicht schon. Ich bin ja eine echte Sonnen-Schnecke und verbringe gern jede freie Minute auf der Terrasse, wenn es warm ist. Aber seit vorgestern gehe selbst ich freiwillig nicht mehr vor die Türe. Abgedunkeltes Wohnzimmer, also herunter gelassene Rolläden und offene Fenster, mehr geht grad nicht. Gegen abend dann wuseln wir raus, grillen und kniffeln. Das ist toll! Alle Türen und Fenster aufgerissen, damit wenigstens ein bißchen Luft durch die Räume gehen kann. Aber ohne Venti ist in Schlaf absolut nicht zu denken. Wir gehen ohnehin derzeit spät ins Bett, gerade für unsere Verhältnisse. Sind froh daß wir Balkonien haben und genießen es, so lange es geht.

Soviel zur aktuellen Wetterlage. Irgendwas ist doch immer, oder? Schlimm eigentlich. Erst meckern wir alle, weil es kühl ist und nur regnet, jetzt knallt die Sonne und damit kommen wir auch nicht klar :-p Ansonsten müßt ich erstmal überlegen, was ich mir vom neuen Monat so erwarte und was ich davon hier aufschreiben möchte.

Auf jeden Fall will ich mein bislang noch privates Schreibprojekt ernsthaft angehen und auch aktiv anschieben. Dann freue ich mich noch riesig darauf, daß zwei wunderschöne Bilder mich per Post erreichen sollen. Zum Einen hatte ich Glück, bei der Wunschbild-Instagram-Verlosung von > Trish <  zu den glücklichen Gewinnerinnen zu zählen. Sie hat mir ein Bild von Oshun gezaubert, das meine Erwartungen noch übertroffen hat. Dazu kam eine Botschaft von ihr rein, die genauso klingt, wie ich sie sehe, empfinde, höre und wahrnehme. Dann hat noch die liebe > Luana < ihre Pinsel für mich geschwungen. Sie hatte mir bereits im Vorfeld sehr viel zu sagen und nun ihre Eindrücke noch verbildlicht. Magisch und kraftvoll ist es geworden, das Bild von Hekate als meiner inneren Kraftquelle. Bin ich da nicht bereits jetzt reich beschekt? 

Ehrlich gesagt hab ich ansonsten noch gar keine weiteren, festen Pläne. Öfter mal was Neues ;-) Montag morgen muß ich zum Doc und in der kommenden Woche stehen noch so einige Termine auf dem Plan. Aber erstmal ist heut Freitag und wir genießen das Wochenende, wie auch immer die Temperaturen es uns erlauben.

Dienstag, 30. Juni 2015

Was Vulkane mit Kaninchen gemeinsam haben...?


Ganz einfach: Beide haben mir was zu sagen :)) Bereits gestern abend entdeckte ich beim Blick von der Terrasse nach unten, in den Garten der Nachbarin, dieses auffällige Loch im Rasen. Ich sagte es noch meinem Mann und fragte mich was da wohl passiert sein könnte. An ein Häschen hätte ich ehrlich gesagt zuletzt gedacht. Heute morgen in der Frühe dann allerdings, als ich in Ruhe und der noch einigermaßen kühlen Morgenluft die Bäumchen gießen wollte, da entdeckte ich ihn - oder sie: Ein hübsches Wildkaninchen buddelte eifrig an der anscheinend dort entstehenden Behausung. Wieso sonst sollte es dort graben wie ein Hund? Ich vermute mal es möchte sich einen neuen Bau her richten, oder? Es sah zu mir auf und wir schauten uns ein Weilchen an. Mümmel schien eher wenig mißtrauisch, war ich doch in eher sicherer Entfernung dort oben. Der Anblick war irgendwie idyllisch und friedlich. Rings rum kein Mucks, außer natürlich das herrliche morgentliche Zwitschern der Vögelchen. Was für eine wundervolle Art von Ruhe. Ich ließ mir also Zeit, hetzte mich nicht. Wozu auch?

Ich hatte direkt den Eindruck daß diese Begegnung keine willkürliche war. Daß Hasilein mir etwas sagen, eine Botschaft vermitteln wollte. Also nahm ich mir vor später nach der Arbeit einen Blick in mein Botentier-Buch zu werfen. Was ich dann auch tat. Interessant ist daß ich ein Kaninchen oder auch einen Hasen von Anfang an rein als Symbol für Fruchtbarkeit betrachtet hatte. Ein anderer Gedanke kam mir dazu gar nicht in den Sinn. Interessanter Weise. Da war woh doch der Wunsch die Mutter des Gedanken ;-) Denn weit gefehlt: Wem fällt als Erstes zu dem Thema der Angsthase ein, das Fluchttier? Eben. Aber nicht vergessen, den sprichwörtlichen Angsthasen. War ja jetzt aber ein Kaninchen, könnte man einwenden. Dennoch, die Message ist eine ähnliche...

Selbstverständlich steht das Kaninchen seit je her für Fruchtbarkeit, ja das Leben, das erneuerte Leben selbst und auch für die Liebe. Innerlich wie äußerlich und so, Ihr wißt schon. Als Botentier bei einer als besonders empfundenen Begegnung jedoch, da hat das Löffeltierchen noch anderes zu verkünden. Nämlich daß Du Dein Leben zu sehr von Angst bestimmen läßt. Willst das Beste, befürchtest jedoch das Schlimmste. Wortwörtlich steht das da. Wer mich kennt weiß wie genau das auf mich zutrifft. Das Kaninchen fordert Dich von daher auf den Ängsten ins Gesicht zu schauen. Dich mit ihnen zu konfrontieren und ihnen entgegen zu treten, statt sie zu verleugnen und weg zu schieben. Das stabile Fundament in der eigenen inneren Mitte muß gefunden und benutzt werden, um all den Ängsten nun Stück für Stück zu begegnen. Sie ab zu arbeiten. Liebe, Verstand und Erinnerungsvermögen / Erfahrungswerte sind von Nöten um zu ermitteln worauf die tatsächliche Angst beruht. Wenn frau die eigene Situation mit Abstand quasi von Außen betrachtet, wird sie feststellen daß sie erneut mit Erlebnissen aus der Vergangenheit,  die womöglich sogar bis in die Kindheit zurück reichen, konfrontiert wird. Und heute muß sie lernen damit umzugehen. Erkennen, daß sie nicht mehr ausgeliefert ist, nicht dieselbe Person wie früher. Vor Allem auch nicht zuletzt durch die schmerzlichen Erfahrungen ist eine enorme Stärke und Kraft gewachsen. Die Lektionen sind gelernt, die Möglichkeiten zu reagieren und Umstände zu meistern sind enorm angewachsen. 

Manche dieser Ängste sind vermutlich heut zu Tage längst überflüssig, wenn man sie intensiv betrachtet und darüber nachdenkt. Das Kaninchen soll helfen aus der schwächenden Angst heraus zu treten und statt dessen ein Vertrauen in die Zukunft zu fassen. Es zeigt und verkündet daß heute eine Wahl besteht: Umzudrehen und wegzulaufen oder aber Anstrengungen zu unternehmen und versuchen damit umzugehen. Nichts davon hat mit richtig oder falsch zu tun. Das Kaninchen will lediglich darauf aufmerksam machen daß in der heutigen Situation die Entscheidung in den eigenen Händen liegt.

Eine sehr schöne, bekräftigende, aber auch tief schürfende Botschaft. Nicht wahr? Ich sage doch jedes Mal, daß man es spüren kann und instinktiv weiß, wenn eine Begegnung nicht zufällig geschah, sondern einen tieferen Sinn erfüllt. Haltet mal die Augen offen und achtet darauf, wie häufig sowas geschieht. Es ist wirklich faszinierend, was sich darin alles entdecken läßt.

Nachdem ich dies alles gelesen hatte war ich natürlich angefixt und wolle sogleich noch eine Monatskarte für den Juli ziehen. Immerhin ist ja heute schon der letzte des Monats, da wird es ohnehin Zeit. Und da ging es dann direkt spannend weiter. Von Zufall braucht mir in dem Zusammenhang wirklich kein Mensch mehr etwas zu erzählen. Schon lange nicht mehr natürlich. Aber es bestätigt sich doch auch einfach immer in schöner Regelmäßigkeit wieder.

Ich zog Pele aus dem Göttinnen-Orakel und ihre Botschaft lautet "Erwachen". Sie steht niemals still, summt in Deinem Ohr, ist in Bewegung mit ihrer feurigen Kraft. Wenn es nötig ist erweckt sie Dich mit einem wilden, dramatischen Vulkan-Ausbruch voller Lava und Feuer - dann schreit sie: Paß auf! Sie läßt Dich nicht länger still da sitzen und abwarten, von einem gleichmäßig dahin plätschernden Alltag ganz schläfrig geworden. Mache Dich bereit zum Aufwachen und in vollem Bewußtsein die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Nur dann besteht die Möglichkeit diese Wirklichkeit zu verändern und neu zu schaffen. Du mußt Dich in Bewegung setzen und öffnen für ungeahnte Möglichkeiten. Für die eigenen Talente und innere Kraft. Achte auf die Botschaften, die das Leben Dir zukommen läßt. Dein Erwachen mußt Du nun aktiv angehen, damit Dein Leben von Kreativität erfüllt sein kann, statt eine Reaktion auf die von anderen Leuten zu sein - und ein Ort, an dem Du Deine eigene Kraft zum Leben entfalten kannst.

Hossa, soviel Schmackes - jucheee! Das klingt nicht gerade nach Zeit zum Ausruhen und Atem schöpfen, sondern ganz im Gegenteil. 
Ich wünsche Euch Allen ebenfalls einen kraftvollen, feurigen und leidenschaflichen Juli - möge Mithras sein Licht auf uns scheinen lassen und die Energie schenken, Träume und Wunder wahr werden zu lassen!

Montag, 29. Juni 2015

Vom inneren Käfig - oder aber warum der Schein nicht gleich das wahre Sein ausmacht

In den letzten Tagen habe ich mich damit beschäftigt wie viele Begrenzungen wir Alle uns eigentlich ein Leben lang selbst auferlegen. Das zieht sich tatsächlich durch sämtliche Bereiche. Wir sind sowas von festgelegt. Aber ist das eigentlich ein deutsches Phänomen? Liegt das an unserer etwas starren, auf Sicherheit bedachten und wohl erzogenen Mentalität, oder ist das so ein menschliches Ding an sich? Wenn eine irgendwann mal als junges Mädchen eine Ausbildung im Büro gemacht hat, dann hat sie da auch ihre Zukunft zu fristen. Oder etwa nicht? Was ist mit dem Verwirklichen von Träumen? Mit so genannten Spinnereien, die fröhlich machen und das Herz singen lassen? Es gibt sie ja heut zu Tage wohl, die mutigen Menschen, die aus dem Hamsterrad aussteigen und einfach anfangen zu malen. Beispielsweise. Natürlich ist das nicht nur eine berufliche Frage. Es geht irgendwie um alles mögliche dabei. Spiritualität zum Beispiel auch. Wieso wird eine weiße Frau vielleicht belächelt, wenn sie Oshun zu ihrem Pantheon zählt? Weil ihre Lebensumstände nicht denen einer schwarzen Frau aus New Orleans entsprechen? Oder was? 

Ich glaube dann könnte die Hälfte der Heiden einpacken, weil ja doch so einige "in fremden Gefilden wildern". Will heißen daß ich persönlich mehr Frauen kenne, die Hekate huldigen oder auch schamanische Praktiken ausleben, die augenscheinlich erstmal mehr so aus dem Raum der amerikanischen Ureinwohner zu stammen scheinen. Und es möglicher Weise natürlich auch tun. Wobei der Unterschied im Endeffekt wohl nicht SO groß ist, wie viele vermuten. Hingegen sind mir weniger Hexen bekannt, die sich wirklich mit den Ur-Göttinnen und Matronen aus den Deutschen Landen befassen. Oder einen tiefen Draht zu ihnen haben. Wobei ich das gut finde / fände. Denn es gehört nunmal zu unserer Kultur. Was aber nicht heißen muß daß man sich automatisch in der dortigen Religion zuhause fühlen soll. Sei es nun der germanische Götterhimmel oder die Perchten-Tradition im Alpenraum. Das meine ich ja gerade. Wie auch immer, jede wie sie mag und sich identifizieren kann, so sehe ich das. Keiner sollte einer da rein reden. Nicht einmal sie sich selbst.

Mein eigenes Pantheon beispielsweise hat sich total interessant und aus meiner Sicht auch beinahe spontan entwickelt. So geht das schätze ich. Manche kommen, andere gehen. Götter, Geistwesen und Tierboten erscheinen, bleiben vielleicht eine Weile und dann ziehen sie weiter. Wenn sie Dich durch einen bestimmten Lebensabschnitt begleitet haben und Eure gemeinsame Mission erfüllt ist. Andere hingegen kommen um zu bleiben. Dein Leben lang. So kam die Hekate zu mir. Ich weiß nicht ob ich sie fand oder sie mich suchte. Ob es dazwischen überhaupt einen Unterschied gibt. Aber es ist auch egal. Hauptsache ist daß ich jetzt zu ihr gehöre und sie zu mir. Auch Bride oder Freya statteten mir schon ihre Besuche ab, genau wie Lilith oder Yemaya. Im Laufe der Jahre nun durfte ich so manche Göttin und so manchen Gott willkommen heißen. Manchmal tauchen sie wieder auf und dann weiß ich schon welche Themen es zu bearbeiten gilt. Hekate wird immer da sein. Das weiß ich so sicher wie das Amen zur Kirche gehört. Mithras ebenso, nur daß unser Verhältnis noch anders ist. Nicht vertieft. Und so wie das zu meiner großen Mutter wird es vermutlich auch niemals werden. Das ist okay.

Eine weitere Göttin, die eigentlich meinem Kultur-Kreis etwas ferner sein dürfte, ist eben Oshun. Sie begleitete mich einmal durch eine schwierige Zeit und ging nie so ganz. Aktuell ist sie wieder ziemlich präsent und das ist schön so. Ich werde ihr einen kleinen Schrein einrichten. Ich weiß welchen Posten in meinem Leben sie inne hat. Um das mal so weltlich auszudrücken ;-) Da hat sich ohnehin in der letzten Zeit mal wieder einiges getan und ich habe das Gefühl es ist noch längst nicht Ende der Fahnenstange.

Anders herum muß man vermutlich auch zugestehen können wenn man sich vertan hat. Jemandem zugewandt hat, der eigentlich nicht so recht paßt. In meinem Fall ist das wohl die Nemesis. Inzwische habe ich ihre Lektion vielleicht sogar gelernt. Und ich werde mich das nächste Mal ein wenig vorsichtiger an sie annähern, dreimal überlegen bevor ich sie um etwas bitte. Falls ich das überhaupt jemals wieder tun würde. Keine Ahnung.


Ansonsten ist in meinem Teil von Deutschland wohl endlich der Sommer angekommen - juhu! Heute warm (leider kopfschmerzig - autsch!) und gestern warm, die ganze Woche über stetig soll es immer heißer werden. Samstag endet die Prognose meiner App, aber da sind wir dann auch schon bei 37°C angelangt. Von mir aus ;-P Ich liebe ja solche Temperaturen umso mehr, desto weniger Verpflichtungen ich zu erledigen habe. Sprich Büro natürlich und z. B. Hausarbeit. Aber da werden wir wohl nicht drum herum kommen. Entsprechend habe ich Lust auf einen maritimen Look und sogleich den richtigen Nagellack aufgetragen. Ohne geht ja für mich gar nicht, ich liebe es einfach! Da bin ich ein richtiges Mädchen. Und das ist eine Wohlfühl-Erkenntnis, keine Einschränkung ;-) Viel mit den Kätzkes geschmust haben wir des Weiteren, Käffchen geschlabbert, ein Hugolein in der Wanne geschlürft und sogar mal wieder Tagebuch geschrieben. Das brauchte ich einfach und es tat unheimlich gut. Das Wochenende hingegen haben wir nach Wochen der Feierei diesmal etwas ruhiger angehen lassen. Dafür war auch im Haushalt einiges aufgelaufen, da schrie es echt nach dem Putzlappen. Jetzt bin ich wieder im Plan und habe meine Pläne. Was daraus wird ist natürlich immer noch so eine andere Sache. Wie heißt es so doch so schön: Der Mensch macht Pläne und das Schicksal lacht sich ins Fäustchen? So schaut´s aus! Wobei das ja nicht das Schlechteste sein muß, keine Frage.

Bei meiner beliebten Quiz-Sendung im Ersten lasse ich jetzt sanft den Abend mit Mann und Mäusen ausklingen. Vielleicht gibt es noch einen schönen bunten Salat mit frischem Brot dazu und für mich die kleine Sushi-Box vom Lidl dazu. Bin ja echt mal gespannt wie die schmeckt. Und apropos Fernsehen: Hat jemand von Euch am letzten Mittwoch auch die ersten drei Folgen der neuen US-Serie auf Pro7 gesehen, Empire? Fand ich einfach super geil! Insbesondere wenn man auf Machenschaften a la Dallas und Black Music steht. 
In diesem Sinne wünsche ich Euch allerseits einen schönen Abend und noch eine tolle, sonnige Woche - tschüssi!

Montag, 22. Juni 2015

Ein bißchen Frust und Party-Lust!

Also ernsthaft. Ich bin doch nicht zu dämlich meiner Blogliste einen Eintrag hinzuzufügen. Oder etwa doch? Bis vor Kurzem ging das noch reibungslos. Jetzt versuche ich aber seit ein paar Tagen das neue Blog einer ganz lieben Bekannten in meiner Leiste auf der rechten Seite zu platzieren - und nix passiert. Ich klicke auf "zur Liste hinzufügen" und es öffnet sich einfach keine Möglichkeit, wo ich die Adresse einfügen könnte. Das war früher anders. Definitiv. Aber was mich stutzig macht: Es funktioniert weder im Büro, noch am privaten Lappi... Auch auf verschiedenen Browsern hab ich es schon ausprobiert. Hat sonst noch jemand vielleicht so Probleme entdeckt? Oder besser noch, gleich eine Lösung dafür am Start? Davon geht die Welt natürlich nicht unter, aber es nervt schon irgendwo.

Was anderes hab ich aber noch zu beklagen: Der so genannte Sommer hier ist so elend wie seit vielen Jahren nicht mehr! Außer ständigem Regen, kühler Luft und grauem Himmel hat er leider nichts zu bieten bisher :( Was soll denn sowas? Die letzten Jahre war es so mega heiß um diese Zeit. Und jetzt ist Herbst. Kein Witz. Ich sitze hier in einem Pulli und Turnschuhen. Wenn ich raus will, ziehe ich eine Jacke drüber. Weil mir sonst kalt wird. Pfui! Ich will Sonne! Haaalloooo! Da fehlt einem doch echt die Motivation für alles!

Wenigstens hatten wir Glück mit unserer Grillparty am Freitag. Mehr oder weniger jedenfalls. Es hat nicht so geschüttet wie auf Grund der Wettervorhersagen zu erwarten gewesen war. Ich meine wir waren sowieso gut drauf. Aber trotzdem wäre das ganz schön mistig gewesen. Unsere Mannschafts-Abschiedsfeier hat jedenfalls richtig Laune gemacht. Zu laute Musik, zu viel Tequila, zu viel Hugo und jede Menge leckerer Sachen auf dem Buffet. Das ist schon ein gelungenes Rezept! Ich glaube so um halb drei rum muß ich zuhause gewesen sein. Und habe natürlich noch den ganzen  Samstag was davon gehabt ;-) So daß aus meinem Samstagsputz diesmal spontan ein Sonntagsputz geworden ist. Und da schleppe ich auch noch ein paar Handgriffe von hinterher, hehe. Macht man ja auch nicht jeden Tag. Wobei sich die Trinkgelage am Platz in letzter Zeit schon gehäuft hatten. Wie das in Vereinen so ist, wenn die Sommerpause naht. Jetzt liegt ja auch vorerst nichts mehr an. Da konnten wir es ruhig nochmal so richtig krachen lassen!


Allzu viele Instagram-Fotos sind in den letzten Tagen nu auch nicht grad bei mir entstanden. Dafür hatte ich halt anderweitig Spaß. Gemütlich mit Schatzi vor dem Fernseher oder lesend. Insbesondere lesend. Naschend und schnasselnd. Die wenigen Sonnenmomente zählend. Oder aber auch als ich vorgestern abend meine Nägel passend zum Kühlschrank lackierte :D

Endlich kamen mir auch Ideen dazu, welche Botschaften ich auf den 7 Blanko-Karten meines Raben-Orakels unterbringen wollte. Bisher hatte ich da so überhaupt noch keinen Plan gehabt. Seit einigen Wochen verwende ich sie jetzt aber auch beinahe täglich, einfach um sie besser kennenzulernen. Und siehe da, schwups - schon kam die Inspiration angeflogen!

So und jetzt hab ich für heute genug gequatscht - weiter geht es an die Arbeit! :)

Sonntag, 21. Juni 2015

MARINA

Komm ich heute mal zu einem Buch, das ich gut und gerne auch innerhalb nur eines Tages hätte auslesen können. Zeit vorausgesetzt, versteht sich von selbst. Von daher hat es doch statt dessen ein paar mehr Tage gedauert :) Die ich aber ausgesprochen genossen habe. Schon als ich zur Hälfte durch war wurde ich wehmütig, weil ich die Geschichte einfach nicht ausgehen lasse wollte. So wunderbar geschrieben, so große Worte, so starke Bilder. Hach, diesmal könnte ich wirklich ellenlang weiter schwärmen. Aber es nutzt ja nichts. Vom ersten Satz an habe ich mitgefiebert, im Barcelona des 20. Jahrhunderts geschwelgt und am Ende geweint... Ein ausgesprochen intensives Leseerlebnis kann man also sagen. Meine übliche Rezi bei den amazonen hab ich natürlich auch abgegeben. Ihr findet sie > hier <. Und um bei Euch vielleicht auch ein wenig die Lust auf die Wortweberkunst des Carlos Ruiz Zafón zu wecken, mal wieder einige wohl klingende Zitate an dieser Stelle (wenn sie auch nicht unbedingt etwas über die eigentliche Handlung verraten):

"Marina sagte einmal zu mir, wir erinnerten uns nur an das,
was nie geschehen sei. Es sollte eine Ewigkeit dauern,
bis ich diese Worte begriff. Doch ich fange besser
am Anfang an, und der ist in diesem Fall das Ende."

"Der Verdächtige irrte im Francia-Bahnhof umher
wie eine verlorene Seele in einer aus Eisen und Nebel
geschmiedeten Kathedrale."

"Damals wußte ich nicht, dass der Ozean der Zeit früher oder später
die Erinnerungen anschwemmt, die wir in ihm versenkt haben.
Fünfzehn Jahre später ist die Erinnerung an diesen Tag
zu mir zurückgekehrt."

"Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis
unter Verschluß.Das hier ist das meine."

"Bei seinem Anblick dachte ich,
die Geschichte habe die Altäre und Farbbildchen
für den heiligen Georg reserviert, dem Drachen aber sei
auf ewig Barcelona zugefallen."

"Das ist das Feuer der Jugend. Glauben Sie,
ich beneide Sie darum. Die Jugend ist wie eine launische Freundin.
Wir wissen sie erst zu verstehen und zu schätzen,
wenn sie mit einem anderen geht und nie mehr wiederkommt."

"Manchmal sind es nur Tage oder Wochen.
Manchmal Jahre. Alles hängt von unserem Schicksal ab.
Die Erinnerung an diese Momente begleitet uns
für immer und wird zu einem Land des Gedächtnisses,
in das wir im ganzen weiteren Leben umsonst
zurückzukehren versuchen."

"Seine Ratschläge und Worte habe ich in der Schatulle
meiner Erinnerungen eingeschlossen, in der Überzeugung,
dass sie mir eines Tages dazu dienen werden,
auf meine eigenen Ängste und Zweifel Antworten zu finden."

"Er weiß nicht, dass er der Märchenprinz ist, der Dornröschen
aus ihrem ewigen Schlaf wachküssen muß, aber das rührt daher,
daß Oscar nicht weiß, daß alle Märchen Lügen sind, 
auch wenn nicht alle Lügen Märchen sind
und nicht alle Mädchen lügen."